Die 1476 wichtigsten Zeichen der
chinesischen und sinokoreanischen Schrift
Ihre Kurzzeichenformen in Schreibung, Aussprache und Grundbedeutung. Mit Langzeichen- und sinokoreanischen sowie zahlreichen weiteren Zeichenindices und vielen schriftetymologischen und sonstigen schriftkundlichen Hinweisen
Muhammad Wolfgang G. A. Schmidt
Das vorliegende Werk vermittelt den Grundzeichenschatz der chinesischen Schrift (Kurzzeichen) von 1476 Zeicheneinheiten, wie er an chinesischen Grundschulen allgemein gelehrt wird und zu einer elementaren Lese- und Schreibfähigkeit der modernen chinesischen Umgangssprache befähigt. Zu jedem Zeicheneintrag sind Aussprachehinweise in der Lateinumschrift Hanyu Pinyin, der Radikal des betreffenden Zeichens nach der Kurzzeichenkonvention, die deutsche Grundbedeutung sowie Hinweise mit wichtigen Zusatzinformationen zu schriftetymologischen und begriffsgeschichtlichen Aspekten u.a. auch zu zentralen Begriffen der chinesischen Philosophie und der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eingebaut, die zudem wichtige Aspekte der chinesischen Kultur beleuchten. Eine ausführliche Einleitung zum Umgang mit den Informationen zu den Zeicheneinträgen im lexikographischen Hauptteil des vorliegenden Werkes, Radikaltabellen, Indices zum Nachschlagen unbekannter Schriftzeichen, darunter ein Langzeichen- und vor allem ein sinokoreanischer Zeichenindex mit sinokoreanischer Ausspracheangabe, runden den Stoff dieses Nachschlagewerkes ab.
Zielgruppen: Lernanfänger im Bereich von Chinesisch als Fremdsprache, Koreanisten, im außer- und inneruniversitären Bereich.
Die Benutzung dieses Werkes setzt nur geringe Vorkenntnisse in der chinesischen Schrift- und Zeichenkunde voraus. Diese Werkausgabe basiert auf einer bereits früher erschienenen Ausgabe unter dem Titel "Handbuch der wichtigsten Grundzeichen der chinesischen und sinokoreanischen Schrift", die als Mikrofiche-Edition und Band 2467 der Deutschen Hochschulschriften im Verlag Hänsel-Hohenhausen, Egelsbach 1997, erschienen ist. Bei der vorliegenden Werksausgabe handelt es sich um eine überarbeitete und erweiterte Fassung der oben genannten früheren Werksausgabe von 1997.
Vorwort
Dieses Handbuch vermittelt die 1476 wichtigsten Kurzzeichenformen der chinesischen Schrift in Schreibung, Aussprache und Bedeutung. Damit schafft es eine solide Ausgangsbasis zum Erwerb einer elementaren Lese- und Schreibfähigkeit in der modernen geschriebenen chinesischen Umgangssprache und für die Lektüre einfacherer Texte. Darüber hinaus befähigen die vermittelten Informationen zum Erwerb eines weiterführenden Zeichenschatzes für die Lektüre mittelschwerer, aber auch gesprochener Fachtexte aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur, usw. Für nähere Einzelheiten dazu sei auf die Abschnitte 2 und 6 der Einleitung verwiesen. Abgerundet werden diese in lexikographischer Form präsentierten Informationen durch die an vielen Stellen eingebauten Zusatzinformationen schriftetymologischer und begriffsgeschichtlicher Art und solche, die die Unterschiede zwischen Kurzzeichen- und Langzeichenkonventionen betreffen. In der Einleitung finden sich ausführliche Informationen zu einem effizienten Umgang mit dem in diesem Buch präsentierten Material, zu seinem Aufbau und den hier zugrunde liegenden methodischen Prämissen. Der Stoff wird durch Indices zum Nachschlagen unbekannter Schriftzeichen, darunter u.a. einen Langzeichenindex sowie durch die Radikaltabellen nach der Langzeichen- und Kurzzeichenkonvention abgerundet, das Literaturverzeichnis gibt Hinweise auf weiterführende Literatur für ein vertiefendes Studium der Materie.
Ein solches Werk wie das vorliegende ist ein Novum im deutschen Sprachraum und kann als ergänzendes Lehrmittel im Präsenzunterricht als auch im Eigenstudium benutzt werden. Ursprünglich als Fortsetzungsband meiner nunmehr in 2. Auflag vorliegenden "Einführung in die chinesische Schrift- und Zeichenkunde" (Buske-Verlag, Hamburg 1996) konzipiert, wendet es sich an Lernanfänger der modernen chinesischen Umgangssprache im inner- und außeruniversitären Bereich mit geringen schriftsystematischen Vorkenntnissen, wie sie etwa in der genannten Einführung vermittelt werden. Koreanisten werden die hier eingebauten Indices zu den sinokoreanischen Zeichen nützlich finden, da es ein ähnliches Werk für die sinokoreanische Schrift im deutschsprachigen Raum wohl noch nicht gibt. Auch hierzu sei auf meine Einführung in die koreanische Schrift (Buske-Verlag, Hamburg 1990) einführend verwiesen.
Der graphische Aufbau einzelner Schriftzeicheneinträge wurde mit in den meisten Fällen Strich für Strich und damit Schritt für Schritt demonstriert, wobei die häufigen Fälle von Wiederholungen später unberücksichtigt bleiben konnten. Jedenfalls mussten die Satz- und Reprovorlagen für diesen Strich-für-Strich-Aufbau einzelner Zeichen in mühevoller und stundenlanger Kleinarbeit mit Hilfe eines graphischen Zeichengenerators speziell für chinesische am PC erstellt werden. Bei einem professionell dafür speziell ausgestatteten Satzbetrieb hätte denn schon allein der Satz Kosten in Höhe von mehreren tausend DM ausgemacht, was über die Vermarktung eines solchen Werkes nur schwerlich wieder hätte "hereingeholt" werden können. Ein Verlag, der ein solch aufwändiges Projekt nicht nur herstellungsmäßig, sondern auch durch fachkundiges Lektorat angemessen betreut, war denn auch kaum zu finden. So erschien das Werk zunächst 1997 in einer 1. Auflage lediglich als Mikrofiche-Edition und war somit für interessierte Benutzer ohne das dafür erforderliches spezielle Lesegerät außerhalb der universitären Bibliotheken denn nur schwer benutzbar.
Dass das Werk nunmehr einer breiteren Öffentlichkeit auch außerhalb der universitären Lesesäle zugänglich gemacht werden kann, war ein erfreulicher Anlass für den Autor, den Inhalt der bisherigen Mikrofiche-Ausgabe einer gründlichen Durchsicht zu unterziehen, eine Reihe von vor allem Satzfehlern bei der ohnehin außerordentliche hohen Fehlerträchtigkeit bei solchen Projekten zu berichtigen und den Inhalt vor allem um zwei weitere Zeichenindices zum Auffinden der Zeicheneinträge nach der Lautschrift Hanyu Pinyin (Kurzzeichen- und Langzeichenindex) zu erweitern. Wie auch schon bei der Mikrofiche-Edition waren die Satzmöglichkeiten des Autors vor allem software- und hardwarebedingt eher beschränkt, und so wird auch diese Ausgabe trotz aller Revisionsübungen wohl nicht ganz fehlerfrei sein.
Allen Benutzern wünscht der Autor viel Freude und vor allem Lernerfolg mit dem vorliegenden Buch.
Trier, im Frühjahr 1999
[...]
Muhammad Wolfgang G. A. Schmidt, Jg. 1950. Studium der Sprachwissenschaften, Afrikanistik, Sinologie, Traditionellen Chinesischen Medizin, Theologie und Religionswissenschaften an Universitäten in Deutschland, China und den USA. Promotion und Habilitation. Langjährige Lehr- und Forschungserfahrung an Universitäten in Fernost (China und Korea), Nordafrika, Europa und den USA. Z.Zt. Professor für Vergleichende Religionswissenschaft an der NationsUniversity, West Monroe, La., USA. Autor zahlreicher Lehr- und sonstiger Fachbücher zu Sprache/Kultur Chinas und Koreas, Traditionellen Chinesischen Medizin und zu Theologie und Religionswissenschaft.
Arbeit zitieren:
Prof. Dr. Muhammad Wolfgang G. A. Schmidt, 1999, Die 1476 wichtigsten Zeichen der chinesischen und sinokoreanischen Schrift, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Emilia Galotti und Luise Millerin - die Protagonistinnen von 'Emil...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 33 Seiten
Maria Stuart: Ein Opfer des politischen Machtstreben Elisabeth's
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 15 Seiten
Muhammad Wolfgang G. A. Schmidt hat den Text Die 1476 wichtigsten Zeichen der chinesischen und sinokoreanischen Schrift veröffentlicht
Muhammad Wolfgang G. A. Schmidt hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare