Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Geographische Informationssysteme in Destinationen - Web Mapping, Location Based Services und Business Mapping – Einsatz, Hemmnisse und Potenziale in regionalen Tourismusorganisationen im deutschsprachigen Raum
Florian Bauhuber
Inhaltsverzeichnis
1. Problematik, Abgrenzung und Methodik der Arbeit ... 1
1.1 Problematik ... 1
1.2 Zielsetzung ... 1
1.3 Abgrenzung von Untersuchungsthema, -raum und -zielgruppe ... 2
1.4 Aufbau und Methodik der Arbeit ... 3
2. Tourismus als Informationsgeschäft ... 7
2.1 Bedeutung der Information im Tourismus ... 7
2.1.1 Aus Sicht des Gastes ... 7
2.1.2 Aus Sicht der Tourismusorganisationen ... 8
2.2 Informationssysteme im Tourismus ... 9
2.2.1 Touristische Informations- und Kommunikationssysteme (TIKS) ... 10
2.2.2 Management Informationssysteme (MIS) ... 11
2.2.3 Geographische Informationssysteme (GIS) ... 12
2.2.3.1 Die Prozesse und Aufgaben eines Geographischen Informationssystems ... 14
2.2.3.2 Die Komponenten eines Geographischen Informationssystems ... 16
3. Tourismus als Netzwerkgeschäft ... 20
3.1 Die Tourismusorganisation: Definition, Aufgaben und Funktionen ... 20
3.2 Die Destination: Definition und neue Wertenetze ... 22
3.3 Netzeffekte, Kernkompetenzen und neue Geschäftsmodelle ... 24
4. GI-Technologien in Destinationen ... 26
4.1 Web Mapping ... 26
4.1.1 Entwicklung und Definition ... 27
4.1.2 Typisierung und Technologie ... 28
4.1.3 Einsatzmöglichkeiten in Destinationen ... 31
4.2 Location Based Services ... 32
4.2.1 Entwicklung und Definition ... 32
4.2.2 Typisierung und Technologie ... 34
4.2.3 Einsatzmöglichkeiten in Destinationen ... 36
4.3 Business Mapping ... 37
4.3.1 Entwicklung und Definition ... 37
4.3.2 Typisierung und Technologie ... 39
4.3.3 Einsatzmöglichkeiten in Destinationen ... 40
5. Ergebnisse der empirischen Arbeit ... 41
5.1 Einsatz der Technologien in Tourismusorganisationen ... 42
5.1.1 Web Mapping ... 42
5.1.2 Location Based Services ... 44
5.1.3 Business Mapping ... 46
5.1.4 Thematische Differenzierung ... 49
5.1.4.1 Räumliche Unterschiede ... 51
5.1.4.2 Finanzielle Ausstattung der Tourismusorganisationen ... 55
5.1.4.3 Geschäftsfelder der Tourismusorganisationen ... 56
5.1.4.4 Gewerbliche Übernachtungen in den Regionen ... 58
5.2 Hemmnisse in Tourismusorganisationen ... 60
5.2.1 Web Mapping ... 60
5.2.2 Location Based Services ... 62
5.2.3 Business Mapping ... 64
5.2.4 Thematische Differenzierung ... 65
5.2.4.1 Räumliche Unterschiede ... 65
5.2.4.2 Personelle Ausstattung der Tourismusorganisation ... 69
5.3 Potenziale der Technologien in Tourismusorganisationen ... 74
5.3.1 Web Mapping ... 74
5.3.2 Location Based Services ... 76
5.3.3 Business Mapping ... 79
5.3.4 Thematische Differenzierung ... 82
5.3.4.1 Räumliche Unterschiede ... 82
5.3.4.2 Ausbildungsabschluss und Zugehörigkeitsdauer der Entscheider ... 85
5.3.4.3 Rechtsform der Tourismusorganisation ... 88
5.4 Gegenüberstellung der empirischen Ergebnisse ... 92
6. Best Practices für GI-Technologien ... 94
6.1 Web Mapping in Osttirol (Österreich) ... 94
6.2 Web Mapping- und LBS-System ReGeo ... 96
6.3 Business Mapping in Graubünden (Schweiz) ... 98
7. Handlungsempfehlungen für Tourismusorganisationen ... 100
7.1 Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für den Einsatz von GISen in Tourismusorganisationen ... 100
7.1.1 Technologische Rahmenbedingungen ... 100
7.1.2 Interne Rahmenbedingungen in den Organisationen ... 102
7.1.3 Politische Rahmenbedingungen ... 104
7.2 Die GIS-Einführung im Überblick ... 106
7.3 Die Aufwand-Nutzen-Analyse ... 107
7.4 Finanzierungsmöglichkeiten für Geographische Informationssysteme ... 110
7.4.1 Projektfinanzierung durch Sponsoring ... 110
7.4.2 Projektfinanzierung durch Landes-, Bundes-, und EU-Mittel ... 111
7.4.3 Projektfinanzierung durch Registrierungsgebühren ... 112
7.4.4 Projektfinanzierung direkt durch Dienstleistungen ... 112
7.4.5 Kooperationen und Netzwerke ... 113
7.5 Der Schlüsselfaktor Innovation ... 115
7.6 Destinationsbildung als logische Schlussfolgerung ... 116
8. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick ... 119
Literaturverzeichnis ... XI
Anhang ... XXIII
Anhang I: Profil der befragten Organisationen ... XXIII
Anhang II: Teil-Standardisierter Fragebogen ... XXV
Anhang III: Leitfaden der problemzentrierten Experteninterviews ... XXXIV
1. Problematik, Abgrenzung und Methodik der Arbeit
1.1 Problematik
Hochdynamische Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien sowie die fortschreitende Globalisierung setzen Tourismusorganisationen unter Handlungsdruck, eröffnen ihnen aber auch neue Chancen. Die Märkte rücken durch Informationstechnologien und die erhöhte Mobilität der Bevölkerung (neue Verkehrstechnologien, verbilligte Flugreisen) immer näher zusammen (vgl. Ullmann 2000, S. 61ff.). Parallel dazu änderte sich das Konsumentenverhalten des Gastes vom passiven zum aktiven Marktteilnehmer. Er ist unter anderem weniger loyal, ändert oft seine Präferenzen, verlangt besseren Service, stärker auf ihn zugeschnittene („individualisierte“) Angebote und bessere Informationen über das Zielgebiet seiner Reise. Dem stehen geschichtlich gewachsene, sich meist an politischen Grenzen orientierende Tourismusorganisationen gegenüber. Doch diese Tourismusorganisationen mit ihren meist starren Strukturen beginnen sich nur langsam zu verändern und sich den neuen Gegebenheiten anzupassen.
Die grundlegende Aufgabe einer Tourismusorganisation – den Raum, in dem sie agiert, optimal zu vertreten und zu repräsentieren – verlangt den Einsatz neuer, auf Geographischen Informationssystemen basierenden Technologien. Ihr Einsatz bietet sich auch insofern an, als 80 % der Informationen in den Organisationen über einen Raumbezug verfügen (vgl. Czeranka 2001, S. 8; Bernhardt 2002, S. 44). Diese Informationen sind geeignet, in Form von digitalen Karten oder kartenverwandten Darstellungen visualisiert zu werden und bilden somit den Ausgangspunkt der Informationstechnologien, die als Web Mapping, Location Based Services und Business Mapping im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit stehen.
1.2 Zielsetzung
Generelle Arbeiten zu den Technologien Web Mapping, Location Based Services und Business Mapping wurden bereits von zahlreichen Autoren verfasst, jedoch ohne Bezug auf den Tourismus oder Tourismusorganisationen. Auch zu speziellen Projekten in diesem Zusammenhang gibt es nur vereinzelte Ausführungen. Eine empirische Arbeit, die einen umfassenden Überblick über den Einsatz, die Hemmnisse und Potenziale dieser Technologien in regionalen Tourismusorganisationen gibt, ist noch nicht abgefasst worden. Deshalb soll die vorliegende Arbeit einen Beitrag zum Schließen dieser „Forschungslücke“ liefern.
Die Zielsetzung – den Einsatz, die Hemmnisse und Potenziale des Web Mappings, der Location Based Services und des Business Mappings in regionalen Tourismusorganisationen im deutschsprachigen Raum unter besonderer Berücksichtigung von Geographischen Informationssystemen aufzuzeigen – beinhaltet mehrere Forschungsaspekte.
In der Arbeit werden
1.3 Abgrenzung von Untersuchungsthema, -raum und -zielgruppe
Die thematische Abgrenzung und der Untersuchungsgegenstand erschließen sich aus den soeben aufgeführten Zielsetzungen. Die Analyse des Einsatzes wird den Ist-Zustand der Technologien in Tourismusorganisationen umfassend abbilden. Sie soll sich zudem, gleichermaßen wie bei den Einschätzungen der Hemmnisse und Potenziale der Technologien, nicht auf die Geographischen Informationssysteme im klassischen Sinn beschränken. Detailliert werden die verschiedenen Technologien in den jeweiligen Abschnitten von Kapitel 4 abgegrenzt.
Wie bereits erwähnt, können im Rahmen der Arbeit nur Einschätzungen der Tourismusorganisationen in Bezug auf die Hemmnisse und Potenziale der Technologien wiedergegeben werden. Gestützt werden die Beurteilungen durch Interviews mit Herstellern von Geographischen Informationssystemen. Dies bedeutet allerdings ebenfalls, dass eine Subjektivität gegeben ist, die nur bedingt mit der Wahrnehmung anderer relevanter Gruppen, wie zum Beispiel Touristen, Politiker oder touristischer Leistungsträger, übereinstimmt. Sie wurden im Rahmen der Arbeit nicht befragt, da sie einen eigenen Untersuchungsgegenstand und somit eine eigene Arbeit darstellen würde. Daneben ist die Befragung mit alleinigem Fokus auf den deutschsprachigen Raum wenig aussagekräftig und nur in einem lokal bzw. regional begrenzten Gebiet realistisch durchführbar.
Als Untersuchungsraum wurde der deutschsprachige Raum gewählt. Er beinhaltet in dieser Arbeit Deutschland, Österreich, Schweiz und die autonome Provinz Bozen-Südtirol in Italien. Das bedeutet, dass auch zwei- bzw. dreisprachige Regionen in der Schweiz ohne Sonderbehandlung in die Befragung miteinbezogen wurden.
Die Zielgruppe der Arbeit ist die regionale Tourismusorganisation (TO). Sie wurde bei Pretests als ideales Untersuchungsobjekt identifiziert bzw. ist sie für gastorientierte Technologien die ideale Distributions- und Kommunikationsinstanz. Lokale Organisationen (z.B. Tourismusinformationen) wurden nach den Pretests infolge mangelnder finanzieller Kapazitäten und fehlenden Know-hows ausgeklammert; auch wenn es durchaus Organisationen auf dieser Ebene gibt, in denen entsprechende Voraussetzungen für den Einsatz von Geographischen Informationssystemen gegeben sind. Organisationen auf Landes- und Bundesebene wurden nicht berücksichtigt, da sie das Ergebnis der regionalen Ebene verfälschen würden. Nicht zuletzt ein Grund für die Wahl regionaler Tourismusorganisationen als Untersuchungsobjekt ist das Potenzial dieser Ebene eine Destination darzustellen, die der Wahrnehmung der Gäste entspricht.
1.4 Aufbau und Methodik der Arbeit
[...]
Arbeit zitieren:
Dipl. Geograph Florian Bauhuber, 2006, Geographische Informationssysteme in Destinationen - Web Mapping, Location Based Services und Business Mapping - Einsatz, Hemmnisse und Potenziale in regionalen Tourismusorganisationen im deutschsprachigen Raum, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Wintertourismus im österreichischen Alpenraum - Entwicklungen, Trends ...
Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
Diplomarbeit, 140 Seiten
Das Potenzial von Location-based Services für das mobile Marketing v...
Bachelorarbeit, 141 Seiten
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