Seite 2
Kapitel 1 Einführung
02 / 64
Fachhochschule
für Oekonomie & Management gGmbH Essen
F
O
M
Berufsbegleitender Studiengang
zum Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH)
Diplomarbeit
zur Thematik:
Fachhochschule für Oekonomie & Management gGmbH Essen
Verfasser:
Ritter, Frank
FOM-Studienzentrum · D
-
41
460 Neuss · Juli 2006
Bereitstellung von Microsoft Access-
Datenzugriffsseiten mittels Microsoft
Windows Server-Technologien
[ Bearbeitungszeitraum: 12.04.2006
12.07.2006 ]
Seite 3
Seite 4
Kapitel 1 Einfüuhrung
Kapitel Vorwort
Thematisierung · Zielsetzung · Aufbau der Ausarbeitung · Anmerkungen zur formalen Gestaltung
1.
Einführung
Seite
1.1
1.1.1
1.1.2
1.1.3
1.1.4
1.2
1.2.1
1.2.1.1
1.2.1.2
1.2.1.3
1.2.2
1.2.3
Datenbank-Managementsysteme (DBMS)...................................................................
Datenmodelle (DM)........................ .................................................................
Client-Server-Datenbankarchitektur.....................................................................
Verteilungsebenen eines Datenbanksystems........................................................
Three Tier-Architekturmodell für Microsoft Access-Datenzugriffsseiten.......................
Begriffsdefinitionen...............................................................................................
Data Access Pages (DAP) als Bestandteil von Microsoft Access...............................
Funktionsumfang....................................................................................
Historie.................................................................................................
Technische Client-Voraussetzungen & -Kompatibilität....................................
ActiveX Data Objects (ADO) / Data Access Objects (DAO)....... ...............................
Office Web Components (OWC).............................. ..........................................
01
03
06
07
08
11
11
12
13
14
16
17
2.
Frontend-Softwarestruktur
Seite
2.1
2.1.1
2.1.2
2.1.2.1
2.1.2.2
2.2
2.3
DAP-Struktur.........................................................................................................
Access-Datenbankstruktur.................................................................................
DAP-Erstellung innerhalb lokaler Entwicklungsumgebung........................................
HTML-Datenbestandteil für ADO-Datenbankzugriff........................................
ODC-Verbindungsdatei für »Connection String«...........................................
Access-Arbeitsgruppensicherheit............................................................................
Webbrowser-Erweiterung um OWC..........................................................................
19
19
21
23
24
25
30
3.
Backend-Softwarestruktur
Seite
3.1
3.2
3.2.1
3.2.2
3.2.2.1
3.2.2.2
3.3
3.4
3.4.1
3.4.2
Microsoft Windows Server-OS.................................................................................
IIS-Webserver-Konfiguration.................................................. .................................
SSL-Datenübertragung (HTTPS)............................................................................
HTTP-Authentifizierung.....................................................................................
ADS-integrierte Authentifizierung...............................................................
Htaccess-Authentifizierung.......................................................................
ADO-& OLE DB-Providerarchitektur........................................... ..............................
Remote Data Services (RDS)....... ...........................................................................
Funktionsweise & softwareseitige Voraussetzungen...............................................
RDS-Serverkonfiguration..................................................................................
31
33
34
37
37
38
40
43
44
45
4.
Kooperation von Frontend-& Backendsoftware
Seite
4.1
4.2
4.3
Kollektive Wirkungsweise von Client-/ Server-RDS....................................................
HTTP-/ HTTPS-Anfragenverlauf an DAP.......................................................................
Sicherheitsaspekte der Kooperation........................................................................
46
47
48
I.
Inhaltsverzeichnis
Seite 5
Vorwort
5.
Praxisrealisation innerhalb »Multi User-Umgebung«
Seite
5.1
5.2
5.3
5.3.1
5.3.2
5.3.3
Zielgrad & Voraussetzungen...................................................................................
Three Tier-Integration für DAP-Onlinezugriff...............................................................
Praxistests............................................................................................................
Sicherheitseigenschaften..................................................................................
Daten-Funktionstests & Performance der DAP-Anbindung.......................................
Bilaterale Kompatibilitätsprüfung........................................................................
50
51
52
52
53
55
6.
Ökonomische Perspektiven
Seite
6.1
6.2
Verbreitungsgrad & Integrationsmöglichkeiten..........................................................
TCO-Analyse für DAP-Einsatz.................................................................................
56
57
7.
Schlussbetrachtung
Seite
Fazit.....................................................................................................................
59
III.
Anhang
Abbildungen
Tabellen
Quelltexte
IV.
Abbildungsverzeichnis
V.
Tabellenverzeichnis
VI.
Quelltextverzeichnis
VII.
Definitionenverzeichnis
VIII.
Abkürzungsverzeichnis
IX.
Literaturverzeichnis
II.
Inhaltsverzeichnis
(Fortsetzung)
Seite 6
Vorwort
Thematisierung
Die vorliegende wissenschaftliche Ausarbeitung thematisiert den
informationstechnischen Fachbereich der seitens Microsoft entwickelten
Technologie »Microsoft Access-Datenzugriffsseiten« als Möglichkeit,
Datenbankinhalte zentralisiert für Onlinezugriffe bereitzustellen. Diesbezüglich
werden administrative Obliegenheiten respektive programmiertechnischer
Gesichtspunkte aus Sichtweise der serverseitigen Bereitstellung obiger
Technologie fokussiert ausgearbeitet.
Zielsetzung
Es soll dem Leser eine fachliche Einschätzung aus operativer Sichtweise, für die
erfolgreiche Realisation einer Datenbankbereitstellung mittels Microsoft Access-
Datenzugriffsseiten ermöglicht werden. Um einen erhöhten Realitätsbezug
herzustellen, werden für ein exemplarisches Praxissystem die seitens einer
deutschen Einzelunternehmung verwendeten Access-Datenzugriffsseiten
vorgestellt. Diese verfolgt den Schwerpunkt des »Executive Search«, welcher
Dienstleistungen im Rahmen der Besetzung von vakanten Führungspositionen in
Unternehmungen umsetzt.
Aufbau der Ausarbeitung
o
Mittels einer Einführung werden im ersten Kapitel informationstechnische
Grundbegriffe in Bezug auf die Anwendung obiger Technologie
charakterisiert.
o
Innerhalb der folgenden beiden Kapitel werden administrativ erforderliche
Operationen, differenziert in Frontend- sowie Backend-Softwarestruktur
ausgearbeitet.
o
Die anschließende Einbeziehung beider softwareseitiger Perspektiven wird
in Bezug auf deren Kooperation sowie zu berücksichtigenden
Sicherheitsaspekten dieser thematisiert.
o
Innerhalb des fünften Kapitels werden anhand einer Praxisrealisation der
Datenbankbereitstellung mittels Microsoft Access-Datenzugriffsseiten
exemplarisch deren Anforderungen sowie praktische Funktions- und
Wirkungsweisen innerhalb einer Mehrbenutzerumgebung ausgearbeitet.
Seite 7
Vorwort
o
Es werden folglich strategisch, ökonomische Gesichtspunkte für die
Anwendung obiger Technologie thematisiert.
o
Die Schlussbetrachtung stellt die in sämtlichen vorherigen Kapiteln
erarbeiteten Inhalte, in Form einer ergebnisorientierten Aufführung,
zusammenfassend dar.
Anmerkungen zur formalen Gestaltung
Um den Lesefluss dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung nicht unnötig zu
beeinträchtigen, wurden umfangreichere Ausführungen sowie (meist auszugsweise
dargestellte) Quelltexte innerhalb des Anhangs (III. Abbildungen / Tabellen /
Quelltexte) aufgenommen.
Das vorliegende Dokument wurde in Form eines aktiven PDF-Dokuments verfasst,
so dass eine Navigation innerhalb dieses mittels Hyperlinks erfolgen kann. Diese
sind optisch von inhaltlich wissenschaftlichen Textbestandteilen mittels
hellblaufarbiger, unterstrichener
Schriftdarstellung abgegrenzt.
Fachbegriffe werden innerhalb dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung
ausschließlich wie folgt mittels Kurzform dargestellt, falls diese seitens der Autoren
der verwendeten Literatur in explizit dieser abgekürzten, nachfolgend
exemplarischen Form ersichtlich sind:
-
Fachbegriff (FB)
-
Eigens verwendete Abkürzungen des Verfassers, welche nicht zwangsweise
Fachbegriffen entsprechen, werden wie folgt vorgenommen und dienen aufgrund
häufiger Verwendung selbiger Begriffe lediglich der Textreduzierung:
-
Begriff (nachfolgend »B« bezeichnet)
-
Aufgrund dieser einheitlichen Festlegung ist letztere Anwendung innerhalb von
Kapitelüberschriften nicht vorzufinden. Zudem sind sämtliche, in abgekürzter Form
verwendeten Begriffe obiger beider Festlegungen innerhalb des
Abkürzungsverzeichnisses (VIII) separat aufgeführt.
Seite 8
Kapitel 1 Einführung
01 / 59
Im Folgenden werden die Architektur respektive Funktionsweise von Datenbank-
Managementsystemen, diesen gestellte Anforderungen, sowie in diesem Kontext
der Begriff der Datenmodelle aufgezeigt.
1.1 Datenbank-Managementsysteme (DBMS)
DBMS
1
basieren auf theoretisch entwickelten Datenmodellen (DM), welche
komplexe Modellierungskonstrukte zur Verfügung stellen, um ein präzises,
virtuelles Abbild realer, unternehmensbezogener Vorgaben divergenter
Geschäftsprozesse generieren zu können. Bei dieser abstrahierenden
Vorgehensweise wird auf relevante Ausschnitte der Realvorgaben fokussiert, so
dass ein exaktes Abbild realer Bereichsvorgaben resultieren kann (als solches
bezeichnete »Miniwelt«), um letztlich im Gesamtumfang der Anforderungen an die
IT-Infrastruktur
2
einer Unternehmung zur Realisierung ökonomischer Zielsetzungen
des DBMS positiv beitragen zu können.
3
Hierbei gelten nachfolgende
Anforderungen an die mittels des DBMS verwaltete(n) Datenbank(en) (DB)
4
:
5
Speicherung logisch verbundener Datenbestände
Redundanz-Minimierung
Abfrage-& Änderungsmöglichkeiten (Manipulationen) von Datenbeständen
Logische Unabhängigkeit der Datenbestände von ihrer physischen Struktur
Zugriffsschutz
Integrität
6
Mehrbenutzerzugriff (engl. Concurrency)
Technische Zuverlässigkeit, Ausfallsicherheit, Kontrollierbarkeit
Die nachfolgende
Abbildung 01
(S. 02) veranschaulicht die grundlegende
Architektur eines DBMS, dessen Datenbankmanager das Kernstück bildet, indem
dieser als zentrale Vermittlungsschnittstelle agiert.
1
vgl. VIII. Abkürzungsverzeichnis, DBMS
2
vgl. VII. Definitionenverzeichnis, IT-Infrastruktur
3
vgl. IX. Literaturverzeichnis, Kemper, A., Eickler, A. (2004), S. 21
4
vgl. VII. Definitionenverzeichnis, Datenbank
5
vgl. IX. Literaturverzeichnis, Schicker, E. (2000), S. 50-54
6
vgl. VII. Definitionenverzeichnis, Integrität
Seite 9
Kapitel 1 Einführung
02 / 59
Abb. 01: DBMS-Architekturübersicht
(Quelle: Anlehnung an Kemper, A., Eickler, A. (2004), S. 27)
Die Aufgabenbereiche eines DBMS begrenzen sich nicht auf die ausschließliche
Umsetzung der Speicherung sowie Verarbeitung von Dateninhalten, sondern
schließen auch die Gewährleistung der Konsistenz dieser ein. Semantische
Integritätsbedingungen, welche aus Eigenschaften der modellierten »Miniwelt«
abgeleitet werden können, realisieren die Erhaltung der Konsistenz der
Dateninhalte bei Systemfehlern, ins Besondere im Einsatz unter Bedingungen von
Concurrency sowie den Schutz vor unerlaubten Manipulationsvorgängen. Auch die
funktionalen Abhängigkeiten aus der relationalen DB-Entwurfstherorie können zu
diesen Bedingungen aufgefasst werden. Eine zentrale, automatische Überprüfung
von Integritätsbedingungen ist in Relationalen Datenbanksystemen
7
seit ANSI-
Standardisierung
8
SQL-89
9
(gefolgt von SQL-92) implementiert, so dass
veränderliche oder wachsende Konsistenzanforderungen nur einmalig gegenüber
des DBMS in deklarativer Form bekannt gegeben werden, ohne manuelle
7
vgl. VII. Definitionenverzeichnis, Relationale Datenbank
8
vgl. VII. Definitionenverzeichnis, ANSI-Standardisierung
9
vgl. VIII. Abkürzungsverzeichnis, SQL
,,naive" Benutzer
Anwendungsexperten
DB-Programmierer
DB-Administratoren
Schemaverwaltung
Anwendung
interaktive Anfrage
Präcompiler
Verwaltungstool
DML-Compiler
DDL-Compiler
DBMS
DBMS-Architekturübersicht
OS-Dateiverwaltung
Anfr
agebearbeitung
DB-Manager
Logdateien
Indizes
Datenbasis
Datenwörterbuch
H i n t e r g r u n d s p e i c h e r
Seite 10
Kapitel 1 Einführung
03 / 59
Veränderungen innerhalb sämtlicher konnektierter Anwendungsprogramme
durchführen zu müssen.
10
1.1.1 Datenmodelle (DM)
Aus Anforderungssicht der Datenmodellierung
11
stellen DM (im praktischen
Sprachgebrauch oftmals als Datenbankmodelle bezeichnet, um
unmissverständlichen Bezug zu Datenbanksystemen herzustellen) bezüglich
vorrangig permanent gespeicherter Daten, generische Strukturen sämtlicher
Datenobjekte
12
respektive Beziehungen untereinander sowie anwendbare DB-
Operatoren
13
und deren Wirkungsweisen dar und beschreiben diese mittels
grafischer Notationen meist in Form von Diagrammen respektive textueller
Beschreibungen. Es sind zielgerichtet sämtliche relevante Merkmale vollständig
und widerspruchsfrei darzustellen, um eine Datenbankanwendung konzeptuell
modellieren zu können. DM bestehen aus den Teilbereichen der
Datendefinitionssprache (
Datenbeschreibungssprache, engl. Kurzform »DDL«
14
)
sowie der Datenmanipulationssprache (
Datenverarbeitungssprache, engl.
Kurzform »DML«
15
) und bilden nachfolgende Funktionen ab:
16
DDL: Beschreibung der Struktur abzuspeichernder Datenobjekte, wobei die
Strukturbeschreibung aller Datenobjekte als Datenbankschema
(Metadaten
17
) bezeichnet wird
DML: Anfrage-& Datenmanipulationssprache (Abfragen, Einfügen, Ändern
oder Löschen von Nutzdaten, engl. Query Language)
Zur Modellierung eines DM stehen nachfolgende acht Verfahren (ausgenommen in
der Praxis seltener vorzufindender Misch- und Nebenformen), untergliedert in zwei
Kategorien (4:4), zur Verfügung:
18
10
vgl. IX. Literaturverzeichnis, Kemper, A., Eickler, A. (2004), S. 151f.
11
vgl. VII. Definitionenverzeichnis, Datenmodellierung
12
vgl. VII. Definitionenverzeichnis, Datenobjekt
13
vgl. VII. Definitionenverzeichnis, DB-Operatoren
14
vgl. VIII. Abkürzungsverzeichnis, DDL
15
vgl. VIII. Abkürzungsverzeichnis, DML
16
vgl. IX. Literaturverzeichnis, Wikipedia (2006e), o.S.
17
vgl. VII. Definitionenverzeichnis, Metadaten
18
vgl. IX. Literaturverzeichnis, Kemper, A., Eickler, A. (2004), S. 21-23; Date, C. J. (2005), S. 135
Keine Kommentare