International School of Management Dortmund
Studiengang „Tourism-, Hospitality- & Eventmanagement“
Diplomarbeit
zur Erlangung des akademischen Grades „Dipl.-Kauffrau (FH)“
Erfolgskontrolle im Stadtmarketing am Beispiel von
Business Improvement Districts
Entwicklung eines Indikatorensets für das Bermuda3Eck Bochum
eingereicht von:
Julia Eva Peters
2005
I Inhaltsangabe
I Inhaltsangabe ... II
II Abbildungsverzeichnis ... III
III Abkürzungsverzeichnis ... IV
1 Motivation ... 1
2 Stadtmarketing – Das moderne Zauberwort der Stadtentwicklung ... 2
2.1 Sinn und Aufgaben des Stadtmarketing ... 2
2.2 Der Stadtmarketingprozess ... 5
2.3 Organisation und Finanzierung von Stadtmarketingaktivitäten ... 9
2.4 Controlling im Stadtmarketing ... 15
3 Business Improvement Districts (BIDs) – Stadtmarketing räumlich heruntergebrochen ... 27
3.1 BID –Was ist das ... 27
3.2 Immobilien- und Standortgemeinschaften (ISGs) ... 39
3.3 Beispiel: ISG Bemuda3Eck, Bochum ... 45
4 Controlling in BID-Prozessen – Erfolgskontrolle in ISGs ... 57
4.1 Einleitung ... 57
4.2 Indikatorenset zur Erfolgskontrolle in der ISG Bermuda3Eck ... 59
4.3 Allgemeine Vorschläge zum weiteren Umgang mit Controlling in der ISG Bermuda3Eck ... 70
5 Zusammenfassung & Schlussbetrachtungen ... 73
IV Bibliographie ... VI
V Anhang ... XI
1 Motivation
Fast jede Diplomarbeit beginnt mit ähnlichen Ausführungen: Es wird beschrieben, wie komplex und kompliziert die Welt geworden ist, dass die Menschen vor immer neuen und tendenziell größer werdenden Problemen (z.B. Arbeitslosigkeit, Naturkatastrophen oder Verarmung der sozialen Kontakte) stehen und dass es daher notwendig sei, „Licht in das Dunkel“ zu bringen – wobei die jeweilige Diplomarbeit dann eben einen entsprechenden „Funken“ darstellen soll.
Auch der nachstehende Arbeit ist es nicht möglich zu behaupten, eine grundsätzliche Ausnahme von dieser Regel zu sein, denn auch sie beschäftigt sich mit komplexen Problemstellungen – in diesem Fall aus dem Bereich des Stadtmarketing bzw. der Stadtentwicklung – und will ein Instrument liefern, das dazu beitragen soll, diese zu lösen. Nach der Erarbeitung eines theoretischen Gerüsts liegt der Fokus allerdings primär auf dem praktischen Bezug: Das sich letztlich aus den Rahmenbedingungen und Anforderungen des Beispielfalls der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Bermuda3Eck in Bochum ergebende Indikatorenset zur Erfolgskontrolle erhebt ausdrücklich einen Anspruch auf Anwendbarkeit – Die ISG soll befähigt werden, ein Controlling (im Sinne einer Erfolgskontrolle) hiermit adhoc durchführen zu können.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde der Gang der Erarbeitung dieser Diplomarbeit nicht nur auf klassische Arbeitsmethoden wie intensive Literatur- und Internetrecherchen beschränkt, sondern um Expertengespräche und die Teilnahme an einer Konferenz ergänzt. Durch die Kooperation mit der Bochum Marketing GmbH war es zudem möglich, umfassende Dokumentationen des Themengebiets zu erarbeiten und in Teilen einzubringen.
Erklärtes Ziel der Arbeit soll es weiterhin sein, Zusammenhänge schlüssig darzustellen und nachvollziehbar zu machen. Aus diesem Grund wird ein deduktiver Erarbeitungsansatz verwendet was auch den inhaltlichen Aufbau der Arbeit erklärt: Nach einer Einführung in die grundsätzliche Thematik des Stadtmarketing, seiner Prozesse und Funktionsweisen mit einer vertiefenden Betrachtung des Faktors Controlling folgen in Kapitel 3 Ausführungen zum Konzept der Business Improvement Districts (BIDs) und den artverwandten, deutschen ISGs als Vorstellung einer Form von Stadtmarketingaktivitäten. Kapitel 4 führt letztlich die vorherigen Aspekte zusammen und beschäftigt sich mit dem Controlling in ISGs – hier wird das angekündigte Indikatorenset entwickelt.
2 Stadtmarketing – Das moderne Zauberwort der Stadtentwicklung
„Gibt es einen vielfältigeren Gegenstand als die Stadt? Wohl kaum! Städte haben eine lange Geschichte hinter sich, wandeln sich ständig und bergen eine unüberschaubare Fülle an Anregungen [...]“1
2.1 Sinn und Aufgaben des Stadtmarketing
Das „Gebilde Stadt“ wird zunehmend komplexer: Immer multifunktionaler, multisemiotischer und multimedialer soll es sein, um damit den neuen Ansprüchen seiner Akteure genügen zu können. Denn die moderne Stadt steht in Konkurrenz zu ihren Mitbewerbern, den anderen Städten im Land und teilweise sogar– im Rahmen der fortschreitenden Globalisierung – denjenigen im Ausland. Ähnlich zum Mittelalter kämpfen die Stadtoberhäupter heute wieder um Rohstoffe: Es gilt, Geld, (politische) Macht und Bürger an sich zu binden, damit die Stadt attraktiv für Investitionen aus öffentlichen und privaten Quellen ist, wird und/oder bleibt, um so als Standort gefragt zu bleiben. Denn nur der attraktive Standort hat in Zeiten von instabilen Verhältnissen mit solchen Ausprägungen wie Bevölkerungsrückgang, schwächelnder Ökonomie und sich wandelnden Beziehungen mit dem Ausland die realistische Chance fortzubestehen. Attraktivität entsteht dabei maßgeblich auch aus einer umfassenden Stadtentwicklung, welche die Stadt an die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen des öffentlichen und privaten Lebens anpasst, dabei aber auch kostengünstig arbeitet, um die ohnehin weitestgehend leeren Stadtkassen zu schonen.
Unter diesen Voraussetzungen entwickelt sich in Deutschland – Vorbildern aus dem vorwiegend englischsprachigen Ausland folgend – seit Mitte der 80er Jahre das Instrument des Stadtmarketing, welches insbesonders seit den 90er Jahren verstärkt Anwendung findet. (vgl. GRABOW & HOLLBACH-GRÖMIG; 1998; S.11)
Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt und fördert Stadtmarketingaktivitäten seit 1996. Am 01.07.2000 wurde in Bocholt das Landesbüro Stadtmarketing eingerichtet, welches Beratung und Hilfe in Stadtmarketing-Dingen anbietet. Im September 2004 ermittelte eine Erhebung des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport (MSWKS) eine Gesamtheit von ca. 180 Stadtmarketing-Prozesse in Nordrhein- Westfalen (MSWKS; 2004; S. 5ff).
[...]
1 HÄUSSERMANN, Hartmut & SIEBEL, Walter (2004): „Stadtsoziologie – Eine Einführung“; Campus: Frankfurt/New York; 2004; S. 11
Arbeit zitieren:
Julia Eva Peters, 2005, Erfolgskontrolle im Stadtmarketing am Beispiel von Business Improvement Districts - Entwicklung eines Indikatorensets für das Bermuda3Eck Bochum, München, GRIN Verlag GmbH
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