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2.3 Kriterien zur Struktur S 17
2.3.1 Die Homepage einer ÖB S 17
2.3.2 Das Problem mit der Zielgruppe S 17
2.3.3 Problemlösung S 18
2.3.4 Die einzelne Seite S 19
2.3.5 Die Gesamtheit aller Seiten S 20
2.4 Inhaltliche Kriterien S 21
3 Auswahl der bewerteten Seiten S 23
4 Bewertung und Vergleich S 24
4.1 StadtBibliothek Köln S 24
4.2 Stadtbibliothek Sindelfingen S 27
4.3 Stadtbücherei Wuelfrath S 30
4.4 Stadtbücherei Hachenburg S 32
5 Vergleich aller bewerteten Seiten und Schlußbetrachtung S 35
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1 Einleitung
Das Internet ist eine faszinierende Sache. Seitdem ich vor 1 ½ Jahren damit in Kontakt gekommen bin, läßt es mich nicht mehr los.
Die Idee, über die Bewertung von Internetseiten eine Diplomarbeit zu schreiben, ist in mir während dieser Zeit gereift. Verstärkt wurden diese Gedanken durch die Erstellung diverser
Internetseiten. 1
Während dieser Zeit habe ich viele Internetseiten gesehen, die unter die Kategorie nicht nachgedacht fallen. Am häufigsten ist der Fall, daß Seiten mit Grafiken vollgeladen sind. Der Großteil meiner Erfahrungen sind negativ. Meine Diplomarbeit kann dazu dienen, daß aus eigenem Antrieb die „Fehler„ vermieden werden.
In dieser Diplomarbeit lege ich den Schwerpunkt auf mögliche Kriterien. Diese können, wie schon erwähnt, Erstellern von Internetseiten wichtige Hinweise geben. Zum anderen aber kann man mit diesen Kriterien bestehende Internetseiten bewerten und vergleichen. Als Beispiel, wie so etwas funktionieren kann, dient der Vergleich von 4 Bibliotheken, den ich in dieser Arbeit vornehmen werde.
Wenn in dieser Arbeit die männliche Form von Nutzern, Erstellern, etc. gebraucht wird, ist selbstverständlich auch die weibliche Form gemeint.
1 Als Beispiel seien hier die Internetseiten der Fachschaft des Fachbereiches Bibliotheks und
Informationswesen (http://www.fbi.fh-koeln.de/fb/fachscha/index.htm) sowie die Seiten der Stadtbücherei
Bergheim (http://www.bm.shuttle.de/biblio) genannt. Diese habe ich zusammen mit einem Komilitonen
erstellt.
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2 Bewertungskriterien
Um Internetseiten bewerten zu können, werden Kriterien benötigt. Ziel dieses Kapitels ist es, Kriterien zur Bewertung von Internetseiten Öffentlicher Bibliotheken zu erstellen.
Die Kriterien
Da Internetseiten generell verschiedene Funktionen haben können, ist es zuerst ratsam, sich über die Funktion der Internetseiten von ÖBs zu erkundigen. Denn erst wenn man weiß, welche Funktion die Internetseite erfüllen soll, kann man sich über Inhalte und deren Strukturierung Gedanken machen.
Generell kann man zwischen fünf Funktionen unterscheiden: 2
• Unterhaltungsfunktion
• Verkaufsfunktion
• Informationsfunktion
• Nachrichtenfunktion
• Persönliche Informationen
Der Hauptzweck von Seiten mit Informationsfunktion ist es, auf Tatsachen beruhende
Informationen darzustellen. 3 Dies ist auch eine der vielfältigen Aufgaben Öffentlicher Bibliotheken. Internetseiten Öffentlicher Bibliotheken sind demnach der Kategorie der Informationsseiten zuzuordnen.
Eine weitere Aufgabe der Öffentlichen Bibliothek ist es, „Orientierung in der Medienvielfalt zu
vermitteln.„ 4 Auch dazu können die Internetseiten wie kein anderes Medium beitragen. Denn das Internet ist interaktiv, und genau diese Interaktivität ist ein wichtiges Hilfsmittel. Die zwei bisher genannten Aufgaben können von Öffentlichen Bibliotheken sehr gut durch Internetseiten abgedeckt werden.
Damit die Nutzer diese intensiv nutzen, sollte man die Seiten kritisch bewerten. Diese
2 vgl. Alexander / Tate (1997 a)
3 vgl. Alexander / Tate (1997 b)
4 Bibliotheken 93 (1994), S.4
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Bewertung sollte optimalerweise durch mindestens zwei Personen erfolgen: dem Webmaster der Bibliothek und einer Person, die an der Erstellung der Seiten nicht beteiligt ist. Dieser Vorgang ermöglicht eine objektive Bewertung der Seiten.
Was für Kriterien gibt es also?
Zuerst ist es ratsam, die Kriterien in verschiedene Gruppen aufzuteilen, da nur so eine möglichst objektive Bewertung möglich ist.
Aus diesem Grunde habe ich mich für folgende Aufteilung entschieden:
• Formale Kriterien
• Layout-Kriterien
• Struktur-Kriterien
• Inhaltliche Kriterien
Alle Kriterien sind mit Fragen versehen, die mit Ja oder mit Nein beantwortet werden können. Im direkten Vergleich von Bibliotheksseiten ist die Anzahl der Fragen, die mit JA beantwortet werden, ein Indikator für die Qualität der Internetseiten.
Allerdings sollte man die Anzahl der Fragen, die mit JA beantwortet wurden, nur bei Bibliotheksseiten vergleichen, die annähernd die selbe Struktur und Größe haben. Selbst der Vergleich von Seiten mit Frames mit denen, die auf Frames verzichten, hinkt sehr.
Alle Kriterien sind im Anhang noch ´mal zusammengefaßt und als tabellarischer Fragebogen dargestellt. Dieser Fragebogen hat nicht dieselbe Struktur wie die nun folgenden Kriterien. Die Reihenfolge wurde aus arbeitspraktischen Gründen etwas geändert. Daher kann dieser Bogen zur Bewertung benutzt werden.
2.1 Formale Kriterien
Die Überprüfung dieser Kriterien hängt von der Tatsache ab, ob sie vorhanden sind oder nicht. Daher ist die Überprüfung in der Regel immer objektiv.
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2.1.1 Änderungen von Inhalten
„Wie ein Bibliothekskatalog braucht auch eine WWW Seite ständig Pflege. Wenn auf aktuelle
und korrekte Einträge zu wenig Wert gelegt wird, werden die Angebote nicht in vollem
Umfang genutzt.„ 5
Daher ist es wichtig, folgende Kriterien zu beachten:
⇒ Gibt es eine Seite, die alle Änderungen auflistet? 6
⇒ Falls ein Inhaltsverzeichnis oder eine Sitemap 7 existiert, sind dort aktualisierte / veränderte
Informationen irgendwie gekennzeichnet? 8
⇒ ⇒ Sind die als neu gekennzeichneten Informationen auch wirklich neu? 9 Dies ist allerdings nicht immer objektiv zu erkennen.
⇒ Falls Seiten gelöscht oder verschoben wurden, wurde jeweils eine Ersatzseite angelegt? 10
⇒ Erklärt diese Ersatzseite den Grund der Löschung bzw. wo die neue Seite zu finden
ist? 11
2.1.2 Seitengröße/länge
Die Länge der Seite ist ein wichtiges Kriterium, da immer nur ein Teil der Seite auf dem
Bildschirm zu sehen ist. Da es allerdings sehr schwer ist, die Länge der Seite auf eine
Bildschirmgröße zu begrenzen, halte ich eine maximale Länge von drei Bildschirmseiten für
sinnvoll. 12 Zur Verdeutlichung des Verhältnisses von Seitenlänge und Bildschirmgröße dient die Grafik,
die auf der nächsten Seite folgt.
5 Grothkopf (1995) S. 25
6 vgl. Grothkopf (1995) S. 25, Kübler / Struppek (1996) S. 11, Apitz (1996) S. 216 7 Eine Sitemap ist eine graphische Darstellung der vorhandenen Seiten incl. ihrer Verbindungen. Siehe auch
Kapitel 3.3.3. Mit Inhaltsverzeichnis ist nicht die Anzeige der enthaltenen Seiten gemeint, die in der Regel auf der Homepage enthalten ist. Ebenfalls ist mit Inhaltsverzeichnis auch nicht die Navigationsleiste bei geframten Seiten gemeint, außer sie ändert sich im Verlauf der Seiten.
8 vgl. Apitz (1996), S. 215 9 vgl. Apitz (1996), S. 216 10 vgl. Apitz (1996) S. 216 11 vgl. Apitz (1996), S. 216 12 Apitz räumt ein, daß eine Bildschirmgröße nicht immer realisierbar ist. Vgl. Apitz (1996) S. 199. Damit
stimmen auch Scheuer / Thies überein, die als Grundlage hierfür einen Bildschirm mit einer Auflösung von 800 x 600 vorsehen. Vgl. Scheurer / Thies (1996 c)
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Aufgrund dieser Festlegung ergeben sich folgende Kriterien:
⇒ Wieviel Bildschirmgrößen ist die Seite lang?
⇒ Wenn die Seite länger ist als 3 Bildschirmgrößen:
⇒ Sind interne Links zu Stichpunkten bzw. Teilüberschriften vorhanden? 13 ⇒ Wenn ja, wird dem Leser die Möglichkeit geboten, direkt von dieser Stelle aus an den Anfang der Seite zurückzukehren? 14
⇒ Wenn nein, kann man dies zumindest vom Ende der Seite?
13 vgl. Koch-Steinhammer (1997), S. 269
14 vgl. Koch-Steinhammer (1997), S. 269 15 Leicht abgeänderte Grafik. Vgl. Lynch / Horton (1997 a)
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2.1.3 Seitenkennzeichnung
Es ist zu beachten, daß jede Seite aus ihrer festen Struktur gelöst sein kann. Das ist der Fall
wenn etwa Seiten von Suchmaschinen gefunden werden. 16
Aufgrund dieses Problems, das aufgrund der Vielfalt des Internet immer Beachtung bekommt, sind folgende Kriterien zu beachten:
⇒ Ist auf der Seite ein Logo der Bibliothek vorhanden? 17 ⇒ Sind ein Titel / eine Überschrift vorhanden, die aussagekräftig sind? Beispiel.: „Einleitung eines WWW Reports„ ist aussagekräftig, „Einleitung„ nicht. 18
⇒ Gibt es einen Text am Anfang der Seite, der als Kurzbeschreibung des Inhalts dient? 19 ⇒ Ist der Autor benannt? 20 ⇒ Wenn ja, ist dessen E-Mail Adresse ersichtlich? 21 ⇒ Ist das Datum der letzten Änderung vermerkt? 22
Wenn ja:
⇒ Ist es international verständlich?
Beispiel: 10 Jul 95 ist international verständlich. 23
⇒ Wurde das Datum auf Anhieb gefunden? 24 ⇒ Gibt es Links zu anderen Versionen des Dokuments? 25
Wenn ja:
⇒ zu anderssprachigen Versionen? 26 ⇒ zu weniger speicherintensiven Versionen? 27 ⇒ zu speziellen Versionen zum Ausdrucken? 28
16 Wenn diese Seite aus einem geframten Angebot stammt, ist auch nur diese eine Seite zu sehen – ohne alle
anderen Frames -
17 vgl. Ramm (1995) S. 274 18 vgl. Apitz (1996) S. 193, Ramm (1995) S. 267 19 vgl. Reips (1997) S. 507 20 vgl. Reips (1997) S. 507 21 vgl. Apitz (1996) S. 193, Reips (1997) S. 507, Hilberer S. 1457 f., Vogt (1997) S. 248 22 vgl. Apitz (1996) S. 194, Reips (1997) S. 507, Vogt (1997) S. 248 23 vgl. Apitz (1996) S. 194 24 vgl. Beyer / Hüskes S. 152 25 vgl. Reips (1997) S. 507 26 vgl. Reips (1997) S. 507 27 vgl. Reips (1997) S. 507 28 vgl. Reips (1997) S. 516
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⇒ Falls Plug Ins verwendet werden müssen, sind Links zu den Herstellern dieser gelegt? 29
⇒ Ist der URL der Seite im Dokument vorhanden (z.B. am Fuß der Seite) ?
30
2.1.4 Der Quelltext der Seite
Der Quelltext einer Seite dient nicht nur dazu, den Aufbau einer Seite zu beschreiben.
Vielmehr enthält er auch sogenannte „Meta Tags„. Diese sind im HEAD Teil des Quelltextes
enthalten. Meta Tags enthalten Anweisungen, welche für WWW-Server, WWW-Browser und
Suchmaschinen im Internet nützlich sind. 31
⇒ Gibt es überhaupt Meta Tags? 32
Wenn ja, welche der folgenden Elemente sind vorhanden:
⇒ Titel (Title)
⇒ Kurzbeschreibung (Description)
⇒ Angaben zum Autor (Autor bzw. Creator)
⇒ Stichworte (Keywords)
2.2 Kriterien zum Layout
Kriterien zum Layout lassen sich im Gegensatz zu den formalen Kriterien nicht immer objektiv
feststellen. Oft ist die Beobachtung des Nutzers von vorherigen Erfahrungen geprägt bzw.
einfach nur von seinem Geschmack abhängig. Dieser Tatsache kann allerdings bei der
Bewertung von Internetseiten keine Berücksichtigung finden, da die Beobachtungen jedes
Nutzers subjektiv sind.
Frames und Grafiken zähle ich als Bestandteile des Layouts. Aufgrund der Tatsache, daß diese
Layoutmittel jedoch umstritten sind, lege ich zuerst die Vor- und Nachteile dar. Die Vor- und
Nachteile werden dann von mir verglichen und aufgrund dieses Vergleichs Kriterien aufgestellt.
29 vgl. Reips (1997) S. 507
30 vgl. Reips (1997) S. 507 31 Vgl. Münz (1997) 32 Mit Meta Tags kann man den Standards des sogenannten Dublin Core Metadata entgegenkommen, der die
Form und die Inhalte von Metadaten standatisiert. Für näherer Informationen und die Entwicklungsgeschichte der Dublin Core Metadata vgl. u.a. Rush-Feja (1997)
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2.2.1 Grundsätzliches
Als Oberster Leitsatz gilt: „Eine Web-Page sollte mit jedem Browser in jeder (vernünftigen)
Einstellung gut aussehen.„ 33 Zwar kann man darüber streiten, was jetzt vernünftig heißt, jedoch
wird eins deutlich: Seiten, die auf einen bestimmten Browser zugeschnitten sind, sind als schlecht zu bewerten und daher abzulehnen.
Wenn man dann Seiten gestaltet, wird empfohlen, sich jederzeit auf das Wesentliche zu
beschränken und überflüssige Bestandteile wegzulassen. 34
Daß dies nicht immer der Fall ist, meint auch Vogt: „Die meisten Websurfer klicken genervt weiter, wenn ihnen schlechtes, unübersichtliches Design vor die Nase kommt - und schauen
meist kein zweites Mal vorbei.„ 35
Folgende Grafiken sollen verdeutlichen, was gutes und schlechtes Design ist: 36
Abbildung 2) Beispiel für schlechtes (links) und gutes Design
Daher ist es für Bibliotheken wichtig, sich die folgenden Kriterien zu vergegenwärtigen.
33 Demmel (1997) S. 72
34 vgl. Apitz (1996) S. 201 35 Vogt (1997) S. 246 36 Leicht abgeänderte Grafik. Quelle: Lynch / Horton (1997 c)
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2.2.2 Ausrichtung
Die Ausrichtung eines Textes kann auch das Layout einer Seite stark beeinflussen. Daher ist
folgendes Kriterium für die Ausrichtung zu beachten:
⇒ Sieht es so aus, als wäre der Text auf der Seite an gedachten senkrechten und waagerechten Linien ausgerichtet? 37
2.2.3 Frames
Frames zähle ich zum Layout, da man – wenn man will - auf sie verzichten kann. Wenn man sie
allerdings einsetzt, können sie wesentlich zum Layout einer Seite beitragen.
Vorteile von Frames:
• „Eine Lösung mit Frames unterstützt effiziente Navigation, eine ohne Frames nicht„ 38
• „Die Navigation wird also deutlich vereinfacht, da man nicht mehr durch das gesamte
Dokument scrollen muß, um die Navigationsleisten zu finden„ 39
Nachteile von Frames:
• „Der ausschließliche Einsatz von Frames zur Seitenstrukturierung endet fast immer in einer
optisch wenig ansprechenden Site.„ 40
• „Die Ladezeit einer Seite mit Frames nimmt mit Anzahl der Unterteilungen deutlich zu.„
41
• Dem eigentlichen Inhaltsframe wird durch gleichzeitig sichtbare andere Frames wie Logo,
Banner, Navigationsleiste und Hauptmenu zu wenig Platz eingeräumt. 42
37 vgl. Apitz (1996) S. 201
38 Ashwort (1997), nach Vogt (1997) S. 247 39 Demmel (1997) S. 59 40 Eike (1997) S. 219 41 Beyer / Hüskes (1997) S. 155 42 vgl. Eike (1997) S. 219
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Mein Fazit:
Wenn man die Vor -und Nachteile von Frames gegeneinander abwiegt, überwiegen meiner
Meinung nach die Vorteile. Allerdings sollte immer folgendes beachtet werden:
• Eine framelose Startseite, die zusätzlich angeboten wird, ist immer sinnvoll. 43
• Frames sollten immer „sparsam und gezielt„ eingesetzt werden. 44
• Frames sind nur für den „maßvollen Einsatz zur Unterbringung von Navigationsleisten„
sinnvoll, jedoch nicht zur „sinnlosen Zergliederung des Bildschirms„. 45
• Ich halte zwei Frames für sinnvoll: Ein Frame als Navigationsleiste, einer als Inhaltsframe.
All dies drückt Eike folgendermaßen aus:
„Auf gut gestalteten Websites passen sich Frames harmonisch, das heißt unauffällig, in das
Gesamtlayout ein.„ 46
Basierend auf diesen Grundsätzen gelten folgende Kriterien:
⇒ Werden Frames verwendet?
Wenn ja:
⇒ Sind die Frames rahmenlos? 47
⇒ Welche Funktionen erfüllen die Frames?
⇒ Navigationsleiste
⇒ Inhalt
⇒ sonstiges
43 vgl. Beyer / Hüskes (1997) S. 155. Die Autoren schlagen ein frameloses Angebot an Seiten vor. Die
Gestaltung und Pflege eines zusätzlichen Angebotes ist jedoch sehr zeitaufwendig. Aus diesem Grund sollte zumindest eine framelose Startseite angeboten werden.
44 vgl. Eike (1997) S. 219 45 Vogt (1997) S. 247 46 Eike (1997) S. 219 47 Eike (1997) S. 219
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⇒ Wenn eine Navigationsleiste vorhanden ist:
⇒ ist sie links angeordnet? 48
⇒ sind alle Navigationselemente zu sehen, ohne daß gescrollt werden muß? 49
⇒ Gibt es ein alternatives frameloses Angebot?
⇒ Wenn nein, gibt es zumindest eine framelose Startseite?
2.2.4 Grafiken
Grafiken sind dem Layout zuzuordnen, weil sie einen großen Einfluß auf das Layout einer
Seite haben. Dieses wird deutlich, wenn man Seiten von Firmen betrachtet, die sich derzeit im
Internet befinden.
Vorteile von Grafiken:
• „Eine Grafik kann einen Text auflockern und somit das Lesen eines Dokumentes
angenehmer machen.„ 50
• „Eine Grafik kann einen Text verdeutlichen, Aussagen veranschaulichen ...„
51
• Dies unterstreicht der Volksmund, wenn er sagt: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte„.
• Grafiken können auch zur Orientierung in einem Dokument dienen. 52
Nachteile von Grafiken:
• Ein Bild sagt zwar mehr als tausend Worte. Jedoch dauert es in der Regel um ein Vielfaches
länger, eine Grafik als einen Text zu laden. 53
• Beyer und Hüskes sagen gar, daß dies meistens sogar zehnmal so lange dauert. 54
48 Links aus dem Grunde, da in unserem Kulturkreis von links nach rechts gelesen wird 49 Optimal ist es, wenn die Navigationsleiste so konzipiert ist, daß alles ohne zu scrollen zu sehen ist und so die
Scrollleiste per HTML ausgeblendet werden kann.
50 Apitz (1996) S. 203 51 Apitz (1996) S. 203 52 vgl. Apitz (1996) S. 201 53 vgl. Apitz (1996) S. 204 54 vgl. Beyer / Hüskes (1997) S. 155
Seite 14
Mein Fazit:
Bei der derzeitigen Überlastung des Internets ist meiner Meinung der Einsatz von Grafiken
eingeschränkt zu empfehlen. Wenn man sich für Grafiken entscheidet, sollten sie nie als
Selbstzweck eingesetzt werden. 55 . Außerdem sollten Grafiken „... sparsam, aber nicht zu geizig eingesetzt werden und sollten nur da benutzt werden, wo sie zum tieferen oder
leichterem Verständnis eines Textes beitragen.„ 56
Basierend auf diesen Aussagen ergeben sich folgende Kriterien:
⇒ Tragen die Grafiken zum besseren Verständnisses des Textes bei? ⇒ Wenn die Grafiken im GIF Format sind: Sind sie als interlaced definiert? 57 ⇒ Ist das ganze Bild zu sehen, ohne daß die Seite Horizontal oder vertikal gescrollt werden muß ? 58
⇒ Wenn eine große und farbintensive Grafik unumgänglich ist: Ist ein Thumbnail vorgeschaltet? 59
(Ein Thumbnail ist eine kleine, max 160 x 160 Pixel große Grafik 60 )
⇒ Ist die Grafik mit einem alternativen (ALT) Text versehen? 61 ⇒ Ist die Größe der Grafik angegeben? 62 ⇒ Wenn Diagramme und Imagemaps zu sehen sind:
Ist der Inhalt dieser auch im Text beschrieben? 63
⇒ Wenn Animierte Grafiken benutzt werden:
⇒ Können sie weggescrollt werden?
(So daß sie im weiteren Verlauf der Seite nicht stören?) 64
55 vgl. Apitz (1996) S. 203
56 Apitz (1996) S. 203 57 vgl. Beyer / Hüskes (1997) S. 154. Interlaced Grafiken haben den Vorteil des frühen Erkennens. Non-
Interlaced Grafiken bauen sich Reihe für Reihe auf, Interlaced Grafiken dagegen werden immer schärfer. Diesen Vorteil haben Grafiken im JPG Format nicht. Jedoch ist das JPG Format z.B. für Fotos besser geeignet.
58 vgl. Apitz (1996) S. 205 empfiehlt deshalb die Breite auf 472 Pixel zu beschränken. Aber was für die Breite
gilt, muß auch für die Höhe gelten.
59 vgl. Apitz (1996) S. 207 60 vgl. Ramm (1995) S. 273 61 vgl. Apitz (1996) S. 208, Beyer / Hüskes (1997) S. 154, Ramm (1995) S. 273, Vogt (1997) S. 248. Dies kann
man daran erkennen, wenn bei ausgeschalteter Grafikfunktion ein Text innerhalb der Grafiken zu lesen ist
62 vgl. Beyer / Hüskes (1997) S. 154, Apitz (1996) S. 206, Dieses geschieht im Quelltext und ist daran
erkennbar, wenn die Größe der Grafik trotz ausgeschalteter Anzeige zu erkennen ist
63 Vgl. Ramm (1995) S. 272.
64 Vgl. Reips (1997) S. 510
Arbeit zitieren:
Thomas Fedder, 1998, Internetseiten Öffentlicher Bibliotheken - eine kritische Analyse, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Die Konstruktion nationaler Identität in Martinique
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