I INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung 1
1.1 HINTERGRUND ZUR REGIONALISIERUNGSTENDENZ 1
1.2 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG 4
1.3 VORGEHEN 4
2 Analyse von Erfolgsfaktoren für Regionen 7
2.1 GRUNDLAGEN 7
2.1.1 Erfolgsfaktoren 7
2.1.2 Standortfaktoren 8
2.1.3 Unternehmerische Standortentscheidungsprozesse im Wandel 9
2.1.4 Regionen Wirtschaftsregionen 10
2.1.5 Wettbewerbsfähigkeit von Regionen 12
2.2 ARBEITSPRODUKTIVITÄT UND KOMPARATIVE VORTEILE VON STANDORTEN NACH ADAM
SMITH (1776) UND DAVID RICARDO KLASSIK 14
2.3 NEOKLASSISCHE WACHSTUMSTHEORIE 16
2.3.1 Die Traditionelle industrielle Standortlehre 16
2.3.2 Regionale Produktionsnetzwerke nach Marshall (1920 1927) 19
2.3.3 Theorie der zentralen Orte nach Christaller (1933) 22
2.4 NEUE WACHSTUMSTHEORIE 25
2.4.1 Neue Wachstums und Außenhandelstheorie nach Krugman (1991 1993) 25
2.4.2 Das Gleichgewichts und Innovationsmodell nach Romer (1986 1990) 27
2.4.3 Modell komparativer Vorteile nach Grossman und Helpman (1990) 28
2.4.4 Innovative Milieus 29
2.4.5 Clustertheorie nach Porter (1998) 32
2.4.6 Der Porter sche Diamant 39
2.4.7 Netzwerkansätze 43
2.4.8 Harte und weiche Standortfaktoren und die Bedeutung von Bildern nach Grabow Henckel
(1995) 50
2.5 MODERNE ANSÄTZE 56
2.5.1 Der Ansatz Drittes Italien 56
2.5.2 Lernende Regionen als Weiterentwicklung industrieller Distrikte nach Koschatzky
(2001) 61
2.5.3 Der Einfluss der Creative Class nach Richard Florida (2002) 64
3 Handlungsempfehlung 73
3.1 DER EINFLUSS KOMMUNALER WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG 73
3.2 GROßUNTERNEHMEN UND DEREN EINFLUSS AUF EINE REGION 76
3.3 STANDORT DEUTSCHLAND IM INTERNATIONALEN WETTBEWERB 79
3.4 ABGELEITETE STRATEGIEN ZUR STANDORTVERBESSERUNG EINER REGION 82
4 Fazit Zusammenfassung 84
II Abkürzungsverzeichnis II
III Abbildungsverzeichnis III
IV Literaturverzeichnis IV
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1 Einleitung
1.1 Hintergrund zur Regionalisierungstendenz
Die Wettbewerbsfähigkeit wird häufig als der wichtigste Faktor für Erfolg oder Misser- folg der Politik angesehen. Während der Begriff der Wettbewerbsfähigkeit von Unter- nehmen noch relativ eindeutig definiert werden kann, ist die Definition und Messung der Wettbewerbsfähigkeit von Regionen oder Ländern mit großen Schwierigkeiten ver- bunden. Eine Industrieregion steht in keinem direkten Wettbewerb mit Finanzzentren oder landwirtschaftlich geprägten Regionen, so dass ein Vergleich des Niveaus der Wettbewerbsfähigkeit problematisch ist. Darüber hinaus ist der Begriff selbst mit der Vorstellung mit Gewinnern und Verlierern verbunden, in der eine Region ihre Position nur auf Kosten von anderen verbessern kann, während es in der Realität Vorteile für beide Seiten gibt, wenn eine Region ihre Wettbewerbsfähigkeit steigert. Die Herausfor- derung für Regionalpolitik besteht darin, ein Konzept der Wettbewerbsfähigkeit zu ent- wickeln, das diese Probleme vermeidet. 1 Darüber hinaus muss das Konzept berücksichtigen, dass es trotz der Tatsache, dass in jeder Region wettbewerbsfähige und weniger wettbewerbsfähige Unternehmen vor- kommen, allgemeine Merkmale von Regionen gibt, die die Wettbewerbsfähigkeit aller ansässigen Unternehmen beeinflussen. 2 Innovative und leistungsfähige Unternehmen gelten als Voraussetzungen für eine erfolgreiche Standortprofilierung. Sie sichern den Bestand an Arbeitsplätzen, schaffen Einkommen und tragen selbst in dem Maße zum weiteren Erfolg bei, wie sie selbst das Wachstum anderer Firmen in dem betreffenden Wirtschaftszweig fördern und neue Investitionen in die Regionen anziehen. 3 In den letzten Jahren ist die Diskussion um die Wettbewerbsfähigkeit von Regionen neu entfacht und stellt Mittelpunkt zahlreicher Untersuchungen und Diskussionen dar. 4 Bei der Vielzahl von empirischen Studien, Artikeln und der klassischen Literatur ist festzu- stellen, dass eine verschiedenste Indikatoren zur Messung des Erfolgs angewandt und gewichtet werden, und für die Verarbeitung nur teilweise verlässliche Ergebnisse lie-
1 Vgl. Porter, M. (1991): Nationale Wettbewerbsvorteile, aus dem Amerikanischen übersetzt von Wolf- gang Rhiel, S.23.
2 Vgl. Pieper, M. (1994): Das interregionale Standortverhalten der Industrie – Konsequenzen für das kommunale Standortmarketing, S.14.
3 Vgl. Maier, J./ Beck, R. (2000): Allgemeine Industriegeographie, S.9.
4 Vgl. Läpple, D. (2001): Stadt und Region in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung, in: Deutsche Zeitschrift für Kommunalwissenschaften, Brennpunkt „Stadt und Region“, Heft 2001/II, S. 3 f. Seite 1
fern. Ein Zusammenhang zwischen diesen Indikatoren wird oft nur angenommen und der Ansatz der Ganzheitlichkeit geht dabei verloren.
Gründe für die Regionalisierungstendenz
Gerade im heutigen Zeitalter der Globalisierung 5 kommt den Regionen eine immer wichtigere Rolle zu. 6 Zwar werden viele Rahmenbedingungen weiterhin innerhalb der Nationalstaaten bzw. in zunehmendem Maße in der Europäischen Union gestaltet - die Bevölkerung jedoch identifiziert sich mit ihrem Wohnort bzw. das Unternehmen mit seinem Standort.
Unternehmen tendieren zunehmend, bei einer andauernden Verschlechterung der Rah- menbedingungen, ihren Standort zu verlassen, oder Teile des Unternehmens zu verla- gern. 7 Dieser Flucht vermögender Privatpersonen und Unternehmen nimmt stetig zu und sollte mit größter Aufmerksamkeit entgegengewirkt werden. Gründe dafür sind die steigende Mobilität der Produktionsfaktoren Information und Kapital, begründet durch modernste Informations- und Kommunikationstechnologien, stetig abnehmenden Transportkosten und der anhaltenden Globalisierung der Wirtschaftsbeziehungen zwi- schen Regionen und Ländern. 8 Wesentlich unbeweglicher ist der Produktionsfaktor Arbeit. Zwar ist die Bereitschaft von Personen, Standorte zu wechseln, geringer geworden, jedoch aus einer globalen internationaler Sichtweise als Produktionsfaktor, Kunde oder Bewohner einer Region eher zu vernachlässigen. Somit spielen vor allem regionale Netzwerke von Personen und Unternehmen eine immer größere Rolle. Qualität, Effizienz und die Geschwindig- keit der Zusammenarbeit von Unternehmen, Zulieferern, Forschungs- und Hochschul- einrichtungen entscheiden darüber, ob Produkte, Dienstleistungen und Marketing im globalen Konkurrenzkampf bestehen können. Dadurch wächst die Bedeutung von Regi- onenmarketing und der zugrunde liegenden Erfolgsfaktorforschung der Landes- und vor allem der Kommunalpolitik eine besondere Verantwortung. Sie sind es, die den Wett-
5 Ausführliche Definition und Entwicklung der Globalisierung z.B. in: Maier, J./ Beck, R. (2000): Allge- meine Industriegeographie, S.17 ff.
6 Vgl. Porter, M. (1991): Nationale Wettbewerbsvorteile, aus dem Amerikanischen übersetzt von Wolf- gang Rhiel, S.595 ff.
7 Vgl. u. A. Grabher, G. (1988): De-Industrialisierung oder Neoindustrialisierung? Innovationsprozesse und Innovationspolitik in traditionellen Industrieregionen, S.27.
8 Vgl. Maier, J. und Beck, R. (2000): Allgemeine Industriegeographie, S.96. oder Egeln, J./Seitz, H. (1998): Städte vor neuen Herausforderungen, ZEW Wirtschaftsanalysen, Band 28, S.7.
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bewerb durch eine positive Gestaltung der regionalen Standortbedingungen aufnehmen müssen. 9
Anforderung an die Kommunalpolitik
Unternehmen stehen in ständiger Konkurrenz um Marktanteile, um die Gunst der Inves- toren an Aktienmärkten, um qualifizierte Fachkräfte, um günstige Kreditkonditionen oder auch darum, wer Innovationen zuerst am Markt platzieren kann. Personen konkur- rieren um eine besonders schöne oder günstige Mietwohnung, ein Eigenheim, oder um einen gewünschten Arbeitsplatz. Doch in welchem Sinn stehen die Regionen unterein- ander im Wettbewerb?
Sie konkurrieren letztendlich um Menschen und deren Entscheidungen. Die Rahmenbe- dingungen für die sektorale und regionale Strukturbildung in Deutschland und auch Europa werden und wurden durch das Zusammenwachsen der europäischen Volkswirt- schaften – zum Beispiel die gemeinsame europäische Währung, den Euro - nachhaltig verändert. Die immer weiter fortschreitende Öffnung der Märkte für Waren und Dienst- leistungen sowie die Beseitigung der Hemmnisse für den Transfer von Kapital und Ar- beitsleistungen schaffen neue Grundlagen für die unternehmerische Standortwahl und die Entwicklungsaussichten einzelner Regionen. Regionen werden zu Wettbewerbern. 10 Begleitend stecken die Regionen in einer schweren Strukturkrise. Wegbrechende Ein- nahmen und steigende Kosten belasten die Kommunen und schränken zunehmend deren Aktionsradius ein. 11 Eine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und das Hoffen, vor allem auf monetäre Hilfe sind auf absehbare Zeit nicht erkennbar. 12 Die politischen Entscheidungsträger müssen sich unter dieser schlechten Haushaltslage neu orientieren und einen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung leisten: „Schließlich prägt keine andere Gebietskörperschaft das Lebensumfeld der Bürger so unmittelbar wie die Kommunen. Sie sind die staatliche Instanz, mit der es Unternehmen hautnah zu tun bekommen, wenn sie investieren wollen.“ 13
9 Vgl. IHK Innovationsregion Stuttgart
10 Vgl. Läpple, D. (2001): Stadt und Region in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung, in: Deut- sche Zeitschrift für Kommunalwissenschaften, Brennpunkt „Stadt und Region“, Heft 2001/II, S. 4 ff. 11 Herr Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des deutschen Städte- und Gemeindebundes benennt ein kom- munales Rekorddifizit von 10 Mrd. Euro für 2003 und explodierende Sozialabgaben, die in den letzten 10 Jahren um rund 30% gestiegen sind. Vgl. Rede auf der Kommunalkonferenz „Zukunft der Kommunalfi- nanzen“ der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU, Brandenburg am 15.11.2003 in Potsdam. 12 Vgl. Beutler, A./ Johann, B./ Mayer, I./ Thewes, F. (2004): Vorsicht, Einsturzgefahr!, in: Focus, Nr.27, vom 28.06.2004, S.20 ff.
13 Losse B. (2004): Lichtjahre entfernt, in: Wirtschaftswoche vom 15.04.2004, Heft 17, S.23. Seite 3
Verbunden mit der zunehmenden Globalisierung wird somit die regionale Verankerung immer wichtiger. Die Stärke der Bindung von Unternehmen und Menschen an eine Re- gion gibt dem Raum sein eigenes Profil. Obwohl wirtschaftliche Aktivitäten aus geo- graphischer Sicht keine Neuheit darstellen, haben sich in den letzten Jahren Verände- rungen in den Ansichten ökonomischer Wissenschaft und deren relevanter Erfolgsfakto- ren, aufbauend auf den Modellen der neuen Wachstums- und Außenhandelstheorie, her- ausgestellt. 14 Aus dieser Herausforderung, Wirtschaftsregionen erfolgsorientiert zu steuern und eine nachhaltige und dauerhafte wirtschaftliche Entwicklung zu erlangen, stellt sich die Fra- ge der Identifizierung relevanter Erfolgsfaktoren für eine Wirtschaftsregion.
1.2 Problemstellung und Zielsetzung
Ziel dieser Arbeit ist es, die aus heutiger Sicht relevanten ökonomischen Erfolgsfakto- ren von Regionen zu bestimmen. Es werden klassische und moderne Theorien darge- stellt, welche sich alle mit der Identifizierung von Erfolgsfaktoren von Wirtschaftsregi- onen beschäftigen.
Ob in der heutigen Zeit klassische Erfolgsfaktoren angemessen sind, oder durch die zunehmende Globalisierung sich ändernde relevante Erfolgsfaktoren ergeben und eine Rolle spielen, wird der Gang der Untersuchung zeigen. Zusammenfassend wird aus der Gegenüberstellung sämtlicher Ansätze und der Identifizierung ausschlaggebender Er- folgsfaktoren ein Ausblick für die weitere Forschung gegeben, um Standorte erfolgsori- entiert zu führen.
1.3 Vorgehen
Kapitel 2 stellt die wissenschaftliche Bearbeitung klassischer und moderner Ansätze zur Erfolgsfaktorfindung von Regionen gegenüber. Beginnend mit Definitionen über Er- folgsfaktoren, Standortfaktoren und die Abgrenzung von Wirtschaftsregionen, sollen ebenfalls unternehmerische Standortentscheidungsprozesse die Grundlage für die weite- re Bearbeitung der Literatur bilden. Wesentlicher Schwerpunkt für die darauf folgenden Ansätze und Ausgangspunkt für die Untersuchung stellt die Wettbewerbsfähigkeit von
14 Vgl. Koschatzky, K. (2001): Räumliche Aspekte im Innovationsprozeß, Seite V, 1 ff. Seite 4
Regionen dar. Hier wird nochmals die Aktualität und Bedeutsamkeit des Diplomthemas „Erfolgsfaktoren von Regionen“ in der heutigen Zeit wiedergegeben. 15 Die Identifikation relevanter Erfolgsfaktoren kann man in zwei wesentlichen Gruppen unterscheiden: Erstens in die Ansätze der Neoklassischen - und Neuen Wachstumstheo- rie und zweitens in aufbauende modernere Ansätze als auch empirischer Studien. Die Ordnung der Ansätze folgt im Wesentlichen den Erscheinungsdaten, welches den logi- schen Aufbau dieser Arbeit als auch den aufeinander aufbauenden Erkenntnissen der Wissenschaftler darstellt. Wiederholungen innerhalb dieser Ansätze sollten vermieden werden, jedoch kann eine strikte Abgrenzung der Theorien wegen ihrer ablehnenden oder befürworteten Meinung nicht immer erfolgen. Betonung dabei liegt in der Ganz- heitlichkeit der Betrachtung, da gerade empirische Studien ein Defizit an der theoreti- schen Aufarbeitung regionaler Zusammenhänge aufweisen, und oft nur eingeschränkt Thesen beweisen und bezüglich Entwicklungstendenzen nur hinreichend auf Vollstän- digkeit beleuchten. 16 Aufbauende Ansätze und strukturell entstandene neuere Ansätze, wie zum Beispiel des „Dritten Italiens“, der „Lernenden Region“ oder der „Kreativen Klasse“, werden in Ka- pitel 2.5 erläutert. Die Sichtung und Einarbeitung empirischer Studien kann in dieser Literaturarbeit aus Kapazitätsgründen nicht erfolgen, und stellt aus meiner Sicht eine interessante Ergänzung dar.
Abschließend erfolgt eine synoptische Zusammenfassung aller Ansätze nach eigenen Beurteilungskriterien mit dem Ziel, die Theorien zu systematisieren und einzuordnen.
In Kapitel 3 werden handlungsweisend aus den Ansätzen aus Kapitel 2 Empfehlungen die für kommunale Regionalpolitik gegeben. Beginnend werden zwei aktuelle Themen und deren Einfluss auf die Entwicklung einer Region zusätzlich erläutert. Die Bedeu- tung der Wirtschaftsförderung und der Einfluss von Großunternehmen werden in der Literatur eingehend beschrieben und stellen vor allem für die kommunale Wirtschafts- politik einen wesentlichen Handlungsschwerpunkt dar.
Weiterführend stellte sich schon bei der einleitenden Abgrenzung von Wirtschaftsregio- nen in Kapitel 2.1.4 die Frage, ob der Staat Deutschland im internationalen Wettbewerb
15 Michael Porter beschreibt, dass gerade in Zeiten zunehmender Globalisierung und Wissensorientierung, Regionen spezifische Wettbewerbsvorteile gegenüber Staaten haben: „Die nachhaltigen Wettbewerbsvor- teile in einer globalen Wirtschaft liegen zunehmend im regionalen Bereich“, Porter, M. (1999): Unter- nehmen können von regionaler Vernetzung profitieren, in: Havard Manager 1999 Heft 3, S.51. 16 Vgl. Porter, M. (1991): Nationale Wettbewerbsvorteile, aus dem Amerikanischen übersetzt von Wolf- gang Rhiel, S.23ff.
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regionale Vor- bzw. Nachteile für die deutschen Regionen schafft. Denn die wirtschaft- liche Lage und Perspektive des Standortes Deutschland wird wesentlich durch die nati- onale Politik bestimmt und gibt einen konkreten Handlungsrahmen bei der Entwicklung der Wirtschaftsleistung einer Region. 17 Zusammenfassend aus den Ansätzen in Kapitel 2 werden Strategien zur Standortverbes- serung einer Region und die Gegenüberstellung aller wesentlichen Einflussgrößen auf den Erfolg einer Wirtschaftsregion abgeleitet.
Kapitel 4 stellt abschließend zum Thema „Erfolgsfaktoren von Regionen“ nochmals die Bedeutung von Kommunalpolitik in der heutigen Zeit der Globalisierung in den Mittel- punkt. Die Notwendigkeit der Kommunen bei zunehmender Globalisierung und Interna- tionalisierung effektiv zu arbeiten, und das Zusammenspiel zwischen Regionenpolitik, Unternehmensaktivität und gesellschaftlichem Wohlstand waren noch nie von solcher Bedeutung wie heute. Diese Erkenntnis scheint innerhalb der Länder, vor allem im der- zeitigen schwierigen Marktumfeld schon vorzuliegen, nur scheinen vielerorts den gro- ßen Worten auch fähige Taten zu fehlen.
17 Dieser Handlungsrahmen wird auch in der klassischen Literatur erwähnt und die Maßnahmen für eine Steigerung der Infrastruktur, des Humankapitals und der Wissenschaft und Technologie als sehr hoch eingeschätzt. Grundlage dessen, muss der Staat auch Unternehmen aufmuntern und sie zum Fortschritt motivieren.
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2 Analyse von Erfolgsfaktoren für Regionen
2.1 Grundlagen
2.1.1 Erfolgsfaktoren
Für die Untersuchung von Erfolgsfaktoren stellt sich zunächst die Frage, wie der Begriff „Erfolg“ definiert werden kann. Die Literatur setzt sich umfassend mit dem Begriff „Er- folg“ auseinander, obgleich er nicht einheitlich definiert wird und sich vorzugsweise auf Unternehmen bezieht. Corsten bezeichnet den Erfolg von Unternehmen, wenn die Dif- ferenz aus Aufwand und Ertrag positiv ist. 18 Diese rein monetäre Sicht wird der Unter- nehmensmentalität heutzutage nicht mehr gerecht. Die Differenzierung in monetäre und nicht-monetäre Ziele zeigt die Komplexität des „Erfolgs“, und das Zusammenspiel vie- ler Teilerfolge. 19 Die nachfolgende Grafik beschreibt die vielfältigen Einflussbereiche von unternehmensadäquaten Erfolgsfaktoren:
Abbildung 2-1 Beispiele für unternehmensadäquate Erfolgsfaktoren 20
In der Literatur weit weniger oft definiert ist der Begriff „Erfolg“ für Regionen bzw. Standorte. Erfolgsfaktoren sind die Faktoren, die Einfluss auf den Standorterfolg haben. Da sich diese Diplomarbeit mit verschiedenen Ansätzen für erfolgreiche Standortpolitik beschäftigt, werden die aus heutiger Sicht relevanten Erfolgsfaktoren abschließend in dieser Arbeit aufgezählt werden. Vorweg greifend kann auch hier eine hohe Komplexi-
18 Vgl. Corsten, H. (2000): Lexikon der Betriebswirtschaftslehre, S.217.
19 Vgl. ausführlich Geißler, W.: Erfolgsfaktoren, Krisen und Strategien bei mittelständischen Unterneh- men, Fachaufsatz des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater, Homepage:
http://www.bdu.de/scripts/fusebox/index.cfm?fuseaction=frameset.frame&content=Fach_89. 20 Klemm-Bax, S. (2000): Erfolgsfaktoren: Ein unscharfer Modellansatz zur Bestimmung des Unterneh- mererfolgs auf der Grundlage empirischer Daten, Dissertation, S.8.
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tät festgestellt werden, da das Problem durch die Globalität multidimensional ist und durch viele Schlüsselgrößen bestimmt wird.
Die Identifikation von kritischen Erfolgsfaktoren einer Region setzt sich aus internen und externen Einflüssen zusammen und hat vor allem langfristigen Charakter. Neben dieser langfristig wirkenden strategischen Dimension haben Erfolgsfaktoren auch eine informelle, mitteilende Wirkung. Durch ihre Herausstellung relevanter Merkmale haben sie eine langfristige Orientierungsfunktion. Somit bildet die Filtrierung der „critical suc- cess factors“ für Regionen und Standorte einen wesentlichen Leitfaden, um Wettbe- werbsvorteile besser aufzubauen und zu nutzen.
2.1.2 Standortfaktoren
Schon Anfang des 19ten Jahrhunderts beschäftigt sich Weber intensiv mit Standortfak- toren und deren Einfluss auf Städte, Regionen und Ländern. In seinem Werk „Über den Standort der Industrien“ von 1909 versteht er unter einem Standortfaktor „einen seiner Art nach scharf abgegrenzten Vorteil, der für eine wirtschaftliche Tätigkeit dann eintritt, wenn sie sich an einem bestimmten Ort, oder auch generell an Plätzen bestimmter Art vollzieht. Einen Vorteil, d.h. eine Ersparnis an Kosten und also für die Standortlehre der Industrie eine Möglichkeit, dort ein bestimmtes Produkt mit weniger Kostenaufwand als an anderen Plätzen herzustellen; noch genauer gesagt: den als ganzes betrachteten Pro- duktions- und Absatzprozess eines bestimmten industriellen Produkts nach irgendeiner Richtung billiger durchzuführen als anderswo.“ 21 Kennzeichnend für Standortfaktoren ist, „dass sie nicht überall in gleicher Weise vorhanden sind, sondern räumlich differen- ziert in Erscheinung treten. Standortfaktoren variieren also im Raum hinsichtlich ihrer Qualität und Existenz.“ 22 Das gleiche gilt für Unternehmen, die unterschiedliche Standortqualitäten präferieren. 23 Um die Ansprüche von Unternehmen an ihre Standorte weitgehend aufzuschlüsseln, bedarf es am Besten empirischen Studien und detaillierten Untersuchungen für die je- weilige Region sowie die in der Region vorhanden Standortvoraussetzungen. Die all- gemeine Beschreibung von Standortfaktoren wird in dieser Arbeit neben textlichen auch in kartographischen und tabellarischen Darstellungen geschehen.
21 Weber, A. (1909): Über den Standort der Industrien. Erster Teil: Reine Theorie des Standorts, S.16.
22 Maier, J. und Beck, R. (2000): Allgemeine Industriegeographie, S.96.
23 Vgl. Wehling, H.-G. (1999): Das Ende der Politik?, Herausgeber: Landeszentrale der politischen Bil-
dung Baden-Württemberg, Heft 4/99, Vorwort.
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2.1.3 Unternehmerische Standortentscheidungsprozesse im Wandel
Standortentscheidungsprozesse und Standortanforderungen haben sich im Laufe der Zeit verändert. 24 Zu Beginn der industriellen Entwicklung war die Standortwahl meist durch den Wohn- und Arbeitsort des Unternehmers bestimmt. Später spielten lange Zeit Verkehrsanbindungen, erst durch Schiffe, dann durch Eisenbahn, und die Nähe zu Res- sourcen Gründe für sich entwickelnde Wirtschaftsregionen. Heute spielen jedoch andere Faktoren und bewusst kalkulierte Vorgänge für die Standortwahl von Unternehmen eine Rolle. 25 Die Wichtigkeit der Standortanalyse blieb dabei über die Jahre eher unbe- rührt. 26 Wie damals und auch heute geht man mit der Wahl des Standortes meist eine langfristige räumliche Bindung des Unternehmens ein, oft verbunden mit großen finan- ziellen Entscheidungen. Daher bilden die Ermittlung, Bewertung und Gewichtung un- ternehmerischer Standortfaktoren einen wesentlichen Bestandteil für die Erfolgsfaktor- forschung von Regionen.
In der Literatur kann man zwei unterschiedliche Quellen zu Standortentscheidungspro- zessen differenzieren, die traditionelle Standortlehre und empirische Studien. Ersteres konzentriert sich auf die Ermittlung des optimalen Standortes nach industriellen Ge- sichtspunkten, während empirische Studien praktische Ergebnisse und Kenntnisse lie- fern.
Traditionell werden Transportkosten und ökonomischen Distanzen eine bedeutende Rolle zugeschrieben. 27 Bathelt/Glückler widersprechen dieser klassischen Sicht regiona- le Entwicklungsprozesse zu erklären, wonach Regionen anhand ihrer Faktorausstattung Branchen anziehen. Vielmehr sind es die Unternehmen selbst, die ihre Standorte formen und ausbauen. Sie sprechen also nicht von einem Standort mit seinen Vorteilen, sondern von Unternehmensansiedlungen als Prozess von Wachstum und Ressourcenbildung, für den Erfolg einer Wirtschaftsregion. 28 Ein weiterer wesentlicher Faktor für die Wahl des Unternehmensstandortes beschreiben die Ergebnisse jüngerer Studien. Viele Unternehmer machen ihre Vorauswahl vor allem
24 Auch Porter beschreibt eine gravierende voranschreitende Entwicklung der Wirtschaften und Änderung der Wettbewerbsvorteile. Vgl. Porter, M. (1991): Nationale Wettbewerbsvorteile, aus dem Amerikani- schen übersetzt von Wolfgang Rhiel, S.562.
25 Vgl. Porter, M. (1991): Nationale Wettbewerbsvorteile, aus dem Amerikanischen übersetzt von Wolf- gang Rhiel, S.595 ff.
26 Standortentscheidungen innerhalb Deutschlands werden nicht statistisch erfasst, da sie nicht melde- pflichtig sind. Somit sind auch keine konkreten Angaben zu den Auslösern von Standortentscheidungs- prozessen zu finden. Vgl. dazu Pieper, M. (1994): Das interregionale Standortverhalten der Industrie in Deutschland, Konsequenzen für das kommunale Standortmarketing, S.40 ff.
27 Vgl. nachfogend Bathelt, H./Glückler, J. (2002): Wirtschaftsgeographie, S.124 ff.
28 Vgl. Bathelt, H./Glückler, J. (2002): Wirtschaftsgeographie, S.139.
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von Image und Reiz einer Region abhängig. Gerade bei ausländischen Investoren spie- len Attraktivität und Bekanntheitsgrad einer Region eine vergleichsweise große Rolle. 29 Grabow/Henckel kommen in ihrer empirischen Befragung zu dem Fazit, dass nur weni- ge Unternehmen formalisierte Verfahren zur Standortplanung einsetzen. Vielmehr wer- den in der Praxis anhand ungenauer Vorgaben und persönlichen Präferenzen zwischen verschiedenen Standorten unterschieden. 30 Gegensätzlich stellen sie aber die Arbeit von Banken, Versicherungen und der Großindustrie als Anwender umfassender Entschei- dungsverfahren heraus.
Unternehmen, die vor einer Standortwahl stehen, entscheiden und vergleichen nicht immer rational. In der Literatur wird vor allem der traditionellen Bindung an einen Standort eine wesentliche Bedeutung beigemessen, welche größtenteils die Suche nach adäquaten Standorten in anderen Regionen schon im Vorhinein nicht in Frage kommen lässt. Empirische Studien belegen sogar, dass über 50% der Unternehmen traditionelle Standorte bevorzugen. 31 Für die Kommunen heißt dies, dass Bleibeentscheidungen von Unternehmen durch die hohe traditionelle Bindung erleichtert wird.
2.1.4 Regionen/ Wirtschaftsregionen
Den Regierungen ist bewusst geworden, dass unterschiedliche regionale Entwicklungen innerhalb eines Landes zu Spannungen und verbundenen Abwanderungen führen kann. Das Interesse regionaler Entwicklung ist in den Mittelpunkt gerückt und der Anspruch der Region am gesamtgesellschaftlichen Fortschritt wächst. Es wird der Begriff „Gloca- lization“ 32 geprägt, der das Zusammenspiel von Globalisierung und Lokalisierung (Re- gionalisierung) beschreiben soll. 33 Die Bedeutung der Regionen bzw. Standorte nimmt stetig zu und es stellt sich die Frage einer genauen geographischen und sozialen Ab- grenzung von Regionen.
29 Die Attraktivität einer Region, hier im Zusammenhang mit dem Begriff „Image“ gesehen, wird in den Ansätzen der Neuen Wachstumstheorie und aufbauenden Ansätzen näher erläutert. Vgl. dazu u.a. Witt, F.H. (2001): New Economy - Erfolgsfaktoren für Regionen im globalen Wettbewerb, S.42. 30 Vgl. ausführlich Grabow, B./Henckel, D. (1995): Weiche Standortfaktoren, S.139.
31 Vgl. Grabow, B./Henckel, D. (1995): Weiche Standortfaktoren, S.140.
32 Vgl. ausführlich Becker, S./ Gentner, S./ Lo, V./ Sablowski, T./ Troost, H.J. (2000): Integrationspapier des Teilprojektbereichs C - Globalisierung und Regionalisierung, in: Sonderforschungsbereich 403, „Vernetzung als Wettbewerbsfaktor am Beispiel der Region Rhein-Main“, Johann Wolfgang Goethe- Universität Frankfurt/M., S.1 ff.
33 Läpple formuliert diesen Paradigmenwechsel in der Regionalentwicklung weitgehend ähnlich, und beschreibt ihn mit den Begrifflichkeiten „globalization“ und „digitization“. Damit bezieht er neben der zunehmenden Dynamik internationaler Wirtschaftszusammenhänge, auch die Entwicklung der Informati- ons- und Kommunikationstechnologien mit ein. Vgl. Läpple, D. (2001): Stadt und Region in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung, in: Deutsche Zeitschrift für Kommunalwissenschaften, Brennpunkt „Stadt und Region“, Heft 2001/II, S. 6.
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Die Abgrenzung des Regionsbegriffes kann nicht eindeutig definiert werden. Vielmehr befindet er sich in einem stetigen Wandel, als Folge geopolitischer Änderungen und gesellschaftlicher Wertewandel. Dem Begriff „Region“ können auf globaler Ebene gan- ze Staaten zugeordnet werden, wie z.B. der Wachstumsregion Südostasien. 34 Deutsche Lexika definieren die Region als „territorial zusammenhängende Gebiete, die eine enge wirtschaftliche, kulturelle oder landschaftliche Bindung zu einander pflegen (wie zum Beispiel Region Rhein-Main, Region Saar-Lor-Lux, etc.). Eine Region entwi- ckelt meistens auf Grund der historischen, geographischen, klimatischen oder wirt- schaftlichen Entwicklung ganz spezielle Eigenheiten - regionale Kultur und Tradition, regionale Sprache (Dialekt), regionale Küche usw.“ 35 Eine Region genießt keine Souveränität mit expliziten Vorteilen gegenüber national- staatlichen Aktivitäten. Trotzdem können grundlegende Unterschiede in historischer Tradition, Ressourcenausstattung, oder anderen wirtschaftlichen, kulturellen und sozia- len Aspekten aufweisen. 36 Regionen entwickeln sich aus einem Zusammenspiel aus horizontaler und vertikaler Integration innerhalb eines abgrenzbaren Raumes von nachfolgenden Instrumenten: 37
• Verwaltung,
• Räumliche Planung,
• Infrastruktur,
• Tourismus,
• Bildung,
• Kultur,
• Landschaft und
• Technologietransfer.
Koschatzky (2001) lehnt sich an die Darstellung von Schätzl 38 an, und beschreibt Regi- onen als „einzelne, dem jeweiligen Untersuchungsziel entsprechende, abgrenzbare Teil-
34 Vgl. Koschatzky, K. (2001): Räumliche Aspekte im Innovationsprozeß, S.14. 35 Vgl. Lexikon, www.net-lexikon.de/region.html.
36 Diese meist historisch entstandene Faktorausstattung wird vielfach in der Literatur als Erfolgskriterium von Regionen gesehen. Der Wachstumsprozess einer Region hängt somit direkt von der vorhandenen Faktorausstattung ab, verläuft also umso besser, je höher die regionale Ausstattung an Sach- und Human- kapital ist. Diese kritische Masse an Faktorausstattungen lässt Regionen unterscheiden. Vgl. dazu aus- führlich: Gerling, K./ Schmidt, K.D. (2000): Zur Arbeitsteilung zwischen Regionen: Das nordöstliche Brandenburg aus der Sicht der regionalökonomischen Theorie, in: Institut für Weltwirtschaft, Kieler Ar- beitspapier Nr. 965, S.11.
37 Eigene Zusammenstellung aus der, in diesem Kapitel zitierten Literatur.
38 Schätzl, L. (1984): Einführung in die Wirtschaftsgeographie, S.11 ff.
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räume innerhalb des Raumsystems, während Standorte fixierbare Raumpunkte im Raumsystem darstellen.“ 39 Ein dauerhafter Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung von Regionen setzt einen Ein- klang der oben genannten wirtschaftlichen Ziele voraus. Deshalb müssen Wechselwir- kungen zwischen wirtschaftlichen und sozialen Aspekten früh erkannt, und die ver- schiedenen Gruppen kommunalpolitisch agierender Akteure an den Prozessen beteiligt und aufeinander abgestimmt werden. Oberstes Ziel von erfolgreichen Regionen ist so- mit ein aufeinander abgestimmtes Handeln. 40
2.1.5 Wettbewerbsfähigkeit von Regionen
Regionen müssen attraktiv und erfolgreich sein, um im zunehmenden globalen Wettbe- werb um Unternehmen, Arbeitskräfte und Investitionen bestehen zu können. Den aktu- ellen Diskussionen zur Standortqualität Deutschlands und zu Investitionen im In- und Ausland, lassen immer wieder kehrende Entscheidungskriterien erkennen, wie die Ver- fügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften, gefolgt von der Höhe der Steuern und Ab- gaben sowie der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines potentiellen Unternehmens- standortes. 41 In China zum Beispiel arbeiten Arbeitnehmer rund 300 Stunden pro Jahr mehr als die Deutschen und verzeichnet eine der höchsten Wirtschaftswachstumraten weltweit.
Die Bereitschaft der Unternehmen bei Verschlechterung der Rahmenbedingungen des eigenen Standortes, auf strategische Sicht Teile oder das ganze Unternehmen an einen anderen Standort zu verlegen, nimmt stetig zu. Ein Umdenken, an sich ändernde Stand- ortvoraussetzungen ist notwendig. Gründe dafür sind eine höhere Mobilität der Produk- tionsfaktoren Kapital und Information, beruhend auf moderneren Informations- und Kommunikationstechnologien, stetig abnehmenden Transportkosten und anhaltender Internationalisierung und Globalisierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ländern und Regionen. „Die Kollegen auf den anderen Baustellen befinden sich praktisch auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Nicht einmal einen Tag brauchen Produkte von Shanghai nach Potsdam. Von der pfeilschnellen Datenverarbeitung erst gar nicht zu reden. Diese neue Qualität der Weltökonomie 39 Koschatzky, K.: Räumliche Aspekte im Innovationsprozeß, 2001, S.15.
40 Vgl. Koschatzky, K. (2001): Räumliche Aspekte im Innovationsprozeß, S.176 f.
41 Vgl. Becker, S./ Gentner, S./ Lo, V./ Sablowski, T./ Troost, H.J. (2000): Integrationspapier des Teilpro- jektbereichs C - Globalisierung und Regionalisierung, in: Sonderforschungsbereich 403, „Vernetzung als Wettbewerbsfaktor am Beispiel der Region Rhein-Main“, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frank- furt/M., S.2 f.
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stellt die Städte und Gemeinden vor völlig neue Herausforderungen.“ 42 Wesentlich unbeweglicher hingegen ist der Produktionsfaktor Arbeit. Zwar hat sich die Mobilität der einzelnen Personen erhöht, aber aus einer globalen Sichtweise ist die Mo- bilität der Menschen als Produktionsfaktor, Abnehmer oder Bewohner einer Region eher gering.
Die neuen technischen Möglichkeiten fördern neben einer zwischenbetrieblichen Ar- beitsteilung aus der engere Zuliefer-Empfangs-Verflechtungen erwachsen, auch eine intensivere Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung konkurrierender oder bran- chenfremder Unternehmen. Diese begleitenden Tendenzen der globaleren wirtschaftli- chen Entwicklung fördern eine stärkere Regionalisierung. 43 Die These, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Region und weitere Ent- wicklungsdynamik in direkter Beziehung zu sich ansiedelnden bzw. vorhandenen Un- ternehmen und Arbeitskräften steht und sich auswirkt, ist allgegenwärtig. Auch Lage, Infrastruktur und die Ausstattung mit Forschungs- und Entwicklungskapazitäten spielen eine wichtige Rolle. Aber auch Standortfaktoren, wie kulturelle Aktivitäten, das Ein- kaufs- oder das Wohnungsangebot und Naherholungsflächen bestimmen die Lebens- qualität und beeinflussen zunehmend die Attraktivität einer Region. 44 Daraus erwächst der Anspruch, dass der Faktor Region als Ballungsraum ökonomischer Aktivitäten in Zukunft eine tragende Rolle spielen wird. Globalisierungstendenzen und einher gehende Entwicklungen der Informations- und Kommunikationstechnologie ver- schärfen zunehmend den Wettbewerb zwischen Standorten. 45 Globalisierung wird als zunehmende weltweite Vernetzung ökonomischer Aktivitäten gesehen und führt zu ei- nem Bedeutungswandel der räumlichen Einheiten. Die Regionalisierung kann als Folge
42 Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Rede auf der Kommu- nalkonferenz „Zukunft der Kommunalfinanzen“ der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU Brandenburg am 15.11.2003 in Potsdam.
43 Vgl. Gerling, K./ Schmidt, K.D. (2000): Zur Arbeitsteilung zwischen Regionen: Das nordöstliche Brandenburg aus der Sicht der regionalökonomischen Theorie, in: Institut für Weltwirtschaft, Kieler Ar- beitspapier Nr. 965, S. 1 f.
44 Genau diese Standortkriterien spiegeln das Problem der Neuen Bundesländer wider, da die Bereitschaft von Top-Managern und hochausgebildeten Arbeitskräften in weniger attraktive Regionen zu gehen eher gering ist und Unternehmen dadurch gezwungen sind, Standorte mit hoch ausgebildetem Arbeitskräftepo- tential zu suchen. Vgl. dazu ausführlich: Becker, S./ Gentner, S./ Lo, V./ Sablowski, T./ Troost, H.J. (2000): Integrationspapier des Teilprojektbereichs C - Globalisierung und Regionalisierung, in: Sonder- forschungsbereich 403, „Vernetzung als Wettbewerbsfaktor am Beispiel der Region Rhein-Main“, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/M., S.10 f.
45 Vgl. Becker, S./ Gentner, S./ Lo, V./ Sablowski, T./ Troost, H.J. (2000): Integrationspapier des Teilpro- jektbereichs C - Globalisierung und Regionalisierung, in: Sonderforschungsbereich 403, „Vernetzung als Wettbewerbsfaktor am Beispiel der Region Rhein-Main“, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frank- furt/M., S.5 f.
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und Gegenbewegung zum, durch die Globalisierung entstandenen Bedeutungsverlust von Staaten gesehen werden.
Abbildung 2-2 Einflussfaktoren der Globalisierung 46
Die nachfolgenden Beiträge bzw. Ansichten und Modelle sollen Städten, Regionen als auch Ländern Kritik- und Ansatzpunkte geben, um mit diesem kommunalpolitischen Wandel umzugehen. Denn voraus greifend kann festgestellt werden, dass Verwaltungs- strukturen überkommen sind, und tendenziell noch zu Entscheidungsträgheit und Infle- xibilität neigen. Regionen als auch ganze Länder müssen sich dieser Herausforderung stellen, um auch in Zukunft nicht nur existentiellen Kriterien zu genügen, sondern zu- kunftsweisend und strategisch handeln. 47
2.2 Arbeitsproduktivität und komparative Vorteile von Standorten nach
Adam Smith (1776) und David Ricardo - Klassik
Die Grundprinzipien und ersten Versuche Standortvorteile von Nationen und regionalen Standorten zu beschreiben haben eine lange Geschichte. Adam Smith untersuchte in seinen Werken 48 schon 1776 nach dem „komparativen Vorteil“ eines Landes. Er be- schrieb die Vorteilhaftigkeit, wenn ein Land ein Produkt exportiert, weil es zu den
46 Eigene Abbildung in Anlehnung an Vortrag „Globalisierung – Auswirkung auf Regionen“ der Profes- sur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der TU Chemnitz am 05.04.2004 in Chemnitz. 47 Vgl. Egeln, J./ Seitz, H. (1998): Städte vor neuen Herausforderungen, ZEW Wirtschaftsanalysen, Band 28, S.7 ff.
48 Vgl. Smith, A. (1776): The Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations. Seite 14
weltweit niedrigsten Kosten hergestellt wurde. David Ricardo griff diese These auf und erweiterte, dass der Markt und die Ressourcen eines Landes sich selbst die produktivs- ten nationalen Branchen suchen und ausbauen. Grundlage für die ricardianische Theorie ist der Produktionsfaktor Arbeit, der für die Erstellung jedes Gutes benötigt wird. Er erklärt Wettbewerbsvorteile beruhend auf den Handel zwischen Nationen und somit in den vorliegenden Unterschieden der Arbeitsproduktivität. Diese regionalen Unterschie- de begünstigen bzw. erschweren Industrien in unterschiedlichen Standorten, beruhend auf Ressourcen und herrschendem Umfeld innerhalb der Länder. 49 Diese klassische Sicht, hervorgehend auf den bestehenden Handel zwischen den Län- dern, ist den heutigen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Die Theorie des kompara- tiven Vorteils beruht auf unterschiedliche Ausstattung der klassischen Produktionsfak- toren 50 aber einer gleichwertigen Technologie und identischen Produkten in allen Län- dern. Länder mit billigen Arbeitskräften exportieren somit arbeitsintensive Produkte, Länder mit Bodenschätzen und Ackerland exportieren davon abhängige Waren. Weitere Annahmen der klassischen Theorie sind: 51
• Es gibt keine Economies of Scale.
• Produkte sind direkt vergleichbar und überall gleich.
• Der Bestand an nationalen Faktoren steht fest und ist nicht veränderbar.
• Qualifizierte Arbeit und Kapital können nicht zwischen den Ländern wan- dern.
Diese klassischen Annahmen sind unter modernen Wettbewerbsansätzen nicht mehr vertretbar und haben somit den Bezug der Anwendbarkeit verloren. Neben diesen Kriti- ken fehlt dieser Theorie ebenfalls eine ableitbare Unternehmensstrategie. Aus diesen Gründen möchte ich die klassische Theorie von Smith und Ricardo nicht näher erläutern, da spätere Wissenschaftler diesen Ansatz verfeinerten.
49 Vgl. Porter, M.: Nationale Wettbewerbsvorteile, 1991, aus dem Amerikanischen übersetzt von Wolf- gang Rhiel, S.31.
50 Klassische Produktionsfaktoren: Arbeit, Boden, Kapital, Rohstoffe 51 Vgl. nachfolgend Helpman, E./ Krugman, P.R. (1985). Increasing Returns, Imperfect Competition and International Trade Seite 15
2.3 Neoklassische Wachstumstheorie
2.3.1 Die Traditionelle industrielle Standortlehre
Die klassischen Ansätze zur Standorttheorie sind ab 1909 durch Weber, Hoteling (1929), Lösch (1940) und Smith (1971) begründet. 52 Im Mittelpunkt dieser traditionel- len Standorttheorien steht das Standortverhalten von Unternehmen, vor dem Hinter- grund der Kostenreduktion und Gewinnmaximierung. 53 Dabei stellt sich die Frage, in- wieweit diese traditionellen Standortlehren mit ihren modellhaften Annahmen auf die heutigen komplexen Standortentscheidungen übertragbar sind. Schließlich stammen sie aus einer Zeit, in der Produktions- und Transportkosten im Mittelpunkt standen. 54 Außerdem standen traditionell Agglomerationsfaktoren wie Zulieferer-Absatz- Beziehungen oder Transportkooperationen im Vordergrund, entgegen den informellen Netzwerken und der Art und Intensität von Kommunikation untereinander. 55 Aufbauend auf die klassischen Ansätze werden in der heutigen Literatur drei wesentli- che Gründe für die Standortentscheidung zu Grunde gelegt. Trotz der komplexen Ent- scheidung, welche Unternehmer heute treffen, stellen unter anderem Bade (2003), Bathelt/Glückler (2002) und Lüder/Küpper (1983) folgende Grobgliederung als Grund- lage heraus und unterscheiden:
• Neugründungen,
• Kapazitätsüberschüsse (Auslastungsdefizite),
• Unzufriedenheit mit dem jetzigen Standort.
Trotz der Vielfältigkeit der in der Realität vorherrschenden Standortentscheidungen, soll diese vereinfachende Gliederung ausreichend sein, unternehmerische standortbezogene Entscheidungen zu differenzieren. Viele Autoren bemängeln an heutigen Studien, diese fehlende Untergliederung, da diese grundverschiedene Voraussetzungen für eine Stand- ortvermarktung einer Region beinhalten.
Bei Neugründungen sind die vorhandenen Standortbedingungen meist schon wesentli- che Voraussetzung, denn oft entstehen sie aus einer regionalen Verflechtung heraus. 52 Schon Anfang des 19. Jahrhunderts sah Alfred Weber die Notwendigkeit einer Theorie des Standortes der Industrien darzustellen. Es gab zwar schon frühere Ansätze, jedoch wurden sie erst durch Weber zu einem geschlossenen Erklärungsansatz verbunden. Vgl. dazu Meyer-Lindemann, H. (1951): Typologie der Theorien des Industriestandortes, S.24.
53 Vgl. Gerling, K./ Schmidt, K.D. (2000): Zur Arbeitsteilung zwischen Regionen: Das nordöstliche Brandenburg aus der Sicht der regionalökonomischen Theorie, in: Institut für Weltwirtschaft, Kieler Ar- beitspapier Nr. 965, S. 6 f.
54 Vgl. Maier, J./ Beck, R. (2000): Allgemeine Industriegeographie, S.86.
55 Vgl. Bathelt, H./Glückler, J. (2002): Wirtschaftsgeographie, S.124 ff.
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Diese Bindung zur regionalen Ökonomie und sozialem Umfeld entkräften eine aktive Standortwahl und –entscheidung. Ähnlich verhält es sich mit Spin-offs und Buy-outs, deren Gründung ebenso von spezifischen persönlichen Merkmalen und Beziehungen abhängt. Mit einem Ausbau dieser Start-up Unternehmen wächst auch das Interesse regionenübergreifend Standortentscheidungen zu treffen.
Kapazitätsüberschüsse bzw. Auslastungsdefizite stellen bei der heutigen wirtschaftli- chen Situation wesentlichste Ansatzpunkte für regionales Standortmarketing dar. Worin Auslastungsdefizite noch zum größten Teil mit Schließungen und Verkleinerungen ein- hergehen, führen im Wesentlichen Expansionsentscheidungen zu neuen Standorten au- ßerhalb der bisherigen Heimatregionen. Weiterhin spielen am neuen Standort Nachfra- geverhalten, Konkurrenzsituation und deren Verhalten als auch Kostenreduktionen eine Rolle. 56 Ähnliche Ansatzpunkte sind auch bei Unternehmensverlagerungen von Bedeutung. Wie bereits einleitend erläutert, zwingen diese Kapitalflucht und Unloyalität gegenüber tra- ditionellen Standorten nicht nur Regionen und Städte sondern auch Staaten zur Etablie- rung lukrativer Unternehmensstandorte. Grundlage spielt hier der Vergleich bisheriger Faktoren eine wesentliche Rolle, wie z.B. Arbeitsmarkt- und Kostenstrukturen, Absatz- und Zuliefererpotentiale als auch Agglomerationsvorteile. 57 Wie bereits erwähnt spiegeln in der industriellen Standortlehre drei wesentliche Fakto- ren die Standortwahl von Unternehmen und infolge dessen die Attraktivität eines Standortes wider: 58
• Materialstandorte und damit verbundene transportkostenminimierende Pro- zesse,
• Arbeitsmarkt und einhergehende Arbeitskosten und
• Agglomerationswirkungen.
Abnehmende Bedeutung von Transportkosten
Die Literatur vertritt den Konsens der abnehmenden Bedeutung der Transportkosten als Standortentscheidungskriterium. 59 Zu Webers Zeiten ergab sich eine unterschiedliche Transportkostenstruktur durch rohstoffintensive Produktion. Im Gegensatz zu traditio-
56 Vgl. dazu ausführlich Runer, H. (1999): Die Bestimmung der Standortanforderungen bei Standortent- scheidungen, S.35 ff.
57 Vgl. Bathelt, H./Glückler, J. (2002): Wirtschaftsgeographie, S.63 ff und Gerling, K./ Schmidt, K.D. (2000): Zur Arbeitsteilung zwischen Regionen: Das nordöstliche Brandenburg aus der Sicht der regional- ökonomischen Theorie, in: Institut für Weltwirtschaft, Kieler Arbeitspapier Nr. 965, S.11. 58 Vgl. nachfolgend Bathelt, H./Glückler, J. (2002): Wirtschaftsgeographie, S.124.
59 Vgl. dazu z.B. Brede, H. (1971): Bestimmungsfaktoren industrieller Standorte, S.17 f. Seite 17
nellen Industrien beinhaltet die Verarbeitung den Großteil des Wertes eines Produktes. Vor allem in der Hightech Branche sind Transportkosten in Abhängigkeit zum Umsatz sehr gering. Dadurch wirken sich Standortverlagerungen aus transportkostenökonomi- schen Gründen kaum auf die Kostenstruktur aus, und spielen laut Bathelt/Glückler an- hand einer Unternehmensbefragung eine untergeordnete Rolle. 60 Eher spielen die Er- reichbarkeit, Zuverlässigkeit, Flexibilität und Transportgeschwindigkeit heutzutage eine größere Rolle als nur kostenorientiert zu agieren.
Agglomerationsvorteile im Wandel
Die traditionelle Standortlehre beschreibt Agglomerationsvorteile als direkte Kostenvor- teile beruhend auf einer räumlichen Ballung von Unternehmen, FuE Einrichtungen, Zu- lieferern oder Kunden. Laut Bathelt/Glückler sind Kosteneinsparungen aus Agglomera- tionen wesentlich geringer als angenommen. Zwar bringt räumliche Nähe vorteilhaftere Rahmenbedingungen, jedoch sind branchenspezifisch Agglomerationsvorteile sehr ver- schieden. Einzig erwähnen Bathelt/Glückler die Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen als vorteilhafteste Rahmenbedingung. Darauf aufbauend ist die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte ein wesentliches Standortentscheidungs- kriterium. 61
Bedeutung des Arbeitsmarktes
Der Wandel im Arbeitsmarkt kann im Wesentlichen Kompetenzentwicklungen, den ändernden Arbeitsformen und Wertschöpfungsressourcen zugeordnet werden. Im Ge- gensatz zu klassischen Annahmen ist eine Zunahme wissensbasierter Tätigkeiten zu verzeichnen, welches Aus- und Weiterbildung ständig an Bedeutung gewinnen lässt. 62 Die Bedeutung des Arbeitsmarktes 63 kann in zwei Kriterien untergliedert werden, in das Lohnniveau und die Qualität der Arbeitskräfte. Die vor allem in Deutschland viel disku- tierten Lohnkosten (insbesondere der Lohnnebenkosten) spielen branchenabhängig ent- weder eine sehr wichtige oder unwesentliche Rolle. In High-Tech-Industrien spielen Lohnkosten eine eher untergeordnete Rolle und das Lohnniveau hat nur selten Einfluss auf die Standortentscheidung. Im Vergleich dazu spielt die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte eine wesentlich wichtigere Rolle. Bathelt/Glückler kommen in einer Be-
60 Vgl. Bathelt, H./Glückler, J. (2002): Wirtschaftsgeographie, S.138.
61 Vgl. Bathelt, H./Glückler, J. (2002): Wirtschaftsgeographie, S.140.
62 Vgl. Wilken, U. J. (2003): Erfolgsfaktoren regionaler Wirtschaftsentwicklung, 3. Wissenschaftsforum: Zukunft Rhein-Main, am 01.12.2003 der TU Darmstadt, Zusammenfassung der Vorträge, S.2. 63 Vgl. Brede, H. (1971): Bestimmungsfaktoren industrieller Standorte, S.19 ff.
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Norman Siegert, 2004, Erfolgsfaktoren von Regionen, München, GRIN Verlag GmbH
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