FoPro : "Wie erleben Pflegefachkräfte auf einer Intensivstation Patienten mit COPD beim Weaning" von
Dirk Franke und Gerhard Schwarzmann
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1. Einleitung: 3
2. FoPro-Studie 4
2.1 Ziele der Studie. 5
3. Definitionen von COPD. 5
3.1 Epidemiologie und sozioökonomische Bedeutung der COPD 7
3.2 Ursachen der COPD. 8
3.3 Perspektiven für die COPD 8
3.4 Nadelöhr Intensivstation - Die Rolle der Intensivpflege 9
4. Stand der Literatur. 9
4.1 Betrachtungen der COPD-Patienten 11
4.1.1 Determinanten der notwendigen Atemarbeit. 11
4.1.2 Zeitpunkt der Entwöhnung 12
4.1.3 Kriterien für ein erfolgreiches Weaning. 13
4.2 Betrachtungen des Pflegepersonals 14
4.2.1 Stress am Arbeitsplatz der Intensivpflegekraft. 15
4.2.2 Stressreaktion. 16
4.2.3 Kurzfristige Stressreaktionen 16
4.2.3.1 Psychisches Befinden - Reaktionen des Denkens und des Fühlens. 16
4.2.3.2 Physiologische Reaktionen - Biochemische Reaktionen des Körpers 16
4.2.4 Veränderungen des Leistungsverhaltens. 17
4.2.5 Langfristige Stressreaktionen 17
4.2.6 Beeinträchtigung des psychischen Wohlbefindens. 18
5. Design der Studie 19
Einschlusskriterien. 20
Ausschlusskriterien. 20
Durchf ührung der Studie 20
Beschreibung der Intensivpflegestationen 21
5.2 Informationsgewinnung: 21
5.3 Studienzeitplan 22
6. Interviewleitfaden. 23
Literaturverzeichnis. 25
Appendix I 29
Appendix II 30
Appendix III. 31
Appendix IV. 32
Appendix V. 33
Glossar : 34
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FoPro: "Wie erleben Pflegefachkräfte auf einer Intensivstation Patienten mit COPD beim Weaning" von
Dirk Franke und Gerhard Schwarzmann
1. Einleitung:
Herr Franke, Fachkrankenpflegekräfte für Intensivpflege und Anästhesie und Herr Schwarzmann, Fachkrankenpfleger für Innere Medizin und Intensivmedizin, arbeiten beide seit langen Jahren in der Intensivpflege und studieren berufsbegleitend seit dem Wintersemester 2000 Pflege- und Gesundheitswissenschaft an der Universität Halle -Wittenberg. Im Rahmen des Hauptstudiums führen die Studenten selbst forschungsorientierte Studienprojekte durch. Den Studenten wurde zur Inspiration für ein zu wählendes Studienobjekt eine Liste von bereits laufenden Forschungsprojekten vorgelegt. Herr Franke und Herr Schwarzmann interessierten sich besonders für die von Frau Schäfer Diplompflegewirtin (FH), Herrn Michael Diplom-Pflegewirt (FH) und Prof. Dr. phil. Stephan Dorschner durchgeführte Studie mit der Fragestellung: "Entwicklung von Pflegeinterventionen zur Verbesserung der Lebensqualität von heimbeatmeten Patienten mit Chronic Obstructive Pulmonary Disease (COPD) und ihren Angehörigen". Bei den Interviews, die Frau Schäfer durchführte, wurde die Problematik der Beatmung der COPD-Patienten im Krankenhaus nur mit einigen wenigen Bemerkungen der Patienten gestreift, aus denen keine allgemeinen und objektiven Rückschlüsse gezogen werden können. Durch ihre langjährige Arbeit auf der Intensivstation machten beide Studenten die subjektive Erfahrung, dass der Anteil der Patienten mit COPD immer größer wird und die Intensivpflege vor eine große Herausforderung stellt.
Ein großer Teil der Patienten die lange Zeit beatmet werden, haben eine COPD. Sowohl der immer höher werdende Kostendruck, als auch die hohe Mortalität zwingen alle Akteure, die COPD-Patienten behandeln, neue Strategien zu entwickeln, die ein schnelles Weaning der Patienten mit COPD ermöglichen und damit Leben verlängern oder erst möglich machen und zugleich enorme Kosten sparen.
Die COPD-Patienten durchlaufen während ihrer kritischen Zeit die Intensivtherapiestation. Dort werden Sie von Intensivpflegekräften kontinuierlich über 24 Stunden am Tag sehr eng betreut und beschützt. Lebenswichtige Aktivitäten des täglichen Lebens werden von den Intensivpflegekräften durchgeführt.
Um Ansätze für die Erforschung von neuen erfolgreicheren Strategien für die Intensivpflege zu finden beschlossen Herr Franke und Herr Schwarzmann die Durchführung einer qualitativen Studie mit dem Arbeitstitel:
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Dirk Franke und Gerhard Schwarzmann
"Wie erleben Pflegefachkräfte auf einer Intensivstation Patienten mit COPD beim Weaning 1 ". Durch die Studie werden jeweils 8 Pflegefachkräfte in einem Krankenhaus der Maximalversorgung in Frankfurt und in einem Krankenhaus der Regelversorgung in Datteln interviewt. Die Gruppe der 8 Pflegefachkräfte besteht aus je 4 Pflegefachkräften mit der Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie oder Innere Medizin und Intensivmedizin und je 4 Pflegefachkräfte ohne Fachweiterbildung. Die jeweiligen Gruppen sind geschlechtsparitätisch konstruiert. Herr Zimmermann vom Institut für Pflege- und Gesundheitsforschung begleitet als wissenschaftlicher Supervisor das forschungsorientierte Studienprojekt.
Mit Hilfe der Erkenntnisse eines qualitativen Forschungsdesigns sollen Problemschwerpunkte und Stressoren in der Beziehung der Pflegefachkräfte zu den COPD-Patienten während der Weaningphase herausgearbeitet werden.
2. FoPro-Studie
Es gibt mittlerweile mehr Aufmerksamkeit für die Erkrankung der COPD weltweit. Der erste Welt-COPD-Tag am 19.11.03 ist ein Ausdruck dafür. Es gibt inzwischen eine internationale Behandlungsleitlinieninitiative (GOLD) und viele nationale Behandlungsleitlinien. Die Intensivpflege, und hier insbesondere das Weaning, sind bis jetzt darin nicht behandelt. Dies ist sehr schade. So entscheidet doch, wie wir aus unserer alltäglichen Empirie wissen, gerade die Qualität des professionellen Weanings oft über die Lebensperspektiven der Patienten. Das Intensivpflegepersonal muss in Zukunft immer komplexere Anforderungen in einer immer mehr limitierten Zeit erfüllen. Um für diese Anforderungen gerüstet zu sein muss das Pflegepersonal neue Strategien entwickeln, dies gilt ebenso für die pflegerische Begleitung der COPD-Patienten beim Weaning. Die Forschung steht auf diesem Gebiet in Deutschland noch ziemlich am Anfang.
Für die Weiterentwicklung von Forschungsfragen auf diesem Gebiet wollen wir mit folgender Fragestellung:
" Wie erleben Pflegefachkräfte auf einer Intensivstation Patienten mit COPD beim Weaning" eine qualitative Studie durchführen.
1 Weaning bezeichnet die Entwöhnung des Patienten von der Beatmungsmaschine
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Dirk Franke und Gerhard Schwarzmann
2.1 Ziele der Studie
Grundlegende Erkenntnisse über das subjektive Erleben von Intensivpflegekräften von COPD-Patienten beim Weaning sollen gewonnen werden. Mit Hilfe der Erkenntnisse dieser qualitativen Befragung sollen Problemschwerpunkte und Stressoren in der Beziehung der Pflegefachkräfte zu den COPD-Patienten herausgearbeitet werden. Als weiter gestecktes Ziel gilt es Ansätze zur Erforschung pflegerischer Strategien zur Verbesserung des Weaning bei COPD-Patienten zu gewinnen.
Die Diagnose COPD ist nicht einfach festzustellen. Zurzeit gibt es eine weltweite Diskussion über die Definition der Erkrankung. Wir stellen im folgenden Text die Definition der Deutschen Atemwegsliga und die Definition der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD-Guidline) vor.
3. Definitionen von COPD
"Die meisten Patienten mit chronischem Husten und Auswurf entwickeln keine obstruktive Lungenerkrankung, sondern leiden an einer nicht obstruktiven chronischen Bronchitis ("simple chronic bronchitis").
Nach der WHO-Definition liegt eine chronische Bronchitis vor, wenn Husten und Auswurf über wenigstens 3 Monate in mindestens 2 aufeinander folgenden Jahren bestehen. Eine chronisch obstruktive Bronchitis ist durch eine permanente Atemwegsobstruktion gekennzeichnet.
Das Lungenemphysem wird pathologisch-anatomisch definiert als irreversible Erweiterung und Destruktion der Lufträume distal der terminalen Bronchiolen [2]. Es geht oft mit einer funktionell relevanten Atemwegsobstruktion einher. Zwischen dem Ausmaß der Destruktion im alveolären Bereich und der messbaren Atemwegsobstruktion besteht eine schlechte Korrelation. Beim Lungenemphysem ist die Gasaustauschfläche eingeschränkt.
Der Begriff COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) umfasst eine Symptomatik und funktionelle Beeinträchtigung der Lunge, die charakterisiert ist durch eine Kombination aus chronischem Husten, gesteigerter Sputumproduktion, Atemnot, Atemwegsobstruktion und eingeschränktem Gasaustausch. Die COPD lässt sich als eine Krankheit definieren, die durch eine progrediente, nach Gabe von Bronchodilatatoren und/oder Glukokortikoiden nicht vollständig reversible Atemwegsobstruktion auf dem Boden einer chronischen Bronchitis und/oder eines Lungenemphysems gekennzeichnet ist.
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Nicht eingeschlossen in die Diagnose COPD werden andere Ursachen einer chronischen Atemwegsobstruktion wie Asthma, Mukoviscidose, Bronchiektasie und Bronchiolitis obliterans. Die Einteilung von COPD-Patienten in Patientengruppen mit chronisch obstruktiver Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem, ist mit einfachen Kenngrößen der Lungefunktion häufig schwierig, insbesondere in den Frühstadien. In fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung erscheint die Unterscheidung zwischen chronisch obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem mittels differenzierter Lungenfunktionsanalyse und bildgebender Diagnostik auch auf die optimale Nutzung vorhandener Therapieoptionen sinnvoll. Klinisch bedeutsam ist die Differenzierung zwischen COPD und Asthma, da Ursachen, Behandlung und Prognose beider Krankheitsbilder unterschiedlich sind." (vgl. Leitlinie der Deutschen Atemwegsliga 2002).
"Krankheitsstadieneinteilung der COPD
Stufe: Schweregrad: Diagnostische Risiken: Empfohlene Therapie:
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Arbeit zitieren:
Dirk Franke, Gerhard Schwarzmann, 2003, Wie erleben Pflegefachkräfte auf einer Intensivstation Patienten mit COPD beim Weaning, München, GRIN Verlag GmbH
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