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Examensarbeit, 1996, 176 Seiten
Autor: Arnd Kammler
Fach: Pädagogik - Heil- und Sonderpädagogik
Details
Tags: Computereinsatz, Geistigbehinderte, Sonderschule, Sonderpädagogik, Softwareeinsatz, empirische Studie, Heilpädagogik, Pädagogik
Jahr: 1996
Seiten: 176
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-17200-4
ISBN (Buch): 978-3-638-72306-0
Dateigröße: 488 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Der Computereinsatz im (Förder-) Schulbereich ist inzwischen unumstritten. Mitte der 90er Jahre wurde der Einsatz neuer Medien noch sehr viel Skepsis entgegen gebracht und die Diskussion war recht widersprüchlich. Diese Arbeit zeigt einen umfangreichen Überblick der Einsatzbereiche des Computereinsatzes an Schulen für geistig Behinderte und versucht anhand einer empirischen Untersuchung in einer Mittelstufe konkret die Vorteile des Computereinsatzes darzustellen.
Textauszug (computergeneriert)
MANUALFachbereich: Geistigbehindertenpädagogik
Der Einsatz eines Computer-Programms
bei Schülern der Schule für Geistigbehinderte -
eine empirische Studie.
Schriftliche Hausarbeit im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für
das Lehramt für Sonderpädagogik
dem Staatlichen Prüfungsamt vorgelegt von
Kammler, Arnd
Dortmund, im Dezember 1996
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ... 6
0 Einleitung ... 7
1 Beschreibung des Personenkreises der geistig Behinderten ... 9
1.1 Definition des Personenkreises der geistig Behinderten ... 9
1.2 Bedeutsame Bereiche des Personenkreises im Hinblick auf die Arbeit ... 12
1.2.1 Lernverhalten ... 13
1.2.2 Aufmerksamkeit und Konzentration ... 14
1.2.3 Motivation ... 17
1.2.4 Lesen als Kulturtechnik an der Schule für Geistigbehinderte ... 19
2 Der Computereinsatz in der Geistigbehindertenpädagogik ... 24
2.1 Der Computereinsatz als Aufgabe der Geistigbehindertenpädagogik ... 24
2.1.1 Begründungsansatz für den Computereinsatz in der Geistigbehindertenpädagogik ... 25
2.1.1.1 Der Einfluß des Computers in der Arbeitswelt ... 26
2.1.1.2 Computer im privaten Lebensbereich ... 27
2.1.1.3 Computer als Lehr- und Lernmedium ... 29
2.2 Der Computereinsatz in der Schule für Geistigbehinderte - Neue Chancen oder neue Benachteiligungen? ... 29
2.2.1 Programmierter Unterricht und Programmiertes Lernen ... 30
2.2.2 Entwicklung des Computereinsatzes und Stellungnahmen ... 32
3 Formen und Möglichkeiten des Computereinsatzes im Unterricht der Schule für Geistigbehinderte unter methodisch-didaktischen Aspekten ... 38
3.1 Die Schüler arbeiten mit dem Computer ... 38
3.2 Die Schüler lernen mit dem Computer ... 41
3.2.1 Übungsprogramme im Unterricht ... 41
3.2.2 Tutorielle Programme im Unterricht ... 44
3.2.3 Simulationsprogramme im Unterricht ... 46
3.3 Die Schüler spielen mit dem Computer ... 47
3.4 Der Computer zur Kompensation einer Beeinträchtigung ... 49
3.5 Didaktisch-methodische Aspekte beim Einsatz des Computers als Unterrichtsmedium in der Schule für Geistigbehinderte ... 51
3.5.1 Didaktische Funktion des Computers ... 51
3.5.1.1 Der Computer als Werkzeug ... 52
3.5.1.2 Der Computer als Objekt ... 52
3.5.1.3 Der Computer als Medium ... 54
3.5.2 Einsatz des Computers in den unterschiedlichen Lehrformen des Unterrichts ... 55
3.5.3 Unterstützung von methodisch-didaktischen Prinzipien beim Einsatz des Computers im Unterricht ... 59
3.5.3.1 Differenzierung und Individualisierung des Unterrichts ... 60
3.5.3.2 Das Prinzip der Gegliedertheit ... 62
3.5.3.3 Das Prinzip der ständigen Übung durch Wiederholung ... 62
3.5.3.4 Das Prinzip der Selbsttätigkeit ... 64
3.5.4 Integrierter versus separierter Computereinsatz ... 65
3.5.4.1 Integrierte Computernutzung ... 65
3.5.4.2 Separierte Computernutzung ... 67
3.6 Softwareentwicklung und -evaluation ... 68
3.6.1 Anforderungen und Kriterien an geeignete Software aus Sicht der Schule für Geistigbehinderte ... 70
3.6.2 Die Budenberg Programme ... 73
3.6.2.1 Form und Farbe ... 74
3.6.2.2 Erstlesen ... 76
4 Fragestellung ... 79
5 Das Untersuchungsinstrumentarium - Methodik ... 83
5.1 Das Auswahlverfahren ... 83
5.2 Methoden der Datenerfassung ... 86
5.2.1 Beobachtung ... 86
5.2.2 Befragung ... 91
5.2.3 Operationalisierung ... 95
5.2.4 Überprüfung des Instrumentariums ... 99
5.2.5 Gütekriterien des Untersuchungsinstrumentariums ... 100
5.3 Das Untersuchungsdesign ... 102
5.4 Methode der statistischen Datenauswertung ... 104
6 Die Durchführung der Untersuchung und Darstellung der untersuchten Population ... 105
6.1 Durchführung und Ergebnisse des Auswahlverfahrens ... 106
6.2 Vorbereitungen zur Untersuchung ... 107
6.2.1 Einführungsstunde ... 107
6.2.2 Vorbereitende Untersuchungssituation ... 108
6.3 Die Durchführung der Untersuchung ... 109
6.4 Schülerbeschreibungen ... 111
7 Darstellung der Ergebnisse ... 118
7.1 Darstellung der Untersuchungsergebnisse ... 118
7.2 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse unter Berücksichtigung der untergeordneten Fragestellungen ... 119
7.2.1 Motivation ... 119
7.2.2 Aufmerksamkeit / Konzentration ... 125
7.2.3 Kenntniserweiterung / Lernen ... 129
7.2.3.1 Computer ... 129
7.2.3.2 FoL Lesen ... 131
7.3 Beurteilung der eingesetzten BUDENBERG-Programme ... 140
8 Kritische Aspekte und Methodenkritik ... 142
9 Zusammenfassung und Ausblick ... 145
10 Literaturverzeichnis ... 147
11 Anhang ... 159
Abbildungsverzeichnis:
Abb. 1 - Normalverteilungskurve und geistige Behinderung ... 11
Abb. 2 - Stufenmodell des erweiterten Lesebegriffs ... 21
Abb. 3 - Teilelemente von Intelligenten Tutoriellen Systemen ... 45
Abb. 4 - Didaktische Funktionen des Computers ... 52
Abb. 5 - Dimension der Beobachtung ... 87
Abb. 6 - Formen mündlicher Befragung ... 92
Abb. 7 - Darstellung der beobachteten Motivation (Beobachtungsitem 1a) ... 120
Abb. 8 - Darstellung der beobachteten Einstellung der Schüler (Beobachtungsitem 1b) ... 123
Abb. 9 - Darstellung des beobachteten Arbeitsverhaltens (Beobachtungsitem 2a) ... 126
Abb. 10 - Anzahl der Arbeitsunterbrechungen der Schüler (Beobachtungsitem 2a) ... 127
Abb. 11 - Dauer der Arbeitsphasen der Schüler (Beobachtungsitem 2b) ... 128
Abb. 12 - Darstellung der Fähigkeit den Computer und das Programm zu starten (Beobachtungsitem 3b) ... 130
Abb. 13 - Anzahl der im Programm "Erstlesen" bearbeiteten Aufgaben ... 132
Abb. 14 - Anzahl der im Programm "Form und Farbe" bearbeiteten Aufgaben ... 133
Abb. 15 - Darstellung der Einzelergebnisse (Iris) ... 134
Abb. 16 - Darstellung der Einzelergebnisse (Daniel) ... 135
Abb. 17 - Darstellung der Einzelergebnisse (Silke) ... 136
Abb. 18 - Darstellung der Einzelergebnisse (Andrea) ... 136
Abb. 19 - Darstellung der Einzelergebnisse (Dirk) ... 137
Abb. 20 - Darstellung der Einzelergebnisse (Radek) ... 138
Abb. 21 - Darstellung der Einzelergebnisse (Mark) ... 139
0 Einleitung
Das Vordringen der neuen Informationstechnologien und Medien in alle Lebensbereiche stellt auch das Bildungswesen vor neue Herausforderungen. Computer und andere elektronische Geräte werden künftig zunehmend Abläufe im täglichen Leben verändern. Weltweite Kommunikation und Information sind bereits zum heutigen Zeitpunkt durch Computer möglich. Ebenso ist die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen eng mit Medien und Medienkonsum verknüpft, da sie zum vertrauten Bestandteil ihres Alltags geworden sind. Gleichzeitig können sich mit diesen Medien neue Formen des Lernens entfalten. Herkömmliche schulische Bildungsinhalte müssen der veränderten Umwelt angepaßt werden. Diese neuen Informationstechnologien und Medien sollten in den Bildungsinhalten aller Schulen Berücksichtigung finden, auch in der Schule für Geistigbehinderte, wenn ihre Schülerschaft nicht den Anschluß an eine sich wandelnde Umwelt verlieren soll.
Das Anliegen der vorliegenden Arbeit besteht darin, festzustellen, ob auch bei Schülern mit geistiger Behinderung über die aktive Auseinandersetzung und durch selbständiges Handeln mit dem Medium Computer neue Möglichkeiten der Fähigkeits- und Fertigkeitsvermittlung bestehen und sich der Computereinsatz auf das Lernverhalten von Schülern mit geistiger Behinderung auswirkt. Vorausgesetzt wird ein geeignet erscheinendes Computerprogramm, das den Lerninhalten einer Schülergruppe entspricht. Dabei sollte es differenziert die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen berücksichtigen, um weitgehend selbständiges Üben und Lernen am Computer zu ermöglichen.
Zunächst wird im Kapitel eins der Arbeit der Personenkreis der geistig Behinderten allgemein und im Hinblick auf das Lernverhalten, der Aufmerksamkeit und Konzentration sowie der Motivation näher beschrieben, da diese Bereiche beim Computereinsatz besondere Beachtung finden sollen. Daran anschließend wird in Kapitel zwei versucht, einen Begründungsansatz für die Notwendigkeit des Computereinsatzes in der Geistigbehindertenpädagogik zu formulieren, wobei die in der Literatur geäußerten Kritikpunkte nicht vernachlässigt werden sollen.
Der Schwerpunkt des theoretischen Teils setzt sich in Kapitel drei mit den Möglichkeiten des Computereinsatzes im Unterricht der Schule für Geistigbehinderte auseinander. Unterschiedliche Formen und Möglichkeiten des Computereinsatzes werden beschrieben sowie anhand spezifischer Programmbeispiele vorgestellt und pädagogische sowie didaktisch-methodische Gesichtspunkte beim Einsatz des Computers im Unterricht diskutiert. Zum Ende des theoretischen Teils der Arbeit werden besondere Ansprüche und Kriterien aus Sicht der Geistigbehindertenpädagogik vorgestellt, die von Programmen erfüllt werden sollten, um sie im Unterricht einzusetzen. Zwei mehrfach empfohlene Beispiele werden dargestellt, wobei die Inhalte der Programme in den fachdidaktischen Rahmen einbezogen werden.
An die theoretischen Ausführungen zum Einsatz eines Computerprogramms im Unterricht an der Schule für Geistigbehinderte schließt sich der praktisch-orientierte Teil an, in dem die zwei ausführlicher dargestellten Programme mit insgesamt sieben Schülern unter der in Kapitel vier formulierten Fragestellung untersucht werden. In Kapitel fünf werden methodische Aspekte der Untersuchung diskutiert und das konstruierte Untersuchungsinstrumentariums vorgestellt. Die Durchführung der Untersuchung sowie die untersuchte Population wird in Kapitel sechs dargestellt.
Die Untersuchungsergebnisse werden in Kapitel sieben im direkten Bezug zu den einzelnen Fragestellungen zunächst vorgestellt, diskutiert und interpretiert. Eine kritische Betrachtung der Untersuchungsmethode sowie die Durchführung schließen sich in Kapitel acht an und werden durch eine abschließende Zusammenfassung und einen Ausblick auf weitere Untersuchungsmöglichkeiten in Kapitel neun ergänzt.
Aus Gründen der Vereinfachung wird nachfolgend im gesamten Text bei Berufsbezeichnungen, Benennungen usw. die maskuline Form gewählt.
1 Beschreibung des Personenkreises der geistig Behinderten
Zunächst wird in diesem Kapitel der Personenkreis der geistig Behinderten näher beschrieben und einige Definitionsansätze vorgestellt. Das Lernverhalten wird in diesem ersten Teil bewußt ausgeklammert. Dieser Bereich wird im Zusammenhang mit den Bereichen der Konzentration bzw. der Aufmerksamkeit und der Motivation zunächst definiert und mit charakteristischen Merkmalen bei Schülern mit geistiger Behinderung weiter ausgeführt und diskutiert.
Anschließend wird der Bereich des Lesens als Teil der Kulturtechniken an der Schule für Geistigbehinderte vorgestellt.
Da sich das in der Untersuchung zum Einsatz kommende Programm inhaltlich mit Übungsaufgaben aus dem Bereich des Erstlesens auseinandersetzt, wird anschließend die Stellung des Lesens als Teil der Kulturtechniken an der Schule für Geistigbehinderte dargestellt.
[...]
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