Inhaltsverzeichnis
Der frühe Israelitische Wiederholungs-Vortragsstil: Davon zeugen. 3
Das Lied der Miriam 6
Das Lied der Deborah 8
Die Bileam Orakeln 10
Der Segen des Mose 14
Gedanken zur Urheberschaft dieses Werks über den
Wiederholungsvortrags -Stil der Isrealiten 19
Der Segen des Jakob 20
Das Lied der Hannah 24
4 Gedichte, die David zugeschrieben werden 29
Psalm 68 33
Namens - und Sachregister 36
Literaturverzeichnis 38
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Im April 2009 wurde der Philosoph Mag. Benedikt Kofler mit dem Zertifikat des Partikulogischen Beraters ausgezeichnet, das ihm im Rahmen der Selbsthilfegruppe für Akademiker im gegenseitigen Austausch von Wissensfragen von David Leitha überreicht wurde. Zeigten noch im Februar zahllose Diskussionen über den Sinn und die Sinnlosigkeit heute die christliche Religion praktisch auszuüben, strenge Tendenzen zum konkreten Detail der - in der jeweiligen soziokulturellen Bevölkerungsgemeinschaft von Einwohnern mehrheitlich christlicher Länder ausgeübten - jeweiligen religiösen Tätigkeit auf, so war vor Kurzem ihr Fokus auf die Mitgliedschaft bei einer Usergroup zu Neukonzipierungsgedanken für eine
fachübergreifend tätige Psychotherapierichtung gerichtet. Als Leiter des Partikulogischen Instituts in Wien, weiß Leitha um die praktischen Tätigkeiten der Beteiligten so weit Bescheid, dass er sich bislang nur in Selbstveröffentlichungen und solchen über Online-Verlage von wissenschaftlichen Texten zur offenen Frage der Registrierung des Interessensverbundes in einer gesetzlich anerkannten Form äußerte. Die praktischen Tätigkeiten ranken sich eher ganz unformell um das Abfassen von Arbeiten zu Tendenzen der sozialen Revolution in verschiedenen Zeitepochen, egal auf welcher Fakultät, immer im Wissen darüber, dass DER jeweilige TEXT SELBST eine Verbindung zwischen den Tätigkeiten der im Partikulogie-Institut zusammentreffenden Personen schafft. Es gibt zur Zeit im personellen Umfeld des Instituts einen mündlich geführten Diskurs zur Relevanz von wissenschaftlichen Texten über hebräischen Schriften in der Bibel, die durch Versmaß, Reim und Wiederholung nach mündlicher Überlieferung für eine authentische schriftliche Überlieferung sorgten, für die wissenschaftliche Psychologie.
Ein Beispiel: Der frühe Israelitische Wiederholungs-Vortragsstil anhand des 3. Kapitels aus dem Buch „Yahweh and The Gods of Canaan“ von W. F. Albright Davon zeugen: Das Lied Miriams
Das Lied der Deborah
Die Bileam Orakeln
3
Der Segen des Mose
Der Segen des Jakob
Das Lied der Hannah Das Lied des Mose
4 Gedichte, die David zugeschrieben werden: Der Psalm 68
„Im 13. Jahrhundert vor Christus entwickelten sich Poesie und Linguistik von Israel übergangsmäßig:
− Verschiedene Konsonanten wurden in Verbindung mit anderen Konsonanten gebracht und letztlich wurden kurze Vokale weggelassen (Albright, BASOR 173 (1964), 51ff. - Aussprache des Alphabeths von Beth Shemesh) − Das Verschwinden von Morphemen machte die gleichbleibende Anordnung der Worte notwendig (anstelle morphemischer Kontrollen der Verständlichkeit). − Der Akzent verschob sich bei den meisten Wörtern auf die letzte Silbe, und − kurze, akzentuierte Vokale wurden ausgedehnt
(Diese beiden letzten Übergänge in der israelitischen Linguistik beschrieb Zellig Harris in „The Development of the Canaanite Dialects“ (1939)).“ Albright (1981)
schreibt W.F. Albright (1981) in seinem „Yahweh and the Gods of Canaan“. Somit ist vorstellbar, dass sich Poesie und Linguistik eines Volkes und einer Völkergemeinde stets im Laufe von vielen Jahrzehnten entwickeln.
Es ist weiter vorstellbar, dass die Vers-Struktur aufgrund der geänderten mündlichen Wiedergabeform stark beeinflußt wurde, Albright (1981) vergleicht es mit dem Wechsel von griechischem zu lateinischem Versmaß, und schreibt, dieser Vorgang schlage eine Richtung ein, „wie im frühen Mittelalter von der Vokal-Länge und der Vielzahl der Silben zu einer starken Akzentuierung hin.“
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Zuerst ging die hebräische Prosa mit der Entwicklung der Linguistik mit. Albright (1981) schreibt,
„sie behielt viele der alten Endungen, um gewohnte Wortgruppen und Phrasen nicht zu verändern. Das „Schluß-i“ des Gerundiv wurde ausgedehnt und behalten in Gen.49,11 und Ex.15,6. In den Bileam-Orakeln wurde der Held b e n o B e o r (Sohn des Beor) genannt, wovon das erste Wort für das ältere b i n u steht (Sohn von = Nominativ), um das alte Maß zu behalten, welches sonst verschwunden wäre. In vielen Vers-Zeilen, die in der späteren hebräischen Aussprache und Betonung zu kurz sind, fand sich dasselbe Phänomen. Sogar viel später wurden einige dieser archaischen Endungen noch verwendet (entsprechend dem alten Versmaß).“ Albright (1981)
Der linguistischen und poetischen Revolution ging zweifelsohne die soziale voraus. Ohne Rückschlüsse auf die Heftigkeit einer solchen zu erlauben, erkennen wir einige Maßgaben, die sich im Laufe der Zeit festigten, ja anhand derer man späteren Ausformungen der einzelnen Begriffe begründet. Die Begriffe wieder zeigen deutlich wie sehr sich die soziale Repräsentation einer Religion in den Köpfen der Einwohner eines Volkes geändert hatte. Albrigths Beispiel:
„Die phonetische Umwälzung schlägt sich im Lied der Miriam - Ex.15nieder, wo wir in Vers 11a das Schema 3+3 haben: Die Septuaginta behält den originalen Plural, wo es lautet: „elm“ (=“Götter“) (im Kanaanitischen und Phoenizischen: qdsm), aus welchem im späteren Hebräisch „elim“ (gilt nun als die „Engel“) wurden.“ (Albright 1981)
Da zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft wie in allen Krisenzeiten eines Volkes, das inmitten einer existenzbedrohenden Größe eines anderen Volkes lebt, konnte nur der Glaube an den einen Gott Israels den Zusammenhalt der Religion gewährleisten. Also sprach man von Engeln anstelle von Göttern, die in der alten Poesie sehr oft ihren Platz hatten.
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Weitere Ausführungen zum Beispiel gibt Albright (1981) anhand eines Fundes von Ingholt:
„Die erste Phrase im Lied der Miriam hat nur einen Anschlag m i - k a m o k a in klassischem Hebräisch, aber kurz vor der Zeit des Moses wurde es in 2 Anschlägen ausgesprochen und betont m i - y a - k a m o k a. Trotz dieser Veränderung blieb das metrische Maß ein Zweizeiler mit 3+3 Anschlägen. (Der Prototyp mag 2+2 gelautet haben; Harald Ingholt entdeckte ein
Zylinder-Siegel, das der Göttin Ishtar gilt und 2+2 hat [Ishtar Tempel zu Erech]).“ Albright (1981)
Das Lied Miriams gehört zu den Hymnen bzw. Siegesliedern, einer literarischen Form die durch mündliche Überlieferung über Jahrhunderte zu überleben imstande ist. Zu ihnen gehören laut Albright (1981) auch die folgenden Gedichte: „Sieg von Ramses II bei Kadesh, − Triumph von Marniptah gegen die Lybier, − Sieg von Tukulti-Ninurta I über die Cossaeaner Babyloniens welche alle aus dem 13. Jh.v. Chr. stammen. Im Lied Miriams sind 3 Wiederholungs-Vorträge: (Thy right hand, o Yahweh, is fearsome in might) Deine rechte Hand, o Yahweh, ist schrecklich an Macht, (Thy right hand, o Yahweh, has crushed the enemy.) Deine rechte Hand, o Yahweh, hat den Feind zerschlagen [Vers 6]) {Die archaische Endung n e ´d a r i wird in JNES XIV (1955), 245 ff. behandelt}
(Who is like Thee, among the gods, o Yahweh ?) Wer ist wie Du, unter den Göttern, o Yahweh ? (Who is like Thee, feared among the holy ones ?)
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Wer ist wie Du, gefürchtet unter den Heiligen? (While Thy people cross, o Yahweh) Während Dein Volk vorbeizieht, o Yahweh (While the people cross whom Thou has created.) Während das Volk vorbeizieht, das Du erschaffen hast.“ Albright (1981)
Die ersten beiden Vortrags-Wiederholungen laufen alle nach einem gleichen Vers-Schema ab; 2+2:2+2 (ab:cd/ab:ef). Im Liedtext wird deutlich, dass der dritte Beitrag einem 3+3 (abc:abd) - Schema folgt.
Wir werden im folgenden untersuchen, ob in diesem Beispiel der Vortrags-Wiederholungen als Stilmittel der Veränderung, als Zeichen der phonetischen Revolution, der Stil ungebrochen die Jahrhunderte überdauert. Ähnlich den Analogien, die bisher alle Gründer-Väter von wissenschaftlicher Lehre einer neuen Richtung zu ihren Ahnen bezüglich der Handhabung ihrer Lehrer fanden, obgleich nicht unter der Bezeichnung der neuen Wissenschaft, findet man in den alten hebräischen Schriften eine interessante Konstanz, die uns durch die ganze Zeitepoche der Veränderung hindurchzuführen vermag. Wir anerkennen somit die revolutionäre Kraft in Verbund gleich gesinnter Menschen und sehen dieses Beispiel als eine Art der Manifestation gesellschaftlich sozialer Revolution. Albright (1981) schreibt,
„Das volle Vortrags-Wiederholen war also noch am Leben, obwohl ein wenig verändert in der Struktur. Halbes Wiederholungs-Vortragen: (Yahweh is a warrior)
Yahweh ist ein Krieger [Wort hat seine Bedeutung aus dem Ägyptischen 2900 v.Chr.] (Yahweh is His Name) Yahweh ist Sein Name.“ Albright (1981)
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Das ist die konventionelle Übersetzung aus dem Hebräischen, aber Albright (1981) schließt sich der lang anhaltenden Meinung an, dass es im Original gelautet haben müßte:
[Er] bringt Krieger ins [Da-]Sein. Yahweh ist Sein Name.“ Albright (1981)
{Die Kommentare in der eckigen Klammer sind Einfügungen des Autors zum besseren Verständnis.}
Das Lied der Deborah wird auf 1150 datiert (Ramses II wurde 1304 König, Ramses III 1200 - 1195 war Nachfolger). Hier wollen wir untersuchen, ob sich die Vorgehensweise Albrights (1981) erhärtet, ob man Rückschlüsse auf das Original auf die von ihm durchgeführte Weise machen darf. Albright (1981) schreibt,
„Es wurde im Wiederholungs-Vortrags-Stil verfaßt. In Ri.5 gibt es etwa 18 Vorträge, die anderen Stellen sind später redigiert worden. Zusammen mit dem Lied Miriams wurde es in Strophen gedichtet mit 3+3 Zweizeilern und einigen Zeilen mit 2+2; die vollständige Rekronstruktion ist unsicher; vielleicht: 3+3 / 2+2 / 2+2 oder 2+2 / 2+2 / 2+2. Der 2-Anschläge-Rhythmus steht für den Aufstieg der älteren kanaanitischen Dreizeiler. Diese Erhöhung in Dreizeiler entspricht der Entwicklung der Lyrik (mehr als der Prosa) und der oben beschriebenen phonetischen Veränderung.“ Albright (1981)
Erkennbar ist in seiner Argumentation, dass es präzise Merkmale dafür gibt, wie weit sich die Lyrik entwickelte. Damit kann ausgesagt werden, dass die Revolution in der Sprache voran lief.
Nebenbei sei bemerkt, dass dieser Dreizeiler durchaus oft formuliert wurde. Albright (1981) belegt:
„Der Dreizeiler 3+3+3 (im Wiederholungs-Vortrag, als auch den Formen ohne Wiederholungs-Vortrag) dominiert die Kanaanitischen magischen Aussprüche
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Arbeit zitieren:
David Leitha, 2009, Die Partikulogie - Grundlage für eine europaweite Psychotherapie - Band 7, München, GRIN Verlag GmbH
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