Danksagung
Für die Betreuung während meines Studiums der Internationalen Tourismuswirt- schaft an der Hochschule Harz und für die Übernahme der Korrektur meiner Diplom- arbeit danke ich Herrn Professor Dr. Dreyer und Frau Dr. Mathilde Sophie Groß.
Allen Mitarbeitern des Landschaftsparks Duisburg-Nord danke ich für die freundliche Arbeitsatmosphäre während meines Praktikums und die mir entgegengebrachte Hilfsbereitschaft.
Ebenso steht meiner Kommilitonin Janet Kokot Dank zu, die mir besonders in der letzten Phase meines Studiums mit guten Ratschlägen und ermunternden Worten zur Seite gestanden hat.
Auch alle meine weiteren Freundinnen und Freunde haben daran mitgewirkt, dass ich vier sehr schöne Studienjahre in Wernigerode und in Esbjerg erleben durfte.
Schließlich gebührt meinen Eltern, Heidi und Wolfgang Hafer, besonderer Dank, da sie sowie meine gesamte Familie zur Entwicklung meiner Fähigkeiten entscheidend beigetragen und mich in allen meinen Entscheidungen uneingeschränkt unterstützt haben.
I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS NA
TABELLENVERZEICHNIS NA
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS NA
1. EINLEITUNG 1
Problemstellung 1
Zielsetzung 1
2. DAS RUHRGEBIET UND DER NA
DUISBURG-NORD 3
Das Ruhrgebiet 3
2.1.1 Geschichtliche Entwicklung 4
2.1.2 Strukturwandel 5
Vorstellung des Landschaftspark Duisburg Nord 6
2.2.1 Geschichtliche Entwicklung und touristische Inwertsetzung 6
2.2.2 Wesentliche Akteure 8
3. TOURISMUS IM RUHRGEBIET 9
Alleinstellungsmerkmale des Ruhrgebietes 9
Industriekultur 10
3.2.1 Definition und geschichtliche Entwicklung 11
3.2.2 Typisierung von industriekulturellen Institutionen 12
3.2.3 Chancen und Risiken 13
Kulturtourismus 15
3.3.1 Definition Kulturtourismus 16
3.3.2 Formen des Kulturtourismus 17
Industrietourismus 18
3.4.1 Definition und Eingliederung in den Kulturtourismus 18
3.4.2 Determinanten des Industrietourismus 19
4. SITUATIONSANALYSE DER VERMARKTUNG NA
LANDSCHAFTSPARK DUISBURG NORD 21
Kulturmarketing 21
4.1.1 Begriff Kulturmarketing und Besonderheiten 22
4.1.2 Komponenten des Kulturmarketing 24
Spezifische Anforderungen an Kultureinrichtungen in der NA
Vermarktung 25
Sekundäranalyse der Vermarktung des Landschaftsparks 26
4.3.1 Einordnung des Landschaftsparks in den Marketingkontext 27
4.3.2 Betriebsanalyse 28
Zielsetzung 29
Funktionsbereich Naturschutz 30
Funktionsbereich Naherholung und Freizeit 30
Funktionsbereich Industriegeschichte und Tourismus 32
Funktionsbereich Veranstaltungen an einzigartigen Orten 34
Funktionsbereich Berufliche Qualifizierung und Arbeiten 36
4.3.3 Marktanalyse 36
II
Marktabgrenzung 37
Analyse der touristischen Nachfragesituation 38
Analyse der touristischen Konkurrenzsituation 41
4.3.4 Umfeldanalyse 45
5. EMPIRISCHE ANALYSE ZU MÖGLICHKEITEN EINER NA
TOURISTISCHEN INWERTSETZUNG 50
Allgemeines zur Marktforschung im Tourismus 50
5.1.1 Methoden der Datenerhebung 50
Primärdatenerhebung 51
Sekundärdatenerhebung 52
5.1.2 Auswahlverfahren 52
Zufallsauswahl 53
Bewusste Auswahl 53
5.1.3 Gütekriterien 54
Aufbau der empirischen Analyse 54
5.2.1 Zielfestlegung Definitionsphase 54
5.2.2 Bestimmung der Forschungsmethode Designphase 55
Wahl der Stichprobe 56
Thematischer Aufbau des Fragebogens 57
5.2.3 Durchführung der Datenerhebung Erhebungsphase 59
6. AUSWERTUNG UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN NA
BERÜCKSICHTIGUNG DER DATENERHEBUNG 60
Zusammenfassung und Strukturierung der Ergebnisse 60
6.1.1 Besucherbefragung im Landschaftspark Duisburg Nord 60
Themenkomplex Besucherprofil 60
Themenkomplex Zufriedenheit 64
Themenkomplex Veranstaltungen 66
Themenkomplex Angebotserweiterung 67
6.1.2 Nichtbesucher Befragung 68
Nicht-Besucher-Profil 68
Ursachen für die Nicht Wahrnehmung des Parks als Besuchsziel 70
Strategische Diagnose 73
Handlungsempfehlungen für den Marketing Mix im Landschaftspark 77
6.3.1 Produktpolitik 77
6.3.2 Preispolitik 79
6.3.3 Distributionspolitik 80
6.3.4 Kommunikationspolitik 81
6.3.5 Servicepolitik Personalpolitik Ausstattungspolitik und Prozesspolitik 85
7. SCHLUSSBEMERKUNG UND AUSBLICK 88
STICHWORTVERZEICHNIS 89
ANHANG 90
LITERATURVERZEICHNIS 101
III
Abbildung Das Ruhrgebiet nach RVR Abgrenzung 4
Abbildung Strukturwandel im Ruhrgebiet NA
Beschäftigte 6
Abbildung Arten des Tourismus 15
Abbildung Untergruppen des Kulturtourismus 17
Abbildung Lichtinstallation im Landschaftspark Duisburg Nord 34
Abbildung Gebläsehallenkomplex des Landschaftspark Duisburg Nord 35
Abbildung RA Urlaubsformen im Aufwind 40
Abbildung RA Konsumprioritäten der Deutschen 47
Abbildung Benutzte Verkehrsmittel der befragten Besucher 62
Abbildung Häufigkeit des Parkbesuchs 63
Abbildung Gründe für einen Besuch im Landschaftspark Duisburg Nord 63
Abbildung Altersverteilung der befragten Nicht Besucher 69
Abbildung Informationsverhalten 70
Abbildung Gründe für Ausflüge und Kurzreisen 71
Abbildung Gründe für den Nicht Besuch des Ruhrgebiets 72
Tabelle Marktsegmente des Landschaftspark Duisburg Nord 37
Tabelle Kenntnis Industriekulturelle Einrichtungen 44
Tabelle Altersstruktur der befragten Besucher des NA
Duisburg-Nord 61
Tabelle Gruppengröße der befragten Personen 61
Tabelle Einschätzung der Attraktivitätserhöhung durch neue Angebote 67
Tabelle SWOT Analyse Stärken und Schwächen 74
Tabelle SWOT Analyse Chancen und Risiken 75
IV
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
AG Aktiengesellschaft
BAT British American Tobacco
d. Verf. Der Verfasser/ die Verfasserin
ETI Europäisches Tourismus Institut GmbH
FUR Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.
IBA Internationale Bauausstellung
LEG Landesentwicklungsgesellschaft
NEKTAR Netzwerk Europäische Kultur der Arbeit
NRW Nordrhein-Westfalen
O.A. Ohne Angabe
O.V. Ohne Verfasser
ÖPNV Öffentlicher Personennahverkehr
POS Point of Sale (Verkaufsort)
RA Reiseanalyse
RVR Regionalverband Ruhrgebiet
UNESCO United Nations Educational, Scientific and
Cultural Organization
USA United States of America
USP Unique Selling Proposition
WAZ Westdeutsche Allgemeine Zeitung
ZIM Zukunftsinitiative für die Montanregionen
1. EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
Dem Ruhrgebiet hängt immer noch das Image des staubigen, dreckigen Kohlenpotts an, der geprägt ist von Industriebrachen, Ruinen und verseuchten Flächen. Dass dieses Bild falsch ist, zeigen die diversen Projekte, in denen alte Industrieanlagen einer neuen Nutzung zugeführt wurden und dadurch die Attraktivität der Region maßgeblich gesteigert haben. Durch verschiedene Arten der Inwertsetzung, sei es als Museum, Landmarke, Landschaftspark, origineller Schauplatz kultureller Veranstaltungen oder neuer Standort für gewerbliche Einrichtungen, bekommen diese Relikte des Industriezeitalters eine neue Funktion und helfen, das Image dieser Region aufzuwerten.
Diese so genannte „Industriekultur“ ist mittlerweile auch ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal in der Vermarktung des Ruhrgebietes als Tourismusdestination geworden. Keine andere Region ist so stark von der Industrie geprägt wie das Ruhrgebiet und bietet somit zahlreiche Ansatzpunkte für die Entdeckung durch Kultur- oder Industrietouristen sowie interessierte Ausflügler aus der Umgebung. So ist die Route der Industriekultur, die 46 Industriekultur-Schauplätze verbindet, ein Beispiel für die touristische Erschließung der Region durch eine Themenroute.
Die Vielfalt an industriekulturellen Einrichtungen bringt natürlich auch eine starke Konkurrenz mit sich. Die reine Existenz reicht dabei als Anreiz häufig nicht mehr aus. Denn der Trend im Reise- und Ausflugsverhalten geht weg vom bildungs- hin zum erlebnisorientierten Aufenthalt. 1 Bedingt durch diesen
wachsenden Anspruch der Besucher und Touristen an Qualität und Angebotsgestaltung touristischer Einrichtungen auf der einen Seite und starker Preissensibilität auf der anderen Seite, müssen auch Industriekulturdenkmäler diese Bedürfnisse berücksichtigen.
1.2 Zielsetzung
Diese Arbeit soll herausfinden, welche Aktivitäten bzw. welche Aspekte die Attraktivität der Einrichtung erhöhen und somit die Bedürfnisse der Besucher und Touristen nachhaltig befriedigen. Das Untersuchungsobjekt wird der Landschaftspark Duisburg-Nord sein, der als herausragendes Beispiel einer gelungenen Nachnutzung gilt. Seine Vermarktungsaktivitäten werden analysiert und es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie die touristische Inwertsetzung noch verbessert und somit eine nachhaltige Ansprache der Zielgruppe erreicht werden könnte. 1 Dreyer, A. (2000), S.25
Das zweite Kapitel beginnt mit einer kurzen Darstellung des Ruhrgebietes und seiner Geschichte und klärt, inwieweit der Strukturwandel der Anlass für die jetzige Situation in der Region ist. Im Anschluss daran wird der Landschaftspark Duisburg-Nord als Untersuchungsobjekt vorgestellt und seine Entstehungsgeschichte näher erläutert.
Die theoretischen Grundlagen zum Tourismus werden in Kapitel drei vermittelt. Dabei wird geklärt, welches die Alleinstellungsmerkmale des Ruhrgebietes sind und welche Tourismusformen sich auf dieser Basis herausgebildet haben. Es werden ebenfalls die Begrifflichkeiten erläutert, die Bestandteil der weiteren Vorgehensweise sind.
Kapitel vier beschäftigt sich mit der Situationsanalyse der Vermarktung des Landschaftsparks. Vorher sind jedoch die marketingtechnischen Besonderhei- ten der touristischen Vermarktung von kulturellen Einrichtungen zu klären, zu denen Industriekulturdenkmäler selbstverständlich auch zählen. Die Situations- analyse richtet sich im Wesentlichen nach dem Marketing-Management- Prozess und wendet die Analysen an, die auch zur Erstellung einer Marketing- konzeption durchgeführt werden. Mittels einer Betriebs-, einer Markt- und einer Umfeldanalyse werden Informationen gesammelt, die dann im Weiteren in die strategische Diagnose einfließen.
Im fünften Kapitel schließt sich eine empirische Analyse an, die als zweiter Teil der Situationsanalyse fungiert. Hier wird ein Bild von der momentanen Situation des Parks, insbesondere der Angebotsgestaltung und der Zufriedenheit aus Sicht der Besucher und Touristen gezeichnet. Im ersten Teil werden die theore- tischen Grundlagen behandelt, bevor im zweiten Teil die Datenerhebung in ih- ren konkreten Phasen dargestellt wird.
Das sechste Kapitel hat die Auswertung der Daten der empirischen Analyse zum Thema als auch die Zusammenfassung der Ergebnisse. In einer strategi- schen Diagnose werden die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken darge- stellt und analysiert und aufgrund dieser Informationen werden Handlungsemp- fehlungen gegeben. Hier werden konkrete Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Vermarktung des Parks verbessert und das Angebot stärker an die Bedürfnisse der Besucher angepasst werden kann.
Das siebte Kapitel stellt eine kapitelübergreifende Schlussbetrachtung dar. Sie dient vor allem der kritischen Bewertung der Ergebnisse dieser Arbeit.
3 2. Das Ruhrgebiet und der Landschaftspark Duisburg-Nord
2. DAS RUHRGEBIET UND DER LANDSCHAFTSPARK
DUISBURG-NORD
Im folgenden Kapitel wird die Region Ruhrgebiet vorgestellt. Hierbei ist vor allem die geschichtliche Entwicklung der Region von seinen landwirtschaftlich geprägten An- fängen bis zu seiner schwerindustriellen Blütezeit von Interesse. Besonderes Au- genmerk wird auch auf den Strukturwandel im Ruhrgebiet gelegt, der den Anstoß für die Entwicklung des tertiären Sektors gab. 2 Anschließend sollen die Besonderheiten
der Region herausgearbeitet werden. Den Abschluss des Kapitels bildet die Vorstel- lung des Untersuchungsobjektes Landschaftspark Duisburg-Nord.
2.1 Das Ruhrgebiet
In der Vorstellung der Menschen besteht das Ruhrgebiet aus nichts anderem als Werkshallen, Röhren und Schornsteinen, überlagert vom Rauch, Geruch und Lärm der unterschiedlichsten Arbeitsprozesse. Diese Assoziationen sind vor allem durch den Aufstieg des Ruhrgebietes zu einem der größten industriellen Ballungsräume Europas begründet. 3
Eine territoriale Abgrenzung der Region ist problematisch, da sie weder eine land- schaftliche noch ein historisch-politische Einheit darstellt. Lange Zeit besaß die Re- gion noch nicht einmal einen richtigen Namen. So wurden verschiedene Namens- kreationen entwickelt, wie „Rheinisch-Westfälischer Industriebezirk“, „Kohlenbezirk“ oder „Ruhrrevier“. Erst um 1930 bürgerte sich der heutige Name ein. 4 Üblicherweise
bezeichnet man das Gebiet des Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR) als Ruhrge- biet. Es besteht aus 11 kreisfreien Städten und 4 Kreisen und umfasst eine Fläche von 4.435 km 2 mit 5,3 Mio. Einwohnern. Dies entspricht einer durchschnittlichen Einwohnerdichte von 1.195 Einwohnern pro km 2 .
Das Ruhrgebiet ist ein Teil des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und wird in sei- ner Ausdehnung im Osten begrenzt von der Linie Hamm-Hagen, im Südosten durch das Sauerland, im Südwesten durch das Bergische Land, im Westen durch die Re- gion Niederrhein und im Norden durch das Münsterland. 2 Vgl. Steinbrück, P. (2005), S.17, siehe dazu auch Seifert, H. (2005), S.311 3 Vgl. O.V. (2005): Das Ruhrgebiet, Internet: www.essen.ihk24.de,
S.3 4 Vgl. O.V. (o.J.): Geschichte(n) aus dem Pott, Internet: www.route-industriekultur.de
2. Das Ruhrgebiet und der Landschaftspark Duisburg-Nord 4
Abbildung 1: Das Ruhrgebiet (nach RVR-Abgrenzung)
Quelle: O.V. (2004): RVR-Gebiet kompakt, Internet: www.rvr-online.de
Trotz seines Rufs als stark industriell geprägter Raum ist nur 37,6% der Gesamtflä- che bebaut. 17,6% der Fläche ist bewaldet und 40,7% unterliegen landwirtschaftli- cher Nutzung. Die Schwerindustrie ist demnach zwar ein sehr stark beherrschender Faktor in der Region, nimmt aber flächenmäßig nicht den Raum ein, den man an- nimmt. Aber auch diese Tatsache kann nicht davon ablenken, dass das Ruhrgebiet eine in erster Linie industriell geprägte Kulturlandschaft ist. 5 Hierzu sei die Homepa- ge der „Route der Industriekultur“ zitiert, die feststellt: „Die Industrialisierung hat es nur in wenigen Räumen der Welt geschafft, einen Raum derart eindrucksvoll zu prä- gen“. 6
2.1.1 Geschichtliche Entwicklung
Die Existenz der Steinkohlevorkommen war einer der Hauptfaktoren der Entwicklung dieser Region; sie bildete die Grundlage für nach gelagerte Industrien der Stahl- und Eisenerzeugung. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war das Ruhrgebiet hauptsächlich agrarisch geprägt und die größten Städte waren Duisburg und Mülheim an der Ruhr mit jeweils 5.000 Einwohnern. Mit dem wirtschaftlichen Abbau der Kohle ab Anfang des 19. Jahrhunderts begann für das Ruhrgebiet die Industrialisierung. Erst dieser Industrialisierungsprozess führte zur Urbanisierung und es vollzog sich eine explosi- onsartige Industrie- und Stadtentwicklung, in der die kleinen Siedlungen zu „groß- städtischen Agglomerationen“ 7
heranwuchsen. So kam es zu einem raschen Bevöl- kerungszuwachs durch die Zuwanderung von Arbeitskräften vor allem aus dem Os- ten Europas. 5 Vgl. Hücherig, R. (1997), S.15 6 O.V. (o.J.): Geschichte(n) aus dem Pott, Internet:
www.route-industriekultur.de 7 O.V. (2005): Das Ruhrgebiet, Internet: www.essen.ihk24.de, S.4
2. Das Ruhrgebiet und der Landschaftspark Duisburg-Nord 5
Innerhalb weniger Jahre entstand eine große Anzahl von Schachtanlagen. Um 1860 zum Beispiel existierten bereits 281 Zechen. 8 Aus der Kohle wurde in Kokereien
Koks gewonnen, welches in Hochöfen der Eisen- und Stahlindustrie zur Roheisen- und Stahlerzeugung benötigt wurde. Mit der fortschreitenden Industrialisierung konn- te durch effizientere Abbaumethoden ein vielfaches Mehr an Kohle gefördert wer- den. Dagegen nahm die Zahl der Schachtanlagen stetig ab. So betrug die Förder- menge 1860 bei 281 Schachtanlagen 4,3 Mio. t, 1960 hingegen bei 125 fördernden Schachtanlagen 115,4 Mio. t. 9 Diese Entwicklung hielt an bis zur so genannten
Kohlekrise 1958.
Aufgrund der Konkurrenz von billigeren Energieträgern wie Erdöl und Erdgas und der Importkohle war die deutsche Steinkohle nicht mehr wettbewerbsfähig. Bis 2003 ging die Jahresproduktion auf 18,2 Mio. t zurück. 10 Die Zahl der Zechen reduzierte sich im gleichen Zeitraum von 147 auf 7. 11 Die ehemaligen Großabnehmer wie die
chemische Industrie, die Elektrizitätswirtschaft und, zum Zeitpunkt der Stahlkrise, auch die Stahlindustrie, verloren zunehmend an Bedeutung.
Diese neue Entwicklung führte zu einer völlig neuen Situation im Ruhrgebiet und tiefgreifenden Veränderungen über einen langen Zeitraum, die heute unter dem Begriff Strukturwandel zusammengefasst werden. Dieser Prozess ist auch heute noch nicht abgeschlossen.
2.1.2 Strukturwandel
Laut HÜCHERIG wird unter Strukturwandel „allgemein die Veränderung der sozio- ökonomischen Struktur .. eines Raumes (verstanden, d. Verf.). Hiervon sind in der Regel auch die Arbeits- und Lebensbedingungen betroffen“. 12 Wichtig ist aber fest-
zustellen, dass dieser Wandel aufgrund einer veränderten Bedarfs- und Nachfrage- situation, überholter Produktionsverfahren und unwirtschaftlicher Erlös- und Kosten- verhältnisse zustande kommt und sich meist vom primären und sekundären zum tertiären Sektor vollzieht.
Dieses gilt auch für das Ruhrgebiet, das sich seit 30 Jahren im Strukturwandel be- findet. Dies kann vor allem mit dem fortschreitenden Deindustrialisierungsprozess durch den Niedergang des Bergbaus und der Stahlindustrie in Zusammenhang ge- bracht werden. Vor allem die monostrukturelle Ausrichtung und die damit verbunde- ne sehr starke Abhängigkeit von den beiden vorgenannten Industriezweigen haben den Prozess des Strukturwandels erschwert. 13
Gemäß der Definition ist auch hier 8 Vgl. Dege, W. (1983), S.33 9 Ebenda 10 Vgl. O.V. (2005): Das Ruhrgebiet, Internet: www.essen.ihk24.de,
S.5 11 Ebenda 12 Hücherig, R. (1997), S.99 13 Vgl. Dege, W. (1983), S.159
2. Das Ruhrgebiet und der Landschaftspark Duisburg-Nord 6
eine Verschiebung vom produzierenden Gewerbe zum Dienstleistungssektor zu ver- zeichnen, wie die untenstehende Grafik veranschaulicht.
Abbildung 2: Strukturwandel im Ruhrgebiet – Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte
Quelle: O.V. (2004): Factbook zum Wachstums- und Beschäftigungspakt Ruhr, S.19 Allein im Montanbereich wurde zwischen 1960 und 2003 ein Verlust von rund 500.000 Arbeitsplätzen registriert. 14 Im Dienstleistungssektor hingegen konnten viele Arbeitsplätze geschaffen werden, so verspricht zum Beispiel der Tourismus ein Wachstumsbereich für das Ruhrgebiet zu sein. 15
2.2 Vorstellung des Landschaftspark Duisburg-Nord
Ein herausragendes Beispiel dieses Strukturwandels ist der Landschaftspark Duis- burg-Nord. Als einer der bedeutendsten Bausteine der Internationalen Bauausstel- lung (IBA) und Ankerpunkt der „Route der Industriekultur“ nimmt der Park in der Kul- turlandschaft des Ruhrgebietes eine besondere Stellung ein. Zuvor war es 80 Jahre als Hüttenwerk Meiderich ein wichtiger Bestandteil der Industrielandschaft Ruhrge- biet bis es 1985 stillgelegt wurde.
2.2.1 Geschichtliche Entwicklung und touristische Inwertsetzung
Das Hochofenwerk Meiderich wurde am 7. März 1902 von der „AG für Hüttenbe- trieb“, einem Teilbereich der Firma Thyssen & Co., gegründet. Im Laufe der nächs- ten 60 Jahre wurde der Betrieb unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt und wurde letztendlich bis zur Stilllegung 1985 als „Hochofenwerk, Hüttenbetrieb Meide- rich“ geführt. Jahrelang galt der Hüttenbetrieb als „Apotheke des Ruhrgebiets“ 16
, weil in kürzester Zeit Eisen in verschiedenen Sonderqualitäten produziert werden konnte. 14 Vgl. O.V. (2005): Das Ruhrgebiet, Internet: www.essen.ihk24.de, S.5 15 Vgl. Datzer, R. (1998), S.9 16 Wirth, D. (2001), S. 51
2. Das Ruhrgebiet und der Landschaftspark Duisburg-Nord 7
Im Zuge des Strukturwandels musste auch der erst kürzlich modernisierte Hüttenbe- trieb Meiderich am 4. April 1985 stillgelegt werden. Im Anschluss an die Stillegung setzten auf verschiedenen Ebenen Diskussionen über die Zukunft des Standortes ein, insbesondere über Abbruch oder Instandhaltung des Betriebes. Die Stadt Duis- burg wollte im Rahmen der Stadtentwicklung neue Gewerbe- und Industriegebiete im Stadtbereich erschließen. Als Ausgleich für diese Erschließung musste aber ein „ökologischer und flächenmäßiger Ausgleich“ 17 nachgewiesen werden. So entschied
man sich, den ehemaligen Hüttenbetrieb Meiderich zu einem Landschaftspark zu machen. Diese Fläche diente als Ausgleichsfläche für die gewerbliche Erschließung anderer ökologisch wertvoller Flächen in Duisburg.
Die Mehrheit im Rat favorisierte zunächst eine „völlige Umwandlung“ 18 des Gelän-
des. Dies stieß aber besonders bei vielen Bürgern und Initiativen auf Widerstand, die sich für den Erhalt des Hüttenbetriebes als Industriedenkmal einsetzten. Dieser Wunsch wurde erst konkreter, als sich das Land Nordrhein-Westfalen 1988 dazu entschied, eine Internationale Bauausstellung in der Emscherregion durchzuführen.
Im Mai 1989 kaufte die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) der Thyssen Stahl AG das Gelände zum symbolischen Preis von einer D-Mark ab und übertrug es in den Grundstücksfond Ruhr. 19 Zur gleichen Zeit wurde beschlossen, den Land-
schaftspark Duisburg-Nord als Projekt der IBA Emscher Park anzumelden. Wenige Monate später wurden 19,1 Mio. DM Strukturhilfemittel des Bundes im Rahmen der „Zukunftsinitiative für die Montanregionen“ (ZIM) zur Verfügung gestellt. 20
Die LEG wurde in diesem Zuge damit betraut, Konzeptionen für einen Landschafts- park Duisburg-Nord zu entwickeln. Von einer Expertenkommission wurde empfoh- len, die gesamte Hochofenanlage aus Kostengründen, „als integralen Bestandteil des Landschaftsparks Duisburg-Nord“ 21 zu erhalten. Diese Entscheidung deckte
sich auch mit den Zielen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park, die den Erhalt von Industriestätten als Zeugen der Zeitgeschichte immer wieder als wichti- ges Element für die Bewahrung der kulturellen Identität der Region herausstellte.
Mit dem 200 ha umfassenden Projekt Landschaftspark Duisburg-Nord, das sich im Duisburger Stadtteil Meiderich befindet, wurde ein „Park neuen Typs“ 22 entwickelt. In
einem internationalen Planungsverfahren setzte sich das Konzept des Planungs- teams Prof. Latz + Partner durch.
23 17 Kilper, H. (1999), S.222 18 Schwarz, A. (2001), S.160 19 Vgl. Kilper, H, (1999), S.223 20 Vgl. Kilper. H. (1999), S.223 21 Schwarz, A. (2001), S.162 22 O.V. (1998): Projekte der IBA Emscher Park in Duisburg, S.3f 23 Ebenda
2. Das Ruhrgebiet und der Landschaftspark Duisburg-Nord 8
Die Idee der Landschaftsarchitekten um Prof. Peter Latz wird wie folgt skizziert: „Die Idee ist, vorhandene, durch die industrielle Nutzung geprägte Strukturen auf- zugreifen, weiterzuentwickeln und mit einer neuen Syntax neu zu interpretieren. Da- bei werden die vorhandenen Fragmente zu einer neuen “Landschaft“ zusammenge- fügt“. 24
Nach diesem Konzept wurde die Entwicklung des Landschaftsparks Duisburg-Nord in sieben verschiedenen Entwicklungsbereichen begonnen, wobei die alten Indust- rieanlagen und –flächen in die Planung miteinbezogen und das vorhandene Arten- und Biotopschutzpotenzial berücksichtigt wurden. Zudem musste aufgrund der vor- handenen industriellen Altlasten eine sensible Umgestaltung erfolgen. 25 Viele ver-
seuchte Flächen wurden versiegelt oder abgedeckelt, so dass keine Gefahr für die Besucher des Parks mehr bestand.
1994 wurde der Park zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Von da an entwi- ckelte sich ein lebendiger Park, der sehr gut von der eigenen Bevölkerung wie auch von Besuchern aus umliegenden und ferneren Regionen angenommen wurde. Die Einrichtungen des Parks werden in Kapitel 4.3.2 näher erläutert.
2.2.2 Wesentliche Akteure
Seit 1997 steuert die Landschaftspark Duisburg-Nord GmbH - eine von der Stadt Duisburg eingesetzte Betriebsgesellschaft - die weitere Entwicklung und Vermark- tung des Parks. Zwischenzeitlich wurde diese Gesellschaft in die Duisburg Marke- ting GmbH eingegliedert. Sie agiert im Auftrag der Stadt und des Landes Nordrhein- Westfalen, das weiterhin Eigentümer des Landschaftsparks ist. Wesentliche Aufga- be der Betriebsgesellschaft ist die Planung der weiteren Entwicklung sowie die per- manente Pflege, Instandsetzung und Instandhaltung der Flächen und Anlagen. Daneben gilt es, die einzelnen Veranstaltungsstätten bestehend aus drei Hallen (Gebläsehallenkomplex, Kraftzentrale und Gießhalle) sowie Außenbereiche für E- vents aller Art zu vermarkten.
Die Besucherbetreuung wurde an die Agentur „Tour de Ruhr GmbH“ ausgegliedert, die das Informationsbüro betreut und Führungen durch den Park anbietet. Zusätzlich arbeitet die Agentur auch als Reiseveranstalter und Incentiveagentur und bietet Tou- ren durch das Ruhrgebiet und Pauschalangebote an und erarbeiten Incenti- veprogramme für Gruppen und Firmen. 24 O.V. (2004), Internet: www.latzundpartner.de, siehe dazu auch O.V. (1991):Planungsverfahren Stufe 1, S.89-109 25 Vgl. Keil, A. (2002), S.110
3. TOURISMUS IM RUHRGEBIET
Dieses Kapitel wird sich mit dem Tourismus im Ruhrgebiet befassen. Zunächst wer- den die Alleinstellungsmerkmale herausgestellt, die das Ruhrgebiet zu einem inte- ressanten Ort für die touristische Vermarktung werden lassen und anhand derer man mögliche Tourismusformen festmachen kann. Aufgrund der Vielzahl und Vielfalt von industriellen Hinterlassenschaften sind die Industriekulturdenkmäler herauszustellen, die im weiteren Verlauf des Kapitels näher definiert und typisiert werden. Darauf auf- bauend wird die Tourismusart Kulturtourismus und im Speziellen die Sonderform In- dustrietourismus näher untersucht. Diese Art des Tourismus ist für das Ruhrgebiet und sein Angebot nahezu natürlich vorgegeben.
3.1 Alleinstellungsmerkmale 26 des Ruhrgebietes
Das Ruhrgebiet ist nicht unbedingt bekannt für sein touristisches Angebot und seinen hohen Erholungswert. Bundesländer wie Bayern und Mecklenburg-Vorpommern, Regionen wie der Schwarzwald und das Erzgebirge oder Städte wie Berlin und Dresden haben eine wesentlich höhere touristische Anziehungskraft als das Ruhrge- biet oder Städte wie Duisburg und Gelsenkirchen. Dies mag vor allem am schlechten Image der Region als Industrieraum liegen. In einer bundesweiten Imagestudie des RVR zur städtetouristischen Bedeutung des Ruhrgebietes zeigte sich, dass die Regi- on noch immer überdurchschnittlich oft mit den Begriffen „Kohle“, „Stahl“ und „Indust- rie“ in Verbindung gebracht wird. An zweiter Stelle folgen die Begriffe „Ballungsraum“ und „Großstädte“. 27
Eine weitere Besonderheit der Region ist seine ethnische Vielfalt. Aufgrund des gro- ßen Zustroms von ausländischen Arbeitnehmern während der Blütezeit der Schwer- industrie hat sich das Ruhrgebiet zur Heimat vieler ethnischer Gruppen entwickelt, die nun schon in mehreren Generationen in dieser Region leben. So hatte zum Bei- spiel die ausländische Bevölkerung 1997 in Duisburg einen Anteil von 17% an der Gesamtbevölkerung der Stadt. 28 Diese Vielfalt prägt das Ruhrgebiet und macht es zu
einem interessanten Ort, an dem internationale kulturelle Eigenheiten ebenso ver- schmelzen wie eigenständig nebeneinander existieren und anerkannt werden.
Das Ruhrgebiet ist ein „polyzentrischer Ballungsraum“. 29 Laut HÜCHERIG bedeutet
dies „eine Ansammlung von vielen Siedlungskernen, die sich sehr selbständig und 26 Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die Begriffe „Alleinstellungsmerkmal“ und „USP“ (unique sel- ling proposition) synonym verwendet.
27 Vgl. O.V. (2004): Image Ruhrgebiet, Internet: www.rvr-online.de
, S.1 28 Vgl. O.V. (o.J.): Geschichte(n) aus dem Pott, Internet: www.route-industriekultur.de 29 Steinbrück, P. (2005). S.15
selbstbewusst ihre Eigenständigkeit bewahren“. 30 Es gibt kein Oberzentrum oder ei-
ne „Hauptstadt“ in dieser Region. Jede Stadt hat sich ihre eigene Identität bewahrt und trägt somit zu einem vielschichtigen Bild des Ruhrgebietes bei. Die Vorteile die- ses Ballungsraumes liegen noch in anderen Bereichen. So verfügt das Ruhrgebiet, begründet in seiner Funktion als industrielles Zentrum, über einen Standortvorteil aufgrund seines sehr gut ausgebauten Verkehrsnetzes, sowohl in Bezug auf den Pri- vatverkehr als auch im Hinblick auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Zusätzlich ist die Größe des Marktes, den das Ruhrgebiet erschließt, beachtlich: In einem Umkreis von 250km leben 60 Mio. Menschen. Dies sind mehr als 15% der EU- Bevölkerung. 31
Ein weiterer positiver Faktor ist die hohe Zufriedenheit der Einwohner der Region. Es ist eine starke Bindung aufgrund regionaler Identität festzustellen. Image-Analysen des RVR von 1993 und 1998 belegen eine „starke Verbundenheit und Identifikation“. 1993 bestätigten 69% der Befragten, dass sie gerne im Ruhrgebiet wohnen, 1998 waren es 81%. 32 Dabei fällt auch auf, dass das Ruhrgebiet insgesamt von seinen
Bewohnern besser beurteilt wird als von Außenstehenden. Diese positive Einstellung zur Region ist ein wichtiger Pluspunkt im Binnenmarketing und auch in der touristi- schen Vermarktung der Region.
Das vielleicht wichtigste Alleinstellungsmerkmal im Hinblick auf die touristische Er- schließung und Vermarktung des Ruhrgebietes liegt aber in der Vielzahl und Vielfalt von Industriebrachen und Industriedenkmälern. Durch einen tief greifenden Werte- und Geschmackswandel findet ein immer breiteres Publikum Interesse an den Hin- terlassenschaften der Industrie. Nicht mehr die Beseitigung der Spuren der alten in- dustriellen Zeit steht im Vordergrund, sondern der Erhalt dieser Bauwerke. Diese Tatsache ist von großer Bedeutung für die Entwicklung des Ruhrgebietes als touristi- scher Anziehungspunkt.
3.2 Industriekultur
Das Ruhrgebiet ist sehr industriell geprägt. Aufgrund des Strukturwandels wurden viele Betriebe stillgelegt und haben ihre Funktion verloren. Diese Tatsache löst nicht unbedingt positive Emotionen in der Bevölkerung oder bei Besuchern aus. 33 Die Er-
innerung an die Zeit der Arbeitskämpfe, Kündigungen, Betriebsstilllegungen und Ar- beitslosigkeit ist noch zu frisch, um Hochöfen, Zechen oder Malakowtürme als histo- risch wichtige und erhaltenswerte Denkmäler anzusehen. Man wollte ein „modernes“ 30 Hücherig, R. (1997), S.15 31 Vgl. O.V. (2005): Das Ruhrgebiet, Internet: www.essen.ihk24.de,
S.8 32 Vgl. O.V. (1998): KVR Image und Tourismusmarketing, Internet: www.rvr-online.de, S.1; siehe dazu auch Hücherig, R. (1997), S.94 33 Siehe dazu auch Soyez, D. (1993b), S.51
Lebensumfeld durch einen radikalen Strukturwandel und dies musste durch die Be- seitigung der alten Industriebetriebe geschehen. Auf dieses Problem verweist auch SOYEZ wenn er ausführt, dass „für viele Menschen es bis heute ein überraschender, wenn nicht gar abwegiger Gedanke ist, dass stillgelegten Industrieanlagen irgendein Wert aus ästhetischer, architektonischer oder kulturhistorischer Sicht beigemessen werden könnte“. 34
3.2.1 Definition und geschichtliche Entwicklung
Will man den Begriff Industriekultur definieren, so findet man zwei Interpretationsan- sätze. SOYEZ benutzt einen eher objektbezogenen Ansatz, der dem englischen Begriff „industrial archaeology“ sehr nahe kommt und definiert Industriekultur als „dingliche Zeugen (in der Regel also Bauten und Anlagen jeder Art), an denen spezi- fische Stadien und Funktionen von Industrialisierungsprozessen abzulesen sind“. 35
Das Objekt, hier also die Zeche, der Hochofen oder die Halde, wird in den Mittelpunkt der Definition gestellt.
Einen weniger objektbezogenen, sondern vielmehr ganzheitlichen Ansatz wählt eine andere Gruppe, in dem sie feststellt: „Dieser Begriff steht für die Beschäftigung mit der Kulturgeschichte des industriellen Zeitalters: Die Geschichte der Technik, die So- zialgeschichte der Arbeit, die Architekturgeschichte der Fabriken, die Entwicklung des geographischen Raumes … all dies sind Facetten der Industriekultur“. 36 Hier
werden nicht nur, wie bei SOYEZ, die eigentlichen Bauwerke als Industriekultur an- gesehen, sondern dieser Ansatz legt den Schwerpunkt auf die Kultur des Industrie- zeitalters oder, wie das Netzwerk Europäische Kultur der Arbeit (NEKTAR) es aus- drückt, die „Kultur der Arbeit“ 37
Beide Ansätze stellen allerdings heraus, dass die Zeit der Industrialisierung genauso eine kulturelle Epoche kennzeichnet wie andere Zeitabschnitte auch und nutzen ei- nen erweiterten Kulturbegriff: „sämtliche materielle Artefakte einer Epoche oder einer Region (werden, d. Verf.) als ‚kulturelle’ Äußerungen einer Gesellschaft angese- hen“. 38 So wie zu früheren Zeiten die gotischen Kathedralen, symbolisieren die alten
Industrieanlagen die typischen Verhältnisse der Industrialisierung mit ihrer eigenen Ästhetik.
Diese Denkweise wird noch nicht sehr lange vertreten. Erst zu Beginn des 20. Jahr- hunderts wurden auch zeitgenössische Industriebauten und –anlagen als denkmal- wert angesehen. 34 Soyez, D. (1986) zitiert in: Schmidt, D. (1988), S. 15f 35 Soyez, D. (o. J.), Internet:
http://geogate.geographie.uni-marburg.de 36 O.V. (1996), Was ist Industriekultur ?, Internet: http://sansiwi.san.hrz.uni-siegen.de 37 Wilhelm, L. (2000), S.3 38 Soyez, D. (1993a), S.42
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Erhalt von Industriedenkmälern aufgrund der großflächigen Zerstörung zu Gunsten der Bau- und Kunstdenkmäler erst einmal zu- rückgestellt. Seit Ende der 1970er Jahren werden Industrieanlagen mehr und mehr als historische Bestandteile der Städte wahrgenommen und stehen somit auf einer Stufe mit historischen Bauten früherer Epochen, wie Schlössern oder Stadtmauern.
Im Laufe der Zeit setzte sich auch die Ansicht durch, dass diese stillgelegten Indust- rieareale identitätsstiftende Standortfaktoren ganzer Regionen sind. 39 Diese Sicht-
weise musste sich allerdings erst auch in der Bevölkerung durchsetzen, die die Über- reste stillgelegter Industrieanlagen eher als „Signale des Niedergangs“ 40 ansahen.
Für sie behinderten sie den Fortschritt, die Weiterentwicklung der Region und waren auf der anderen Seite auch noch Image schädigend, weil alte Industrieanlagen das Bild vom industriell geprägten Ruhrgebiet immer noch unterstützten.
Heute hat sich diese Denkweise etwas geändert, weil viele Industriebrachen oder – anlagen neuen Nutzungen zugeführt wurden. 41 Sie werden Ziele von Tagesausflü-
gen, Orte der Naherholung, Museen der Industriegeschichte oder auch „Special Lo- cations“ für kulturelle Veranstaltungen. Durch die Schaffung von touristischer Infra- struktur wird der Versuch unternommen, „die Kulturgeschichte der Industrialisierung als wichtigen Beitrag zur Identität .. (der d. Verf.) Region und als Wertschöpfungsfak- tor für Tourismus“ 42 zu entwickeln. Diese Tatsache ist zu einem großen Teil auch der
Internationalen Bauausstellung Emscher Park zu verdanken, die einen wichtigen Bei- trag zur Inwertsetzung von alten Industriearealen geleistet hat.
In diesem Sinne kann man die verschiedenen Interpretationsansätze zu Beginn des Kapitels noch einmal aufgreifen und feststellen, dass Industriekultur zum einen aus den Bauwerken und Anlagen des Industriezeitalters besteht, dass durch diese Bau- ten aber auch ein Zugang zur Sozialgeschichte und Lebensweise der Menschen die- ses Zeitalters erlebbar gemacht wird.
3.2.2 Typisierung von industriekulturellen Institutionen
Die Neunutzung von alten Industriearealen kann auf verschiedene Weisen gesche- hen. So können Industrieflächen und –gebäude für gewerbliche Zwecke erhalten und entsprechend aufbereitet werden. In ihnen können neue Dienstleistungen und Fir- men untergebracht werden, die ursprünglich nichts mit dem ehemaligen Zweck der Anlage zu tun hatten, sondern im Rahmen des Strukturwandels entstanden sind und nun einen Ort brauchen, um sich anzusiedeln. Stadtplaner finden demnach in diesen industriellen Bauten wertvolle Ressourcen, die die innerstädtischen Flächen scho- 39 Vgl. Budde, R./Heckmann, U. (1999), S.61 40 Kilper, H. (1999), S.140 41 Vgl. Schwarz, A. (2001), S.168ff 42 Wilhelm, L. (2004), S. 44
nen, indem nicht „auf der grünen Wiese“ neu gebaut werden muss, sondern schon vorhandenes Potential neu genutzt werden kann.
In diesem Kontext sind auch kulturelle und touristische Nutzungsformen möglich, auf denen hier der Focus der Betrachtung liegt.
RINGBECK beschreibt insbesondere drei Möglichkeiten des Umgangs mit industriel- len Anlagen. 43 Eine Möglichkeit ist die Nutzung des Gebäudes in Form von Museen
oder kulturellen Begegnungsstätten. Dies dient vor allem der Dokumentation der Wirtschafts- und Sozialgeschichte mit Hilfe der authentischen Standorte. Eine andere Nutzungsform ist die „Monumentarisierung“. Hier werden z.B. Fördertürme oder Hochöfen mit relativ geringem Aufwand als so genannte „Landmarken“, Identifikati- onspunkte in der Landschaft, erhalten. Und als dritte Möglichkeit wird die Inszenie- rung erwähnt, die eine temporäre Nutzung von Industriedenkmälern als Ausstellung- sort oder künstlerisches Objekt selbst vorsieht. Diese drei Nutzungsarten verspre- chen, je nach Ausgestaltung des Angebotes, eine hohe touristische Attraktivität.
Allerdings zeichnen sich hier auch Chancen und Risiken der Umnutzung und der tou- ristischen Vermarktung ab.
3.2.3 Chancen und Risiken
Ehemalige Industriestandorte werden nicht von allein und nicht über Nacht interes- sant für Touristen, sie müssen vielmehr erlebnisorientiert aufbereitet und gezielt tou- ristisch inwertgesetzt werden, um Besucher anzuziehen. 44 Dies beinhaltet natürlich
Chancen und Risiken für die industriellen Objekte und ihre Umgebung.
Ein großer Vorteil der inwertgesetzten Bauten ist die Möglichkeit, die industrielle Ge- schichte direkt am Originalschauplatz vermitteln zu können. Besucher können die Originaldimensionen dieser Anlagen wahrnehmen, anstatt bestimmte Gegenstände nur im Museum und aus dem Kontext gerissen anzuschauen. Menschen besuchen nach der Inwertsetzung eine Region, die zuvor kulturell gesehen noch vergleichswei- se uninteressant war und nutzen das entwickelte und neues Interesse weckende en- dogene Potential dieser Gegend. 45 Diese Entwicklung trägt positiv zu einer verstärk-
ten lokalen und regionalen Identität bei und verbessert zudem das Außenimage der Region. Die ehemalige Industrielandschaft Ruhrgebiet wird zu einem kulturellen und zunehmend touristischen Ort mit interessanten und unverwechselbaren Angeboten. Industriedenkmäler werden zu neuen Markenzeichen der Region. 46 Die Anwohner
entwickeln mehr und mehr Stolz für „ihre“ Industriedenkmäler, wie auch das Ergebnis 43 Vgl. Ringbeck, B. (1999), S.20 44 Vgl. Hücherig, R. (1997), S.72 45 Vgl. Steinecke, A. (1993), S.9 46 Vgl. Soyez, D. (1993b), S.51
einer Umfrage des RVR von 1998 zeigt: 54% der Bewohner der Region „präsentieren das Ruhrgebiet gerne auswärtigen Gästen“. 47
Eine langfristige und zumindest teilweise Finanzierung der Anlagen und Bauten durch Eintrittsgelder in Museen oder Vermietungen von Industriehallen ist ebenfalls möglich. So erreichen die Träger oder Betriebsgesellschaften der Industriedenkmäler ein Stück Eigenständigkeit und entlasten die Haushalte der Kommunen oder Länder. Zudem werden in einer Region mit hoher Arbeitslosigkeit neue Arbeitsplätze geschaf- fen, sei es in der Pflege der Landschaft, als Angestellte in Museen oder in der Gast- ronomie. Nicht zu vergessen ist auch, dass eine Nutzung ehemaliger Industrieobjekte wichtig ist für den Schutz und den Erhalt der Anlagen. Ein Bauwerk, das nicht einer eigenen sozialen Kontrolle unterliegt wird sehr schnell von Vandalismus zerstört und verfällt durch den Einfluss der Witterungen. Letzteres wäre natürlich aus stadtplane- rischer Sicht nicht wünschenswert.
Ein weiterer positiver Aspekt ist die gegenseitige Beeinflussung, die der Erhalt von Industriedenkmälern und die Nutzung durch kulturelle Institutionen auslöst. Viele Kul- turveranstaltungen in alten Industrieobjekten werden auch von eher „Kulturfrem- den“ 48 aufgesucht, die vorrangig die Atmosphäre dieser Anlagen reizt. So werden
Menschen, die vorher kulturellen Ereignissen eher skeptisch gegenüberstanden über dem Umweg der Industriekultur als neue Zielgruppe erreicht. Auf der anderen Seite wird ein auf die Hochkultur spezialisiertes Publikum aufmerksam auf die so genannte Alltagskultur und die neuen Formen des kulturellen Angebotes.
Neben den positiven Aspekten und Chancen der Industriekultur sollten auch die Risi- ken nicht vergessen werden, die nach der Beseitigung der Altlasten bei der Inwert- setzung und anschließenden Vermarktung zu beachten sind. So können bei der Um- nutzung von ehemaligen Industrieanlagen vor allem für touristische Zwecke emotio- nale Probleme entstehen. Angesichts der Tatsache, dass viele Bewohner aufgrund des Strukturwandels ihren Arbeitsplatz verloren haben, ist es oft schwer zu vermit- teln, dass der stillgelegte Betrieb nun in eine Besucherattraktion umgewandelt wer- den soll. 49
Ist die Umnutzung einmal durchgeführt, besteht - wie HÜCHERIG sich ausdrückt - die Gefahr der „Zerstörung des authentischen Erlebnisses durch eine Inszenie- rung“. 50 Bei der Vermarktung des Angebotes kann es geschehen, dass die harten Arbeitsbedingungen verklärt werden und eine „Industrieromantik“ 51 entsteht, die in
keinerlei realem Bezug zu den tatsächlichen Bedingungen dieses Zeitalters stehen. Es ist also wichtig, dass alte industrielle Objekte „nicht zu Kulissen degradiert wer- 47 Vgl. O.V. (1998): KVR Image und Tourismusmarketing, Internet, www.rvr-online.de, S.1 48 Kleine, H.(1999), S.49 49 Vgl. Hücherig, R. (1997), S.74 50 Hücherig, R, (1997), S.83 51 Hücherig, R. (1997), S.84
den“ 52 , sondern dass deren ehemaliger Sinn und Zweck kommuniziert und entspre-
chend verstanden wird.
Eng verbunden mit dem vorgenannten Aspekt ist auch die Gefahr des „Verheizens des kulturellen Erbes durch die Tourismusindustrie“. 53 Die Möglichkeit, industriekultu-
relle Objekte zu besichtigen und hautnah zu erleben, birgt die Gefahr der Abnutzung der Bausubstanz, Umweltverschmutzung und Überfüllung der Anlage. Dies sollte bei der Konzeption und Vermarktung als touristischer Ort beachtet werden, um negative Folgen für das Industriedenkmal zu vermeiden.
Bei all der Orientierung auf eine Vermarktung und die Hoffnung auf ein „Sich- Rechnen von Kultur“ 54 sollte nicht vergessen werden, dass es sich um ein kulturelles
Produkt handelt, das in erster Linie die regionale Kulturlandschaft bereichern soll. Deshalb ist es wichtig, auch lokale und regionale Akteure mit einzubinden und so die regionale Identität zu stärken. Ist dies nicht der Fall, könnte leicht die Gefahr einer Isolierung des Kulturdenkmals entstehen.
3.3 Kulturtourismus
Um die Industriekultur effektiv touristisch zu vermarkten, muss zuerst eine geeignete Tourismusform identifiziert werden, die genau die oben genannten Aspekte - Indust- riegeschichte, Kultur und regionale Identität – als Reisemotiv hat. Der Kulturtouris- mus erscheint für diese Zielsetzungen und Motive am geeignetsten. Zuerst ist eine Eingliederung des Kulturtourismus in den Gesamtzusammenhang des Tourismus wichtig. Wie die Grafik verdeutlicht kann Kulturtourismus als eine Tourismusform, wie Erholungs-, Sport-, Gesundheits- oder Geschäftstourismus, verstanden werden.
Abbildung 3: Arten des Tourismus
Quelle: Eigene Darstellung, in Anlehnung an Freyer, W. (1988), Steinbach, J. (2003) 52 Ebert, W. (1999), S.115 53 O.V. (1996): Vorwort, S.5; siehe dazu auch Bendixen, P. (2001), S.318 54 Kleine, H. (1999), S.49f
Tourismus allgemein wird nach FREYER definiert als ein vorübergehender Orts- wechsel von Personen, wobei eine unterschiedlich weite Abgrenzung des Begriffes nach den Kriterien Entfernung vom Wohnort, Reisedauer und Reisemotiv erfolgt. 55
3.3.1 Definition Kulturtourismus
Zuerst muss geklärt werden, was unter Kulturtourismus generell verstanden wird. DREYERS pragmatische Definition des Begriffs Kulturtourismus hat das Reisemotiv als Schwerpunkt der Definition und dient als erster Einstieg in die Thematik:
„Mit Kulturtourismus werden alle Reisen bezeichnet, denen als Reisemotiv schwer- punktmäßig kulturelle Aktivitäten zugrunde liegen. […] Tourismuswirtschaftlich wer- den alle Aktivitäten als kulturell bezeichnet, die der Reisende als solche empfindet.“ 56
Auch JÄTZOLDS Definition nutzt das Reisemotiv als Abgrenzungselement, stellt a- ber heraus, dass es verschiedene Motive sind, die dem Kulturtourismus zugrunde liegen und die miteinander verknüpft werden.
„Kulturtourismus im engeren Sinne und für sich allein genommen umfasst nur ein schmales Segment der Nachfrage. […] Kulturtourismus ist also mit anderen Frem- denverkehrsbereichen zu verbinden, wie Urlaub („Kultur und Erholung“), Wandern („Kultur und Erleben“), Kongress („Kultur-Beiprogramm“) und ähnlichem.“ 57
Beide Definitionen betrachten allerdings nur den Nachfragebereich im Kulturtouris- mus. Eine erste auf die Angebotsseite ausgerichtete Definition, die sowohl den Be- reich der Hochkultur als auch den der Alltags- und Regionalkultur berücksichtigt, schlägt BECKER vor:
„Der Kulturtourismus nutzt Bauten, Relikte und Bräuche in der Landschaft, in Orten und in Gebäuden, um dem Besucher die Kultur-, Sozial- und Wirtschaftsentwicklung des jeweiligen Gebietes durch Pauschalangebote, Führungen, Besichtigungsmög- lichkeiten und spezifisches Informationsmaterial nahe zu bringen. Auch kulturelle Veranstaltungen dienen häufig dem Kulturtourismus.“ 58
Eine zusammenfassende Definition, die verschiedene Elemente der oben aufgeführ- ten Definitionen beinhaltet und zusätzlich noch die Bedeutung der Region im Kultur- tourismus herausstellt, hat LINDSTÄDT wie folgt formuliert: 55 Vgl. Freyer, W. (1999), S.4 56 Dreyer, A. (2000), S.26f 57 Jätzold, R. (1993), S.137 58 Becker, C. (1993), S.8
„Kulturtourismus ist eine Angebotsform im Tourismus, die versucht, dem bildungsori- entierten Besucher kulturelle Eigenarten und Ereignisse in einer Region nahe zu bringen und ihn durch geeignete Kommunikationsmittel mit ihr in Kontakt treten zu lassen. Als kulturelle Eigenart gilt, was bei den Besuchern Verständnis für die be- suchte Region schafft, Hintergründe beleuchtet und Unbekanntes erfahren lässt. Kul- turtourismus zielt auf die Vermittlung früherer und heutiger Lebensweisen der ein- heimischen Bevölkerung in ihrem sozialen und ökonomischen Umfeld einschließlich ihrer materiellen und baulichen Umgebung ab.“ 59
Der vorliegenden Arbeit wird diese Betrachtungsweise des Kulturtourismus zugrunde gelegt, da sie nicht nur die baulichen und kulturellen Aspekte berücksichtigt, sondern auch die regionalen und sozialen Besonderheiten, die für Besucher und Touristen interessant sein können.
3.3.2 Formen des Kulturtourismus
Für die weiteren Untersuchungen in dieser Arbeit werden die verschiedenen Formen und Ausprägungen des Kulturtourismus näher erläutert. Basierend auf JÄTZOLDS Gliederungsvorschlag für Kulturtourismus werden hier die verschiedenen Differenzie- rungsmöglichkeiten dieser Tourismusform grafisch abgebildet. Eine Kombination der einzelnen Formen ist möglich und auch gängig.
Abbildung 4: Untergruppen des Kulturtourismus
Quelle: Eigene Darstellung, in Anlehnung an: Jätzold, R. (1993), S.138 59 Lindstädt, B. (1994), S. 13
Arbeit zitieren:
Julia Hafer, 2005, Analyse der touristischen Vermarktung des Landschaftspark Duisburg-Nord mit Handlungsempfehlungen für eine verbesserte touristische Inwertsetzung, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Strategien und Realisierungen ...
Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
Hauptseminararbeit, 28 Seiten
Unternehmensbewertung auf Basis von Realoptionen
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Hauptseminararbeit, 21 Seiten
Revitalisierung von waterfronts in Hafenstädten
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Seminararbeit, 25 Seiten
Öffentliche versus private Produktion öffentlicher Leistungen
Seminararbeit, 22 Seiten
Brüssel - ein geographisches Stadtportrait
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Referat (Ausarbeitung), 21 Seiten
Alternativen betrieblicher Entgeltpolitik: Leistungsbezogene Entgeltdi...
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 26 Seiten
Stadterneuerung Prenzlauer Berg
Bauliche Aufwertung vs. Sozial...
Raumwissenschaften, Stadt- und Raumplanung
Essay, 23 Seiten
Staatliche Einflussnahme und deren Aufhebung - Regulierung, Deregulier...
Hausarbeit, 17 Seiten
Städtische Attraktionen als Motoren der Wirtschaft? Städtische (Kultur...
Kulturwissenschaften - Empirische Kulturwissenschaften
Seminararbeit, 27 Seiten
Geowissenschaften / Geographie - Regionalgeographie
Hauptseminararbeit, 14 Seiten
Tourismus und kulturelle Identität - Diskussion über den Einfluss des ...
Seminararbeit, 39 Seiten
Küstenformen und ihr Nutzungspotential - Küsten von England, Schottlan...
Geowissenschaften / Geographie - Fremdenverkehrsgeographie
Hauptseminararbeit, 26 Seiten
Rehabilitation nach Achillessehnenruptur
Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung
Hausarbeit, 16 Seiten
In jeder Sprache ist man ein anderer Mensch - Sprachwelten und Identit...
Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache
Bachelorarbeit, 32 Seiten
Waterfront-Entwicklung in europäischen Hafenstädten am Beispiel der Ha...
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Hauptseminararbeit, 29 Seiten
Julia Hafer hat den Text Analyse der touristischen Vermarktung des Landschaftspark Duisburg-Nord mit Handlungsempfehlungen für eine verbesserte touristische Inwertsetzung veröffentlicht
Julia Hafer hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare