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Titel Wirkung von Ausdauerbelastung auf den
Organismus von übergewichtigen und
adipösen Menschen
LV:
Training in Fitnessstudios
Autor Weber Michael
Studienkennzahl A 033 625
Abgabedatum am 1. September 2008
I
Seite 3
I
INHALTSVERZEICHNIS
1.
EINLEITUNG....................................................................................................................1
2.
DEFINITION DER ADIPOSITAS......................................................................................2
2.1.
A
BGRENZUNG DER
A
DIPOSITAS VON
Ü
BERGEWICHT
............................................................................ 2
3.
PRÄVALENZ VON ÜBERGEWICHT UND ADIPOSITAS...............................................2
3.1.
M
ESSMETHODEN VON
A
DIPOSITAS
....................................................................................................... 3
3.1.1.
BMI.................................................................................................................................................. 3
3.1.2.
Der WHR (waist-to-hip-ratio)......................................................................................................... 5
3.1.3.
Broca Index .................................................................................................................................. 6
3.1.4.
Bioelektrische Impedanzanalyse ..................................................................................................... 7
4.
DEFINITION DER AUSDAUER .......................................................................................9
4.1.
A
BWANDLUNGEN DER
A
USDAUER
...................................................................................................... 10
5.
ADIPOSITAS ALS RISIKOFAKTOR .............................................................................11
5.1.
A
DIPOSITASTHERAPIE
:........................................................................................................................ 12
5.1.1.
Bewegungstherapie ....................................................................................................................... 12
5.1.2.
Ernährungstherapie ...................................................................................................................... 13
5.1.3.
Verhaltenstherapie ........................................................................................................................ 14
6.
REGELN UND ORIENTIERUNG FÜR KÖRPERLICHES TRAINING...........................14
6.1.
P
RINZIPIELLE
R
EGELN
........................................................................................................................ 14
6.2.
O
RIENTIERUNG FÜR DIE
B
EWEGUNGSPRAXIS
...................................................................................... 15
6.2.1.
Energieumsatz und körperliche Arbeit.......................................................................................... 16
6.2.1.1.
Messung des Energieumsatzes von körperlicher Arbeit ...................................................................... 16
6.2.1.2.
Fiktives Beispiel einer adipösen Person .............................................................................................. 18
6.2.1.3.
Gesundheitssport ................................................................................................................................. 18
6.3.
A
USWIRKUNGEN DES
A
USDAUERTRAININGS
...................................................................................... 19
6.3.1.
Einfluss auf das hormonelle System .............................................................................................. 20
6.4.
T
YPISCHE UND GEEIGNETE
A
USDAUERSPORTARTEN FÜR
Ü
BERGEWICHTIGE
...................................... 21
7.
TRAININGSMODALITÄTEN..........................................................................................23
7.1.
S
TUDIEN
............................................................................................................................................. 25
8.
AUSBLICK.....................................................................................................................28
9.
ZUSAMMENFASSUNG .................................................................................................30
10.
LITERATURVERZEICHNIS ...........................................................................................31
11.
PRINTMEDIEN...............................................................................................................32
12.
ELEKTRONISCHE QUELLEN.......................................................................................33
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1.
Einleitung
Übergewicht und Adipositas sind ein globales gesundheitliches Problem geworden. Die
Häufigkeit von Fettleibigkeit steigt. Die Begründung für die vorallem in Industrie- und
Schwellenländern starke Gewichtszunahme ist ohne Zweifel die Fülle des
Nahrungsangebots und der bewegungsarme Lebensstil. Die Fettsucht ist in reichen
Gesellschaften vorherrschend und gilt als chronische Krankheit, die sich mehr in unteren
sozialen Schichten verbreitet hat. In Entwicklungsländern gibt es andere Gründe für
Gesundheitsprobleme als die Folge von Übergewicht.
Körperliche Inaktivität bei gleichzeitigem Kalorienüberschuss führt längerfristig zu
gesundheitsschädigenden Begleitkrankheiten. Die Kosten zur Behandlung sind in weiterer
Folge sehr erheblich für das Gesundheitssystem und zwingen zu Präventions- und
Therapiemaßnahmen. (Kubes, 2006, S.2)
Durch Adipositas erwachsen den Betroffenen mitunter auch psychosoziale Probleme. Die
körperliche Inaktivität ist ein sehr wesentlicher Faktor für die Entstehung von Übergewicht.
In der Evolutionsgeschichte des Menschen waren Fettdepots ein Vorteil Notzeiten zu
überdauern. In der heutigen Zeit kann jedoch nicht mehr von positiven Eigenschaften
gesprochen werden, möglichst viele Nahrungsmittel mit hoher Energiedichte einzunehmen.
(Ellrott und Pudel, 1998, S.10) Vielmehr werden klare Nachteile gegenüber
Normalgewichtigen immer deutlicher entschlüsselt.
Eine US-Studie aus dem Fachjournal Obesity veröffentlicht, dass sofern der Trend der
letzten 30 Jahre anhält, theoretisch jeder US-Bürger in 40 Jahren übergewichtig oder
fettleibig sein wird. Diese alarmierende Prognose für die Zukunft muss als Weckruf genutzt
werden, um mit beispielsweise vermehrter körperlicher Betätigung dieser Entwicklung
entgegenzuwirken. ,,Wir funktionieren nach wie vor wie unsere Vorfahren in der Savanne
Afrikas, die fünf bis sieben Stunden pro Tag vor allem nach pflanzlicher Nahrung suchten
und womöglich nur einmal pro Monat Wild erfolgreich erlegen konnten." (Kurier, Samstag 9.
August 2008) In Österreich wurden ebenfalls erschreckende Ergebnisse einer
oberösterreichischen Studie bekannt. 40 % der Befragten meinten, null Minuten pro Tag für
körperliche Aktivität aufzubringen. ,,Auf den Beinen" waren sie hingegen nur 40 Minuten pro
Tag. (Kurier)
Ziel dieser Arbeit soll es sein, die Auswirkungen von Ausdauerbelastungen auf
übergewichtige und adipöse Menschen darzustellen.
Welchen gesundheitlichen Beitrag kann ein Ausdauertraining für die Betroffenen leisten?
Welche gesundheitsfördernden Aktivitäten werden dafür genannt?
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2.
Definition der Adipositas
,,Die Fettsucht (Fettleibigkeit, Adipositas, Obesitas) ist eine abnorme Ansammlung von
Körperfett mit entsprechend vermehrter Körpermasse infolge konstitutioneller Disposition,
endokriner und Zwischenhirn- Erkrankungen oder durch zu reichliche Nahrungsaufnahme
(z.T. aus psychisch begründeter Appetitsteigerung)" (Brockhaus, 1997, S. 326)
Diese Definition zeigt, dass Adipositas meist genetisch und umweltbedingt entsteht.
Die Ursachen von Adipositas sind vielschichtig. Aus genetischer Sicht könnte Adipositas
durchaus eine erbliche Komponente besitzen. Aus sozialer Betrachtung ist die Erlangung
von Adipositas mit bestimmten Essgewohnheiten und Lebensstilen erklärbar. (Kubes, 2006,
S.2)
,,Die Adipositas ist durch einen erhöhten Körperfettanteil an der Gesamtkörpermasse
definiert". (Kubes, 2006, S.6)
2.1.
Abgrenzung der Adipositas von Übergewicht
Viele Begriffe wie Adipositas, Fettsucht, Übergewicht oder Fettleibigkeit werden im
Sprachgebrauch sowie in der Literatur synonym verwendet, da sie alle ein erhöhtes
Körpergewicht beschreiben.
Für Übergewicht kann auch ein großer Anteil an Muskelmasse ausschlaggebend sein, wie
es etwa bei Bodybuildern der Fall ist. Ein Bodybuilder hat eine erhöhte Körpermasse, jedoch
meist nicht viel Körperfett.
Der Begriff Adipositas beschreibt somit immer eine erhöhte Fettmasse. Personen mit
Adipositas haben meist Übergewicht, Übergewichtige müssen aber nicht adipös sein.
(Kubes, 2006, S.6)
3.
Prävalenz von Übergewicht und Adipositas
Eine Gesundheitsbefragung der Statistik Austria im Jahre 2006/07 macht deutlich, dass
Übergewicht in Österreich ein ernst zu nehmendes Thema für Politik und Gesellschaft ist.
Alarmierende Ergebnisse wurden dabei geliefert:
Es wurde gezeigt, dass 56% der Männer und 45% der Frauen in Österreich einen BMI ab 25
und mehr haben. An dieser Stelle muss noch darauf hingewiesen werden, dass bei dieser
Statistik nur Personen ab dem 15.Lebensjahr herangezogen wurden. Das heißt also, dass
übergewichtige und/oder adipöse Kinder und Jugendliche in diesen Zahlen noch gar nicht
aufscheinen. 43% der Männer sind übergewichtig, 12% adipös. Bei den Frauen ist der Anteil
der Adipösen sogar bei 13% noch höher, hingegen sind nur 29% übergewichtig.
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In Österreich ist Übergewicht und Fettleibigkeit bei Männern generell häufiger festzustellen
als bei Frauen. Die Verteilung übergewichtiger und adipöser Leute ist zwischen Männern und
Frauen bis zum 60.Lebensjahr etwa gleich häufig, bei den über 60 Jährigen ist der Anteil
adipöser Frauen größer. Die Statistik zeigt, dass mit steigendem Alter auch das Übergewicht
zunimmt, sowohl bei Frauen als auch bei Männern, jedoch ab dem 75. Lebensjahr das
Körpergewicht wieder abnimmt.
Die Akzeptanz übergewichtig oder adipös zu sein scheint Männern wesentlich leichter zu
fallen. Frauen behaupten öfter nicht zufrieden zu sein mit dem Aussehen und ihrer Figur als
Männer.
Vergleicht man die Zahlen der aktuellen Statistik mit den Ergebnissen aus dem Jahre 1999,
so lässt sich ein genereller Anstieg adipöser Menschen erkennen, sowohl unter Frauen als
auch unter Männern. Diese Entwicklung betrifft alle Altersgruppen, wobei die über 45
Jährigen den meisten Zuwachs verzeichnen. Dieser Negativtrend ist besonders stark bei
SeniorInnen ab dem Alter von 75 Jahren zu sehen. (www.1)
3.1.
Messmethoden von Adipositas
3.1.1.
BMI
Der Körpermassenindex (Body - Mass - Index) gilt als gebräuchlichste Messung von
Übergewicht und Adipositas, ist eine indirekte Messmethode und errechnet sich aus
Körpergewicht in Kilogramm, dividiert durch Körpergröße im Meter zum Quadrat (kg/m²).
(www.2)
Die WHO stellte im Jahre 2000 eine allgemeingültige Klassifikation des Übergewichts für
Erwachsene nach dem BMI auf.
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Tabelle 1:
The International Classification of adult underweight, overweight and obesity according to BMI
Classification
BMI (kg/m²)
Principal cut-off
points
Additional cut-off
points
Underweight [...]
[...]
[...]
[...]
Normal range
18.50 - 24.99
[...]
Overweight
25.00
[...]
[...]
Pre-obese
25.00 - 29.99
[...]
Obese
30.00
[...]
[...]
Obese class I 30.00 34.99
[...]
[...]
Obese class II 35.00 - 39.99
[...]
Obese class III 40.00 [...]
Quelle: www: 3
Als normalgewichtig gilt der Bereich zwischen 18,5 bis 24,99 kg/m².Werte unter 18,5kg/m²
gelten als untergewichtig. Ab einem Wert von 25 kg/m² spricht die WHO von Übergewicht,
das in folgende Unterklassen unterteilt wird. Eine Vorstufe von Fettleibigkeit (Präadipositas)
ergeben die Werte 25 bis 29,99 kg/m². Ab 30 kg/m² definiert die WHO Fettleibigkeit, wobei
drei Stufen klassifiziert werden. Eine Adipositas ersten Grades entspricht einem Wert von 30
bis 34.99 kg/m². Eine Adipositas zweiten Grades entspricht einem Wert von 35 bis 39.99
kg/m². Die schwerste Form (Adipositas dritten Grades) wird ab einem Wert von 40
kg/m²beschrieben. Bei Grenzwerten oder zur exakten Messung sollten ebenfalls das
Geschlecht, das Alter und die körperliche Konstitution weiterhelfen.
Zur Veranschaulichung folgt eine Berechnung des BMI bei einer Person (Mann oder Frau)
mit einer Körpergröße von 172cm und 90 kg Körpergewicht:
BMI = 90 / 1,72² 30,4
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Bei dem hier vorliegenden Ergebnis von 30,4 spricht man von Fettleibigkeit.
In der Literatur finden sich unterschiedliche Interpretationen bezüglich der Auswertung von
Übergewicht, weshalb der Vergleich von Studien schwer fallen kann.
Der BMI lässt sich auch nach dem Alter beurteilen. Eine altersabhängige Definition eines
wünschenswerten BMI lautet:
Tabelle 2: National Research Council ( der USA): Diet and Health. Implications for Reducing Chronic
Disease Risk. National Academy Press, Washington D.C. (1989)
Altersgruppe Wünschenswerter
BMI
19 24
25 34
35 44
45 54
55 64
19-24
20-24
21-26
22-27
23-28
24-29
Quelle: www.4
Die Verteilung des Körperfetts wird bei dieser Gewichts- und Längenrechnung nicht
beachtet, weshalb der BMI oft mit einer Messung des Taillen und Hüftumfangs kombiniert
wird.
Der Nutzen von Bewegung ist mit zunehmendem Übergewicht, vor allem für stark adipöse
Leute, nur von geringer Bedeutung. Hier hätte eine Ernährungsumstellung oberste Priorität.
(Antes, 1997, S.91) Die positiven Wirkungen von Bewegung in Kombination einer Diät
erhöhen jedoch die Chance das Übergewicht zu reduzieren.
3.1.2.
Der WHR (waist-to-hip-ratio)
Der WHR misst das Verhältnis zwischen Taille und Hüfte. Messparameter sind der Umfang
der Hüfte in Höhe des trochanter major (oberer Rollhügel) und der Umfang der Taille
zwischen Rippenbogen und Beckenkamm. Die Berechnung lautet:
WHR = Taillenumfang / Hüftumfang
Der WHR zeigt eine abdominale oder gynoide Art der Fettverteilung an. (Kubes, 2006,S.13)
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