K4B DIPLOMARBEIT NDS-U HSW 9/98
Nach einer sechsstündigen Biketour, in einer gemütlichen Naturfreundehütte am Jurasüdfuss, bei einem guten Glas Wein, begann unsere „Nachbespre-
später der Abend, desto klarer zeichnete sich der Rahmen für unsere Diplomarbeit ab. In den darauffolgenden Wochen konnten sich die Ideen langsam verdichten. Die kontinuierliche Sensibilisierung zum Thema Wissensmanagement führte per 10. Dezember 99 zur Projektbeschreibung und damit zum Startschuss der vorliegenden Diplomarbeit.
Ein herzliches Dankeschön!
• an unsere Partnerinnen und Kinder für ihr wohlwollendes Verständnis und ihre tatkräftige Unterstützung.
• an das IBR-Sekretariat für die Mithilfe beim Versand der Fragebogen.
• an die Firma Network41 AG, Luzern, für ihr in uns gesetztes Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit.
• an die Firma Brandenberger + Ruosch AG, Luzern, für die Benutzung der Räumlichkeiten und Infrastruktur.
• an die Herren Markus Hodel (IBR) und Pius Krummenacher (Network41) für ihren Einsatz als Betreuer.
• an Pia Zihlmann für das ausdauernde Redigieren unserer Texte.
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Neun von zehn Top-Managern sind der Ansicht, dass das Wissen des Unternehmens in Zukunft einer der wettbewerbsentscheidenden Faktoren sein wird. Lebenslanges Lernen für alle ist deshalb angesagt. Hunderte von Seminaranbietern, Trainern, Ausbildnern, Gurus, Propheten und Scharlatanen machen sich das Wissen um diese Wissensgier zunutze.
Zahlreiche Konferenzen und unzählige
Artikel in Fachzeitschriften und Wirtschaftsjournalen versuchen, diese schwer fassbare Thematik in den Griff zu bekommen. Der Trend zur Wissensberatung wie auch rührige Betriebsamkeit in den Unternehmungen signalisieren die wachsende Überzeugung, dass Wissen über Wissen für den Unternehmenserfolg, wenn nicht gar für organisatorisches Überleben, von entscheidender Bedeutung ist.
Der Stellenwert des Produktionsfaktors
Wissen nimmt verglichen mit den traditionellen Produktionsfaktoren Boden, Kapital und Arbeit eine immer grössere und wichtigere Stellung ein.
Unsere Diplomarbeit
Mit unserer Diplomarbeit hatten wir einerseits den Auftrag, eine Vorgehensweise für eine wissensbasierte Unternehmensanalyse zu erarbeiten, sie durchzuführen und anhand der erzielten Resultate ein Umsetzungskonzept, abgestimmt auf ein KMU, zu entwickeln. Andererseits galt es, die Bedürfnisse für ein mögliches Ausbildungsmodul am Institut für Betriebs- und Regionalökonomie abzuklären und dazu ein Unterrichtskonzept zu erarbeiten.
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Diese Integrationsfähigkeit wird vor allem dadurch unterstützt, dass sich die Bausteine des Wissensmanagements als ein Leitfaden für Interventionen verstehen lassen, der auf mehreren Ebenen angewendet werden kann.
Praxis
In der untersuchten Firma (Network41 AG) wurde eine wissensorientierte Unternehmensanalyse durchgeführt und daraus ein Konzept abgeleitet. Das aus drei Bereichen (1. “Wachstum der virtuellen Unternehmung N41“, 2. “Mind the Gap“ und 3. “Knowledge for Project“) bestehende Konzept wurde mit der Firma Network41 diskutiert und stiess auf reges Interesse. Die Bedürfnisse der Network41 werden damit grundsätzlich abgedeckt, einer Umsetzung steht nichts im Wege.
Mittels einer schriftlichen Befragung wurde das Bedürfnis für ein Unterrichtsmodul “Wissensmanagement“am NDS-U abgeklärt. Die Resultate der Umfrage (mit einem Rücklauf von über 70%) sagen aus, dass bezüglich diesen Lerninhalten grosses Interesse vorhanden ist. Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde ein Unterrichtskonzept vorgelegt, welches zukünftigen Referenten als Pflichtenheft zur Ausarbeitung der Lektionen dienen kann.
Schlussfolgerungen
Als Kernaussage halten wir fest, dass es nicht entscheidend ist, ob Wissensmanagement anderen Unternehmensbereichen zugeordnet oder als eigenständige Disziplin betrachtet wird: Die Hauptsache ist, Wissensmanagement bewusst zu praktizieren.
Wir empfehlen für d ie Umsetzung, dass konkrete Bedürfnisse angegangen werden. Je schneller die Beteiligten Erfolge sehen können, desto grösser wird die Akzeptanz gegenüber dem Wissensmanagement.
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Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 7
1.1 PARADOXIEN. 7
1.2 EINFÜHRUNG IN DAS THEMA 8
1.3 PROBLEMSTELLUNG UND AUSGANGSLAGE 9
1.4 AUFTRAG UND ZIELSETZUNGEN. 9
1.4.1 Aufgabe und Auftraggeber. 9
1.4.2 Ziel und Nutzen der Arbeit 9
1.5 ORGANISATION UND VORGEHEN. 10
1.5.1 Konzept 10
1.5.2 Vorgehen, Abgrenzung 11
1.5.3 Organisation. 11
1.5.4 Aufgabenteilung. 12
1.5.5 Zeitplan 13
1.6 BEGRIFFE, DEFINITIONEN. 13
2 THEORIE UND VORGEHENSMODELL 15
2.1 EINLEITUNG 15
2.2 THEORIE - BAUSTEINE DES W ISSENSMANAGEMENTS. 15
2.2.1 Einleitung ins Thema 15
2.2.2 Action Research zum Wissensmanagement 17
2.2.3 Modell des Wissensmanagements. 18
2.2.4 Bausteine des Wissensmanagements. 18
2.2.4.1 Wissensziele. 20
2.2.4.2 Wissensidentifikation. 21
2.2.4.3 Wissenserwerb. 22
2.2.4.4 Wissensentwicklung. 24
2.2.4.5 Wissens(ver)teilung. 25
2.2.4.6 Wissensnutzung. 26
2.2.4.7 Wissensbewahrung. 28
2.2.4.8 Wissensbewertung. 30
2.2.5 Fazit/Thesen 31
2.2.6 Anmerkungen 32
2.2.7 Bibliographie 34
2.2.8 Die Autoren: 35
2.2.8.1 Gilbert Probst. 35
2.2.8.2 Kai Romhardt. 35
2.3 UNSER VORGEHENSMODELL 36
2.4 BEMERKUNGEN ZU THEORIE UND VORGEHENSMODELL 37
3 KNOWLEDGE MANAGEMENT IN DER PRAXIS. 38
3.1 EINLEITUNG 38
3.2 METHODISCHE VORGEHENSWEISE IN DER PRAXIS 38
3.2.1 “EINFÜHRUNGS-Workshop“ 40
3.2.2 “SENSIBILISIERUNGS- WAS-Workshop“ 40
3.2.2.1 Zielsetzungen / Vorbereitungen. 40
3.2.2.2 Durchführung. 42
3.2.2.3 Auswertung und Schlussfolgerungen. 43
3.2.3 “WARUM - ANFORDERUNGS-Workshop“ 45
3.2.3.1 Zielsetzungen / Vorbereitungen. 45
3.2.3.2 Durchführung im operativen Bereich. 46
3.2.3.3 Auswertung und Schlussfolgerungen des operativen Bereichs 47
3.2.3.4 Durchführung im strategischen Bereich. 49
3.2.3.5 Auswertung und Schlussfolgerungen im strategischen Bereich. 50
3.2.4 Zusammenstellung der Workshop-Resultate im K4B-Modell 51
3.2.5 Konzept “Knowledge Management“ für Network41. 53
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3.2.5.1 “Wachstum der virtuellen Unternehmung N41“ 54
3.2.5.2 “Mind the Gap“ 56
3.2.5.3 “Knowledge for Project“ 58
3.2.5.4 Bemerkungen zum Konzept “Knowledge Management“ für N41. 60
3.2.6 Instrumente 61
3.2.6.1 Wissensagent. 61
3.2.6.2 Identifikation von Kernwissen. 62
3.2.6.3 Wissenslandkarten / Wissensbranchenbuch. 64
3.3 ZUSAMMENFASSUNG KNOWLEDGE MANAGEMENT IN DER PRAXIS 66
4 KNOWLEDGE MANAGEMENT IM NDS -U 68
4.1 EINLEITUNG 68
4.2 THEORIE, VORGABEN 68
4.2.1 Marktforschung. 68
4.2.1.1 Umfragemethoden. 69
4.2.1.2 Eignungsprofil schriftliche Umfrage. 69
4.2.1.3 Schriftliche Umfrage. 71
4.2.2 Die empirische Umfrage 71
4.2.2.1 Zielsetzungen. 71
4.2.2.2 Aufbau. 72
4.2.2.3 Pretest. 74
4.2.2.4 Teilnehmer. 74
4.2.2.5 Vorhandene Kenntnisse. 77
4.2.2.6 Interesse. 78
4.2.2.7 Zeitrahmen. 81
4.2.2.8 Unterrichtsform 81
4.2.2.9 Kosten 83
4.2.2.10 Schwerpunkt Stoffinhalt. 83
4.2.2.11 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse. 85
4.2.3 Unterrichtskonzept Wissensmanagement am NDS -U 86
4.2.3.1 Integration ins bestehende Ausbildungskonzept IBR/NDS-.U 86
4.2.3.2 Didaktisch-methodische Grundsätze am IBR. 86
4.2.3.3 Leitidee. 87
4.2.3.4 Lernziele, Lerninhalte 88
4.2.3.5 Unterrichtsform 88
4.2.3.6 Empfehlungen zur Umsetzung. 89
4.3 ZUSAMMENFASSUNG KNOWLEDGE MANAGEMENT IM NDS-U 90
5 SCHLUSSBEMERKUNGEN UND SCHLUSSFOLGERUNGEN 93
5.1 BEMERKUNGEN ZU DEN DREI AUFGABENTEILEN. 93
5.2 BEMERKUNGEN ZUM PROZESS “DIPLOMARBEIT K4B “ 95
6 QUELLENANGABEN 97
6.1 LITERATURVERZEICHNIS. 97
6.2 ABBILDUNGSVERZEICHNIS 99
ANHANG
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1 Einleitung
1.1 Paradoxien
Kommen Ihnen diese Aussagen bekannt vor ?
Wir bilden unsere Mitarbeiter gründlich aus, aber lassen sie ihr Wissen nicht anwenden.
Wir lernen am meisten in Projekten,
aber geben die gemachten Erfahrungen nicht weiter.
Wir haben für jede Frage einen Experten, aber die wenigsten wissen, wie man ihn findet.
Wir dokumentieren alles gründlich,
aber können nicht auf unsere Wissensspeicher zugreifen
Und was meinen Sie dazu ?
Wir engagieren nur die hellsten Köpfe,
aber verlieren sie nach drei Jahren an die Konkurrenz.
Wir wissen alles über unsere Konkurrenten, aber nur wenig über uns selbst.
Wir fordern jeden zur Wissensteilung auf, aber behalten Geheimnisse für uns.
Wir kooperieren, um von anderen zu lernen,
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Schlüssel- Inder heutigen Informations-, bzw. Wissensgesellschaft ist das Management
qualifikation von Wissen zu einer Schlüsselqualifikation geworden, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Wem es gelingt, die wirtschaftlich relevanten Unterschiede im Informations- und Wissensstand zu nutzen, hat einen echten Wett-bewerbsvorteil gegenüber seinen Mitbewerbern. Das gilt für Wissen generell, egal ob es innerhalb oder ausserhalb des Unternehmens vorhanden ist. Innerhalb des Unternehmens können zum Beispiel Produktionszyklen verkürzt oder Kosten gesenkt werden, um eine bessere Marktposition zu erreichen; ausserhalb bestehen unter anderem Möglichkeiten, Angebotslücken wahrzunehmen und damit neue Märkte zu erschliessen.
Wissens-
Immermehr Führungskräfte erkennen deshalb, dass ein effizientes Manage-
potentiale
Doch wo gibt es schon eine Auflistung oder Bilanz vorhandener Wissensbe-
sie eigentlich verfügen? [6]
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KMU Die strategische Fragestellung, welches Wissen über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, müssen sich Führungskräfte jeder Unternehmung stellen. Grosse Unternehmen und Konzerne setzen beachtliche Mittel und Ressourcen für eine effiziente Wissensausbeute ein.
Welche Möglichkeiten haben nun kleinere und mittlere Unternehmungen (KMU), um sich für die Zukunft einen Wissensvorsprung zu sichern?
1.4 Auftrag und Zielsetzungen
1.4.1 Aufgabe und Auftraggeber
Vielfältige Da die Theorie zum Thema Wissensmanagement nicht Bestandteil des NDS-U-
Aufgaben- Stoffplanswar, soll diese im voraus erarbeitet werden.
stellung
Zugleich stellt sich die Frage, ob sich aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Themas eine Ergänzung des NDS-U-Stoffplans aufdrängt. Dafür müssen die Bedürfnisse abgeklärt und allenfalls ein entsprechendes Unterrichtskonzept erarbeitet werden.
Zur Beantwortung der anfangs gestellten Frage, welche Möglichkeiten KMU’s zur Umsetzung von Wissensmanagement haben, sind wir mit der Firma Net-work41 in Kontakt getreten.
In der Praxis sollen die Anforderungen und Bedürfnisse untersucht und daraus ein Konzept zur Umsetzung entwickelt werden.
Auftraggeber Network41 AG
Tribschenstrasse 7 CH-6005 Luzern www.network41.com
Eine nähere Beschreibung der Firma ist im Kapitel 3.1 zu finden.
1.4.2 Ziel und Nutzen der Arbeit
Die Diplomarbeit soll für alle Beteiligten einen Nutzen bringen. Im einzelnen sind dies für:
Network41 Analyse der Wissensbedürfnisse innerhalb der Unternehmung. Lösungskonzept zur Nutzenssteigerung der Ressource Wissen.
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IBR / NDS-U Bedürfnisanalyse bezüglich Aktualisierung des NDS-U-Stoffplans mit dem Thema Wissensmanagement. Unterrichtskonzept/Pflichtenheft für die Implementierung und Umsetzung eines Wissensmanagement-Moduls.
Diplomanden Theorie:
Ausbau der theoretischen Fachkompetenzen durch Einarbeitung in den Bereich Wissensmanagement.
Praxis:
Methodisches Vorgehen zur Lösung von betriebswirtschaftlichen Problemstellungen und deren Umsetzung in die Praxis vertiefen.
1.5 Organisation und Vorgehen
1.5.1 Konzept
Die vielfältige Aufgabenstellung wurde in drei Themenbereiche gegliedert. Daraus ergibt sich nachfolgende Struktur:
Ein detaillierter Überblick gibt das im Anhang A beigelegte Konzept der Diplomarbeit.
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1.5.2 Vorgehen, Abgrenzung
Entsprechend den Themenblöcken des Konzepts ist auch das Vorgehen in drei Hauptschritte gegliedert:
Theorie und Vorgehensmodell 1.Teil
Grundlagen zum Thema Wissensmanagement erarbeiten und ein Vorgehensmodell für die Umsetzung in die Praxis entwickeln. Zu diesem Zweck lehnen wir uns an das Modell von Gilbert Probst und Kai Romhardt: Bausteine des Wi ssensmanagements - ein praxisorientierter Ansatz. [1]
Knowledge Management in der Praxis 2. Teil
In Zusammenarbeit mit der Firma Network41 sollen die Anforderungen und Be-
von implementiertem Wissensmanagement aufgezeigt werden.
Knowledge Management im NDS-U 3. Teil
Eine Umfrage bei den NDS-U-Absolventen soll die Bedürfnisse zur Implementierung eines neuen Unterrichtsmoduls aufzeigen. Basierend auf dem Feedback soll der Schulleitung ein Unterrichtskonzept mit den Schwerpunkten Inhalt, Methode und Zeitrahmen unterbreitet werden.
Das detaillierte Vorgehen zu den einzelnen Themenblöcken wird zu Beginn der jeweiligen Kapitel beschrieben.
1.5.3 Organisation
IBR-Betreuer Markus Hodel
Dr.oec./mag.oec.HSG Forschungsleiter/Dozent HSW
Koreferent Pius Krummenacher CEO, Network41 AG
Eichrüti 3 6330 Cham
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1.5.4 Aufgabenteilung
Gruppe Als Hauptverantwortliche für das Kapitel 3 (Knowledge Management in der Praxis) zeichnen Stephan Aerni und Hans Rigert. Roland Ferrari und Beat Sidler tragen die Verantwortung für Kapitel 4 (Knowledge Management im NDS-U). Die genaue Aufgabenteilung ist in Abb. 1-03 ersichtlich.
in zahlreichen Workshops diskutiert und auf Flipcharts kreiert und weiterentwickelt.
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1.5.5 Zeitplan
begannen wir schon im November 1999.
geplanten Zeitfenstern durchführen und die Meilensteine einhalten. Der detaillierte Terminplan ist im Anhang A beigelegt.
1.6 Begriffe, Definitionen
Die Begriffe Knowledge Management und Wissensmanagement wurden in gleicher Art und Weise verwendet. Dabei wird Knowledge Management grundsätzlich in Titeln verwendet, während Wissensmanagement vorzugsweise in den Textabschnitten erscheint.
Ferner gelten für diese Arbeiten folgende Abkürzungen:
HSW Hchschule für Wirtschaft Luzern
IBR Institut für Betriebs- und Regionalökonomie
KMU Klein- und Mittelunternehmen
MIS Management Informations System
N41 Firma Network41 AG
PM Personal Management
QM Qualitäts Management
SEP Strategische Erfolgsposition
TQM Total Quality Management
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2 Theorie und Vorgehensmodell
2.1 Einleitung
Aus der Grundlagen zum Thema Knowledge Management erarbeiten und ein Vorge-
beschreibung
des Wissensmanagements - ein praxisorientierter Ansatz.
grundlage
übernommen und wird im folgenden Kapitel (Theorie - Bausteine des Wi ssensmanagements) wiedergegeben.
2.2.1 Einleitung ins Thema
Verbesserung Wissensmanagement kann als die pragmatische Weiterentwicklung von Ideen
der Fähig- desorganisationalen Lernens verstanden werden. Im Zentrum des Interesses
keiten auf
steht die Verbesserung der organisatorischen Fähigkeiten auf allen Ebenen der
allen Ebenen
Organisation durch einen besseren Umgang mit der Ressource ‘Wissen’. Wissensmanagement beschäftigt sich mit jenem Teil der Lernprozesse, die als gestaltbar angesehen werden. Wissensmanagement versucht Führungskräften Ansatzpunkte für gezielte Interventionen in die organisatorische Wissensbasis
über die eine Organisation zur Lösung ihrer vielfältigen Aufgaben verfügt. Hierbei handelt es sich sowohl um individuelle als auch um kollektive Wissensbe-standteile (z.B. Fähigkeiten, Fertigkeiten, Erfahrungen, Routinen, Normen). Wissensmanagement kann dabei nicht direkt beim Endprodukt - der aufzubauenden Fähigkeit - ansetzen, sondern muss das gesamte Daten- und Informationsumfeld des Unternehmens berücksichtigen.
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Management der organisatorischen Wissensbasis steckt.
Intellectual Es ist erstaunlich, dass ein breiter Konsens über die Bedeutung von Wissen
Capital oder ‘intellectual capital’ für den Erfolg von Unternehmen in der ‘Wissensgesell-
Knowledge Officers (CKO) kennen oder über andere Massnahmen das Thema
Klar definierte Managementrollen oder Organisationsstrukturen zum besseren Management der Ressource Wissen sowie eine gemeinsame ‘Wissenssprache’ fehlen heute noch in nahezu allen Firmen, die wir untersucht haben. Theoretischen Konzepten des Wissensmanagements fehlt heute gleichzeitig die empirische Basis zur Validierung ihrer Aussagen.
Die Akzeptanz für das Thema wächst in der Praxis parallel zum Leidensdruck. Unternehmen, die sich in einem zunehmend wissensintensiven Wettbewerbsumfeld bewegen, werden so in die intensivere Auseinandersetzung mit dem Management ihrer organisationalen Wissensbasis gezwungen.
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2.2.2 Action Research zum Wissensmanagement
de Genève gegründet {2}. In diesem Forum kommen Praktiker zusammen, welche den besseren Umgang mit der strategischen Ressource ‘Wissen’ als zentralen Hebel für die Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit ansehen {3}. Die themenzentrierten round-tables dieser Gruppe werden von der geneva knowledge group {4} betreut, gestaltet und koordiniert. In den Forumsfirmen führen Mitarbeiter des Lehrstuhles für Management und Organisation eine Reihe von Projekten durch, welche unterschiedliche ‘Wissensprobleme’ beleuchten. Das Spektrum reicht hierbei von der „Ableitung von lessons learned aus Strategieprojekten“ über die „Reorganisation der Konzernausbildung nach Kompetenz-
tätigen Grossunternehmens“. Parallel werden Anforderungen an ein praxisorientiertes Wissensmanagement-Modell erhoben. Folgende Anforderungen werden in unserer Erfahrung von Praktikern als zwingend notwendig empfunden:
Anschluss- DieSchaffung einer gemeinsamen Sprache und die Einordnung von Wissens-
fähigkeit management-Ideen in bereits bestehende Konzepte wie Total Quality Management oder Business Process Reengineering muss gewährleistet werden.
- Lernen ist gut“). Die Nutzbarkeit der Ideen in der Praxis ist der finale Test.
Verständlich- Stattzu ‘verkomplizieren’ {5} und weitere Unterscheidungen zu treffen {6}, muss
keit eine Auswahl relevanter Begrifflichkeiten und Ideen im Felde des Wissensmanagement getroffen werden, welche innerhalb von Organisationen verstanden werden.
Handlungs- Analysenim Felde des Wissensmanagements müssen Führungskräfte ermäc h- orientierung tigen, den Einsatz von Managementinstrumenten in ihrer Wirkung auf die organisationale Wissensbasis zu beurteilen und letztlich zu Entscheidungen und Handlungen führen.
Bereitstellung Zielgerichtete Interventionen erfordern erprobte Instrumente. Ziel eines Wi s-
von sensmanagementkonzeptes muss es somit letztlich auch sein, ein gewisses
Neuigkeit der darin enthaltenen Instrumente abhinge. Vielmehr kommt es weniger auf die Instrumente als auf ihre geschickte Verwendung an.
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2.2.3 Modell des Wissensmanagements
Das “richtige Inzwischen haben verschiedene Wissenschaftler und Berater ihre Modelle des
Modell“ exis- Wissensmanagementsvorgestellt {7}. Basis der meisten Modelle ist ein Lern-
tiertnicht
kreislauf, der von Rahmenbedingungen beeinflusst bzw. von Lernbarrieren gehemmt wird. Teilweise werden bestimmte Wissensarten (z.B. implizites versus
Systematisierungsversuche sind stets Ausfluss unterschiedlicher Erkenntnisin-
des Wissensmanagements sind von einem praxisorientierten Erkenntnisinteresse geleitet und dementsprechend zu verstehen. Sie wurden im Rahmen unserer ‘Action Research’ im engen Dialog mit Praktikern entwickelt und haben sich für unsere Arbeit in Praxisprojekten als nützlich erwiesen.
2.2.4 Bausteine des Wissensmanagements
Zwei Die Bausteine des Wissensmanagements stellen eine Konzeptualisierung von
Prinzipien Aktivitäten dar, die unmittelbar wissensbezogen sind und keiner anderen exter-
folgt zwei Prinzipien.
Äusserer Ein ‘äusserer Kreislauf‘, mit den Elementen Zielsetzung, Umsetzung und Mes-
Kreislauf sung bildet einen traditionellen Managementprozess ab. Dieser Regelkreis erfüllt mehrere Aufgaben. Er verdeutlicht die Wichtigkeit strategischer Aspekte im Wissensmanagement sowie die Bedeutung eindeutiger und konkreter Zielsetzungen. Darüber hinaus berücksichtigt er die Notwendigkeit, die Möglichkeiten der Messung auch im Bereich des Wissensmanagements so weit wie möglich auszuschöpfen, um so der Idee einer zielgerichteten Steuerung gerecht zu werden.
Innerer Kreis- Iminneren Kreislauf finden wir die Bausteine Wissenstransparenz, Wissenser- lauf werb, Wissensentstehung, Wissens(ver)teilung, Wissensbewahrung und Wis-
Produktentwicklungsprozess genutzt werden. Wenn die einzelnen Schritte eines Problemlösungsprozesses nicht dokumentiert werden, können sie dem organisationalen Gedächtnis der Organisation entfallen und die Wiederholung eines erfolgreich durchgeführten Prozesses unmöglich machen.
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Definition der Die Definition von Bausteinen des Wissensmanagements hat mehrere Vorteile:
Bausteine
Ø Sie strukturiert den Managementprozess in logische Phasen. Ø Sie bietet Ansätze für Interventionen.
Ø Sie liefert ein erprobtes Suchraster für die Suche nach den Ursachen von ‘Wissensproblemen’.
Gleichzeitig wird betont, dass die einzelnen Bausteine aufeinander einwirken und Massnahmen des Wissensmanagements nie isoliert betrachtet werden
den Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer des zu entwickelnden Know-how abgekoppelt.
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Instrumente leichter und sie können das Leitbild ‘besserer Umgang mit der
Bausteine vorgestellt und illustriert.
2.2.4.1 Wissensziele
Normative Wissensziele geben den Aktivitäten des Wissensmanagements eine Richtung.
Wissensziele Sie legen fest, auf welchen Ebenen welche Fähigkeiten aufgebaut werden sollen. Normative Wissensziele richten sich dabei auf die Schaffung einer ‘wissensbewussten‘ Unternehmenskultur, in der Teilung und Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten, die Voraussetzungen für ein effektives Wissensmanagement schaffen.
Strategische Strategische Wissensziele definieren organisationales ‘Kernwissen‘ und b e-
Wissensziele schreiben somit den zukünftigen Kompetenzbedarf eines Unternehmens. Sie legen ein anzustrebendes Kompetenzportfolio für die Zukunft fest. Dabei orien-
Traditionelle Zielkategorien strategischer oder finanzieller Planung, wie beispielsweise Umsatzwachstums- oder Marktanteilsziele, werden weiterhin ihre Bedeutung behalten. Die wachsende Bedeutung von Wissen als kritischer Grösse des Unternehmenserfolges lässt jedoch eine Einbeziehung von Wissenszielen in den Katalog der Unternehmensziele sinnvoll erscheinen.
Operative Ein zentrales Problem vieler neuer Managementansätze besteht darin, dass sie
Wissensziele
auf der Ebene strategischer Reflexion verharren und die Resultate dieser Reflexion nicht in die konkrete Implementierungsphase gelangen.
Operative Wi s-
sensziele
sorgen für die Umsetzung des Wissensmanagements und sichern die notwendige Konkretisierung der normativen und strategischen Zielvorgaben. Typische operative Wissensziele wären beispielsweise das Herstellen der Ver-
werden soll. Die Definition operativer Wissensziele soll also verhindern, dass es zu einem ‘Verkümmern‘ des Wissensmanagements auf der Stabs- oder Strategieebene kommt, beziehungsweise dass der Wissensaspekt dem operativen Geschäft ‘zum Opfer fällt’. Wenn dies gelingen soll, müssen operative Wissensziele ausreichend konkret formuliert sein und organisationsweit mit ganzer Konsequenz verfolgt werden. Rev. 2.0
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2.2.4.2 Wissensidentifikation
Wissens- Bevoraufwendige Anstrengungen zum Aufbau neuer Fähigkeiten unternommen
transparenz werden, ist es angeraten, sich über intern oder extern bereits vorliegendes Wis-
‘uninformierten’ Entscheidungen und Doppelspurigkeiten. Ein effektives Wis-
unterstützen.
Intransparenz
Tatsächlich herrscht in vielen Grossunternehmen Unklarheit darüber, wo wel-
durchRe-
cheExperten mit welcher Expertise sitzen und an welchen Projekten innerhalb struktu- derOrganisation z.Zt. gearbeitet wird. Restrukturierungen, Lean-Management
rierung
und Reengineering-Aktivitäten erhöhen in vielen Fällen noch die Intransparenz, da sie effiziente informelle Netze auseinanderreissen.
Wissens-
EineMöglichkeit zur Schaffung interner Wissenstransparenz liegt in der Erstel-
karten
auf die interne, elektronische Wissensbasis und die Verknüpfung unterschiedli-
Transparenz innerhalb von Organisationen schaffen können. Sie müssen immer
Gespräche zu ermöglichen, müssen sich Wissensanbieter und Wissensnachfrager aber auf einer Plattform kennenlernen können.
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Ausrichtung Systeme, welche die Identifikation zentralen Wissens unterstützen, fehlen vie- anWissens- lenOrganisationen. Es ist anzumerken, dass die Verantwortung für eine ange-
nutzer
messene interne Wissenstransparenz (zu) selten organisatorisch geregelt ist.
reinen Informatiklogik folgen.
2.2.4.3 Wissenserwerb
Beschaf- Durchdie weltweite Wissensexplosion und gleichzeitige Wissensfragmentie-
fungsstrate- rungsind Unternehmen immer weniger in der Lage, sämtliches für den Erfolg
gien
notwendige Know-how aus eigener Kraft zu entwickeln. Statt dessen müssen heute kritische Fähigkeiten auf den verschiedensten Wissensmärkten erworben werden, was von Unternehmen gezielte Beschaffungsstrategien erfordert. Es können mehrere Beschaffungsformen unterschieden werden.
Wissen von Der Erwerb von Wissen anderer Firmen wird häufig eingesetzt, um
anderen Zukunftskompetenzen schneller aufzubauen, als dies aus eigener Kraft möglich
Firmen
wäre. Eine Möglichkeit liegt in der Übernahme besonders innovativer Firmen im eigenen Kompetenzfeld oder dem bewussten Eingehen von product links zur gezielten Schliessung von Know-how-Lücken.
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eines Unternehmens richten {10}. So können beispielsweise zum Erwerb des Wissens der eigenen Kundschaft Schlüsselkunden in den Entwicklungsprozess involviert werden oder Kooperationen in Pilotprojekten eingegangen werden, welche ein frühzeitiges Lernen über die Kundenbedürfnisse ermöglichen.
Wissen von
Der
Erwerb von Wissen externer Wissensträger
(z.B. Rekrutierung von
externen Spezialisten) kann über klassische Rekrutierungsstrategien oder unter
Wissens- Einschaltungexterner Helfer wie Headhunter oder Personalberater erfolgen.
träger
Temporäre A nstellungen sind eine interessante Alternative zur klassischen
der Beschaffungspolitik von Wissensträgern ist von grosser Bedeutung.
Wissens-
ImGegensatz zum Import der Fähigkeiten von Wissensträgern und Experten,
produkte steht der Erwerb von Wissensprodukten wie beispielsweise Software, Patenten oder CD-Roms. Durch den Ankauf solcher Wissenskonserven gelangt die Organisation aber nicht automatisch in den Besitz von organisatorischen Fähigkeiten {11}. In der Regel wird ihr Potential erst durch menschliches Handeln und eine sinnvolle Integration in die bestehende Wissensbasis
der Ankauf von nicht integrationsfähigen Ressourcen zu beobachten. Die Prüfung der importierten Produkte im Vorfeld ist daher von besonderer Bedeutung.
Abstossungswahrscheinlichkeit der neuen Ideen.
Bereiche umfassen und mit geeigneten Instrumenten unterstützen.
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2.2.4.4 Wissensentwicklung
neuer Fähigkeiten
konzeptionalisiert werden.
Individuelle
Prozesse der
individuellen
Wissensentwicklung beruhen auf Kreativität und
Wissens- systematischerProblemlösungsfähigkeit. Während Kreativität eher als
entwicklung
einmaliger Schöpfungsakt gedacht werden kann, folgt die Lösung von Problemen eher einem Prozess, d er durch mehrere Phasen beschrieben werden kann. Kreativität könnte als chaotische Komponente und Problemlösungskompetenz
Wissensentwicklungsprozesses bezeichnet werden. Beide Komponenten müssen durch Massnahmen der Kontextsteuerung unterstützt werden, welche das Individuum in seiner Wissensproduktion unterstützt wird. Zur Unterstützung können teilweise althergebrachte Instrumente (wie z.B. das Vorschlagswesen) revitalisiert und neu interpretiert werden.
Wissensentwicklung
eine hinreichende Kommunikationsintensität unterstützt und erzeugt werden
diese Prozesse unterstützt werden.
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Lessons In einem Prozess der Selbstreflexion kann jedes Team nach Abschluss eines
eines kollektiven Lernprozesses {15}.
2.2.4.5 Wissens(ver)teilung
der Wissensverteilung
in welchem Umfang wissen oder können und wie kann ich die Prozesse der Wissens(ver)teilung erleichtern? Nicht alles muss von allen gewusst werden,
sondern das ökonomische Prinzip der Arbeitsteilung verlangt eine sinnvolle Beschreibung und Steuerung des Wissens(ver)teilungsumfanges. Nicht jede Wissensart ist für eine effiziente Wissensmultiplikation geeignet. Die Vermittlung von Standardfähigkeiten zum neuen Betriebssystem Windows 95
ist eher standardisierbar als die (Ver)teilung von Fachexpertise, welche ein Werkzeugmeister im Laufe seines Berufslebens an ‘seiner’ Maschine gesammelt hat.
von ‘computer supported cooperative work’.
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Organisation zurückgespielt werden können.
durch Wissens- Verteilteorganisationale Wissensbestände erlauben eine Nutzung des Wissens
verteilung
ermöglicht.
Transformation dienen.
2.2.4.6 Wissensnutzung
Nutzungs- DieWissensnutzung, also der produktive Einsatz organisationalen Wissens
barrieren zum Nutzen des Unternehmens, ist Ziel und Zweck des Wissensmanagements.
beschränkt. Fähigkeiten oder Wissen ‘fremder’ Wissensträger zu nutzen, ist für
generellen Beharrungsvermögen der Organisation zum Opfer fällt.
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Todesspirale
Stellt man nicht sicher, dass beispielsweise neue ‘Wissenssysteme’ konsequent
skizzierte ‘Todesspirale’ bewegen.
und Nutzung liegen nicht nur zufällig sprachlich eng beieinander.
2.2.4.7 Wissensbewahrung
Amnesie
preiszugeben, müssen die Prozesse der Selektion des Bewahrungswürdigen, die angemessene Speicherung und die regelmässige Aktualisierung bewusst gestaltet werden.
Selektion und Dokumentation
vielen Orten. Die Herausforderung liegt in der Selektion zwischen den
Dokumentation getroffen werden. Dabei gilt die Leitregel, dass nur was in der
Qualität des Dokumentationssystems. Eingefahrene Dokumentationssysteme sind aus dieser Perspektive auf ihre Daseinsberechtigung zu überprüfen.
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Speicherungsprozesse
finden auf der individuellen, der kollektiven und der elektronischen Ebene statt. Auf der
individuellen
Ebene können Träger von Schlüssel-Know-how über materielle oder immaterielle Anreizsysteme ans Unternehmen gebunden werden. Auf der
kollektiven
Ebene kann man sich um
elektronische Bewahrung, in der immer häufiger Expertensysteme als
intelligente H üter des organisationalen Erfahrungsschatzes auftreten, ermöglicht Wissensdokumente.
Prozess
vielfältig (siehe Abbildung 2-09).
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2.2.4.8 Wissensbewertung
Instrumenta- DieMessung und Bewertung organisationalen Wissens gehört zu den grössten
Wissensbewertung können selten auf eine Messdimension zurückgeführt werden und häufig ist der
dem flüchtigen Erkenntnisobjekt nähern kann.
Methoden zur
Entsprechend den formulierten Wissenszielen werden Methoden zur Messung
Messung von von normativen, strategischen und operativen Wissenszielen notwendig.
Wissens- Spätestensbei der Bewertung zeigt sich, welche Qualität die formulierten
zielen
Zielvorstellungen hatten, denn bei der Definition von Zielen werden immer auch
vereinfacht werden kann und höhere Akzeptanz erhält, kann der Management-Kreislauf geschlossen werden und von echtem Wissensmanagement gesprochen werden.
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2.2.5 Fazit/Thesen
„Wissensmanagement ist hoch politisch und braucht Top-Management-Unterstützung“
Wissensmanagement bewertet die bestehenden Kompetenzportfolios innerhalb eines Unternehmens neu und setzt neue Prioritäten. In diesem Prozess verlieren bisherige Experten häufig ihre Sonderstellung. Wissenstransparenz
Feinde’ hat und viele Massnahmen des Wissensmanagements nur mit absolutem Top-Management Commitment durchgesetzt werden können.
„Wissensmanagement muss in den Organisationsstrukturen und der Kultur verankert werden“
Forschung & Entwicklung sowie der Unternehmungsplanung erschwert wird. Die Überzeugung, die Ressource ‘Wissen’ in der Organisation besser zu
werden.
Wissensmanagement ist kein Informationsmanagement. Der Grund dafür, dass
Organisationsmodellen nicht mehr beschreibbar sind. Tatsächlich scheinen es
von Wissensmanagement zu sein.
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2.2.6 Anmerkungen
Ansatzpunkte zu finden. Die Ursachen liegen in zwei Defiziten, welche OL-Konzepte aus einer Managementperspektive aufweisen. Zum einen schaffen sie es selten, klare Lernziele zu formulieren, zum zweiten vernachlässigen sie die Beschäftigung mit der Substanz der Lernprozesse, dem organisationalen Wissen und den Fähigkeiten des Unternehmens .
{2} Damit wird der Action Research Philosophie des Lehrstuhls gefolgt. Vergleiche Probst/Raub (1995).
{3} Forumsmitglieder sind z.Zt. AT&T International, Coop, Telecom-PTT, Schweizerischer Bankverein, Winterthur Versicherungen, Schweizerische Bankgesellschaft, Holderbank und Hewlett Packard Europa.
{4} Ursprüngliche Bezeichnung für eine Forschungsgruppe an der Universität Genf, die sich in Forschungs- und Praxisprojekten mit Aspekten des OL und
Wissensmanagements an. Gesellschafter sind Prof. Dr. Bettina Büchel, Prof. Dr. Gilbert Probst, Steffen Raub und Kai Romhardt.
{5} Vergleiche Weick (1995) und seine entgegengesetzte Forderung „Verkompliziere Dich“.
{6} Viele der in der Wissenschaft häufig behandelten Unterscheidungen von Wissen (wie z.B. implizit/explizit) sind in den meisten Problemfeldern der Praxis
Unterscheidungen sind: autorisiertes vs. nicht autorisiertes Wissen, bewahrtes vs. neu gewonnenes Wissen, kodierbares vs. nicht-kodierbares Wissen, formelles vs. informelles Wissen , herrschendes vs. Minderheitswissen, individuelles vs. kollektives Wissen, kommunikables vs. inkommunikables Wissen, narratives vs. wissenschaftliches Wissen, natürliches vs. künstliches Wissen, persönliches vs. öffentliches Wissen, speicherungswertes vs. nichtspeicherungswertes Wissen, universales vs. Partikulares Wissen, Wissen vs.
Gegen-Wissen oder Wissen vs. Nicht-Wissen. Zu Möglichkeiten und Grenzen der Strukturierung der organisationalen Wissensbasis mit Hilfe von Leitunterscheidungen vergleiche Romhardt (1996).
Knowledge Management Assessment Tool von Arthur Andersen (1996).
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Probst/Raub/Romhardt (1997).
knowledge must be clearly articulated and reside in “packages“. Second, a person or group must be capable of opening the package, of understanding and grasping the knowledge. Third, the person or group must have sufficient incentives to do so, and fourth, no barriers must stop them“. Vergleiche Badaracco (1991: 34).
gemacht.
dargestellten Teufelskreis wie folgt: “The data is not used because it is so difficult to assess, and no one invests in making it easy to retrieve because it is not used. The data is not trusted because many errors have been recorded, and no one cares to verify the accuracy of the data because it is not trusted“.
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Arbeit zitieren:
Stephan Aerni, Ferrari Roland, Rigert Hans, Sidler Beat, 2000, Knowledge for Business, München, GRIN Verlag GmbH
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