Ergotherapeutische Behandlungsmethoden bei autistischen Kindern
von
Karl-Heinz Haudum
2007
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 3
1.1. Problemdarstellung ... 4
1.2. Autismus ... 4
1.3. Historisches ... 5
1.4. Klassifikation und Symptomatik ... 6
1.4.1. Formen des Autismus ... 6
1.4.2. Früherkennung ... 8
1.4.3. Häufigkeit ... 9
1.5. Ursachen ... 9
1.5.1. Genetische Verursachungstheorie ... 9
1.5.2. Neurologische Verursachungstheorie ... 10
1.5.3. Psychologische Verursachungstheorie ... 10
1.5.4. Chemische und biochemische Verursachungstheorie ... 10
1.5.5. Informations – und/ oder Wahrnehmungsverarbeitungsstörung ... 11
1.5.6. Verursachungstheorie im Zusammenhang mit anderen Krankheiten ... 11
1.6. Soziale Interaktion/ Kommunikation ... 13
1.7. Verlauf und Prognose ... 13
2. Methoden ... 14
2.1. Vorgangsweise ... 14
2.2 Kriterien ... 14
2.3. Interview ... 14
3. Datenanalyse ... 15
3.1. Kontaktaufnahme ... 15
3.2. Kommunikation ... 16
3.3. Struktur/ Raumanforderung ... 17
3.4. Selbstständigkeit ... 18
3.5. Verhaltensstruktur ... 19
3.6. Stereotypien ... 20
3.7. Therapieansätze ... 21
3.8. Elternarbeit ...
4. Fallbeispiel ... 22
4.1. Markus, 7 Jahre ... 22
4.2. Beschreibung einer gut gelungenen Therapiestunde ... 23
5. Diskussion/ Schlussfolgerung ... 24
5.1. Kontaktaufnahme ... 25
5.2. Kommunikation ... 25
5.3. Struktur/ Raumanforderung ... 27
5.4. Selbstständigkeit ... 28
5.5. Verhaltensstruktur ... 28
5.6. Stereotypien ... 29
5.7. Therapieansätze ... 30
5.8. Elternarbeit ... 31
5.9. Zusammenfassung ... 31
Abschließende Worte ... 33
Literaturverzeichnis ... 34
Abbildungsverzeichnis ... 36
Tabellenverzeichnis ... 36
Anhang ... 37
1. Fragebogen ... 37
2. Auswertung des Fragebogens ... 38
Anmerkung des Autors:
Um in der Arbeit eine einheitliche Schreibweise zu verwenden, wählte der Autor das männliche Pronomen, da es unter den autistischen Kindern mehr Jungen als Mädchen gibt.
Einzig bei der Berufsbezeichnung „Ergotherapeutin“ wird die weibliche Form verwendet, um dem überwiegenden weiblichen Anteil dieser Berufsgruppe gerecht zu werden.
„Die Autisten sind wie ein vergessenes Volk. Man kann sie
nur verstehen wenn man in ihre Welt eindringt. Sie können
uns ganze Bereiche unserer verlorenen Kindheit
wiedergeben.“
(Lefevre.F: 1997)
1. Einleitung
Seit dem Kinohit "Rain Man" mit Dustin Hoffmann oder "Das Mercury Puzzle" hat das Krankheitsbild Autismus viel Interesse in der Öffentlichkeit geweckt, welches weit über den Kreis der Fachleute hinausgeht. (vgl. Kehrer 1989:23)
Ein Vorteil dieser Popularität ist, dass Eltern, deren autistisches Kind durch unangepasstes Verhalten auffällt, vermutlich mit mehr Verständnis in der Öffentlichkeit rechnen können wenn der Name der Störung genannt wird. Auch die finanzielle Unterstützung ist in Abhängigkeit vom Bekanntheitsgrad gestiegen. Ein Nachteil besteht darin, dass durch die Kinofilme der Begriff Autismus eine Verallgemeinerung der Störungssymptomatik erhält. (z.b. alle autistischen Menschen lernen in kürzester Zeit Telefonbücher auswendig). (vgl. Weiß 2002: 11)
Obwohl die sozialen und kommunikativen Schwierigkeiten, die starren und zwanghaften Verhaltensweisen ein Leben lang in irgendeiner Form erhalten bleiben, unterscheiden sich Schwere und Ausmaß der Verhaltensprobleme der betroffenen Menschen deutlich. Insbesondere bestimmen Intelligenz und Sprachfähigkeit in der Entwicklung den Schweregrad der Erkrankung. (Poustka et al. 2004: 8)
Der Autor teilt die Arbeit in 5 Kapitel:
1.1. Problemdarstellung
In der Literatur (z.B. Weiß, 2002 und Poustka et al, 2004) findet man viel Theorie über Behandlungsansätze bei Autismus, aber wenig Beschreibungen von Therapieeinheiten. Durch den bereits oben angeführten Bekanntheitsgrad werden Therapeutinnen zunehmend mit dem Krankheitsbild Autismus konfrontiert. Diese Arbeit soll dazu beitragen, dass die speziell im Fachbereich Pädiatrie tätigen Ergotherapeutinnen in ihrer Arbeit unterstützt werden.
"Allerdings müssen die Therapeuten mit den besonderen Bedingungen der Behandlung von Kindern mit Autismus vertraut sein. Ergotherapeutische Maßnahmen können zu neuen Erfahrungen und einer Schärfung der Sinne durch den Umgang mit vielfältigen Materialien und deren konstruktive Verwendung führen." (Poustka et al. 2004: 57)
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema:
"Ergotherapeutische Behandlungsmethoden bei autistischen Kindern" und dazu stellen sich die Fragen, "Wie beschreiben erfahrene Ergotherapeutinnen eine gut gelungene Therapieeinheit bei autistischen Kindern und sind Parallelen bei diesen Therapieansätzen zu erkennen.
1.2. Autismus
Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung. Sie beruht auf einer angeborenen, unheilbaren Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns, welche sich bereits im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Die Kernsymptomatik bei allen autistischen Behinderungen äußert sich in Problemen bei der Kommunikation mit anderen Menschen sowie in grundlegenden Unterschieden in der Verarbeitung von Sinneseindrücken, welche zu Verhaltensauffälligkeiten verschiedenster Art sowie zu stereotypen oder ritualisierenden Verhaltensweisen führen können. Das Ausmaß und die Auswirkungen dieser Probleme sowie die spezielle Form, in der sie sich zeigen, sind sehr unterschiedlich. (vgl. Dzikowski 1996:18)
1.3. Historisches
Im Mittelalter herrschte die Ansicht, dass Kinder mit Verhaltensstörungen von Dämonen besessen oder ganz von Gott inspiriert waren - der Umgang mit ihnen dürfte dementsprechend variiert haben. Im 18./ 19. Jahrhundert wurden diese Menschen in großen, stationären Einrichtungen untergebracht, unter ihnen auch Patienten mit autistischen Störungen. Bis ins 20. Jahrhundert hatte man jedoch keinen Namen für diese Krankheit. (vgl. Weiß 2002: 12)
Autismus wurde erstmals in den 40er Jahren beschrieben. Leo Kanner, ein Arzt aus Österreich, der später in die Vereinigten Staaten auswanderte, behandelte mehrere Kinder, die wenig Kontakt zu anderen Menschen aufnahmen und Veränderungen ihres Tagesablaufs sowie ihrer Umgebung nicht ertragen konnten. (Poustka et al. 2004: 7)
Kanner konzentrierte sich bei den Symptomen auf zwei zentrale Eigenschaften:
1. Beharren auf Unverständlichkeit der täglich wiederholten Routinehandlungen.
2. Extreme soziale Isolation, die innerhalb der ersten zwei Lebensjahre beginnt.
[....]
Arbeit zitieren:
Karl-Heinz Haudum, 2007, Ergotherapeutische Behandlungsmethoden bei autistischen Kindern, München, GRIN Verlag GmbH
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