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DIPLOMARBEIT
Titel der Diplomarbeit
,,Spielende Seelen"
Untersuchungen zur Schauspielkunst
in Theater und Film
Verfasserin
Caroline Wloka
Angestrebter akademischer Grad
Magistra der Philosophie (Mag. phil.)
Wien, im September 2008
Studienkennzahl lt. Studienblatt
A 317
Studienrichtung lt. Studienblatt:
Theater-, Film- und Medienwissenschaft
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Danksagung
Die vorliegende Arbeit wurde in der Zeit von Februar bis September 2008 unter Leitung
von Herrn Dr. Christian Schulte angefertigt. Ihm gilt mein besonderer Dank für die
Betreuung der vorliegenden Arbeit, seine Unterstützung und die stete Bereitschaft zu
konstruktiven Diskussionen. Auch während meines Studiums hat mich Herr Dr. Schulte
vielfältig fachlich inspiriert und motiviert sowie Einblicke in die Filmwissenschaft
vermittelt, die mir ohne seine kompetenten Darlegungen verwehrt geblieben wären.
Für die zahlreichen ausgiebigen und anregenden Diskussionen sowie die vielfältige
Unterstützung möchte ich mich besonders beim Filmschauspielworkshop 2008 und der
Filmakademie Ludwigsburg bedanken.
Mein ganz besonderer Dank gilt Frau Juliane Weininger, die mir während meines
Praktikums an der Filmakademie in Ludwigsburg mit Rat und Tat zur Seite stand.
Der Filmakademie Wien danke ich für die Möglichkeit, mir ein vierjähriges
begleitendes a.o. Studium der Filmregie und der ,,Arbeit mit dem Schauspieler"
ermöglicht zu haben. Ein gesonderter Dank geht an Ip Wischin, der mir während
meines Studiums bei wesentlichen Fragen zum Theater- und Filmschauspiel stets
selbstlos behilflich war. Ich danke auch Elsa Kremser und HannaH Turczyn ganz
besonders für ihre kompetente Hilfe.
Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei dem Institut für Theater-, Film und
Medienwissenschaft bedanken, das mir in den vergangenen vier Jahren bei meinen
unterschiedlichen Filmprojekten hilfreich zur Seite stand und mir durch ein
vielschichtiges Studienangebot eine kompetente Ausbildung im Theater- Film- und
Medienbereich ermöglichte.
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Ich danke meiner Mutter und meinem Vater für ihre Geduld, Hilfe und Unterstützung
während meiner Diplomarbeit und der gesamten Zeit meines Studiums.
Dankbar bin ich meiner Schwester Anna für ihre stetige Motivation und meiner kleinen
Schwester Viktoria für ihre Geduld beim Sortieren der X-Akten.
Ein weiterer großer Dank geht an meine Oma Irene sowie an Ernst Holz für ihren
Glauben an mich und meine Arbeit.
Meinem Opa Erwin Diekmann, der die Fertigstellung dieser Arbeit leider nicht mehr
erleben durfte, mir in meinen Gedanken jedoch stets zur Seite stand, gilt mein
nachhaltiger Dank.
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INHALTSVERZEICHNIS
Vorwort............................................................................................................................ 5
1. Einleitung
1.1 Vorbemerkungen.................................................................................................... 9
1.2 Ziele der Arbeit: Methoden und Forschungsfragen ............................................... 9
1.3 Zu den ausgewählten Schauspieltheorien ............................................................ 11
1.4 Begleitende Maßnahmen und Einschränkungen.................................................. 12
2. Die Anfänge des Schauspiels in Theater und Film
2.1 Vom Ursprung zum Heute ................................................................................... 13
2.2 Entstehungsgeschichte des Bühnenschauspiels ................................................... 15
2.3 Natürlichkeit nach den Regeln der Theaterkunst................................................. 19
2.4 Zur Emotionalität des Schauspielers.................................................................... 19
2.5 Die Entwicklung der Darstellungsstile in den Anfängen des Films .................... 20
2.6 Schauspieltheorien des Theaters im historischen Kontext................................... 23
2.7 Zum Verhältnis von Schauspieler und Publikum ................................................ 29
3. Konstantin Stanislawski und seine Visionen der Schauspielkunst
3.1 Ein ,,System" für den Schauspieler...................................................................... 31
3.2 Eine Methode für den Schauspieler ..................................................................... 37
3.3 Über seine Auffassung von Wahrheit in Bezug auf die Schauspielkunst............ 39
3.4 Das emotionale Gedächtnis.................................................................................. 40
3.5 Die Kunst des Erlebens ........................................................................................ 41
3.6 Die Bedeutung der Handlung............................................................................... 42
3.7 Das Publikum....................................................................................................... 45
3.8 Auffassungen zur Regie ....................................................................................... 46
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4. Lee Strasberg und die Entwicklungen seiner ,,Method" für den Schauspieler
4.1 Die ,,Method" .......................................................................................................48
4.2 Über die Erweiterung des emotionalen Gedächtnisses .......................................54
4.3 Die Bezüge zum Film ...........................................................................................56
4.4 Über die Probleme und Gefahren der ,,Method" für den Schauspieler ................59
5. Bertolt Brecht und die Entwicklungen seiner ,,neuen Schauspielkunst"
5.1 Über das epische Theater......................................................................................60
5.2 Zur ,,neuen Schauspielkunst" ...............................................................................62
5.3 Über den Umgang mit Emotionen bei Brechts Schauspielern .............................63
5.4 Regiearbeit............................................................................................................64
5.5 Brecht und der Film..............................................................................................65
5.6 Filmarbeit am Beispiel des Films ,,Kuhle Wampe" .............................................67
6. Vergleich der drei Theaterkünstler
6.1 Brecht gegenüber Stanislawski und Strasberg .....................................................72
6.2 Brecht und Strasberg ............................................................................................73
6.3 Brecht und Stanislawski .......................................................................................73
7. Ambivalenzen und Gemeinsamkeiten von Theater- und Filmschauspiel
7.1 Theoriebildungen zur Schauspielkunst beim Medium Film ................................76
7.2 Theaterkunst und neue Medien ............................................................................79
7.3 Reproduzierbarkeit und Aura ..............................................................................83
7.4 Der Bezug zur Rolle .............................................................................................90
7.5 Raum und Zeit ......................................................................................................91
7.6 Rhythmus und Tempo ..........................................................................................97
7.7 Spiel und Publikumswirkung ...............................................................................98
8. Gesonderte Bemerkungen zum Medium Film
8.1 Besonderheiten beim Film..................................................................................102
8.2 Die Produktion und die Schauspieler .................................................................104
8.3 Das Drehbuch ....................................................................................................105
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8.4 Die Regie............................................................................................................ 109
8.5 Die Kamera und ihre Bedeutung für den Schauspieler...................................... 111
8.6 Der Schnitt und seine Bedeutung für den Schauspieler..................................... 118
9. Schlussbemerkung .................................................................................................. 128
10. Anhang
10.1 Bibliografie ...................................................................................................... 131
10.2 Filmografie....................................................................................................... 141
10.3 Internetquellen ................................................................................................. 141
10.4 Interviews......................................................................................................... 145
10.
5 Abstract ............................................................................................................ 184
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5
Vorwort
Bevor ich in der Einleitung einen Überblick über die weiteren Ausführungen geben
werde, möchte ich an dieser Stelle die Gründe darlegen, die meine Entscheidung mich
in meiner Diplomarbeit mit dem Themenfeld ,,Theater- und Filmschauspiel" analytisch
auseinander zu setzen, maßgeblich beeinflusst haben. In meiner bisherigen Praxis als
Regisseurin und Regieassistentin beim Film und am Theater hatte ich des Öfteren mit
Theaterschauspielern zu tun, die mir ihre Absicht bekundeten, zum Film wechseln zu
wollen. In vielen Gesprächen fiel mir dabei auf, dass es trotz einiger Gemeinsamkeiten
aufgrund deutlicher Unterschiede zwischen den beiden Schauspielkünsten häufig zu
Problemen kommen kann. Hierauf genauer analytisch einzugehen, schien mir ein
lohnenswertes Anliegen zu sein. Alles was sich auf der Bühne in Raum, Größe und
Dimension umsetzen lässt, wird beim Film in gleicher Intensität komprimiert. Ansonsten
ist der Arbeitsvorgang komplett konträr.
1
Marie Bäumer
2
, eine Schauspielerin, die in
beiden Medien beheimatet ist, fasst die Problematik in einer Metaposition zusammen,
indem sie auf den längeren Vorlauf des Bühnenschauspielers bei seiner Arbeit hinweist,
der immer wieder auf ein neu zu gestaltendes Ergebnis zielt. Im Gegensatz dazu fehle
dies dem Filmschauspieler, er müsse in einem Moment das gestalten, was nachher das
Ergebnis wird.
3
Das Interview mit Marie Bäumer sowie alle weiteren im Rahmen dieser
Arbeit durchgeführten Interviews sind dem Anhang zu entnehmen. Die Schauspieler
äußern sich darin auch zu Aspekten der Probenarbeit und Improvisation. Auf diesen
Bereich wird nicht näher eingegangen, da dies den thematischen Rahmen der
vorliegenden Arbeit sprengen würde.
Dank der Zusammenarbeit mit der Filmakademie Ludwigsburg, die es mir ermöglichte,
während des von der Filmakademie durchgeführten Filmschauspielworkshops
4
im
1
Marie Bäumer aus einem Interview vom 30.04.2008. Filmakademie Ludwigsburg. Das Interview
befindet sich im Anhang.
2
Marie Bäumer ist eine deutsche Film- und Theaterschauspielerin. Sie spielte u.a. in Filmen wie
,,Männerpension" (1996), ,,Der Schuh des Manitu" (2001) und ,,Die Fälscher" (2007) mit und ist
Preisträgerin des Bayerischen Filmpreises sowie des Deutsche Filmkritikerpreises für ,,Der Alte Affe
Angst" (Beste Darstellerin)
In: IMDB Internet Movie Database : http://www.imdb.com/name/nm0126669/
Zugriff: 28.08.2007.
3
ebd.
4
Schauspielworkshop an der Filmakademie Ludwigsburg. Zeitraum: 16.04.2008-31.05.2008.
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Rahmen meiner Diplomarbeit ein Praktikum zu absolvieren, konnte im Umfeld
ausgebildeter Theaterschauspieler analysiert werden, welche Gesetzmäßigkeiten den
wesentlichen Unterschieden des Theater- und Filmschauspiel zugrunde liegen. Die hier
gewonnenen
Erkenntnisse
wurden
in
die
einzelnen
Kapitel
zu
den
Unterscheidungsmerkmalen von Theater- und Filmschauspiel eingearbeitet. Bei den
Teilnehmern des Workshops handelte es sich um sieben Schauspielerinnen und sieben
Schauspieler, die an unterschiedlichen staatlichen und privaten Schauspieluniversitäten
in Deutschland, Österreich, Schweiz und England ausgebildet worden sind. Neben
Regisseuren wie Christian Wagner
5
und Stefan Jäger
6
, sowie der Schauspielerin und
Lehrerin Marie Bäumer, partizipierte auch Cathy Haase
7
, eine bekannte ,,Method-
Actorin" und Mitglied des ,,Actors-Studio" aus New York, am Workshop als Lehrerin.
Die Konstellation des Workshops gestattete es, ausschließlich auf professionell
ausgebildete
8
Schauspieler und professionelle Lehrerinnen und Lehrer Bezug nehmen
zu können. Die Arbeit mit Laienschauspielern unterscheidet sich sehr von der Arbeit
mit professionellen Akteuren, da letztere grundsätzlich auf einer Figurenentwicklung
basiert, was bei ersterer nicht der Fall ist. Hier ließe sich ein weiteres interessantes
Themenfeld mit unterschiedlichen Vorbedingungen abbilden. Dies wird im Rahmen
dieser Arbeit jedoch nicht weiter thematisiert.
Auch die Lehrinhalte der Regisseure Wolfgang Glück
9
und Michael Haneke
10
, die mir
während meines vierjährigen a.o. Studiums an der Filmakademie Wien näher gebracht
wurden, beeinflussten meine Untersuchungen nachhaltig. Dies gilt auch für Ip
5
Christian Wagner ist ein deutscher Regisseur und Dozent an der Filmakademie Ludwigsburg. In: IMDB
Internet Movie Database URL: http://www.imdb.com/name/nm0905834/ Zugriff: 15.09.2008.
6
Stefan Jäger ist ein deutscher Regisseur und Dozent an der Filmakademie Ludwigsburg. In: IMDB
Internet Movie Database URL: http://www.imdb.com/name/nm0433471/ Zugriff: 15.09.2008.
7
Cathy Haase ist ein amerikanische Schauspielerin, Mitglied im Actors Studio und Dozentin an der
School of Visual Arts in New York. In: IMDB Internet Movie Database : URL:
http://www.imdb.com/name/nm0352039/ Zugriff: 15.09.2008.
8
Mit ausgebildeten Schauspielern sind hier Schauspieler gemeint, die mindestens drei Jahre lang an einer
staatlichen oder privaten Institution im Bereich Schauspiel ausgebildet wurden.
9
Wolfgang Glück ist ein österreichischer Regisseur und Dozent an der Filmakademie Wien. In: IMDB
Internet Movie Database URL: http://www.imdb.com/name/nm0323418/ Zugriff: 15.09.2008.
10
Michael Haneke ist ein österreichischer Regisseur und Dozent an der Filmakademie Wien. In: IMDB
Internet Movie Database URL: http://www.imdb.com/name/nm0359734/ Zugriff: 15.09.2008.
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