Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 4
1.1 Relevanz der Thematik 4
1.2 Zielstellung 5
1.3 Methodische Vorgehensweise 5
1.4 Aufbau der Arbeit 6
1.5 Abgrenzung der Möglichkeiten von Bildung für nachhaltige Entwicklung 7
2 Theoretische Grundlagen von Bildung für nachhaltige Entwicklung 9
2.1 Globalisierungsbegriff 9
2.2 Nachhaltige Entwicklung 11
2.3 Agenda 21 13
2.4 Bildung für nachhaltige Entwicklung 15
2.4.1 Herkunft des Begriffes 15
2.4.2 Zielsetzungen 17
2.4.3 Thematische Schwerpunkte 18
2.4.4 Der alte Ruf nach neuen Methoden 22
2.4.5 Innovative Strukturen 25
2.5 Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung 27
2.5.1 Aktuelle Situation 27
2.5.2 Vom Leitbild zur praktischen Umsetzung 28
2.5.2.1 Begriffliche Präzisierung 29
2.5.2.2 Elemente nachhaltiger Lehr und Lernprozesse 30
2.5.3 Ableitungen für ein praxisorientiertes Handbuch 34
2.6 Zusammenfassende Betrachtung der Theorie 35
3 Gestaltung nachhaltiger Lehr- und Lernprozesse in der beruflichen Bildung38
3.1 Nachhaltigkeit und Bildungsziel 38
3.1.1 Hintergrund 39
3.1.2 Zielbestimmung im Sinne nachhaltigen Lernens 40
3.2 Nachhaltigkeit und Bildungsinhalt 43
3.2.1 Hintergrund 43
3.2.2 Bildungsinhalte im Sinne nachhaltigen Lernens 45
3.3 Nachhaltigkeit und Lernverhalten 49
3.3.1 Hintergrund 49
3.3.2 Methodische Gestaltung im Sinne nachhaltigen Lernens 51
3.4 Nachhaltigkeit und Lernorganisation 55
3.4.1 Hintergrund 55
3.4.2 Institutionelle Kooperation im Sinne nachhaltigen Lernens 58
3.5 Nachhaltigkeit und Lernergebnis 62
3.5.1 Hintergrund 62
3.5.2 Transfersicherung im Sinne nachhaltigen Lernens 63
4 Schlussbetrachtung 67
4.1 Bildung für nachhaltige Entwicklung - Konzept am Rande der Utopie? 67
4.2 Erkenntnisse hinsichtlich beruflicher Lehr- und Lernprozesse 68
4.3 Zukunftsthema auf der Suche nach Perspektiven 70
4.4 Entwicklungsperspektiven und Kritik des Handbuches 71
5 Literaturverzeichnis 74
1
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 : Dimensionen der Globalisierung
Abb. 2 : Dimensionen nachhaltiger Entwicklung
Abb. 3 : Inhalte der Agenda 21
Abb. 4 : Dimensionen des modernen Bildungsbegriffes
Abb. 5 : Hauptsyndrome des globalen Wandels
Abb. 6 : Abgrenzung von Methodik und Didaktik
Abb. 7 : Faktoren der Methodenwahl
Abb. 8 : Differenzierung nachhaltigen Lernens
Abb. 9 : Elemente nachhaltiger Lehr- und Lernprozesse
Abb. 10 : Dimensionen beruflicher Gestaltungskompetenz
Abb. 11 : Kriterien für die Auswahl von nachhaltigkeitsrelevanten Bildungsinhalten
Abb. 12 : Orientierungsgrößen zur Festlegung von Bildungsinhalten
Abb. 13 : Einflussgrößen bei der Methodenwahl
Abb. 14 : Methodenspektrum nachhaltig wirksamer Lehr- und Lernprozesse
Abb. 15 : Innovative Strukturen zur Förderung nachhaltiger Lehr- und Lernprozesse
Abb. 16 : Parameter für die Dauerhaftigkeit von Lernergebnissen
Abb. 17 : Dimensionen zur Sicherung des Lerntransfers
2
Abkürzungsverzeichnis
Abb.
BNE DIE D.h. Ebd. Ggf. Hrsg. IWF KMU NGO Non Government Organisation S.
UN UNEP UNESCO Vgl.
WBGU Z.B. 3
1 Einleitung
1.1 Relevanz der Thematik
„Wir können das Rad der Globalisierung nicht zurückdrehen - wir werden mit ihr leben müssen. Die Frage ist, wie wir sie so gestalten können, dass sie den größtmöglichen Nutzen für die größtmögliche Zahl von Menschen schafft.“ 1 Diese Einschätzung von Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger für Wirtschaft und einstiger Chefvolkswirt der internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (kurz Weltbank), verdeutlicht nicht nur die aktuelle Realität. Er spricht vor allem die derzeit vornehmlichste Aufgabe an, nämlich die Notwendigkeit von angemessenen Umsetzungsstrategien, welche einen möglichst großen Teil der Gesellschaft befähigen soll, sich den Herausforderungen einer zunehmend globalisierten Welt stellen zu können.
Aus der voranschreitenden internationalen Verflechtung von Wirtschaft, Politik und Gesellschaften ergibt sich - bewusst oder unbewusst - eine Vielzahl neuer Anforderungen an Staaten, Unternehmen, Institutionen und letztlich jedes Individuum. Vor diesem Hintergrund wurde 1992 auf der UN Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro ein umfassender Handlungskatalog (Agenda 21) von 179 Staaten verabschiedet, der die konkreten Schritte benennt, die angegangen werden müssen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Ohne an dieser Stelle im Einzelnen auf diese Schritte eingehen zu wollen, stellt die Agenda 21 bis heute die Basis für das Konzept der nachhaltigen Entwicklung dar, welches die Grundlage für das Leitbild einer Bildung für nachhaltige Entwicklung bildet.
Da sich das Bewusstsein für Veränderungsprozesse und entsprechend notwendige individuelle Anpassungsleistungen zumeist nicht selbstverständlich einstellt, weißt das oben genannte Dokument explizit auf die Schlüsselrolle von Bildung hin. Daraus resultierend haben die Vereinten Nationen für die Jahre 2005 bis 2014 die Dekade für Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgerufen um „allen Menschen Bildungschancen zu eröffnen, die es ermöglichen, sich Wissen und Werte anzueignen sowie Verhaltensweisen und Lebensstile zu erlernen, die für eine lebenswerte Zukunft und eine positive gesellschaftliche Veränderung erforderlich sind“ 2 .
Bildung für nachhaltige Entwicklung stellt sich demgemäß als ein international gültiger und gesellschaftspolitisch motivierter Bildungsauftrag dar. Vor diesem Hintergrund sind auch in der Bundesrepublik Deutschland Bildungsinstitutionen jeglicher Art angehalten,
1 Joseph Stiglitz (Hrsg.): Die Schatten der Globalisierung, Bonn 2002, S. 255f.
2 Bundesministerium für Forschung und Entwicklung (Hrsg.): Nationaler Aktionsplan für Deutschland, UN Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2005 - 2014, Bonn 2004, S. 3.
4
die Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung als Querschnittsthema in die alltägliche Bildungsarbeit einfließen zu lassen. Doch während sowohl die wissenschaftstheoretische als auch die gesellschaftspolitische Debatte hinsichtlich des Themas als fortgeschritten und weitgehend formuliert gilt, existieren bis dato lediglich wenig konkrete, praktisch umsetzbare bzw. leicht anwendbare Konzepte, welche die Möglichkeit bieten, das Leitbild von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der alltäglichen Bildungsarbeit umzusetzen.
1.2 Zielstellung
Mit Blick auf das zuvor angesprochene Transferproblem zielt diese Arbeit auf eine Konkretisierung der praktischen Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung ab. Dabei steht die berufliche Bildung im Fokus der Betrachtung. Das Ziel besteht in der Gestaltung eines Handbuches für in der beruflichen Bildung Tätige, welche der Untersuchung von nachhaltig wirksamen Lehr- und Lernprozessen Rechnung trägt. Demgemäß soll das Ergebnis ein Instrument sein, welches dem Anwender die Möglichkeit bietet, Bildungsprozesse in Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu planen und zu gestalten. Um dieser Zielstellung gerecht zu werden, soll das Handbuch in komprimierter Form hinsichtlich der Thematik Bildung für nachhaltige
Entwicklung informieren und sensibilisieren,
eine stringente Untersetzung der Elemente von Lehr und Lernprozessen zur
Gestaltung nachhaltig wirksamer Bildungsmaßnahmen liefern, Checklisten, Informations- und Arbeitsblättern zur praktischen Anwendung von
Informationen und Wissen beinhalten,
helfen, das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung selbstorganisiert zu
erschließen und in die alltägliche Arbeit einfließen zu lassen.
1.3 Methodische Vorgehensweise
Diese Arbeit begleitet den Beginn des vom Bundesinstitut für Berufsbildung geförderten Modellversuches „Erhöhung der Nachhaltigkeit - unter Berücksichtigung unterschiedlicher Zielgruppen in der Berufsausbildung“. Dieser soll zum einen zur Sensibilisierung hinsichtlich des Themas nachhaltige Entwicklung beitragen und zum anderen konkrete methodische und didaktische Umsetzungsformen generieren, welche in letzter Instanz zur Erprobung neuer Bildungsdienstleistungen im Rahmen der Aus- und Wei-
5
terbildung in KMU genutzt werden sollen. 3 Auf dieser Basis entfällt die Notwendigkeit einer forschungsmethodischen Bedarfsanalyse, da die Wichtigkeit des Vorhabens durch die Förderung seitens des Bundesinstitutes als gegeben angenommen werden kann. Aufgrund dessen steht hinsichtlich des methodischen Vorgehens eine intensive Literaturrecherche im Mittelpunkt. Mit Blick auf die immense Fülle an Veröffentlichungen zum Thema nachhaltige Entwicklung bzw. Bildung für nachhaltige Entwicklung wird die Herausforderung besonders in der logischen Strukturierung bereits publizierter Inhalte bestehen. Darüber hinaus soll die Analyse bereits erfolgreich durchgeführter Bildungsmaßnahmen unter der Berücksichtigung nachhaltigkeitsrelevanter Inhalte und Umsetzungsstrategien der Erstellung des Handbuches dienen. Des Weiteren gilt es, die in der berufspädagogisch fokussierten Literatur vorhandenen Forschungsergebnisse hinsichtlich innovativer Lehr- und Lernprozesse mit dem theoretischen Leitbild einer Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung sinnvoll zu verknüpfen.
1.4 Aufbau der Arbeit
Das nachfolgende Kapitel gibt die theoretischen Grundlagen der Thematik wieder und markiert damit gleichzeitig den aktuellen Forschungsstand. Ausgehend von der Betrachtung des Globalisierungsbegriffes stellt sich die Frage, aus welchen sowohl theoretischen als auch praktischen Überlegungen letztlich die Notwendigkeit einer Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung resultiert. Zu diesem Zweck werden das Konzept „Nachhaltige Entwicklung“ und die Inhalte der Agenda 21, welche als Eckpfeiler der Thematik gelten, beschrieben. Das zentrale Anliegen dieses Kapitels steht mit Blick auf die Erstellung des Handbuches darin, allgemein gültige Auswirkungen auf Lehr- und Lernprozesse, welche sich aus den Forderungen des Leitbildes einer Bildung für nachhaltige Entwicklung ergeben, herauszustellen. Auf dieser Basis wird der Versuch unternommen, die Forderungen des Leitbildes für die Berufsbildung praktikabel zu machen. Als Ergebnis werden diesbezüglich aussagekräftige Empfehlungen zur praktischen Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der beruflichen Bildung, zu den Auswirkungen auf berufliche Lehr- und Lernprozesse sowie zur Umsetzung eines pra-xisorientierten Handbuches formuliert.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den zuvor angesprochenen Auswirkungen, welche sich aus den Anforderungen einer nachhaltigen Berufsbildung auf berufliche Lehr-
3 Vgl.Bundesinstitut für Berufsbildung (Hrsg.): ErNach - Erhöhung der Nachhaltigkeit. Ein Modellversuch unter Berücksichtigung unterschiedlicher Zielgruppen in der Berufsbildung, in: Informationen aus den Modellversuchen und Vorhaben Nr. 10, http://www.bibb.de/dokumente/pdf/Faltblatt_10.pdf (10.06.06).
6
und Lernprozesse ergeben. Zu diesem Zweck werden die einzelnen Elemente Bildungsziel, Bildungsinhalt, Lernverhalten, Lernorganisation und Lernergebnis vor dem Hinter-grund nachhaltigen Lernens untersetzt.
Als dritter, in gewisser Weise separater Teil dieser Arbeit entsteht ein Handbuch für in der beruflichen Bildung Tätige. Zu diesem Zweck werden die Inhalte der ersten zwei Kapitel so aufbereitet, dass sie den potentiellen Anwendern in benutzerfreundlicher, pragmatischer sowie komprimierter Form zur Verfügung stehen. Gemäß der Zielstellung unter Gliederungspunkt 1.2 gibt das Instrument in modularer Form sowohl die the-oretischen Grundlagen als auch die Untersetzung der Elemente nachhaltiger Lehr- und Lernprozesse wieder. Darüber hinaus beinhaltet es weiterführende Informationen, Lite-raturvorschläge, Checklisten, Informations- und Arbeitsblätter, welche der selbstorganisierten Erschließung des Themas sowie der Integration der Inhalte in die alltägliche Bildungsarbeit dienen soll.
Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige theoretische und praktische Entwicklungen mit Blick auf die Thematik. Dazu erfolgt sowohl eine kritische Reflektion hinsichtlich der gesamten Arbeit als auch des erarbeiteten Handbuches vor dem Hintergrund der Zielstellung. Dabei wird das Hauptaugenmerk darauf liegen, ob dieses Instrument tatsächlich der Aufgabe gerecht wird, in der beruflichen Bildung Tätige bei der Konzeption, Planung und Durchführung nachhaltig wirksamer Lehr- und Lernprozesse im Sinne einer Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung zu unterstützen. Des Weiteren wird auf prägnante Erkenntnisse, welche sich im Zuge der Arbeit herauskristallisierten, eingegangen. Daraus resultierend werden Anregungen gegeben, welche Schritte zur Evaluierung hinsichtlich der Praxistauglichkeit des Handbuches sowie zum erfolgreichen Transfer der Ergebnisse als möglich und sinnvoll einzuschätzen sind.
1.5 Abgrenzung der Möglichkeiten von Bildung für nachhaltige Entwicklung
Das Leitbild einer Bildung für nachhaltige Entwicklung basiert grundsätzlich auf einem fundamentalen Zwiespalt. Zum einen setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Aufrechterhaltung der menschlichen Lebensgrundlage nur mittels einer umfassenden Neuorientierung hinsichtlich der ökonomischen, ökologischen sowie soziokulturellen Entwicklung gewährleistet werden kann. In diesem Sinne ist nachhaltige Entwicklung zu einer der großen politischen, ökologischen, ökonomischen sowie sozialen Herausforderungen
7
des 21. Jahrhunderts zu zählen. 4 Zum anderen fundamentiert das soziobiologische Menschen Modell die Einsicht, dass Menschen „entweder die Motivation oder die Fähigkeit fehlt, ihre kurzfristigen Interessen zugunsten einer Perspektive zurückzustellen, die global und weitsichtig genug ist, das Wohl der heute und in Zukunft existierenden Lebewesen im Auge zu behalten“ 5 . Mit anderen Worten, unser moralisches Kalkül tendiert umgangssprachlich eher zu dem Schluss: „Nach uns die Sintflut!“ 6 Vor diesem Hintergrund muss von Beginn an darauf hingewiesen werden, dass die in dieser Arbeit vorgeschlagenen Umsetzungsmöglichkeiten auf einem gesellschaftspolitischen Ideal basieren und in der Praxis an einer Vielzahl verschiedener Widerstände scheitern können. Individuelle Reserviertheit, nicht vorhandene finanzielle und infrastrukturelle Ressourcen oder schlichtweg die fehlende Vorstellung darüber, was sich hinter dem Begriffskonstrukt Bildung für nachhaltige Entwicklung verbirgt, sollen hierfür als Beispiele dienen. Nichtsdestotrotz wird jeder in der beruflichen Bildung Tätige die offensichtlich, teils gravierend veränderten Anforderungen an Arbeitskräfte, wie beispielsweise die fortwährende Anpassung an technologische Weiterentwicklungen, in nahezu jeder Branche bestätigen können. Damit ergeben sich natürlich Auswirkungen auf den herkömmlichen Lehr- und Lernprozess innerhalb der beruflichen Aus-und Weiterbildung. Aufgrund dessen wird an dieser Stelle vorangestellt, dass diese Arbeit kein Plädoyer für eine radikale Erneuerung der beruflichen Bildung sein soll. Vielmehr steht der Versuch im Mittelpunkt, verständliche sowie praktisch anwendbare Vorschläge zu liefern, die - in Anlehnung an das Credo von Dr. Dietmar Fahnert 7 - sich an den „Anforderungen an eine zeitgemäße Bildung“ 8 orientieren. Denn zweifelsohne wird jedes Individuum - gewollt oder ungewollt - mit den Auswirkungen globaler Zusammenhänge konfrontiert und gleichzeitig gezwungen werden, sich den damit einhergehenden Veränderungen zu stellen.
4 Vgl. Bund Länder Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (Hrsg.): Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, Heft 72, Bonn 1999, S. 8.
5 Thomas Mohrs: Unfit für Nachhaltigkeit?, in: Axel Bayer (Hrsg.): Fit für Nachhaltigkeit? Biologischanthropologische Grundlagen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung, Opladen 2002, S. 69 - 90, hier S. 74.
6 Ebd.
7 Leiter der Info-Service Stelle Umweltbildung bei der Akademie für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein
8 Dr. Dietmar Fahnert: „Betrifft mich nicht!“, in: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (Hrsg.): Zeitschrift für Erwachsenenbildung, 12. Jahrgang, Bonn 4/2005, S. 35 - 36, hier S. 36.
8
2 Theoretische Grundlagen von Bildung für nachhaltige Entwicklung
2.1 Globalisierungsbegriff
Der Begriff „Globalisierung“ ähnelt einer indischen Gottheit: In welcher Form sie erscheine, hänge von den Vorstellungen des Betrachters ab. 9 In der Tat verweisen nahezu alle Wissenschaftler, die sich mit dem Phänomen der Globalisierung beschäftigen, auf die außerordentlich komplizierte Fassbarkeit des besagten Begriffes. Zwar scheint das Wort zum „buzzword of the decade“ (Schlagwort des Jahrzehnts) geworden zu sein, mit dem sämtliche Prozesse der internationalen Märkte sowie der internationalen Beziehungen insgesamt etikettiert werden. 10 Aber das größte Defizit innerhalb der bisherigen akademischen Globalisierungsdiskussion ist offensichtlich das Fehlen eines einheitlichen Verständnisses dessen, was Globalisierung eigentlich ist. 11 Dabei ist das Phänomen globaler Beziehungen nicht neu. Aus eurozentristischer Sicht beginnt die Schaffung eines weltumspannenden Handelsnetzwerkes mit der Zeit der europäischen Welteroberung am Ende des 15. Jahrhunderts. Die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus 1492 sowie des Seeweges nach Indien durch Vasco da Gama 1498 und die erste Weltumsegelung Magellans bildeten die Grundlage für die ersten Vertragswerke der Weltgeschichte mit globaler Bedeutung. 12
Spätestens im Zuge der Industrialisierung wurden die zunehmend bedeutenden internationalen Handelsbeziehungen auch in der intellektuellen Debatte thematisiert. So analysierten Soziologen die im 19. Jahrhundert beginnende Industrialisierung insoweit, als dass dieser sich weltweit ausbreitende Prozess zu einer zunehmenden Differenzierung und Modernisierung der Gesellschaft führen würde und wiederum einen weltweiten Wertewandel nach sich ziehen müsste.
9 Vgl. Dr. Scherer, Edgar (Hrsg.): Globalisierung - Herausforderung oder Feindbild, in: http://www.rotary-es-filder.de/vortrag/020909_Globalisierung.pdf (02.05.2005), S. 1.
10 Vgl. Wolfgang Reinicke, Jan Martin Witte: Globalisierung, Souveränität und internationale Ordungspolitik, in: Andreas Busch, Thomas Plümper (Hrsg.): Nationaler Staat und internationale Wirtschaft. Anmerkungen zum Thema Globalisierung, Baden-Baden 1999, S. 339 - 366, hier S. 339.
11 Marianne Beisheim, Gregor Walter: „Globalisierung“ - Kinderkrankheiten eines Konzeptes, in: Deutsche Vereinigung für Politische Wissenschaft - Sektion Internationale Politik (Hrsg.): Zeitschrift für internationale Beziehungen, Ausgabe 1 / 1997, S. 153 - 180, hier S. 155.
12 Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Globalisierung: Geschichte und Dimensionen eines Begriffes, Tagungsbeitrag (Juli 2001), in:
http://www.bpb.de/veranstaltungen/VUPFLA,0,0,Globalisierung:_Geschichte_und_Dimensionen_eines_ Begriffs.html (02.05.2005).
9
Mit Bezug auf die Wirtschaft prognostizierten Karl Marx und Friedrich Engels in ihrem ‚kommunistischen Manifest’ den Prozess der Globalisierung von Produktion und Konsum sowie die Entstehung eines Weltmarktes. 13
Aufgrund der langen historischen Entwicklung einerseits sowie der Vielfalt sozialwissenschaftlicher Quellen, aus der sich die Globalisierungsdebatte speist, andererseits, stellt sich die Begriffsfindung auch heute noch kompliziert dar. Aus der Perspektive eines Ökonomen beschreibt Horst Köhler, ehemaliger geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds (im Folgenden IWF) und amtierender Präsident der Bundesrepublik Deutschland, im Rahmen des jährlichen Treffens der wirtschaftswissenschaftlichen Gesellschaft an der Humboldt Universität Berlin Globalisierung als „Prozess zunehmender internationaler Arbeitsteilung und damit Verflechtung nationaler Volkswirtschaften durch Handel mit Waren und Dienstleistungen, grenzüberschreitende Unternehmensinvestitionen und Finanzströme“ 14 . Ungeachtet seiner Funktion als Chefökonom des IWF weißt aber auch er darauf hin, dass Globalisierung offensichtlich mehr ist als internationale Handelsprozesse.
Unter Ausklammerung der ökonomischen Komponente bezieht sich der Globalisierungsbegriff nach Ansicht von Toni McGrew, Professor und stellvertretender Direk-tor am Mountbatten Centre for International Studies (MCIS), auf die Vielfalt der Verbindungen und Interaktionen zwischen Staaten und Gesellschaften, welche das System einer modernen Welt charakterisiert. 15
Vor diesem Hintergrund wird laut Hans-Helmut Taake, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik von 1980 bis 2003, deutlich, dass Globalisierung vielmehr als Phänomen mit fünf herausragenden Dimensionen, nämlich der politischen, der ökonomischen, der ökologischen, der sozialen sowie der kulturellen verstanden und beschrieben werden muss. 16 In der nachstehenden Abbildung werden die besagten Dimensionen verdeutlicht. Dabei werden im Vergleich zu der zuvor gegebenen Definition die Begriffe Umwelt, Kultur, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft verwendet.
13 Vgl. Andreas Busch: Die Globalisierungsdebatte: Ein einführender Überblick über Ansätze und Daten, in: Andreas Busch, Thomas Plümper (Hrsg.): Nationaler Staat und internationale Wirtschaft. Anmerkungen zum Thema Globalisierung, Baden-Baden 1999, S.13 - 40, hier S. 17.
14 Vgl. Horst Köhler: Die Herausforderungen der Globalisierung und die Rolle des IWF, in: http://www.imf.org/external/np/speeches/2003/051503g.htm (02.05.2005), Berlin 2003.
15 Vgl. Andreas Busch Thomas Plümper: Nationaler Staat und internationale Wirtschaft: Eine Einführung in die Globalisierungsdiskussion, in: Andreas Busch Thomas Plümper (Hrsg.): Nationaler Staat und internationale Wirtschaft. Anmerkungen zum Thema Globalisierung, Baden-Baden 1999, S. 13 - 41, hier S.
14.
16 Vgl.: Hans-Helmut Taake: Beschreibung und Definition des Globalisierungsprozesses, in: Globalisierung: Eine oder keine Chance für die Entwicklungsländer (Tagungsbeitrag, Juli 2001) http://www.bpb.de/veranstaltungen/KBA540,0,0,Globalisierung%3A_Eine_oder_keine_Chance_f%FCr_ die_Entwicklungsl%E4nder.html#art0 (02.05.2005).
10
2.2 Nachhaltige Entwicklung
Der Begriff „Nachhaltige Entwicklung“ leitet sich von der englischen Wendung „sustainable development“ ab, die in ihrer ursprünglichen Form auf das forstwirtschaftliche Prinzip der fortwährenden Nutzung eines Baumbestandes zurückgeht. 18 Dieser semantischen Wurzel folgend, floss der Term in den 60’er Jahren in die entwicklungspolitische Debatte ein. Dabei wurde mit Strategien nachhaltiger Entwicklung gemäß der sprachlichen Herkunft zunächst die Suche nach Lösungen mit Blick auf die weltweit zunehmenden ökologischen Krisenphänomene in Verbindung gebracht. Auf dieser Basis weitete sich die Nutzung des Nachhaltigkeitsbegriffes auf die Bereiche der wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklung aus. Demgemäß wurde mit dem Prinzip ein komplexes, interdependentes Leitbild hinsichtlich einer langfristig tragfähigen globalen Zukunftsgestaltung assoziiert, welches stets die Wechselwirkung der verschiedenen Dimensionen einbezieht.
An dieser Stelle wird eine Verbindung von modernen Entwicklungs- und Transformati-onstheorien deutlich. Demgemäß kann eine, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Entwicklung nur durch den gleichzeitigen Wandel des gesamten Gesellschaftssystems, d.h. der ökologischen, ökonomischen, politischen, rechtlichen und Verhaltensebene realisiert werden. 19 Die folgende Grafik, welche Teil des UNESCO Lernmaterials „Understan-
17 Agora-Wissen(Hrsg.): Grundkurs 2: Dimensionen der Globalisierung, in: http://www.dadalos-d.org/globalisierung/grundkurs_2.htm (02.05.2005).
18 Vgl. Heino Apel: Entwicklungspolitische Wurzeln und umweltpädagogische Blüte, in: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (Hrsg.): Zeitschrift für Erwachsenenbildung, 12. Jahrgang, Bonn 4/2005, S.
28 - 30, hier S. 28.
19 Vgl. Vladimir Cvijanović: Was ist und wie war Transformation?, in: Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen (Hrsg.): Gewinner und Verlierer post-sozialistischer Transformationsprozesse, Bremen 2002, http://www.forschungsstelle.uni-bremen.de/10_dokument/1001_pdf/ap/fsoAP36.pdf, (23.09.04), S. 7 - 10, hier S. 8.
11
ding sustainable development“ ist, verdeutlicht mit Bezug auf das Vorangegangene sowohl die voneinander abhängigen Dimensionen nachhaltiger Entwicklung als auch die damit verbundenen Wertvorstellungen.
Das noch sehr abstrakte Leitbild sollte im Auftrag der Vereinten Nationen Ende der 1980’er Jahre durch die Kommission für Umwelt und Entwicklung (kurz: Brundtland Kommission) inhaltlich konkretisiert werden. Ausgehend von der Erkenntnis, dass eine Weiterführung der bisherigen industriegesellschaftlichen Lebens- und Wirtschaftsweise zu einer immensen Zunahme ökologischer Risiken, ökonomischen Ungleichheiten sowie sozialen Konflikten führen wird, erarbeitete diese 1987 das Konzept der nachhaltigen Entwicklung. 21 Hinter diesem Konzept verbirgt sich die Vision eines umfassenden Wandels zu einem global gültigen Gesellschaftsmodell, welches die Basis für „die Erhaltung und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und Ressourcen, die Stei-
20 UnitedNations Educational, Scientific and Cultural Organisation (Hrsg.): Curriculum Rationale. Un-derstanding sustainable development, in: http://www.unesco.org/education/tlsf/theme_a/uncofrm_a.htm (10.06.06).
21 Vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hrsg.): Nationaler Aktionsplan für Deutschland. UN Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2005 - 2014, Berlin 2004, S. 3.
12
gerung generationenübergreifender Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft sowie die Förderung und Sicherung des Wohlstands für heutige und zukünftige Generationen“ 22 darstellen soll. Vor diesem Hintergrund ist das Konzept nachhaltiger Entwicklung durch folgende Grundprinzipien gekennzeichnet.
das Prinzip der Generationenverantwortung, das die Belange nachfolgender
Generationen schützen soll und belastbare Prognosen voraussetzt das Integrationsprinzip, das systemübergreifende soziale, ökonomische und
ökologische Ziele verknüpft
das Partizipationsprinzip, das auf eine Stärkung der Eigenverantwortung der
relevanten Akteure - Wirtschaft/KMU, Wissenschaft, gesellschaftliche Gruppen, einzelne Bürgerinnen und Bürger - bei der Entwicklung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien zielt
Abgeleitet aus den oben stehenden Prinzipien schlägt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) folgende Definition des Begriffes vor. „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Lebensqualität der gegenwärtigen Generation sichert und gleichzeitig zukünftigen Generationen die Wahlmöglichkeit zur Gestaltung ihres Lebens erhält.“ 23
2.3 Agenda 21
Die Agenda 21 bildet das offizielle Abschlussdokument der UN Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro von 1992. Wie aus der Präambel hervorgeht, markiert sie das „Aktionsprogramm der Staaten dieser Welt für das 21. Jahrhundert“ 24 . „Die Agenda 21 ist Ausdruck eines globalen Konsenses und einer politischen Verpflichtung auf höchster Ebene zur Zusammenarbeit im Bereich von Entwicklung und Umwelt.“ 25
Das Programm vereint die Zielsetzungen einer nachhaltigen Entwicklung in 40 Kapiteln, welche sich in vier Teilbereiche, Soziales und Wirtschaft, Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen, Rolle wichtiger Gruppen sowie Möglichkeiten der Umsetzung einteilen lassen. Dabei wird in nahezu allen Kapiteln auf die Wichtigkeit von Bildungsmaß- 22 Bundesministeriumfür Bildung und Forschung (Hrsg.): Forschung für die Nachhaltigkeit. Rahmenprogramm des BMBF für eine zukunftsfähige innovative Gesellschaft, Berlin 2005, S. 3
23 Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hrsg.): Nationaler Aktionsplan für Deutschland. UN Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2005 - 2014, Berlin 2004, S. 3.
24 Bund Länder Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (Hrsg.): Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, Heft 72, Bonn 1999, S. 14.
25 Ebd.
13
nahmen hingewiesen, um Probleme globaler Relevanz zu kommunizieren und damit ein Nachhaltigkeitsbewusstsein zu generieren. 26
Anhand der nachfolgenden Abbildung können die jeweiligen Kapitel des Dokuments sowie deren Zuordnung zu den Teilbereichen nachvollzogen werden.
Abb. 3: Inhalte der Agenda 21 27
Vor dem Hintergrund dieser Arbeit ist das Kapitel 36 „Förderung der Schulbildung, des öffentlichen Bewusstseins und der beruflichen Aus- und Fortbildung“ von besonderer Bedeutung. Auf der Grundlage von den Empfehlungen, welche im Rahmen der Intergovernmental Conference on Environmental Education seitens der UNESCO und der U-NEP 1977 in Tiflis verabschiedet wurden, schlägt dieser Teil der Agenda 21 grundlegende Programmbereiche vor. Den Bildungsbehörden der involvierten Staaten wird
26 Vgl. Gerhard de Haan, Klaus Seitz (Hrsg.): Kriterien für die Umsetzung eines internationalen Bildungsauftrages. Bildung für nachhaltige Entwicklung (Teil 1), in: http://www.blk21.sw/daten/texte/bildungsauftrag.pdf (16.05.06), S. 58 - 62, hier S. 59
27 Vgl. United Nations Organisation (Hrsg.): Agenda 21, in: http://www.un.org/esa/sustdev/documents/agenda21/english/agenda21toc.htm (10.06.06).
14
darin die Aufgabe zugewiesen, umwelt- und entwicklungsorientierte Bildungsansätze innerhalb der nationalen Bildungsprogramme zusammenzuführen und damit einen maß-
geblichen Anteil an einer zukunftsfähigen gesellschaftlichen Entwicklung zu leisten. 28 Zwar werden innerhalb des besagten Abschnitts keine konkreten Maßnahmen zur Umsetzung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung vorgeschlagen, aber er weißt in allgemeiner Form auf die Schwerpunkte einer, auf Nachhaltigkeit orientierten Pädagogik hin. Diesbezüglich wird explizit die Neuausrichtung der Bildung auf eine nach-haltige Entwicklung, die Förderung der öffentlichen Bewusstseinsbildung sowie die Förderung
der beruflichen Ausbildung angesprochen. 29 Unter Berücksichtigung regionaler bzw. nationaler Unterschiede in den betroffenen Staaten empfiehlt das Dokument unter anderem eine fachübergreifende Themenbehandlung, die Entwicklung innovativer
Unterrichtsmethoden oder die Öffnung der Lernorte. 30
2.4 Bildung für nachhaltige Entwicklung
2.4.1 Herkunft des Begriffes
Obwohl das Wortkonstrukt Bildung für nachhaltige Entwicklung im Vorangegangenen bereits mehrmals verwendet wurde, blieb eine Veranschaulichung dessen, was sich im Detail dahinter verbirgt, bis dato aus. Da der Begriff aber das zentrale Element dieser Arbeit darstellt, klärt dieser Abschnitt sowohl die Herkunft als auch die damit verbundenen Ziele und Inhalte, methodischen Ansätze und Strukturveränderungen in Bildungseinrichtungen.
Grundsätzlich gilt es festzuhalten, dass eine einheitlich akzeptierte und damit statisch festgeschriebene Definition für den Ausdruck Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht existiert. Vielmehr bevorzugen Experten auf diesem Gebiet bewusst die dahinter verborgene Instabilität des Begriffes, da die Termini „Bildung“ und „nachhaltige Ent-
wicklung“ selbst permanenten Wandlungsprozessen unterliegen. 31 Nichtsdestotrotz verweißt die Fachliteratur einstimmig auf die Umweltbildung als Ursprung, deren einseitiger Blick auf ökologische Phänomene zunehmend nach einer Erweiterung des Themenhorizontes verlangt. Demgemäß markiert Bildung für nachhaltige Entwicklung, ebenso wie das Sustainability-Konzept selbst (siehe Gliederungspunkt 2.2), aufgrund
28 Vgl. United Nations Organisation (Hrsg.): Agenda 21. Kapitel 36 „Förderung der Schulbildung, des öffentlichen Bewusstseins und der beruflichen Aus- und Fortbildung“, in: http://www.agrar.de/agenda/asd21k36.htm (16.05.06).
29 Vgl. ebd.
30 Vgl. ebd.
31 Vgl. Gerhard de Haan (Hrsg.): Die Kernthemen der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, http://www.blk21.sw/daten/texte/kernthemen.pdf (16.05.06).
15
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Magister Christian Vogel, 2006, Berufsbildung und Nachhaltigkeit, München, GRIN Verlag GmbH
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