INHALTSVERZEICHNIS:
1 EINLEITUNG 4
2 DEFINITION VON GESUNDHEIT 5
3 DEFINITION VON ÜBERGEWICHT UND ADIPOSITAS 5
4 AKTUELLE DATEN UND ZAHLEN DER EPIDEMIOLOGIE 11
5 URSACHEN DER ADIPOSITAS 13
5.1 ALLGEMEINE URSACHEN DER ADIPOSITAS 14
5.2 GENETISCHE URSACHENFORSCHUNG 15
5.3 EINFLUSS PERINATALER FAKTOREN UND DAS 1.LEBENSJAHR 18
5.4 ROLLE DES „SOZIALEN WANDELS“ IN BEZUG AUF ADIPOSITAS 20
5.4.1 Diäten und ihre Folgen 20
5.4.2 Elterliches Vorbildverhalten 22
5.4.2.1 Vorbildverhalten der Eltern bezüglich Ernährung 22
5.4.2.2 Vorbildverhalten der Eltern bezüglich Bewegung 23
5.4.3 Körperliche Aktivität bzw. Inaktivität 24
5.4.4 Verhältnis körperlicher Aktivität und Energiezufuhr 25
5.4.5 Sozialer Status der Familie 26
5.4.6 Umfeld 27
5.4.7 Geschlecht 28
5.4.8 Alter. 29
5.4.9 Herkunft der Schüler und Struktur der Gesellschaft 30
5.5 PSYCHISCHE URSACHEN 30
5.6 ZWISCHENFAZIT BEZÜGLICH DER URSACHEN 31
6 DIE FOLGEN DER ADIPOSITAS 32
6.1 KÖRPERLICHE FOLGEN 35
6.1.1 Bluthochdruck 35
6.1.2 konorare Herzerkrankungen (KHK), Herzinsuffizienz und Herzinfarkt 36
6.1.3 Schlaganfall 38
6.1.4 Typ-2-Diabetes 38
6.1.5 Fettstoffwechselstörungen 39
6.1.6 Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom 40
6.1.7 Hyperurikämie und Gicht 41
6.1.8 Gallenblasenerkrankungen 42
6.1.9 Krebserkrankungen 42
6.1.10 Orthopädische Erkrankungen 43
6.1.11 Veränderte Pubertätsentwicklung 44
6.1.12 Mortalität 44
6.1.13 metabolisches Syndrom 45
6.2 PSYCHOSOZIALE FOLGEN 46
6.2.1 Depressionen und Angststörungen 48
6.2.2 Soziale Abkapselung. 49
6.2.3 Selbstwahrnehmung 51
6.2.3.1 Körperschemaverzerrungen und Körperbildstörung 52
6.2.3.2 Normative Unzufriedenheit 53
6.2.3.3 Selbstkonzept und Selbstwertgefühl 54
6.3 SOZIALE FOLGEN 55
6.4 ZWISCHENFAZIT BEZÜGLICH DER FOLGEN 57
2
7 HEUTIGE SITUATION DES SCHULSPORTS 58
7.1 ERGEBNISSE DER SPRINT-STUDIE BEZÜGLICH DER AKTUELLEN SITUATION DES SCHULSPORTS
59
7.1.1 Schülersicht 61
7.1.2 Lehrersicht 64
7.2 LEHRPLANANALYSE BEZÜGLICH ÜBERGEWICHT UND ADIPOSITAS - NRW 65
7.2.1 Grundlegendes zum Lehrplan Sport in NRW - Gesamtschule 65
7.2.2 Lehrplananalyse bezüglich Übergewicht und Adipositas 67
7.2.3 Aufgaben und Ziele des NRW-Lehrplans Sport für die Gesamtschule 69
7.2.4 Fazit bezüglich des Lehrplans NRW 71
8 AUSWIRKUNGEN DER ADIPOSITAS AUF DEN SCHULSPORT 72
8.1 EINSCHRÄNKUNGEN UND ERWEITERUNGEN 73
9 ERKENNUNGS- UND VERHALTENSMAßNAHMEN FÜR DIE LEHRKRAFT IN
DER SCHULE 75
9.1 WORAUF MAN ALS LEHRKRAFT ACHTEN SOLLTE 76
9.2 WIE MAN ALS LEHRKRAFT REAGIEREN SOLLTE 76
10 PRÄVENTIONS- UND INTERVENTIONSMAßNAHMEN GEGEN ADIPOSITAS 78
10.1 ERLÄUTERUNGEN ZU THERAPIEPROGRAMMEN FÜR ADIPÖSE UND ÜBERGEWICHTIGE
KINDER UND JUGENDLICHE 83
10.1.1 Prävention und Intervention innerhalb der Schule 85
10.1.1.1 Kieler Adipositaspräventionsstudie (KOPS) 86
10.1.1.2 Ganztagsschule 91
10.1.2 Prävention und Intervention außerhalb der Schule 93
10.1.2.1 Intervention und Prävention innerhalb der Familie 94
10.1.2.2 Freiburger Intervention Trail for Obese Children 96
10.1.2.3 SlimKids2000 99
10.1.2.4 Das T.O.M. - Programm. 100
10.1.2.5 Prävention und Intervention in Vereinen 101
10.2 ZWISCHENFAZIT BEZÜGLICH DER PRÄVENTION UND INTERVENTION VON ÜBERGEWICHT
UND ADIPOSITAS 104
11 AUSBLICK 105
12 LITERATURVERZEICHNIS 108
13 ABBILDUNGSVERZEICHNIS 114
14 ANHANG 115
14.1 DAS T.O.M. - PROGRAMM 115
14.2 KÖRPERZUSAMMENSETZUNGSVERFAHREN 115
14.3 HALBJÄHRLICHE PERZENTILE FÜR DEN BMI FÜR MÄDCHEN UND JUNGEN 116
3
1 Einleitung
In den letzten Jahrzehnten ist ein starker Anstieg in der Häufigkeit des Auftretens von Adipositas und Übergewicht im Kindes- und Jugendalter zu verzeichnen. Die Gründe hierfür sind ebenso wie die Krankheit selbst multifaktorieller Natur. Die folgende Arbeit beschäftigt sich eingangs mit den grundlegenden Definitionen von Gesundheit und Adipositas, sowie mit den Daten und Fakten der Epidemiologie der Adipositas. Daraufhin werden die Ursachen sowie die Folgen und Auswirkungen der Adipositas im frühen Kindes- und Jugendalter diskutiert.
Es wird zudem auch national und dann regional am Beispiel von Nordrhein-Westfalen eine Lehrplananalyse bezüglich der Adipositas vollzogen. Der Vergleich zwischen den verschiedenen Schulformen findet ebenfalls statt, wobei hier speziell am Beispiel des Lehrplans des Landes NRW Augenmerk auf die Schulform ‚Gesamtschule’ gelegt wird.
Des Weiteren wird der Schwerpunkt im Rahmen dieser Arbeit auf die Rolle der Institution Schule gelegt. Fragen wie zum Beispiel, welche Auswirkungen Übergewicht auf den Unterricht, speziell den Sportunterricht, hat und was dieser leisten kann, um dem Problem entgegen zu wirken, werden diskutiert. Welche Maßnahmen bereits betrieben werden, auch außerhalb der Schule in Vereinen oder Privat, und auch wie Lehrkräfte das Übergewicht oder gar die Adipositas erkennen und mit diesem Problem umzugehen haben, sollte Gegenstand sowie Ergebnis dieser Arbeit sein. Wie der Titel dieser Arbeit bereits verrät, werden hierzu ausgewählte Präventions- und Interventionsmaßnahmen erläutert und bezüglich ihrer Ergebnisse ausgewertet.
Um die Übersichtlichkeit zu wahren, wird an einigen Stellen ein Zwischenfazit gezogen. Am Ende wird dann ein Gesamtüberblick folgen, der zusammengefasst die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit hervorhebt. Die Arbeit kann als eine Hilfestellung für Lehrerinnen und Lehrer verstanden werden. Sie soll im sportunterrichtlichen Umgang mit übergewichtigen Kindern und Jugendlichen unterstützen, aber auch generell auf das Problem der Adipositas und des Übergewichts aufmerksam machen.
4
2 Definition von Gesundheit
Laut WHO ist Gesundheit definiert als ein Zustand des vollkommenen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Es ist mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit. 1 Ein integratives Verständnis von Gesundheit wird in neueren Gesundheitskonzeptionen bevorzugt. „Gesundheit bezeichnet den Zustand des objektiven und subjektiven Befindens einer Person, der gegeben ist, wenn diese Person sich in den physischen, psychischen und sozialen Bereichen ihrer Entwicklung in Einklang mit dem den eigenen Möglichkeiten und Zielvorstellungen und den jeweils gegebenen äußeren Lebensbedingungen befindet. Gesundheit ist beeinträchtigt, wenn sich in einem oder mehreren dieser Bereiche Anforderungen ergeben, die von der Person in der jeweiligen Phase im Lebenslauf nicht erfüllt und bewältigt werden können. Die Beeinträchtigung kann sich, muss sich aber nicht, in Symptomen der sozialen, psychischen und physisch-physiologischen Auffälligkeiten manifestieren.“ 2 Gesundheit ist also weitaus mehr als sichtbare Symptome. Im schulischen Zusammenhang wird Gesundheit „umfassend in der Weiterentwicklung der Gesundheitsdefinition der WHO von 1948 als physische, psychische, soziale, ökologische und spirituelle Balance des Wohlbefindens verstanden.“ 3
3 Definition von Übergewicht und Adipositas
„In der Alltagssprache wie auch in der wissenschaftlichen Literatur wird oft davon ausgegangen, dass Übergewicht und Adipositas austauschbare Begriffe sind, die das Gleiche bezeichnen. Dies ist allerdings nicht der Fall, und es ist nicht zuletzt auch deshalb sinnvoll, zwischen den Begriffen zu differenzieren, da damit unterschiedliche Implikationen im Hinblick auf die
1 Vgl. Internet: http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheit , rezipiert am 31.07.2006
2 Steinmann, Werner: Fitness, Gesundheit und Leistung. Hamburg: Verlag Dr.Kovac, 2004. S.72, Z.19ff
3 Hundeloh, Heinz; Paulus, Peter; Bockhorst, Rüdiger: Arbeitskreis „Schulsport - Gesundheit -Schulqualität: Ein Widerspruch?“ In: Gogoll, Andre & Menze-Sonneck, Andrea (Hrsg.): Qualität im Schulsport. Hamburg: Czwalina Verlag, 2005. S.157, Z.2ff
5
Notwendigkeit einer Gewichtsreduktion verbunden sind.“ 4 „Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist der Begriff Adipositas in die wissenschaftliche Diskussion eingeführt worden, der sich im Gegensatz zu anderen Bezeichnungen (Korpulenz, Dickleibigkeit, Fettleibigkeit, Fettsucht) durch seine Wertneutralität und Sachlichkeit auszeichnet.“ 5 „Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) werden definiert als ein übermäßiger Anteil an Fettgewebe im menschlichen Körper.“ 6 Steigt das Körpergewicht allerdings aufgrund fettfreier Masse, wie zum Beispiel ein steigender Muskulaturanteil, so werden die degenerativen Erkrankungen der gewichttragenden Gelenke gefördert. 7 Andere Quellen besagen, dass Adipositas eine Erhöhung des Körpergewichtes durch eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfettanteils am Gesamtgewicht bezeichnet. 8 „Übergewicht hingegen meint eine über den Durchschnitt erhöhte Körpermasse, ohne zwischen verschiedenen Gewebe-und
Verursachungsarten zu unterscheiden.“ 9 Stark vereinfacht kann man also sagen, dass nicht jeder Übergewichtige adipös ist, aber jeder Adipöse übergewichtig.
„Zur Definition und Beurteilung von Übergewicht und Adipositas im Kindes-und Jugendalter gab es bislang keine einheitlichen Richtlinien.“ 10 Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Methoden zur Ermittlung der Körperzusammensetzung, die sich zum einen darin unterscheiden, welcher Anteil der Körperzusammensetzung mit ihrer Hilfe bestimmt werden kann, zum anderen in Messgenauigkeit, Belastung für den Patienten, Durchführbarkeit, Kosten, Strahlenbelastung etc. Aufgrund der Vielzahl,
4 Tuschen-Caffier, Brunna; Pook, Martin; Hilbert, Anja: Diagnostik von Essstörungen und Adipositas. Göttingen: Hogrefe Verlag, 2005. S.26, Z.1ff
5 Benölken, Marita: Adipositas und Depressivität im frühen Jugendalter. Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag: 2003. S.12, Z.7ff
6 Böhler, Thomas; Wabitsch, Martin; Winkler, Ute: Konsensuspapier Patientenschulungsprogramm für Kinder und Jugendliche mit Adipositas. In: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Gesundheitsförderung Konkret, Band 4. Qualitätskriterien für Programme zur Prävention und Therapie von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Köln: BZga, 2005. S.40, Z.3ff
7 vgl. Wenzel, H.: Definition, Klassifikation und Messung der Adipositas. In: Wechsler, Johannes G. (Hrsg.): Adipositas - Ursachen und Therapie. 2.Aufl., Berlin, Wien: Blackwell Verlag, 2003. S.47, Z.15ff
8 vgl. Benölken, Marita: Adipositas und Depressivität im frühen Jugendalter. Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag: 2003. S.12, Z.13ff
9 ebd. S.12, Z.15ff
10 Zwiauer, Karl: Adipositas im Kindes- und Jugendalter - Prävention und Therapie. In: Wechsler, Johannes G. (Hrsg.): Adipositas - Ursachen und Therapie. 2.Aufl., Berlin, Wien: Blackwell Verlag, 2003. S.213, Z.54ff
6
Differenzierung sowie vor allem der Alltagsuntauglichkeit der meisten Verfahren, wird an dieser Stelle nicht näher darauf eingegangen. Eine Auflistung der Verfahren ist in Form einer Tabelle dieser Arbeit in Kapitel 14.2 angehängt.
„Zur Definition von Übergewicht und Adipositas wird derzeit der so genannte Body Mass Index empfohlen, der auf der Klassifizierungstabelle der WHO beruht und sich international etabliert hat.“ 11 Der Body-Mass-Index (BMI) setzt „das Körpergewicht in ein Verhältnis zur Körpergröße“. 12 Folgende Gleichung ist gültig:
„Ein internationaler Vergleich der Prävalenz von Übergewicht und Adipositas wird durch die Tatsache erschwert, dass die Ergebnisse oft auf verschiedenen BMI-Klassifikationen basieren. […] Neuere Studien beziehen sich auf die Einteilung der WHO von 1998:“ 13
Normalgewicht: Übergewicht Adipositas Grad I (moderat) Adipositas Grad II (schwer) Adipositas Grad III (morbide)
„Bei Kindern und Jugendlichen lassen sich jedoch keine exakten Werte festlegen, da sich das Größen-Gewichts-Verhältnis während des Wachstums ändert.“ 14 „Da bei Kindern und Jugendlichen der BMI stark von den alters- und geschlechtsabhängigen physiologischen Veränderungen der
11 Homfeldt, Hans Günther; Ritter, Annette: Das dicke Kind. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2005. S.11, Z.28ff
12 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Gesundheitsförderung Konkret, Band 4. Qualitätskriterien für Programme zur Prävention und Therapie von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Köln: BZga, 2005. S.11, Z.17ff
13 Klör, H.U.: Epidemiologie der Adipositas. In: Wechsler, Johannes G. (Hrsg.): Adipositas -Ursachen und Therapie. 2.Aufl., Berlin, Wien: Blackwell Verlag, 2003. S.47, Z.37ff
14 Homfeldt, Hans Günther; Ritter, Annette: Das dicke Kind. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2005. S.11, Z.36ff
7
Körpermasse beeinflusst wird, lässt sich das Ausmaß an Übergewicht nicht wie bei Erwachsenen durch feste Grenzwerte bestimmen.“ 15 Aufgrund dieser Erkenntnis ist eine Grenzwerttabelle entwickelt worden, welche diese während des Wachstums und der Pubertät schwankenden Parameter mit berücksichtigt. „Im Wachstumsalter sollte die Bestimmung von Übergewicht und Adipositas deshalb anhand des altersbezogenen BMI - in Form von populationsspezifischen BMI-Perzentilen für Jungen und Mädchenerfolgen. Derartige BMI-Perzentile wurden für Kinder und Jugendliche erstellt, und deren Benutzung zur Feststellung von Übergewicht und Adipositas empfohlen.“ 16 „Perzentile ermöglichen die relative Positionierung eines Individuums innerhalb einer speziellen Verteilung.“ 17 „Kinder, die die 90. alters- und geschlechtsspezifische Perzentile überschreiten (deren BMI also höher ist als bei 90 % aller Kinder ihres Alters und Geschlechts), werden als übergewichtig eingestuft, liegt der BMI über 97. Perzentile, liegt eine Adipositas vor, bei Überschreiten der 99,5. Perzentile wird von einer extremen Adipositas gesprochen.“ 18 In Abbildung 3.1 ist eine alters- und geschlechtsspezifische Auflistung der Perzentile 90. und 97. gegeben, welche die BMI-Werte der jeweiligen Übergewichtsgrenzen und den Grenzwerten der Adipositas darstellen.
15 Goldapp, Cornelia; Mann, Reinhard; Shaw, Rose: Qualitätsraster für Präventionsmaßnahmen für übergewichtige und adipöse Kinder und Jugendliche. In: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Gesundheitsförderung Konkret, Band 4. Qualitätskriterien für Programme zur Prävention und Therapie von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Köln: BZga, 2005. S.11, Z.21ff
16 Gallistl, Siegfried: Adipositas im Kindes- und Jugendalter. In: Ärzte Woche, 13.10.2005, S.36, Z.65ff
17 Benölken, Marita: Adipositas und Depressivität im frühen Jugendalter. Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag: 2003. S.13, Z.36f
18 Goldapp, Cornelia; Mann, Reinhard; Shaw, Rose: Qualitätsraster für Präventionsmaßnahmen für übergewichtige und adipöse Kinder und Jugendliche. In: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Gesundheitsförderung Konkret, Band 4. Qualitätskriterien für Programme zur Prävention und Therapie von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Köln: BZga, 2005. S.12, Z.3ff
8
Abbildung 3.1: Perzentile für den BMI von Mädchen und Jungen im Alter von 0-18 19 Jahren
Eine andere Abbildung ist dahingehend erweitert, dass die Referenzgruppe Perzentile 50. sowie weitere Grenzwerte der Bereiche von Untergewicht angegeben sind. Sie erscheint dadurch etwas unübersichtlicher, wird aber hier erwähnt und im Anhang (Kapitel 14.3) mit angehängt, weil dort halbjährliche Perzentile angegeben sind, und nicht nur jedes Lebensjahr einzeln aufgeführt ist.
Als Diagrammdarstellung ist die Altersabhängigkeit der Perzentile deutlich besser zu erkennen, allerdings sind die genauen BMI-Werte durch ungenaues Ablesen eingeschränkt. Die Diagramme sind in Abbildung 3.2 und 3.3 dargestellt.
19 Robert-Koch-Institut (Hrsg.): Benecke, Andrea; Vogel, Heiner: Gesundheitsberichterstattung des Bundes Heft 16 - Übergewicht und Adipositas. Berlin: Oktoberdruck, August 2003, geänderte Aufl. 2005. Ergänzende Wertetabellen zu den Abbildungen. http://infomed.mds-ev.de/sindbad.nsf/0/d7bc804b0516497e00256d8d0041787e/$FILE/GBE16_TABELLEN.pdf, rezipiert am 19.12.2006
9
Abbildung 3.2: Perzentile-Diagramm für den BMI von Jungen im Alter von 0-18 20 Jahren
Abbildung 3.3: Perzentile-Diagramm für den BMI von Mädchen im Alter von 0-18 Jahren 21
20 vgl. http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=343 , Abb.1
21 vgl. ebd., Abb.2
10
„Eine weitere Klassifikation der Adipositas erfolgt über das Fettverteilungsmuster, das sich allerdings erst am Ende der Pubertät manifestiert. Hier kann zwischen der weiblichen (gynoiden) Form, die verstärkt Fettgewebe an Hüften und Oberschenkeln aufweist und einer männlichen (androgenen) Form unterschieden werden, mit der Fettkonzentration vor allem in der Bauchregion. […] Differentialdiagnostisch sollte weiterhin zwischen einer primären und einer sekundären Adipositas unterschieden werden. Die primäre Form steht nicht im Zusammenhang mit anderen physiologischen Erkrankungen, während die sekundäre Form die Folge einer endokrinen oder genetischen Erkrankung darstellt.“ 22 Da im Kindes- und Jugendalter diese Fettverteilung noch nicht manifestiert ist, bleibt dieses Merkmal hier vernachlässigt.
4 Aktuelle Daten und Zahlen der Epidemiologie
Aufgrund der in den letzten Jahrzehnten in den meisten westlichen Industrieländern, aber auch in Ländern der dritten Welt, deutlich fortschreitenden Zunahme der Prävalenz von Übergewicht und Adipositas, geht die Weltgesundheitsorganisation WHO von einer globalen Epidemie aus. Von ihr sind nicht nur die Erwachsenen, sondern in letzter Zeit auch speziell die Heranwachsenden betroffen. 23 Heutzutage sind folgende Zahlen für Deutschland belegt worden: „Insgesamt sind 45,1 % bzw. 32,4 % der Männer und Frauen in Ostdeutschland und 48,7 % bzw. 31,0 % der Männer und Frauen in Westdeutschland übergewichtig. Gleichzeitig sind 21,0 % bzw. 24,5 % der Männer und Frauen in Ostdeutschland und 18,3 % bzw. 21,1 % der Männer und Frauen in Westdeutschland adipös.“ 24 Diese erschreckenden Zahlen werden untermauert von den Werten der Kinder und Jugendlichen. „Auch bezogen auf das Kindes- und Jugendalter
22 Benölken, Marita: Adipositas und Depressivität im frühen Jugendalter. Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag: 2003. S.15, Z.17ff
23 vgl. Kromeyer-Hausschild, Katrin: Epidemiologie der Adipositas im Kindes- und Jugendalter in Europa. In: Erbersdobler, Heseker, Wolfram (Hrsg.): Adipositas - Eine Herausforderung für’s Leben?. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, 2005. S.3, Z.5ff
24 Müller, Manfred J.; Mast, Mareike; Bosy-Westphal, Anja; Danielzik, Sandra: Diagnostik und Epidemiologie. In: Petermann, Franz; Pudel, Volker (Hrsg.): Übergewicht und Adipositas. Göttingen: Hogrefe Verlag, 2003. S.41, Z.7ff
11
ist in Deutschland von einer hohen Prävalenzrate an Übergewicht und Adipositas auszugehen.“ 25 „In Deutschland sind […] 10-20 % aller Schulkinder übergewichtig bzw. adipös (Benecke und Vogel 2003); von den 5- bis 6-jährigen Kindern sind bereits zwischen 8 % und 13 % übergewichtig, 4 % bis 7 % adipös.“ 26 Im Vergleich zu den BMI-Referenzwerten von Kromayer-Hauschild et al. aus dem Jahre 2001 sind 8,4 -13,4 % der Jungen und Mädchen im Alter von fünf bis sechs Jahren übergewichtig (d.h.>90.P.). In dieser Altersgruppe sind 0,7 - 6,7 % adipös (d.h.>97.P.). Bei den neun- bis zehnjährigen Kindern sind zwischen 9,8 und 17,6 % übergewichtig und 3,2 bis 6,3 % adipös. Im Alter von 13 bis 15 Jahren sind bereits 13,8 bis 16,8 % der Jungen und Mädchen übergewichtig, während 5,1 bis 7,9 % adipös sind (Wabitsch, 2002). 27 „Für den Ernährungsbericht 2000 (Deutsche Gesellschaft für Ernährung, 2000) wurden für Deutschland repräsentative Daten von 2510 6- bis 17 jährigen Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Städten ganz Deutschlands erhoben. Die Klassifikation des ermittelten BMI anhand der Normtabellen von Rolland-Cachera et al. zeigt, das 11,4 % übergewichtig und 12,8 % adipös waren.“ 28
Weitere Zahlen zur Epidemiologie der Adipositas können als Kosten angesehen werden, welche eigentlich auch unter Folgen der Adipositas aufgeführt werden können. Da in dieser Arbeit aber unter Folgen nur die Veränderungen des Organismus angesprochen werden, wird nun eine kurze Kostendarstellung der Adipositas als Gesellschaftsproblem aufgeführt. „Aktuelle ökonomische Studien aus den USA, Australien und Europa kamen zu dem Schluss, dass 4-7,8 % der gesamten Krankheitskosten auf Übergewicht und Adipositas zurückzuführen sind.“ 29
25 Tuschen-Caffier, Brunna; Pook, Martin; Hilbert, Anja: Diagnostik von Essstörungen und Adipositas. Göttingen: Hogrefe Verlag, 2005. S.27, Z.27ff
26 Goldapp, Cornelia; Mann, Reinhard; Shaw, Rose: Qualitätsraster für Präventionsmaßnahmen für übergewichtige und adipöse Kinder und Jugendliche. In: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Gesundheitsförderung Konkret, Band 4. Qualitätskriterien für Programme zur Prävention und Therapie von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Köln: BZga, 2005. S.12, Z.12ff
27 Müller, Manfred J.; Mast, Mareike; Bosy-Westphal, Anja; Danielzik, Sandra: Diagnostik und Epidemiologie. In: Petermann, Franz; Pudel, Volker (Hrsg.): Übergewicht und Adipositas. Göttingen: Hogrefe Verlag, 2003. S.41, Z.19ff
28 Benölken, Marita: Adipositas und Depressivität im frühen Jugendalter. Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag: 2003. S.18, Z.15ff
29 Klör, H.U.: Epidemiologie der Adipositas. In: Wechsler, Johannes G. (Hrsg.): Adipositas -Ursachen und Therapie. 2.Aufl., Berlin, Wien: Blackwell Verlag, 2003. S.68, Z.76ff
12
Weitere Kosten für die Gesellschaft durch die verringerte Produktivität können nur geschätzt werden. Diese indirekten Kosten der Adipositas lassen sich zum Beispiel an der Zahl der Frührentner verdeutlichen. In Schweden sind beispielsweise ungefähr zwei Drittel aller Frührentner adipös. 30
5 Ursachen der Adipositas
Obwohl die rasche Zunahme der Prävalenz von Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter in den letzten Jahren eindeutig zu verzeichnen ist, sind die Ursachen dafür jedoch nicht eindeutig zu klären. 31 „Adipositas ist eine komplexe Erkrankung mit einer Vielzahl an Einflussfaktoren aus unterschiedlichen Bereichen: genetisch-metabolische Einflüsse, Lebensstil und Ernährungsverhalten, aber auch soziale Faktoren und Umweltvariablen spielen eine Rolle.“ 32 Als wichtigste Ursache von Übergewicht und Adipositas im Kindesalter gilt ein inaktiver Lebensstil im Zusammenhang mit inadäquatem Ernährungsverhalten. Zudem können erhebliche psychosoziale Belastungen kommen, die aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes des betroffenen Kindes entstehen können. Ebenfalls ist die körperliche und motorische Leistungsfähigkeit Übergewichtiger oftmals erheblich eingeschränkt, was insbesondere bei Heranwachsenden negative Folgen mit sich bringen kann. „Auf diesem Hintergrund entsteht ein negatives Körperbild, das in engem Zusammenhang mit geringem Selbstwertgefühl zu sehen ist und Ursache für die Entwicklung eines negativen Selbstkonzeptes sein kann. Es kommt nicht selten zu sozialer Ausgrenzung, aber auch zu Rückzugsverhalten und selbst gewählter Isolation Betroffener aufgrund vermeintlicher Ablehnung durch andere.“ 33
30 vgl. ebd. S.69, Z.3ff
31 vgl. Homfeldt, Hans Günther; Ritter, Annette: Das dicke Kind. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2005. S.13, Z.30ff
32 Zwiauer, Karl: Adipositas im Kindes- und Jugendalter - Prävention und Therapie. In: Wechsler, Johannes G. (Hrsg.): Adipositas - Ursachen und Therapie. 2.Aufl., Berlin, Wien: Blackwell Verlag, 2003. S.217, Z.83ff
33 Dordel, Sigrid; Kleine, Wilhelm: Motorische Leistungsfähigkeit und Gesundheit -Gesundheitsverhalten übergewichtiger und adipöser Schulinder. In: Bjarnason-Wehrens, Birna;
13
Die Begriffe Selbstwertgefühl, Selbstbild, Selbstkonzept und Körperbild etc. werden im Kapitel „6.2 Psychosoziale Folgen“ genauer erklärt. Wie bereits erwähnt resultiert Übergewicht aus einem Ungleichgewicht der Energieaufnahme und dem Energieverbrauch. 34 Ist diese positive Energiebilanz chronisch, also andauernd über einen längeren Zeitraum beobachtbar und/oder wiederkehrend, so ergibt sich ein Übergewicht. Die wichtigsten und belegten Gründe für Adipositas werden in den folgenden Kapiteln erörtert.
5.1 Allgemeine Ursachen der Adipositas
„Wie entsteht Adipositas? - Es wird davon ausgegangen, dass bei Vorliegen bestimmter Faktoren die Wahrscheinlichkeit, adipös zu werden steigt (= Risikofaktoren). Es gibt nicht den Risikofaktor für die Entwicklung von Adipositas, sondern an ihrer Entstehung sind viele Faktoren beteiligt.“ 35 Im Volksmund sind allgemeine Faktoren für Adipositas bekannt, darunter zählen allgemeine Faktoren wie zu geringe sportliche Aktivitäten, zu fettes Essen, zu viel Ablenkung der Kinder und Jugendlichen durch verschiedene Medien, wie Fernseher und Computer etc. Diese Faktoren sind zwar auch Schuld für den steigenden Anteil der übergewichtigen Kinder, allerdings ist die Adipositas nicht durch ein so einfaches Erklärungsmodell zu charakterisieren. Die folgende Abbildung zeigt das multifaktorielle Genesemodell der Adipositas mit den genetischen, den biologischen, den emotionalen, den sozialen Faktoren, sowie den zuletzt erwähnten Ursachen, wie Energiezufuhr, konkretes Essverhalten und körperliche Aktivität bzw. Inaktivität.
Dordel, Sigrid (Hrsg.): Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter. Sankt Augustin: Academia Verlag, 2005. S.111, Z.2ff
34 vgl. Goldapp, Cornelia; Mann, Reinhard; Shaw, Rose: Qualitätsraster für Präventionsmaßnahmen für übergewichtige und adipöse Kinder und Jugendliche. In: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Gesundheitsförderung Konkret, Band 4. Qualitätskriterien für Programme zur Prävention und Therapie von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Köln: BZga, 2005. S.13, Z.6f
35 Warschburger, Petra; Petermann, Franz; Fromme, Carmen: Adipositas - Training mit Kindern und Jugendlichen. 2. vollst. überarb. Aufl., Weinheim, Basel: Beltz Verlag, 2005. S.24, Z.2ff
14
Abbildung 5.1: Multifaktorielles Genesemodell der Adipositas 36
Die verschiedenen Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Ursachen sind in dieser Abbildung nicht aufgeführt, um die Zusammenhänge zu vereinfachen. Auf diese Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Einflussfaktoren wird aber noch genauer eingegangen. Ebenfalls erhebt diese Abbildung keinerlei Anrecht auf Vollständigkeit, was allerdings keine Abbildung leisten kann. In den folgenden Kapiteln werden die wichtigsten Ursachen genauer erläutert.
5.2 Genetische Ursachenforschung
Viele Menschen mit augenscheinlichen Gewichtsproblemen geben an, dass ihre Gene oder vererbte Krankheiten Schuld seien an ihrem Übergewicht. „Unbestritten gilt, dass Adipositas eine familiäre Erkrankung ist. Übergewichtige Kinder haben häufig auch übergewichtige Eltern. Das Risiko des Kindes, adipös zu werden, verdreifacht sich, wenn ein Elternteil adipös ist und steigt um weitere 20 bis 30 Prozent, wenn beide Eltern
36 ebd. S.25, Abb.4
15
adipös sind.“ 37 Tatsächlich ergeben Zwillings- und Adoptionsstudien, dass bis zu 70% einer hohen Varianz zur Fettleibigkeit durch genetische Einflüsse bestimmt wird. 38 „Die Mechanismen, die genetisch wirksam werden, sind vielfältiger Art. Nach Ellrott und Pudel (1998), Warschburger, Petermann, Fromme und Wojtalla (1999) sowie Hebebrand und Hinney (2000) werden neben einer genetisch-biologischen Prädisposition des Grundumsatzes, der Thermogenese, des Leptinspiegels, der Insulinsensitivität und anderen biologischen Mechanismen der
Energiehomöostase auch das Essverhalten, im Besonderen die Menge und Zusammensetzung der aufgenommenen Nahrung, und der Umfang der körperlichen Aktivität genetisch determiniert.“ 39 Es wird aber einschränkend beigefügt, dass solche Gendefekte „nicht direkt zu Übergewicht führen, sondern zu einer erhöhten Prädisposition, die sich im Zusammenspiel mit einem ungünstigen Lebensstil in Übergewicht ausdrückt.“ 40 Diese Einschränkung wird unterstützt, durch die Molekulargenetik, die bestätigt, dass Adipositas eine komplexe Störung ist, deren Ätiologie multifaktoriell ist. „Dies impliziert, dass genetische Faktoren und Umwelteinflüsse zu Entstehung und Verlauf einer derartigen Erkrankung beitragen.“ 41 Es konnten bis dato zwar mehrere Gene, die für extreme Adipositas verantwortlich sind, identifiziert werden, aber „dennoch ist die genetische Grundlage der humanen Adipositas trotz intensiver Forschung immer noch unzureichend geklärt. Nahezu alle Informationen zur Pathogenese der Adipositas wurden zuerst durch tierexperimentelle Untersuchungen, insbesondere von adipösen Mausstämmen, gewonnen. Danach ist Adipositas nur sehr selten durch den Funktionsverlust eines einzelnen Gens bedingt, sondern wird fast immer durch ein komplexes Netzwerk
37 Warschburger, Petra; Petermann, Franz; Fromme, Carmen: Adipositas - Training mit Kindern und Jugendlichen. 2. vollst. überarb. Aufl., Weinheim, Basel: Beltz Verlag, 2005. S.25, Z.10ff
38 vgl. Goldapp, Cornelia; Mann, Reinhard; Shaw, Rose: Qualitätsraster für Präventionsmaßnahmen für übergewichtige und adipöse Kinder und Jugendliche. In: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Gesundheitsförderung Konkret, Band 4. Qualitätskriterien für Programme zur Prävention und Therapie von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Köln: BZga, 2005. S.13, Z.22ff
39 Benölken, Marita: Adipositas und Depressivität im frühen Jugendalter. Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag: 2003. S.21, Z.5ff
40 ebd. S.13, Z.28ff
41 Hamann, A.; Hinney, A.; Hebebrand, J.: Genetische Aspekte der Adipositas. In: Wechsler, Johannes G. (Hrsg.): Adipositas - Ursachen und Therapie. 2.Aufl., Berlin, Wien: Blackwell Verlag, 2003. S.113, Z.14ff
16
Voraussetzungen zur Prävalenz von Adipositas am Menschen weiter zu belegen, wurden drei Arten von Studien durchgeführt. Zum einen die bereits erwähnten Zwillings- und Adoptionsstudien und zum anderen Familienstudien. Als Ergebnis dieser Studien kann festgehalten werden, dass die gemeinsam aufgewachsenen Zwillinge hinsichtlich der Korrelation ihres BMI keine signifikant höheren Werte zeigten. 43 „Auch Adoptionsstudien legen nahe, dass das gemeinsame Aufwachsen einen allenfalls geringen Einfluss auf den BMI hat.“ 44 Belegt werden kann dies, durch eine Vielzahl von getrennt aufwachsenden Zwillingen, die trotz verschiedener sozialer Umfelder einen verblüffend ähnlichen BMI aufweisen.
„Der deutliche Anstieg in der Prävalenz von Adipositas innerhalb einer Generation zeigt aber auch, dass die genetische Grundlage nur in Verbindung mit exogenen Faktoren wirksam wird. Adipositas ist demnach das Paradigma für die Interaktion einer genetischen Grundlage mit Umweltfaktoren.“ 45
Die sekundäre Form der Adipositas, welche wie bereits erwähnt die Adipositas als Folge einer endokrinen oder genetischen Erkrankung darstellt, „macht nach Warschburger, Petermann, Fromme und Wojtalla (1999) nur 5% der an Adipositas Erkrankten aus.“ 46 Demzufolge spielen weitere Faktoren eine große Rolle, die im Gegensatz zu den genetischen Einflussfaktoren veränderbar sind und somit zu einer Hilfe im Kampf gegen Übergewicht und Adipositas werden können.
42 Joost, Hans-Georg: Gen-Umwelt-Interaktion in der Entstehung der Adipositas. In: Erbersdobler, Heseker, Wolfram (Hrsg.): Adipositas - Eine Herausforderung für’s Leben?. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, 2005. S.32, Z.29ff
43 vgl. Hamann, A.; Hinney, A.; Hebebrand, J.: Genetische Aspekte der Adipositas. In: Wechsler, Johannes G. (Hrsg.): Adipositas - Ursachen und Therapie. 2.Aufl., Berlin, Wien: Blackwell Verlag, 2003. S.114, Z.13ff
44 ebd. S.114, Z.29ff
45 Joost, Hans-Georg: Gen-Umwelt-Interaktion in der Entstehung der Adipositas. In: Erbersdobler, Heseker, Wolfram (Hrsg.): Adipositas - Eine Herausforderung für’s Leben?. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, 2005. S.31, Z.9ff
46 Benölken, Marita: Adipositas und Depressivität im frühen Jugendalter. Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag: 2003. S.15, Z.28f
17
5.3 Einfluss perinataler Faktoren und das 1.Lebensjahr
Auch schon vor der Geburt sind verschiedene Einflüsse von Bedeutung, die auf das ungeborene Kind, in Bezug auf die Entwicklung von diversen Krankheiten, einwirken. „Es wird vermutet, dass nicht nur genetische Faktoren eine Rolle spielen, sondern dass auch intrauterine Einflüsse von Bedeutung sind. Barker et al. sind der Auffassung, dass intrauterine Einflüsse zu bestimmten Zeiten der Schwangerschaft verschiedene Krankheiten wie Diabetes mellitus Typ2, Bluthochdruck, Hyperlipidämie und Adipositas im Alter verursachen. Sie beobachteten, dass Personen, die ein Geburtsgewicht von unter 2,95 kg aufwiesen, ein 10mal höheres Risiko hatten, ein metabolisches Syndrom zu entwickeln, als diejenigen, die ein Geburtsgewicht von mehr als 4,31 kg hatten.“ 47 Im ersten Lebensjahr ist ebenfalls durch elterliches Verhalten eine Beeinflussung der Neigung zu Übergewicht und Adipositas bestätigt. So ist durch 17 Studien bewiesen, dass jeder Monat des Stillens des Neugeborenen eine Verringerung der Adipositasneigung um ca. 4% bedeutet. 48
Abbildung 5.2: Stilldauer invers mit Übergewicht assoziiert nach 17 Studien 49
In der Abbildung 5.2 ist zu erkennen, dass die Neigung zu späterem Übergewicht mit der Anzahl der Monate, in denen das Kind im ersten Lebensjahr gestillt wurde, beinahe proportional abnimmt. Das Stillen nimmt
47 Klör, H.U.: Epidemiologie der Adipositas. In: Wechsler, Johannes G. (Hrsg.): Adipositas -Ursachen und Therapie. 2.Aufl., Berlin, Wien: Blackwell Verlag, 2003. S.73, Z.24ff
48 Koletzko, Berthold Univ. Prof. Dr. med.: Stillen und kindliche Gesundheit. http://www.lgl.bayern.de/aktuell/veranstaltungen/doc/2006/vortrag_koletzko_kindlichegesundheit.p df#search=%22kindliche%20gesundheit%22 PowerPointPräsentation, rezipiert am 30.08.2006, S.35
49 vgl. ebd. S.35
18
also starken Einfluss auf die spätere Entwicklung, ebenso wie die bereits erwähnte Ernährung im Mutterleib, der so genannten perinatalen Ernährung. Diese perinatale Ernährung „scheint einen langfristig programmierenden, epigenetischen Effekt auf die Gewichtsentwicklung auszuüben. Niedriges Geburtsgewicht ist mit später erhöhtem Körpergewicht und erhöhtem Risiko für ein metabolisches Syndrom assoziiert. Stillen ist wiederum mit einem um ca. 50 % reduzierten Risiko für späteres kindliches Übergewicht assoziiert.“ 50 Eigentlich ist aber auch schon die Lebensweise der Frauen und Mädchen wichtig, die einmal Mütter werden. Denn schon hier werden die Weichen gestellt. Zum Beispiel sind Diskussionen, ob ein abruptes Einstellen des Rauchens bei einer diagnostizierten Schwangerschaft positiv ist oder nicht, bisher ohne Ergebnis. Es scheint dagegen aber unumstritten, dass im besten Falle die werdende Mutter erst gar nicht geraucht hat. „Präventive Maßnahmen sollten somit bereits bei den Mädchen und Frauen, die einmal Mütter sein werden, ansetzen.“ 51 Die eventuell vorliegenden aber in keinster Weise belegten Ursachen der Lebensweise einer späteren Mutter bleiben hier vernachlässigt, da es sich nur um Vermutungen handeln würde. Wie bereits dargestellt ist das erste Lebensjahr ebenso von Bedeutung wie die Phase zuvor im Mutterleib. „Sehr häufig werden aber bereits beim Säugling nicht nur die unangenehmen Gefühle von Hunger und Durst, sondern auch andere Unbehagensäußerungen mit Nahrung beantwortet. Es wird also gelernt, Angst, Alleinsein oder Langeweile mit Hunger gleichzusetzen. Der entsprechende Bewältigungsmechanismus, der sich bis ins Erwachsenenalter erhalten kann, heißt ‚Essen’ oder ‚Trinken’.“ 52 Solche ‚Fehler’, die meist einfach aus Unwissenheit gemacht werden, führen zu späteren Problemen im Umgang mit Nahrungsmitteln. Auch im weiteren Verlauf der frühen Kindheit werden diese ‚Fehler’ eingesetzt, um etwas zu erreichen, ohne an die Folgen zu denken. Ein intensives Verlangen nach
50 Joost, Hans-Georg: Gen-Umwelt-Interaktion in der Entstehung der Adipositas. In: Erbersdobler, Heseker, Wolfram (Hrsg.): Adipositas - Eine Herausforderung für’s Leben?. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, 2005. S.33, Z.32ff
51 Lawrenz, Anja: Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter - medizinische Grundlagen. In: Bjarnason-Wehrens, Birna; Dordel, Sigrid (Hrsg.): Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter. Sankt Augustin: Academia Verlag, 2005. S.13, Z.16f
52 Schoberberger, Rudolf: Psyche und Lebensqualität. In: Erbersdobler, Heseker, Wolfram (Hrsg.): Adipositas - Eine Herausforderung für’s Leben?. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, 2005. S.100, Z.27ff
19
Süßigkeiten kann beispielsweise entstehen, weil man als Kind des Öfteren mit Süßigkeiten belohnt wurde, und man diese Verhaltensweise dann im Erwachsenenalter selber weiter praktiziert. Die verschiedenen Esstypen werden also schon in der Säuglings- und frühkindlichen Phase ‚geboren’.
5.4 Rolle des „sozialen Wandels“ in Bezug auf Adipositas
„Pädagogen, Psychologen und Mediziner diskutieren im Einklang mit Sportpädagogen an Schulen und Hochschulen seit Jahren die veränderten Lebensbedingungen von Kindern und die daraus resultierenden Folgen für den Entwicklungsprozess, den Bewegungsapparat sowie die Gesundheit.“ 53 Mit dem sozialen Wandel unserer Gesellschaft stehen viele Veränderungen im Zusammenhang, die wiederum Ursachen für verschiedenste Erkrankungen darstellen können. Im Folgenden werden die für eine Adipositasentwicklung wichtigsten Veränderungen aufgeführt und erläutert, die der soziale Wandel mit sich gebracht hat.
5.4.1 Diäten und ihre Folgen
Die Kinder werden heutzutage, wie bereits erwähnt, stark von Medien, Peer-Groups und anderen Einflüssen geprägt. Sie entwickeln somit eine verfälschte Vorbild-Vorstellung, so werden zum Beispiel für junge Mädchen die untergewichtigen Models in Hochglanzzeitschriften zum Maßstab für die eigene „Wunschfigur“. Das es sich laut Definition um ein meist starkes Untergewicht handelt, ist gerade den Kindern und Jugendlichen nicht bewusst. Folge ist, dass viele Kinder bereits in frühen Jahren Diäten gemacht haben oder ständig durchführen. „So gerät der Organismus durch die geringe und zudem unausgewogene Nahrungsaufnahme in den Zustand der Mangelernährung. […] Eine Folge der Mangelernährung kann darin liegen, dass sich der Grund- bzw. Ruheumsatz des Körpers verringert (Pirke et al., 1988). Mit dem Grund- bzw. Ruheumsatz ist der
53 Bös, Klaus: Sportunterricht - heute wichtiger als je zuvor. In: Balz, Eckart; Neumann, Peter (Hrsg.): Anspruch und Wirklichkeit des Sports in Schule und Verein. Hamburg: Czwalina Verlag, 2000. S.46, Z.5ff
20
Energieverbrauch gemeint, den der Körper im Ruhezustand (z.B. im Liegen) verbraucht. Dieser Energieverbrauch macht ca. 70% des
Gesamtenergieverbrauchs aus und beträgt bei Erwachsenen ca. 1 kcal pro Stunde und Kilogramm Körpergewicht.“ 54 Dieser Grundumsatz kann durch Diäten stark beeinflusst werden. Wenn der Grundumsatz gesenkt wird, ist der Energieumsatz bzw. der Energieverbrauch in Ruhe, also ohne Aktivität geringer als zuvor. Bei Wiederaufnahme der gewohnten Energiemengen ist somit eine positive Energiebilanz vorprogrammiert. „Bei
Nahrungsdeprivation reagiert der Körper mit biologisch bzw. für das Überleben sinnvollen ‚Sparmaßnahmen’, z.B. der Drosselung des Grundbzw. Ruheumsatzes, der Senkung der Körpertemperatur, der Einstellung der Menstruation. Die biologische Anpassung des Organismus an eine verminderte Energiezufuhr bleibt auch bei ausreichender Kalorienzufuhr noch über einige Zeit bestehen. Wenn die betreffenden Menschen ihre Nahrungsaufnahme wieder normalisieren, kann es daher kurzfristig zur Gewichtszunahme kommen.“ 55 Dieser Effekt ist im Volksmund bekannt als der so genannte Jojo-Effekt.
Generell zeigen Befragungen unter Übergewichtigen, dass bei 70 % aller Abnahmeversuche nach spätestens 6 Monaten das ursprüngliche Gewicht wieder hergestellt war. Lediglich 9 % gaben an, dass ihr Gewichtsverlust länger als 2 Jahre angedauert hat. 56 Diese Aussage (,angedauert hat’) impliziert allerdings, dass mittlerweile auch diese Befragten wieder an ihrem Ausgangsgewicht angelangt sind. Diäten sind also laut diverser Studien keine Lösung des Problems der Epidemiologie des Übergewichts und der Adipositas. Ein weiteres Indiz dafür, dass Diäten keine Hilfe zur längerfristigen Gewichtsreduktion sind, ist folgende Aussage: „Der Prozentsatz übergewichtiger Frauen ist überproportional gestiegen, obwohl gerade Frauen bevorzugt Reduktionsdiäten durchführen.“ 57 Stark vereinfacht kann man also sagen, dass Diäten das genaue Gegenteil von dem bewirken, was sie angeblich bewirken sollen.
54 Tuschen-Caffier, Brunna; Pook, Martin; Hilbert, Anja: Diagnostik von Essstörungen und Adipositas. Göttingen: Hogrefe Verlag, 2005. S.20, Z.23ff
55 ebd. S.20, Z.36ff
56 vgl. Pudel, Volker: Psychologische Aspekte der Adipositas - Prävention, Therapie und Gewichtserhaltung. In: Wechsler, Johannes G. (Hrsg.): Adipositas - Ursachen und Therapie. 2.Aufl., Berlin, Wien: Blackwell Verlag, 2003. S.230, Z.23ff
57 ebd. S.230, Z.41ff
21
5.4.2 Elterliches Vorbildverhalten
Das Vorbildverhalten der Eltern ist in vielerlei Hinsicht von Bedeutung. Im Folgenden werden die für die Adipositas wichtigsten Vorbildfunktionen aufgegriffen, wobei an dieser Stelle erwähnt wird, dass auch andere grundlegende, teils psychische erzieherische Einflüsse auf die Entwicklung des Kindes und auch auf dessen Entwicklung bezüglich einer Adipositas von Bedeutung sind. „Eltern stellen Modelle für ihre Kinder dar, die deren Ess-, Trink-, und Bewegungsverhalten sowie die Einstellung gegenüber dem Körper schon früh übernehmen.“ 58
5.4.2.1 Vorbildverhalten der Eltern bezüglich Ernährung
„Der Gewichtsstatus der Eltern scheint ebenfalls ein Einflussfaktor auf die Entwicklung der kindlichen Adipositas zu sein. In einer von Maffeis, Talamini, Fioroni, Bettini und Tato durchgeführten Längsschnittstudie, stellte sich das Übergewicht der Eltern als der Hauptrisikofaktor für die Entwicklung von Übergewicht während des vierjährigen
Untersuchungszeitraumes heraus.“ 59 Es wurde ein fünffach erhöhter Anstieg der Prävalenz von Adipositas bei Kindern konstatiert, deren Elternteile beide adipös sind, als bei Kindern, deren Eltern beide schlank sind. In Kapitel 5.2 (genetische Ursachenforschung) ist dies bereits mit weiteren Daten belegt. „Die Eßgewohnheiten der Familie bestimmen zu einem großen Anteil die Energiezufuhr der Kinder.“ 60 Das gemeinsame Essen im Kreise der Familie entfällt in den meisten Familien. „So schieben sich die Kinder ein Fertiggericht in die Mikrowelle oder essen am Kiosk oder in einer Imbissbude ihr Mittagessen. Aus Langeweile oder anderen Beweggründen überbrücken manche Kinder die Zeit bis zum Abendessen mit Zwischendurchessen. Abends wird vielleicht gemeinsam in der Familie gegessen, aber auch hier muss es schnell gehen, so dass Fertigprodukte
58 Laessle, Reinhold G.; Lehrke, Sonja; Wurmser, Harald; Pirke, Karl-Martin: Adipositas im Kindes-und Jugendalter - Basiswissen und Therapie. Heidelberg: Springer Medizin Verlag, 2001. S.17, Z.1ff
59 Benölken, Marita: Adipositas und Depressivität im frühen Jugendalter. Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag: 2003. S.19, Z.22ff
60 Klör, H.U.: Epidemiologie der Adipositas. In: Wechsler, Johannes G. (Hrsg.): Adipositas -Ursachen und Therapie. 2.Aufl., Berlin, Wien: Blackwell Verlag, 2003. S.73, Z.48ff
22
Einzug gehalten haben.“ 61 Auch hier wird wieder deutlich, dass die Vorbildfunktion der Eltern eine herausragende Rolle beim Übernehmen und Erlernen der Essgewohnheiten der Kinder spielt. Es kann an dieser Stelle festgehalten werden, dass sowohl die Häufigkeit von Mahlzeiten als auch die Kalorienaufnahme bei einer Mahlzeit in hohem Ausmaß durch emotionale Faktoren und Lernprozesse beeinflusst wird, die bereits im Kindes- und Jugendalter zum Tragen kommen. 62
5.4.2.2 Vorbildverhalten der Eltern bezüglich Bewegung
Eltern sind und bleiben trotz veränderter Familienverhältnisse Vorbilder, sowohl im Ess-, als auch im Bewegungsverhalten „Leben die Eltern einen aktiven Lebensstil vor, werden auch die Kinder aktiv sein und dadurch ihren Energieverbrauch erhöhen. Leben die Eltern jedoch einen inaktiven Lebensstil mit einem hohen Fernsehkonsum, so ist dieser Stil für die Kinder vorgezeichnet. Die Kinder werden ebenfalls viel Zeit vor dem Fernseher verbringen. Studien zeigen, dass Kinder und Jugendliche, die 5 Stunden pro Tag fernsehen ca. 5 x häufiger adipös sind als Kinder die 2 Stunden fernsehen.“ 63 „Moore et al. (1991) haben die Aktivitätsraten von Eltern und ihren Kindern miteinander verglichen. Dabei waren Kinder von aktiven Eltern 2 bis 3 ½ Mal so häufig aktiv als die Kinder von nicht aktiven Eltern. Allerdings sinkt der elterliche Einfluss mit steigendem Alter der Kinder ab, im Alter von etwa 12 Jahren nimmt der Einfluss des Freundeskreises zu.“ 64 In der heutigen Gesellschaft herrscht, durch den sozialen Wandel und den damit verbundenen Doppelbelastungen der Eltern, eine regelrechte körperliche Inaktivität von Eltern vor, wodurch die Kinder negativ beeinflusst werden.
61 Lawrenz, Anja: Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter - medizinische Grundlagen. In: Bjarnason-Wehrens, Birna; Dordel, Sigrid (Hrsg.): Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter. Sankt Augustin: Academia Verlag, 2005. S.12, Z.29ff
62 vgl. Laessle, Reinhold G.; Lehrke, Sonja; Wurmser, Harald; Pirke, Karl-Martin: Adipositas im Kindes- und Jugendalter - Basiswissen und Therapie. Heidelberg: Springer Medizin Verlag, 2001. S.16, Z.41ff
63 Lawrenz, Anja: Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter - medizinische Grundlagen. In: Bjarnason-Wehrens, Birna; Dordel, Sigrid (Hrsg.): Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter. Sankt Augustin: Academia Verlag, 2005. S.13, Z.1ff
64 Benölken, Marita: Adipositas und Depressivität im frühen Jugendalter. Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag: 2003. S.34, Z.21ff
23
Arbeit zitieren:
Benjamin Schröter, 2007, Adipositas im Kindes- und Jugendalter - Auswirkungen auf den Schulsport, sowie Präventions- und Interventionsmaßnahmen innerhalb und außerhalb der Schule, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Adipöse Kinder im Sportunterricht
Ein lösbares Problem?
Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung
Examensarbeit, 81 Seiten
Adipositas im Kindes- und Jugendalter - Ursachen, Folgen und mögliche ...
Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung
Examensarbeit, 146 Seiten
Übergewicht durch Bewegungsmangel
Eine Herausforderung für den S...
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Examensarbeit, 128 Seiten
Ausdruck, Darstellung und künstlerische Freiheit: Die aristotelische m...
Philosophie - Philosophie der Antike
Hausarbeit, 27 Seiten
Das Phänomen der Pädosexualität - Möglichkeiten im sozialpädagogischen...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Diplomarbeit, 99 Seiten
Anforderungen, Probleme und Möglichkeiten schulischer Leistungsmessung...
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Hausarbeit, 13 Seiten
Heterogenität aller Schülerinnen und Schüler im Sportunterricht der Gr...
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Hausarbeit (Hauptseminar), 35 Seiten
Ermittlung und Bewertung schulsportlicher Leistungen
Hausarbeit (Hauptseminar), 18 Seiten
Hip Hop Kiddys - Die Jugendkultur der HipHop-Szene
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 18 Seiten
Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung
Zwischenprüfungsarbeit, 23 Seiten
Hip-Hop zwischen Kommerzialisierung und Authentizität
Medien / Kommunikation - Sonstiges
Hausarbeit, 30 Seiten
Suchtprävention in der Schule - an ausgewählten Beispielen des Rhein-N...
Pädagogik - Pädagogische Soziologie
Examensarbeit, 124 Seiten
Ich und mein Magnum - Sport zwischen Individualisierung und Kollektivi...
Seminararbeit, 14 Seiten
Übergewicht und Adipositas im Kindesalter: Ein Problem für den Sportun...
Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung
Diplomarbeit, 108 Seiten
Benjamin Schröter's Text Adipositas im Kindes- und Jugendalter - Auswirkungen auf den Schulsport, sowie Präventions- und Interventionsmaßnahmen innerhalb und außerhalb der Schule ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Benjamin Schröter hat den Text Adipositas im Kindes- und Jugendalter - Auswirkungen auf den Schulsport, sowie Präventions- und Interventionsmaßnahmen innerhalb und außerhalb der Schule veröffentlicht
Benjamin Schröter hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare