Johann Ludwig Werder
(17. Mai 1808 bis 4. August 1885)
Erinnerungen an anlässlich seines 125. Todestages
Beitrag zur Technikgeschichte (17)
Dr.-Ing. Wolfgang Piersig
Berg- und Adam-Ries-Stadt Annaberg-Buchholz
Geburtsstadt von Emil Heyn Begründer der Metallographie und Metallkunde
Mai 2010
Johann Ludwig Werder
(17. Mai 1808, Narva bei St. Petersburg; 4. August 1885, Nürnberg)
[6].
[6] Amstutz, E.: 100 Jahre Werdersche Universal-Festikeitsprüfmaschine der EMPA. Schweizer Archiv
32(1966), S. 377/379.
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Inhaltsverzeichnis.
Seite
Einleitung.
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Erinnerungen an Johann Ludwig Werder anlässlich seines 125. Todestages
(17. Mai 1808 bis 4. August 1885)
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· Bild: Die Werdersche Universal-Festigkeitsprüfmaschine in der EMPA in Dübendorf
(Schweiz).
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· Lieferverzeichnis der Werderschen Universalprüfmaschinen.
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· Titelblatt zum Buch ,,Maschine zum Prüfen der Festigkeit der Materialien und
Instrumente zum Messen der Gestalts-Veränderung der Probekörper."
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· Inhalt des Buches ,,Maschine zum Prüfen der Festigkeit der Materialien und
Instrumente zum Messen der Gestalts-Veränderung der Probekörper."
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Schematischer Aufbau der Werder-Maschine.
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Auszug aus dem ,,Beitrag zur Kenntnis des bayerischen Eisens" von v. Pauli.
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Hebelwaage 1 : 500 und Kontrollwaage 1 : 10 der Werder-Maschine.
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Übersichtszeichnung der Werder-Maschine.
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Das Werdersche Tangentiallager der Großhesseloher Brücke.
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Die Maximilians Getreidehalle München.
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Der
Glaspalast
zu
München.
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Das
Werder-Gewehr
M.1869.
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Literatur.
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Vita
des
Autors.
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Veröffentlichungen
des
Autors.
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Abstract.
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Einleitung.
Anlass für das vorliegende Buch ist zum einen der 125. Todestag von Julius Ludwig Werder,
der ein Maschinenbaupraktiker war, den seltene Zielstrebigkeit, technische Genialität, riesige
Arbeitskraft eiserner Fleiß, stete Pflichttreue, reiche Erfahrung, hervorragendes
Organisationstalent auszeichneten, wodurch er bezüglich Größe, Bekanntheit, Qualität,
Wirtschaftlichkeit, Ansehen, für die 1841 gegründete Eisengießerei Klett & Comp. Nürnberg,
ein Vorgänger der MAN, beste Resultate erzielte.
Zum anderen ist aber auch Anstoß für dies Werk die vor rund 160 Jahren von J. L. Werder,
der am 17. Mai 1808 in Narva bei St. Petersburg geboren und am 4. August 1885 in Nürnberg
aus seinem schaffensreichen wie auch arrivierten Leben abberufen wurde, konstruierte,
vollbrachte und genutzte erste deutsche Universalprüfungsmaschine, die bekannte ,,Werder-
Maschine", eine 100-Mp-Universalprüfmaschine für Zug-, Druck-, Biege-, Torsion-, Schub-,
Abscher- und Zerknickversuche in liegender Bauart, mit hydraulischer Krafterzeugung und
Kraftmessung durch Hebelwaage.
Ein dritter Beweggrund zu dieser Publikation entsprang aus der Tatsache, daß Werder (nach
bisherigem Kenntnisstand) nie etwas veröffentlicht hat.
Mit dem Abriss zum Leben von Johann Ludwig Werder und der Vorstellung seiner
wichtigsten Erfolge, sollen einerseits diese gewürdigt wie auch andererseits der Nachwelt,
insbesondere den Theoretikern und Praktikern, Lehrenden, Lernenden und Studierenden,
Fachleuten, Laien und Interessierten des Maschinen- und Werkzeugmaschinenbaus, aber auch
den Material- wie auch Technikwissenschaftlern erhalten bleiben.
Außerdem wird mit dem Werk die Absicht bezweckt, sowohl auf Werders Innovationskraft,
insbesondere aus der Schaffensperiode von 1845 bis 1885, auf den Gebieten Maschinen-,
Werkzeugmaschinen-, Eisenbahn-, Brücken-, Hallen-, Waffen-, Fabrikbau aufmerksam zu
machen wie auch nachhaltig anzusprechen, daß Johann Ludwig Werder nicht nur einer der
ersten großen Konstrukteure war, sondern, daß er auch zu den größten Fabrikorganisatoren
des 19. Jahrhunderts, dessen Leben nur Arbeit war, gehörte. Und daß Ludwig Werder nicht
nur mit seinem Geist, Lineal, Zirkel, Stift, sondern auch mit seinen Händen am Schraubstock
mit Feile, Hammer, Meißel, Zange an der Maschine arbeitete, dies oftmals auch nachts allein.
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Erinnerungen an Johann Ludwig Werder anlässlich seines 125. Todestages
(17. Mai 1808 bis 4. August 1885)
[1] bis [22].
Johann Ludwig Werder, über den hier zu berichten ist, war ein Maschinenbaupraktiker,
gekennzeichnet durch seltene Zielstrebigkeit, emsiges Bemühen, technische Genialität,
großartiges Organisationstalent, riesige Arbeitskraft und Ausdauer, stete Pflichttreue, eiserner
Fleiß, reiche Erfahrung, hervorragende Führungs-, Leitungs- und Fortbildungsbegabung, alles
Attribute mit denen er hervorragende Resultate bezüglich der Größe und Bekanntheit, dem
Ansehen und Ruhm, der Qualität und Wirtschaftlichkeit für die Fabrik Cramer-Klett erzielte.
Es ist die Zeit der neuen Technik, Werkstoffe, Bildung und ihrer Anwendung speziell im
Eisenbahn-, Schiffs-, Maschinen-, Brückenbau-, Hallen-, Geschütz- und Waffenbau, speziell
wo Eisen- und Stahl in den Konstruktionen eine sehr bedeutende Rolle spielte und das
zunehmend, je wohlfeiler dasselbe zu haben war. Beredtes Zeugnis für die neuen Kräfte war
zum einen Nürnberg mit seiner ersten in Deutschland gebauten und ab dem 7. Dezember 1835
in Betrieb genommenen Dampfeisenbahn zur Personenbeförderung, womit mit einer Sech-
Minuten-Fahrt von Nürnberg nach Führt ein neues Zeitalter der Verkehrstechnik begann und
zum anderen Nürnbergs sich vom handwerklichen zum industriellen entwickelnder, bald
weltweit geschätzter Werkzeug- sowie Maschinenbau und die damit verbundenen national
wie auch international geschätzten Firmengründungen der Metallbe- und -verarbeitung.
Geboren wurde Johann (Leonhard) Ludwig Werder am 17. Mai 1808 zu Narva bei St.
Petersburg als achtes von insgesamt elf Kindern. Daß er in Russland zur Welt kam, resultiert
daraus, da sein Vater, Hans Heinrich Werder, ein biederer Schweizer Käser aus Küßnacht am
Rigi ins Zarenland auswanderte, um da im großen Maßstab Landwirtschaft zu betreiben.
Seine Eltern verlor Werder als er noch nicht neun Jahre alt war. So nahm sich sein Onkel, ein
ausgewiesener Schlossermeister, in Küßnacht a. R. ihn als Waisen seiner an, der ihn da die
Schule besuchen ließ und von 1823 bis 1827 zu einem tüchtigen Schlosser erzog. Mit dem
Gesellenbrief in der Tasche ging er als freier Handwerksbursche auf die Walz und arbeitete ab
1827 in Basel, später in Salzburg, schließlich in München (1831-1845).
In der Bayernresidenz bekam er als 23-jähriger auch beim hervorragenden Mechaniker und
Turmuhrenmacher Johann Mannhardt (1798-1878) eine ihn fachlich sowie geistig anregende,
prägende Anstellung. Bei ihm, einem Mitbegründer des deutschen Werkzeugmaschinenbaues,
wurde Werder bereits in die Schaffung gewichtiger Konstruktionen und ziemlich verwickelte
Tragwerke involviert sowie auch auf Massenfertigung und Austauschbau orientiert.
Da er bei Mannhardt, der sich in seiner Anfang der vierziger Jahre gegründeten Münchner
Werkzeug- und Maschinenfabrik mit der Konstruktion und dem Bau von Maschinen für die
Flachs- und Hanfspinnerei, Topfpressen, Hammerwerke, Münzprägepressen, Webstühlen,
Gusseisendachelementen beschäftigte, hatte er in ihm den wohl idealsten Lehrmeister im
Konstruieren, Fertigen und Vermitteln von Fachwissen und praktischem Tun.
Eine zeitlang war Werder auch in der mechanischen Werkstätte der Spinnerei Troßbach &
Mannhardt in Gmunden a. S. tätig, wo er auch mit an dem Dachstuhl arbeitete, der für die von
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Ludwig I. (1786-1868, König von Bayern 1825-1848) erbaute Walhalla (geschaffen 1830 bis
1842 von einem der bedeutendsten deutschen klassizistischen Architekten Franz Karl Leopold
von Klenze (1784-1864), bestimmt war. Zu dieser Zeit lernte Werder ferner den Vorstand der
Münchner Orthopädieanstalt vom Kunstmaler und Akademieprofessor Joseph Schlotthauer
(1789-1869), der sich maschinen-therapeutischen Apparaten widmete, kennen. Um seine
Ideen konstruktiv umsetzen zu können, beschäftigte sich Werder eingehend mit der Anatomie.
Nebenher erfand er eine Maschine zur Drahtstiftherstellung und betrieb nebenbei eine eigene
Fabrikation, die später eine Abteilung der Klettschen Fabrik bildete und 1873 ein selbständige
Unternehmen, die Drahtstiftenfabrik Klett & Co., wurde. Als Schlotthauers diese Anstalt 1843
schloss, ging er zu Mannhart zurück und folgend, 1845 bis 1885, hatte Werder in der
Frankenmetropole seine imposantesten Erfolge.
Am Anfang stand Ende 1844 das Angebot des Bayerischen Staates ab dem 01. Januar 1845 in
der Kgl. Eisenbahnwagen-Bauwerkstätte Nürnberg den Staatsdienst aufzunehmen, das er
annahm. Alsbald wurde Werder (wohl im Herbst 1846) Maschinenbaumeister und Vorstand
dieser Waggonbauanstalt. In dieser Stellung hatte er auch mit der Eisengießerei Klett &
Comp. Nürnberg (u. a. geführt als Eisengießerei und Maschinenfabrik Klett & Comp.)
persönliche wie auch geschäftliche Beziehungen, woraus der Antrag an ihn entsprang,
technischer Leiter in dieser Fabrik zu werden.
Dies 1841 gegründete Unternehmen für Eisenbahnbedarf war eines der beiden Vorgänger der
MAN, das zunächst Dampfmaschinen, ab 1884 Gussteile für den staatlichen bayrischen
Waggonbau und im Konzern bis 1990 Schienenfahrzeuge fertigte. Ludwig Werders Wechsel
zu Theodor Cramer-Klett (1817-1884) nach Nürnberg, der Heimatstadt des Malers Albrecht
Dürer (1471 bis 1528) und von Peter Hehnlein (1479/80 bis 1542), dem Erfinder der
Taschenuhr, der ab 15. Juli 1848 Alleininhaber der Maschinenbaufabrik Nürnberg war,
erfolgte zum 1. November des Jahres 1848. Damit war ein ausgezeichneter Fachmann für die
Entwicklung zur Maschinenbau A.-G. (1847 bis 1873) gefunden. Und mit seinem Weggang
aus der Bayerischen Königlichen Wagenbauanstalt zu der Firma Klett & Co., wurde diese
1844 begründete Anstalt vom bayerischen Staat aufgehoben.
Dank J. L. Werders mitgebrachten Know-how konnte die Klettsche Fabrik einen eigenen
Waggonbau aufnehmen. Werder tat dies mit einfachsten maschinellen Hilfsmitteln, wie einer
Gatter- und Kreissäge ab 1850. Und mit solch einfachen Anfängen begann die Geschichte des
MAN-Fahrzeugbaus. Also, er erkannte sofort, eine erfolgreiche Materialbearbeitung läßt sich
nur mit speziellen Werkzeugmaschinen bewerkstelligen. Da es diese nicht gab, konstruierte
und baute Werder sie selbst, womit er seine beabsichtigte Massenproduktion sichern konnte.
Welchen Erfolg er damit verzeichnen konnte, spiegelt sich in den Ergebnissen für den
Wagenbau und der Arbeitskräfteentwicklung wieder.
Begonnen hat dieser am 28. Februar 1851 mit dem ersten zweiachsigen gedeckten
Eisenbahnwagen vom ersten 150 Güterwaggons umfassenden Auftrag der Bayerischen
Staatsbahn aus dem Jahr 1850. Bereits im Jahr 1851 folgte von demselben Besteller ein
Folgeauftrag von 200 Wagen gleicher Konstruktion. Erste Personenwagen kamen schon 1852
hinzu. Für die österreichische Staatsbahn wurde ab 1855 auch ein Auftrag von 830
Güterwagen und 1856 ging von ihr ebenso einen Großauftrag für Personenwagen ein für die
nun fabrikmäßige Fertigung. Um diese ausführen zu können, ward Werder die Aufgabe
gestellt, sich dafür maschinell einzurichten. So konstruierte und baute er Spezialmaschinen
sowohl für die Holz- wie auch Metallbearbeitung, desgleichen Pressen für Zuglaschen sowie
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Maschinen für die Massenfabrikation von Nieten, Schrauben und Muttern. Letztendlich stieg
dadurch die Arbeiterschaft von 100 (1847) über 300 (1850), 1.300 (1855), 2224 (1857), 2.500
(1867/68), 2.768 (1870/71) auf 3.612 (1872/73).
Es ist schon bezeichnend, daß Mitte des 19. Jahrhunderts in der Maschinenbaufabrik
Nürnberg der Eisenbahnwagenbau mit unverkennbar geringen Kosten, also erstaunlich
wirtschaftlich, mittels Werders durchorganisierter Massenfertigung betrieben werden konnte.
So kosteten Güterwagen der ersten Generation mit Radsätzen 2.654 Mark bzw. ohne 1.854
Mark. Für dreiachsige Personenwagen der I. und II. Klasse waren 6.471 Mark ohne und 7.671
Mark mit Radsätzen, für die der II. Klasse 5.607 und die der III. Klasse 3.600 Mark
aufzubringen.
1872 erzielte diese innovativ geprägte Abteilung der Kletts Fabrik bereits einen Umsatz von
zwölf Millionen Mark, ursächlich trugen dazu die Fertigung von 4.032 Wagen (3.544 Last-
und 488 Personenwagen) bei. Aufgrund der von Werder geschaffenen Produkttrilogie hohe
Qualität, günstiger Preis, kurze Lieferzeiten gingen von den in den fünf Jahren von 1870 bis
1874 gefertigten 12.594 Wagen allein 47,4 % außerhalb Deutschlands (vornehmlich Schweiz,
Türkei, Rußland, Italien); 25,6 % in die anderen deutschen Länder; 19,7 % nach Bayern und
nur 7, 3 % nach Preußen. Nicht unbedeutend war auch die Fertigung von Ausrüstungen für
das Militär, z. B. von Munitionswagen (ab 1859) und Lafetten (ab 1866) für die bayerische
Armee sowie nach dem 1866 verlorenen (preußisch-deutschen) Krieg Militärgepäckwagen für
die preußische Seite; übrigens für sie lieferte die Klettsche Maschinenfabrik auch 20.000
Sechpfündergranaten.
Interessant ist, daß Werder sich auch mit dem Dampfmaschinenbau und insbesondere seiner
Steuerung beschäftigte. Eine solche, sehr beachtete schuf er 1860 für eine einzylindrige
100pferdige Fördermaschine für den Maxschacht in Stockheim mit vier Glockenventilen zur
Dampfverteilung; ebenso hat er kleinere Maschinen von 0,5 bis 20 PS nicht nur für die
Massenfabrikation vollständig durchgebildet, sondern diese auch auf Vorrat gebaut, um mit
ungemein kurzen Lieferfristen am Markt präsent und mitbestimmend zu sein. Neben
Dampfmaschinen und Patent-Locomobilen, baute Werder auch ganze Fabrikeinrichtungen,
zum Beispiel solche für Säge- und Mahlmühlen, wo es galt, die alten hölzernen Triebwerke
durch eiserne zu ersetzen und diese gleichfalls zu modernisieren.
Genauso entstanden unter seiner Federführung Transmissions- und Krananlagen, Aufzüge,
Wasserräder und werke, Turbinen, Brauhäuser, patentierte Getreidereinigungs- und
Getreideputzmaschinen sowie Zement-, Gips-, Kunst- und Dampfmühlen. Von den zwei
letzteren Arten führte er allein elf größere wie auch 46 Pumpwerke für Wasser- und
Dampfbetrieb allein im Zeitraum von 1863 bis 1876 aus. Im genannten Jahr entstand durch
ihn auch eine viel Aufsehen erregende, auch für die Massenfertigung geeignete, kalorische
Maschine. Dazu sicherte Werder mit Konstruktionen für den Eisenbahnbedarf, wie
Wasserstationen, Drehscheiben, Schiebebühnen, Hebekränen, Beschäftigung für die Zweige
Maschinenbau und Eisengießerei.
Auch im Kesselbau hat Werder Beachtliches geschaffen, so konstruierte er einen
Wasserrohrkessel für die unter dem Namen bekannt gewordene ,,Werder-Lokomobile". Zu
seinen enormen Leistungen zählen auch die aus dem Feuerungsanlagenbau, wo er eine der
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