Akademie für den radiologisch-technischen Dienst Landeskrankenanstalten Salzburg Müllner Hauptstraße 48 5020 Salzburg
Die radiologische Hilfe bei der Diagnostik und Behandlung von
MORBUS BECHTEREW
Die Leiden des Ernst Hofer
Betreuer: Erstleser: Lehrassistentin Dipl. RTA Margit Schlemitz
Zweitleser: Dipl. RTA Angelika Quiroz
April, 1999
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG:
„Ich erkläre, daß ich die vorliegende Diplomarbeit selbst verfaßt habe, und daß ich dazu keine anderen als die angeführten Behelfe verwendet habe. Außerdem habe ich die Reinschrift der Diplomarbeit einer Korrektur unterzogen und ein Belegexemplar verwahrt.“
DATUM: ________________________________
UNTERSCHRIFT: _________________________________
VORWORT
Morbus Bechterew ist eine schwere entzündliche Erkrankung aus dem rheumatischen Themenkreis. Sie kann einen betroffenen Patienten zeit seines Lebens zu einem Leidenden machen. Diese Krankheit ist bis heute nicht heilbar, und gerade deswegen ist eine gesicherte Diagnose von großer Bedeutung.
Die Röntgendiagnostik ist für eine fundierte Diagnose unentbehrlich. Nur sie vermag die Vermutung, an Morbus Bechterew erkrankt zu sein, zu bestätigen. Leider ist dies erst möglich, wenn bereits Veränderungen am Skelett, speziell an der Wirbelsäule, aufgetreten sind. Ich werde deshalb die Röntgendiagnostik sehr ausführlich beschreiben. Die Laborwerte bekommen erst durch die Radiologie den entsprechenden Stellenwert. Die Strahlentherapie hat zwar bei weitem nicht die Bedeutung der Röntgendiagnostik, sie wird heute nur mehr selten angewandt. Trotzdem erscheint sie mir erwähnenswert, galt sie doch lange Zeit als eine mögliche Therapieform, bis sie durch andere therapeutische Maßnahmen abgelöst wurde.
Ich möchte anhand eines fiktiven Fallbeispieles durch meine Arbeit führen. Es erfolgt eine Beschreibung der ersten Anzeichen, der Weg der Diagnostik bis hin zu derzeitigen Therapiemöglichkeiten.
An dieser Stelle möchte ich mich aber auch gleich bei all jenen bedanken, die mir beim Gelingen dieser Arbeit behilflich waren. Besonders meine Erstleserin Lehrassistentin Dipl.
RTA Margit Schlemitz und Zweitleserin Dipl. RTA Angelika Quiroz standen mir mit Rat und
Tat zur Seite.
Besonderer Dank gebührt auch Herrn Professor Dr. Schmoller, Frau Oberarzt Dr. Forstner, Frau Oberarzt Dr. Brandis und Herrn Oberarzt Dr. Kranzinger, die mich tatkräftigst mit Literatur und Bildmaterial versorgten.
Außerdem haben mich Martina Friedl und Birgit Fankhauser, Mitstudierende an der radiologisch – technischen Akademie in Salzburg, bei der Beseitigung von Rechtschreib- und Grammatikfehlern unterstützt.
Inhaltsverzeichnis
Seite
Titel 1
Untertitel 2
Eidesstattliche Erklärung 3
Vorwort 4
Inhaltsverzeichnis 5
Hauptteil
1. Der Alltag des Herrn Hofer 7
2. Herr Hofer geht zum Arzt 7
3. Was ist Morbus Bechterew 8
3.1. Kurze Geschichte und Entdeckung 8
3.2. Symptome 11
4. Anatomie 13
5. Diagnose von Morbus Bechterew 15
5.1. Labortests 15
5.1.1. Die Bedeutung des Faktors HLA-B27 16
5.2. Röntgenuntersuchung 18
5.2.1. Aufnahme des Iliosakralgelenks 18
5.2.2. Aufnahme der Lendenwirbelsäule 19
5.2.3. Aufnahme der Brustwirbelsäule 21
5.2.4. Aufnahme der Halswirbelsäule 21
5.2.5. Zusatzaufnahmen 22
5.3. CT Untersuchung 24
5.4. MR Untersuchung der Wirbelsäule 25
6. Ursachen der Erkrankung 26
6.1. Vererbung 26
Seite 5
6.2. Morbus Reiter und andere Spondylarthropathien 26
7. Verlauf der Krankheit 28
7.1. Vollbild der Erkrankung 28
7.2. Verlaufsformen 30
7.3. Befall anderer Organe 31
7.3.1. Das Auge 31
7.3.2. Die Aorta und das Herz 31
7.3.3. Die Lunge 32
7.3.4. Die Nieren 32
7.3.5. Die Nerven und das Rückenmark 32
8. Therapie 33
8.1. Medikamentöse Therapie 33
8.2. Strahlentherapie 34
8.3. Passive physikalische Therapie 34
8.4. Orthopädisch chirurgische Behandlung 35
8.5. Bewegungstherapie 36
9. Schlußteil 38
9.1. Zusammenfassung 38
9.1.1. Betonung der Wichtigkeit des Röntgen bei der Diagnose des Morbus Bechterew 38
9.1.2. Bedeutung der Strahlentherapie bei der Behandlung des Morbus Bechterew 38
10. Quellenverzeichnis und Bildnachweis 40
Seite 6
1. Der Alltag des Herrn Hofer
Mitten in der Nacht erwacht Ernst Hofer von Schmerzen gepeinigt in seinem Bett. Stechende Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und dem Kreuzbein haben ihn aufgeweckt. Er wälzt sich hin und her, aber es wird auch dadurch nicht besser. So steht er auf, geht im Zimmer ein paarmal auf und ab und legt sich anschließend wieder nieder. Es dauert jedoch noch einige Zeit, bis er eine Lage findet, die es ihm wieder ermöglicht, weiterzuschlafen. Am Morgen sind die Schmerzen noch nicht verschwunden, im Gegenteil, der ganze Rücken ist steif. Erst eine heiße Dusche bringt etwas Abhilfe. Unausgeschlafen geht Herr Hofer zur Arbeit.
Allmählich macht sich Herr Hofer Sorgen, denn diese Schmerzen überfallen ihn schon seit längerer Zeit, dabei ist er doch erst 23 Jahre alt. Mal sind die Schmerzen stärker, mal sind sie schwächer, und am ärgsten in der Nacht. Oft werden sie dann besser, wenn sich Ernst Hofer bewegt, im Zimmer auf und ab geht. So kann es aber nicht weitergehen.
2. Herr Hofer geht zum Arzt
Nun geht Ernst Hofer zum Hausarzt. Dieser untersucht ihn gründlich und entschließt sich auch für eine Blutabnahme. Alle Werte sind normal - keinerlei Anzeichen für eine Erkrankung. Darauf hin schickt der gut informierte Hausarzt Herrn Hofer zu einem Spezialisten, einem Rheumatologen. Dieser führt an Ernst Hofer noch weitere Untersuchungen durch. Vor a llem die Röntgenaufnahmen erhärten den Verdacht des Rheumatologen, daß Herr Hofer an Morbus Bechterew leidet.
Seite 7
3. Was ist Morbus Bechterew
3.1. Kurze Geschichte und Entdeckung
Morbus Bechterew oder auch Spondylitis ankylosans ist eine Erkrankung des rheumatischen Formenkreises, eine chronische rheumatische Entzündung. Befallen sind meist die Wirbelsäule und die Iliosakralgelenke, aber auch die Ansatzstellen der Sehnen, Gelenke an Armen und Beinen sowie innere Organe wie das Herz.
Die Geschichte der Krankheit ist vermutlich so alt wie die Menschheit. Das älteste Skelett, das die typischen Merkmale des Morbus Bechterew aufweist, wurde in der Normandie gefunden und stammt aus der Jungsteinzeit, es ist also bereits über 5500 Jahre alt.
Auch an Mumien aus dem alten Ägypten läßt sich Morbus Bechterew nachweisen. Nefermantes (2800 v. Chr.) und auch Pharao Ramses II. (1290 – 1224 v. Chr.) sollen an dieser Krankheit gelitten haben.
Seite 8
Arbeit zitieren:
Thomas Deisenhammer, 1999, Die radiologische Hilfe bei der Diagnostik und Behandlung von MORBUS BECHTEREW, München, GRIN Verlag GmbH
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