Grünordnungskonzept Halle-Süd
4.4 Freiraumsystem 38 4.5 Stadtbild 40
4.6 Ausgewählte Konfliktpunkte und Lösungsansätze 40
5 Entwicklung von Varianten 44
5.1 Variante Raster 45 5.2 Variante Patchwork 46
6 Entwurf 47
6.1 Definition zur städtebaulichen Grünordnung 47
6.2 Grünordnungskonzept für Halle-Süd 47 6.2.1 Nutzungen 48
6.2.2 Städtebauliche Strukturen 49 6.2.3 Freiraumsystem 50
7 Details 55
7.1 Wörmlitzer Dreieck 55 7.2 Platz am Gesundbrunnen 56
8 Zusammenfassung 58
Literaturverzeichnis 59
Erklärung des Verfassers
Danksagung
2
Grünordnungskonzept Halle-Süd
Abbildungsverzeichnis
Abbildung1: Luftbild des Bearbeitungsgebietes M 1:5.000 6 Abbildung 2: Auszug aus dem Entwurf zum Flächen-nutzungsplan 8 Abbildung 3:
Abbildung 4: (Radierung von K.-R. Kuppe, 1995) 12 Abbildung 5: Darstellung der Nutzungsanteile 15 Abbildung 6: Statistische Erhebungen des Grünflächen-
Abbildung 7: Darstellung der Nutzungsanteile im Entwurf 49 3
Grünordnungskonzept Halle-Süd
Fotoverzeichnis
Foto 2: Foto 3: Foto 4: Foto 5: Foto 6: Foto 7:
Foto 8: Foto 9: Foto 10:
Foto 11: Foto 12: Foto 13:
Foto 14: Foto 15: Foto 16: Kleingarten 34 Foto 17:
Foto 18: Foto 19: Foto 20: Foto 21:
Foto 22: Foto 23: Baulücken an der Ludwigstraße 42 Foto 24:
Foto 25: 4
Grünordnungskonzept Halle-Süd Einleitung
1 Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
Im Südbereich der Stadt Halle bedarf das Gebiet zwischen Ludwig- / Cansteinstraße, Beesener Straße, Trasse der Hafenbahn und Böllberger Weg als Element für die Erholung im Freiraum und als wesentlicher Teil des Freiraumsystems der Stadt Halle einer grundlegenden Neuordnung, um seinen Bestand und eine effiziente künftige Nutzung langfristig zu sichern.
Diese Arbeit soll die Art der baulichen Nutzungen, die Erschließung sowie das Stadtbild erfassen und die wesentlichen städtebaulich und freiraumplanerisch wirksamen Strukturen darstellen. Aus der Diskussion der entstehenden Planungsvarianten ist ein umsetzungsfähiges Konzept zu entwickeln.
1.2 Lage des Planungsgebietes
Das Planungsgebiet liegt im Süden der Stadt Halle und umfaßt ca. 60 ha. Die Bearbeitungsgrenzen bilden folgende Straßen und deren angrenzende Bebauung:
Norden: Ludwigs- / Cansteinstraße
Westen: Beesener Straße Süden: Trasse der ehem. Hafenbahn Osten: Böllberger Weg
Darüber hinaus werden Freiräume außerhalb des Bearbeitungsgebietes und ihre Verbindungen in die Überlegungen miteinbezogen, um sinnvolle Lösungsansätze bieten zu können.
5
Gr ünordnungskonzept Halle - Süd Einleitung
Abbildung1 : Luftbild des Bearbeitungsgebietes M 1:5.000
6
Grünordnungskonzept Halle - Süd Einleitung
1.3 Planerische Vorgaben
Das Gebiet entwickelte sich seit dem I. Weltkrieg ohne planerische Vorgaben. Diese Vernachlässigung führt zu einem dringendem Handlungsbedarf, der eine Neuordnung mit Bestandssicherung er-fordert.
Der Entwurf des Flächennutzungsplanes vom August 1995 erstellt vom Dezernat Planen und Umwelt - Stadtplanungsamt Halle trägt dieser Aufgabenstellung teilweise Rechnung.
So wird vorgeschlagen, die Kleingartenanlagen zwischen Böllberger Weg und Max-Lademann-Straße in ein Wohngebiet umzu-wandeln. Die baulichen Strukturen zwischen Saale und Böllberger Weg sollen auf das geringste Maß zurückgenommen werden, um einen wertvollen Freiraum zu gewinnen. Beim größten Teil der Flächen soll die derzeitige Nutzung beibehalten werden (siehe Abb. 2: Auszug aus dem Entwurf zum Flächennutzungsplan).
Der Vorentwurf zum Landschaftsplan des Grünflächenamtes Halle (Stand November 1993) trifft allgemeine Aussagen zur Be-standssicherung der vorhandenen Freiräume.
Das Stadtplanungsamt stellt detailliertere Überlegungen für das Bearbeitungsgebiet an. So soll das vorwiegend von Industrie geprägte Mischgebiet an der Bugenhagener Straße umstrukturiert und mit den Funktionen Wohnen und/oder Freizeit belegt werden. Weiterhin sollen vorrangig zum Johannes- und Lutherplatz Grünverbindungen geschaffen werden, um Verknüpfungen mit anderen Freiräumen herzustellen.
7
Gr ünordnungskonzept Halle - Süd Einleitung
Abbildung 2: Auszug aus dem Entwurf zum Flächennutzungsplan
8
Grünordnungskonzept Halle - Süd Einleitung
1.4 Natürliche Gegebenheiten im Großraum Halle
Die Stadt Halle a. d. Saale liegt im Mittel 100 m üNN bei 12,0 Grad öL und 51,5 Grad nB. Der hallesche Raum ist Teil der naturräumlichen Haupteinheit „Östliches Harzvorland“. Der geologische Untergrund baut sich im Norden und Osten aus Gesteinen des Halleschen Porphyrkomplexes, im Westen und Süden anteilig aus den Tafelschollensedimenten der Nietlebener Mulde und der Merseburger Buntsandsteinplatte auf. Das Relief ist vorzugsweise durch die lößbedeckten, tischebenen Hauptgrundmoränen (waldarme Ackerebenen) geprägt. Sie werden von der Elster-Luppe-Niederung und dem Saaletal gegliedert. Im Süden befinden sich Haupttäler mit 30 - 50 m Tiefe und bis zu 3 km Breite. Im Norden verleihen die zu Rundhöckern umgeformten Porphyrkuppen (Petersberg 250 m) mit dazwischengeschalteten Tertiärplatten und verwaschenen Endmoränenzügen der Hochfläche einen unruhigen Charakter. Sonderformen stellen die anthropogenen Relieftypen der Folgeflächen des Braunkohlenbergbaus in der Umgebung von Halle dar.
Der hallesche Raum ist eine Übergangsregion vom niederschlagsarmen Binnenlandklima im Mittelgebirgslee des Harzes zum niederschlagsreicheren Binnenlandklima der Leipziger Tieflandsbucht. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt 508 mm, die mittlere Jahrestemperatur 9 °C. Mesoklimatische Effekte modifizieren die Situation (Talauen, südexponierte Hänge, Stadtgebiet).
9
Grünordnungskonzept Halle - Süd Entwicklung des Raumes
2 Entwicklung des Raumes
2.1 Historische Entwicklung der Stadt Halle
Nach den Befreiungskriegen (1813-15) hatte Halle seinen wirtschaftlichen Tiefpunkt als preußische Provinzstadt erreicht. Erst mit dem sprunghaften Zuwachs der Produktivkräfte trat die Braunkohle als führende Rohstoffquelle in den Vordergrund und bildete zusammen mit dem Zuckerrübenanbau die Grundlage für einen neuen Aufschwung der Stadt in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Daraus entwickelte sich eine Großindustrie, besonders in den Zweigen Chemie und Maschinenbau. Während Halle 1814 nur 20.000 Einwohner hatte, stieg deren Zahl 1852 auf 25.000, 1880 auf 70.000 und 1891 auf 120.000. Arbeiterfamilien bildeten den größten Anteil an der Gesamtbevölkerung.
Mit der Umgestaltung der ökonomischen Struktur sowie den daraus resultierenden Anforderungen entstanden völlig neue Bauaufgaben. So wurde das Verkehrsnetz erneuert, Halle wurde durch das Zusammentreffen vieler Bahnlinien ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt Mitteldeutschlands, die Saaleschiffahrt wurde verbessert und ein Flughafen zwischen Leipzig und Halle geschaffen.
2.2 Städtebauliche Entwicklung des Bearbeitungsgebietes
Interessant ist es, die bauliche Gesamtveränderung des Stadtkörpers seit der zweiten Hälfte des 19. Jh. von der Provinzstadt zur Großstadt zu betrachten. Das Gelände des ehemaligen Befestigungsringes wurde zur Ringpromenade gestaltet. Dieser Grüngürtel mit Hauptstraßenfunktion, den Platzräume und bauliche Dominanten charakterisieren, setzt die Altstadt sinnvoll von den neueren Außenvierteln ab.
Südlich dieses Hauptstraßenringes erweitern sich die Wohnquartiere zwischen 1850 und 1880 in Form von Mietskasernen mit
10
Gr ünordnungskonzept Halle - Süd Entwicklung des Raumes
Abbildung 3: Auszug aus dem Plan der Stadt Halle 1888
11
Grünordnungskonzept Halle - Süd Entwicklung des Raumes
engen Hinterhöfen. Ein Protestversuch gegen diese Mietskasernen der Gründerjahre ist die 1871 errichtete Vereinsstraßensiedlung mit niedrigen Hausgruppen unweit des Rannischen Platzes (Abb. 3: Auszug aus dem Plan der Stadt Halle 1888).
Abbildung 4: Thomasiusstraße, Rückseite (Radierung von K.-R. Kuppe, 1995)
Nach dem ersten Weltkrieg äußerte sich der Lebenswille in Halle durch eine umfassende Bautätigkeit. So entstanden am Stadt-rand locker bebaute, durchgrünte Wohnsiedlungen, deren Träger verschiedene Baugenossenschaften waren. Der Bauverein für Kleinwohnungen errichtete bereits 1914 die ansprechende Gartenstadt am Mühlrain (Arch. H. Frede), 1926/27 folgten die Hausgruppen Wörmlitzer Platz und Marsstraße und 1928 die achsial auf den neuen Wasserturm angelegte Siedlung Lutherplatz (W. Freise).
Den Höhepunkt der baulichen Entwicklung bildete die Garten-vorstadt Gesundbrunnen, die 1924 vom Rat der Stadt und verschiedenen Baugenossenschaften angelegt wurde. Die einheitlich geplante Großsiedlung in Form eines abgestumpften Dreiecks wird von breiten Grünzonen durchzogen. Die Häuser (etwa 3.500 Woh-
12
Grünordnungskonzept Halle - Süd Entwicklung des Raumes
nungen) sind in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet, die ruhigen Wohnstraßen verlaufen leicht geschwungen. Öffentliche Anlagen verschiedenster Art - im Norden das Bad Gesundbrunnen und das Kurt-Wabbel-Stadion, im Süden die Diesterwegschule - dienen den Bedürfnissen der 13.200 hier wohnenden Arbeiter- und Angestelltenfamilien.
1930 war die Siedlung Vogelweide im Anschluß an die Gartenstadt fertiggestellt. Dreistöckige flachgedeckte Hausblöcke reihen sich rechtwinklig zur Straße, wodurch Straßen- und Hofraum mitein-ander verschmelzen, vergittert durch Pergolen und Baumgruppen.
Die Gestaltungen der Siedlungen unterlagen einem städtebaulichen Generalplan. Sie bildeten eine weitere Zone um den Mietskasernengürtel der Gründerzeit und lichteten den Stadtkörper auf. Ihre Straßen sind breiter und meist von Bäumen eingesäumt, Vorgärten lassen die Häuser optisch zurücktreten.
So beispielhaft der Wohnungsbau geplant und verwirklicht wurde - die Industrie breitete sich planlos aus, so daß durch die Vermischung von Industrie- und Wohngebieten städtebaulich ungeordnete Zustände entstanden. Vor allem die Hallesche Maschinenfabrik und die Pumpen- und Kompressorenwerke befinden sich in dichtbebautem Wohngebiet und störten durch Rauch-, Ruß- und Lärmerzeugung.
2.3 Entwicklung von Freiraumstrukturen
Um 1850 war das Stadtgebiet von Gärten umschlossen. Äcker prägten das Landschaftsbild um Halle. Infolge der Ausdehnung der Stadt Anfang des 20. Jh. wurden die Gärten bis auf einige Ausnahmen im Süden überbaut. Raum für öffentliche Grünflächen wurde kaum gelassen, da die freie Landschaft noch bis an die Stadtgrenzen heranreichte. In den später bewußt angelegten Gartenstadtsiedlungen mit dem integrierten Pestalozzipark wurden eine Vielzahl von begrünten Stadtplätzen und Wohnhöfen geschaffen.
13
Grünordnungskonzept Halle - Süd Entwicklung des Raumes
In den Notjahren zwischen und nach den beiden Weltkriegen wurden auf vielen unbebauten Flächen im Süden Obst und Gemüse für die Eigenversorgung angebaut. Diese Gebiete sind noch zum großen Teil erhalten und werden heute als Kleingärten genutzt.
Die gegenwärtige Grünflächenstruktur wird durch überwiegend kleinflächige, voneinander isolierten Freiflächen geprägt. Zwischen diesen bestehen in der Regel keine städtebaulich übergreifende Beziehungen. Das heißt, es existieren keine räumlichen und kommunikativen Zusammenhänge zwischen diesen Gebieten, erst recht keine geschlossene Verbundsysteme in Form durchgängiger Grünverbindungen.
14
Grünordnungskonzept Halle - Süd Bestand
3 Bestand
3.1 Nutzungen
Die Karte der Realnutzung verdeutlicht die augenblickliche Situation (Stand Oktober 1996).
Das gesamte Planungsgebiet umfaßt ca. 600.000 m². Davon entfallen auf (Abb. 5):
Wohnen 79.600 m²
Industrie/Mischnutzung 49.600 m²
Schulen, Heime 101.200 m²
Sport, Freizeit 102.000 m²
Kleingärten 210.800 m²
Öffentl. Plätze, Parks 12.200 m²
Verkehr 29.300 m²
Alleen 11.600 m²
Abbildung 5: Darstellung der Nutzungsanteile
15
Grünordnungskonzept Halle - Süd Bestand
3.2 Art der baulichen Nutzung
Wohnen: Der überwiegende Teil der Bebauung ist Wohnbebauung, die sich in drei- bis viergeschossigen Block- und Zeilbauten darstellt. Die Strukturen im Norden des Bearbeitungsgebietes ent-standen in der Gründerzeit (bis 1920). Weitere Bebauungsabsichten lassen sich am begonnenen Quartier an der Ludwigstraße erkennen (siehe Abb. 3: Plan der Stadt Halle 1888).
Im Süden und Westen entstand die Bebauung fast ausnahmslos nach 1920.
Charakteristisch für das gesamte G ebiet sind geschlossene Straßenfronten, die mit ihren breiten Fußwegen und größtenteils ein-oder beidseitigen Baumreihen einen erlebenswerten Straßenraum schaffen.
Foto 1: Beesener Straße (Blickrichtung nach Norden)
Industrie/Gewerbe: Im Zuge der Industrialisierung entstanden großflächige gewerbliche und industrielle Anlagen im Bearbeitungsgebiet.
16
Grünordnungskonzept Halle - Süd Bestand
Das Industriegebiet Turmstraße dominiert die Flächen im Südwesten entlang der Hafenbahntrasse. Hier befinden sich insbesondere Standorte der metallverarbeitenden Industrie.
Die nach der politischen Wende geänderten Wirtschaftsbedingungen führten zur Schließung vieler Betriebe, so daß als Folge die meisten Gebäude und Anlagen leerstehen und verfallen. Ein Teil der Gießerei und des Pumpen- und Kompressesorenwerkes sind noch in Betrieb.
Die verfallenen und keinem städtebaulichen Konzept zugeordneten Gebäude und Anlagen wirken störend im Gesamtensemble, die noch produzierenden Betriebe belästigen nach wie vor die Anwohner und Kleingärtner durch Lärm und Abgase (siehe Kap.2.2).
Foto 2: Gießereigebäude an der Hafenbahn
Gleiches gilt für die Industrieflächen am Böllberger Weg, die mit hohen Mauern den Blick auf die Saale verdecken.
Die Hafenbahn ist ein Industriegleis, d.h. hier wurden früher Güter per Bahn von und zu den verschiedenen Industriebetrieben
17
Grünordnungskonzept Halle - Süd Bestand
transportiert. Heute ist die Gleisanlage stillgelegt und seitlich mit Spontanvegetation zugewachsen.
Foto 3: Gleis der Hafenbahn am Böllberger Weg
Infrastruktur: Mit öffentlichen Einrichtungen, die der Bildung und Betreuung dienen, ist das Gebiet ausreichend ausgestattet,
Foto 4: Eckladen an der Max-Lademann-Straße
18
Grünordnungskonzept Halle - Süd Bestand
wogegen keine frei zugänglichen Kinderspielplätze vorhanden sind.
Ausreichende Versorgungseinrichtungen sind nicht vorhanden, andererseits sind viele, der in Halle typischen Eckläden geschlossen.
Grünflächen: Der größte Teil der Grünflächen besteht aus Kleingartenanlagen. Hier finden viele Bewohner a us den angrenzenden Wohngebieten Ruhe und Erholung, Ausgleich zum Alltag. Die Kleingärten mit ihrer breiten und vielfältigen Palette von Flora und Fauna, besitzen einen sehr hohen klimatischen und ökologischen Wert und wirken wie grüne Oasen in der Stadt.
Foto 5: Kleingärten an der Kantstraße
Sehr wertvolle parkartige Baumbestände bestehen am Paul-Riebeck-Stift und am Gesundbrunnenbad. Der Park am Stift wird demnächst neu gestaltet und teilweise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, was als sehr positiv bewertet werden muß. Die Flächen am Gesundbrunnenbad sind nur in der Badesaison von den Besuchern des Freibades nutzbar. Eine Verbindung zum angrenzenden Pestalozzipark besteht nicht, die Trasse der Hafenbahn trennt beide Freiräume.
19
Grünordnungskonzept Halle - Süd Bestand
Die nördlich gelegene, relativ große Dreiecksfläche ( Sportdreieck) umfaßt viele Sporteinrichtungen. Jedoch wirken die leeren Spielfelder und Rasenflächen trostlos und unstrukturiert (Foto 6).
Foto 6: Flächen am Sportdreieck mit Blick auf die Max - Lademann - Straße
Die Flächen für öffentliche Freiräume sind nur auf Plätze und Straßengrün beschränkt. Möglichkeiten für Kinderspiel und Spaziergänge bieten sich kaum.
3.3 Erschließung
Das Bearbeitungsgebiet ist durch Hauptverkehrsstraßen, die hauptsächlich in Nord - Süd - Richtung verlaufen, gut erschlossen, wobei der Rannische Platz eine verkehrsbeherrschende Stellung einnimmt. Hier laufen sieben Straßen sternförmig zusammen.
Die Erschließungsstrukturen sind im Wohnbereich vorwiegend rasterförmig, wechseln allerdings an Plätzen, wie dem Rannischen Platz, zu Ringstrukturen. Dadurch wird gewährleistet, daß der motorisierte Durchgangsverkehr auf den Hauptstraßen verläuft und die Wohngebietsstraßen bis auf den Anliegerverkehr nahezu völlig entlastet werden.
20
Grünordnungskonzept Halle - Süd Bestand
Die Erschließung durch ÖPNV ist als ausreichend einzuschätzen, Straßenbahnen erschließen das Gebiet in Nord-Süd-Richtung auf den zwei Achsen Böllberger Weg und Beesener Straße (Foto 8), Stadtbusse ergänzen dieses System.
Die Hauptstraßen sind fast durchgängig ein- und beidseitig mit extra gekennzeichneten Radwegen ausgestattet, die aber insgesamt für das Bearbeitungsgebiet nicht ausreichen. Das gilt im besonderen Maße für die Bereiche der Kleingartenanlagen, die überwiegend nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. So existieren nur zwei unbefestigte Wege - Warneckstraße und Tucholskistraße - für den öffentlichen Fuß- und Radwegeverkehr. Die vorhandenen Radwege befinden sich jedoch in überwiegend qualitativ gutem Zustand.
Ein großes Problem ist der ruhende Verkehr. Es stehen im gesamten Bearbeitungsgebiet keine ausreichenden Parkmöglichkeiten zur Verfügung. In den Anwohnerstraßen „stapeln“ sich die Autos, Alleen und Baumstreifen sind zugeparkt. Durch dieses „wilde Parken“ wirken die Straßenräume verstopft, ungeordnet und überfüllt.
Foto 7: Ruhender Verkehr in der Geseniusstraße
21
Grünordnungskonzept Halle - Süd Bestand
Die Wohn- und Aufenthaltsqualität ist erheblich gemindert. Mögliche Flächen für den ruhenden Verkehr sind zwar vorhanden, aber durch ungeklärte Eigentumsverhältnisse nicht nutzbar.
(Die Lösung dieses Problemes überschreitet den Rahmen eines Grünordnungskonzeptes und ist daher im Weiteren nicht Sache dieser Arbeit.)
Foto 8: Straßenbahnhaltestelle am Böllberger Weg
3.4 Freiraumsystem
Ein Freiraumsystem entsteht durch die Anordnung von Freiräumen unterschiedlicher Nutzungen, die untereinander durch Grünzüge und Grünverbindungen verschiedenartig gegliedert und vernetzt sind.
Die gegenwärtige Grünflächenstruktur im Stadtgebiet wird von überwiegend kleinflächigen Freiflächen geprägt. Zwischen ihnen bestehen in der Regel keine städtebaulich übergreifenden Beziehungen. Es existieren keine räumlichen und kommunikativen Zusammenhänge, erst recht nicht geschlossene Verbundsysteme in Form durchgängiger Grünverbindungen.
22
Arbeit zitieren:
Anja Bandurski, 1997, Leitfaden für die Erstellung von Pflege- und Entwicklungsplänen für NSG, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Anja Bandurski hat den Text Leitfaden für die Erstellung von Pflege- und Entwicklungsplänen für NSG veröffentlicht
Anja Bandurski hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare