Diplomarbeit, 1986
78 Seiten, Note: 1,5
1. Grundlegung
1.1 Einleitung
1.2 Zur Bestimmung und Abgrenzung des Begriffes "Option"
1.3 Problemstellung
1.4 Gang der Untersuchung
2. Die umsatzsteuerrechtlichen Optionsregelungen
2.1 Der umsatzsteuerliche Unternehmer als Entscheidungsträger
2.2 Die Option nach § 9 UStG
2.2.1 Anwendungsbereich
2.2.2 Form
2.2.3 Optionsdauer
2.3 Die Option nach § 19 Abs. 2 UStG
2.3.1 Anwendungsbereich
2.3.2 Form der Optionserklärung
2.3.3 Optionsdauer
2.4 Die Option nach § 23 Abs. 3 UStG
2.4.1 Anwendungsbereich
2.4.2 Form der Optionserklärung
2.4.3 Optionsbindungsdauer
2.5 Die Option nach § 24 Abs. 4 UStG
2.5.1 Anwendungsbereich
2.5.2 Form der Optionserklärung
2.5.3 Optionsbindungsdauer
2.6 Die Einordnung der Optionsregelungen in das System der Umsatzbesteuerung
3. Die Regelbesteuerung als generelle Optionsalternative
3.1 Aufbau der Regelbesteuerung
3.2 Die Erweiterung der Regelbesteuerung durch die Sonderbehandlung der Kleinunternehmer im Sinne des § 19 Abs. 3 UStG
4. Die Determinanten einer optimalen Optionsausübung
4.1 Die wettbewerbsbedingten Einflüsse der Besteuerungsform auf die Optionsausübung
4.1.1 Die Analyse der wettbewerbsbedingten Einflüsse bei Regelbesteuerung
4.1.2 Die Analyse der wettbewerbsbedingten Einflüsse bei Steuerbefreiung ohne Vorsteuerabzug
4.1.2.1 Bei nichtvorsteuerabzugsberechtigten Kunden
4.1.2.2 Bei steuerabzugsberechtigten Kunden
4.1.3 Zwischenergebnis
4.2 Die ökonomisch bedingten Einflüsse der Besteuerungsform auf die Optionsausübung
4.2.1 Der Einfluß der Vorsteuererstattung auf die Optionsausübung
4.2.2 Der Einfluß der Vorsteuerberichtigung nach § 15a UStG auf die Optionsausübung
4.2.2.1 Zweck und Inhalt des § 15a UStG
4.2.2.2 Das Verfahren der Vorsteuerberichtigung
4.2.2.3 Die Besonderheiten der Vorsteuererstattung im Rahmen der Kleinunternehmerregelung
4.2.3 Zwischenergebnis
4.3 Die ertragssteuerbedingten Einflüsse der Besteuerungsform auf die Optionsausübung
4.3.1 Die Erfassung der Umsatzsteuerzahlungen im Rahmen der Ertragsbesteuerung
4.3.2 Die ertragssteuerliche Behandlung der umsatzsteuerlichen Besteuerungsformen
4.3.2.1 Die Regelbesteuerung
4.3.2.1.1 Die Umsatzsteuer im Rahmen der Gewinnermittlung durch Betriebsvergleich (§§ 5 und 4 Abs. 1 EStG)
4.3.2.1.2 Die Umsatzsteuer im Rahmen der Überschußrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG
4.3.2.1.3 Die Umsatzsteuer im Rahmen der Ermittlung nach § 2 Abs. 2 Nr. 2 EStG
4.3.2.2 Die Steuerbefreiung
4.3.2.3 Die Vorsteuerberichtigung nach § 15a UStG im Rahmen der Einkommenssteuer
4.3.3 Zwischenergebnis
5. Die optimale Ausübung umsatzsteuerlicher Optionsregelungen als betriebswirtschaftliches Entscheidungsproblem
5.1 Das Entscheidungskriterium
5.2 Das Entscheidungsmodell
5.3 Die Bestimmung des Kapitalwertes der Entscheidungsalternativen in allgemeiner Form
5.3.1 Die Regelbesteuerungsalternative
5.3.2 Die Steuerbefreiungsalternative
5.3.3 Der Kapitalwert beim Wechsel von der Regelbesteuerung zur Steuerbefreiung nach vorheriger Optionsausübung in t0
5.3.4 Der Kapitalwert beim Wechsel von der Steuerbefreiung zur Regelbesteuerung nach vorheriger Optionsunterlassung in t0
5.3.5 Überlegungen zur Beurteilung der Vorteilhaftigkeit des Wechsels der Besteuerungsform
5.4 Die Entscheidung über die Optionsausübung in unterschiedlichen Entscheidungssituationen
5.4.1 Die Optionsentscheidung des Kleinunternehmers ohne Anlageninvestition in t0
5.4.2 Die Optionsentscheidung des Kleinunternehmers mit Anlageninvestition in t0 und die Bestimmung des kritischen Investitionsbetrages
5.4.3 Die Optionsentscheidung bei sachlich steuerbefreiten Umsätzen ohne Anlageninvestition in t0
5.4.4 Die Optionsentscheidung bei sachlich steuerbefreiten Umsätzen mit Anlageninvestition in t0
6. Schlußbemerkungen
Die Arbeit analysiert die betriebswirtschaftlich optimale Ausübung umsatzsteuerlicher Optionsrechte, um Unternehmern eine fundierte Entscheidungsgrundlage zwischen der Regelbesteuerung und verschiedenen Steuerbefreiungsformen zu bieten. Unter Berücksichtigung ökonomischer sowie steuerrechtlicher Rahmenbedingungen wird ein entscheidungsrelevanter Lösungsansatz entwickelt, der insbesondere Kapitalwerte vergleicht.
1.2 Zur Bestimmung und Abgrenzung des Begriffes "Option"
Der Begriff Option wird im Zusammenhang mit Rechtsgeschäften in verschiedenster Art und Weise gebraucht. Gemeinsames Element aller Begriffsinhalte ist die Eigenschaft der Option, durch einseitige Erklärung bestimmte Rechtsfolgen oder zu verändern. Das Steuerrecht enthält dieses Merkmal in einer Vielzahl von Vorschriften, in der Form, daß es "zwischen der Sachverhaltsfeststellung und der Feststellung der Steuerfolge mittels Subsumtion unter den steuerrechtlichen Tatbestand noch eine, der Entscheidung des Steuerpflichtigen zugängliche Zwischenstufe einschaltet, in der es eben um die Auswahl der Norm geht, die die Rechtsfolge festlegt."
Das Umsatzsteuergesetz räumt dem Unternehmer verschiedene Wahlmöglichkeiten in diesem Sinne ein. Exemplarisch soll hier genannt werden § 20 UStG, wonach bestimmte Unternehmer ihre USt auf der Grundlage vereinnahmter Entgelte anstatt nach vereinbarten Entgelten (§ 16 Abs. 1 UStG) berechnen dürfen.
Der Begriff "Optionsrecht" oder "Option" wird im UStG selbst jedoch nicht benutzt. In der Literatur und in der Praxis wird mit dem Begriff Optionsrecht oder Option häufig ausschließlich die Vorschrift des § 9 UStG bezeichnet.
Als Optionsregelungen im Sinne dieser Arbeit sollen alle diejenigen Vorschriften verstanden werden, die es dem Unternehmer erlauben, zwischen einer besonderen Besteuerungsform und der Besteuerung nach den allgemeinen Vorschriften des UStG (Regelbesteuerung) zu wählen. Dies sind die Regelungen in den §§ 9, 19 Abs. 2, 23 Abs. 3 und 24 Abs. 4 UStG.
1. Grundlegung: Einführung in die Problematik der Umsatzsteuer im betriebswirtschaftlichen Kontext und Definition des zentralen Optionsbegriffs.
2. Die umsatzsteuerrechtlichen Optionsregelungen: Detaillierte Darstellung der gesetzlichen Wahlrechte für Unternehmer, unterteilt nach den einschlägigen Paragraphen des UStG.
3. Die Regelbesteuerung als generelle Optionsalternative: Erläuterung der Regelbesteuerung als Kern der Besteuerung, inklusive Besonderheiten für Kleinunternehmer.
4. Die Determinanten einer optimalen Optionsausübung: Analyse der Faktoren, die die Entscheidung beeinflussen, wie Wettbewerb, Vorsteuererstattungen und Ertragssteuerfolgen.
5. Die optimale Ausübung umsatzsteuerlicher Optionsregelungen als betriebswirtschaftliches Entscheidungsproblem: Entwicklung eines theoretischen Entscheidungsmodells mittels Kapitalwertmethode für verschiedene betriebliche Konstellationen.
6. Schlußbemerkungen: Zusammenfassende Handlungsempfehlungen für Unternehmer zur optimalen Ausnutzung der Optionsrechte.
Umsatzsteuer, Optionsrecht, Regelbesteuerung, Steuerbefreiung, Vorsteuerabzug, Vorsteuerberichtigung, Kapitalwertmethode, Kleinunternehmerregelung, Steuerbelastung, Investitionsentscheidung, Ertragssteuer, Umsatzsteuergesetz, Wahlmöglichkeit, Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Besteuerungsform
Die Arbeit befasst sich mit der betriebswirtschaftlichen Analyse der umsatzsteuerlichen Optionsmöglichkeiten, die Unternehmern zur Verfügung stehen, um zwischen Regelbesteuerung und verschiedenen Steuerbefreiungen zu wählen.
Die Arbeit behandelt die gesetzlichen Grundlagen der Optionen nach dem UStG, die ökonomischen Determinanten dieser Wahl sowie die steuerlichen Konsequenzen im Bereich der Umsatz- und Ertragssteuer.
Ziel ist es, einen entscheidungslogischen Rahmen zu schaffen, der Unternehmern hilft, die für ihren spezifischen Betrieb wirtschaftlich optimale Besteuerungsform unter Berücksichtigung von Kapitalwerten zu wählen.
Es wird eine betriebswirtschaftliche Analyse durchgeführt, die primär auf der Kapitalwertmethode basiert, um die finanziellen Vor- und Nachteile der verschiedenen Besteuerungsalternativen quantitativ zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die rechtliche Einordnung der Optionen, die Analyse der wettbewerbs- und ertragssteuerlichen Einflüsse sowie die methodische Entwicklung eines mathematischen Entscheidungsmodells.
Zentrale Begriffe sind Umsatzsteueroption, Regelbesteuerung, Vorsteuerabzug, Kleinunternehmerregelung, Kapitalwert und Investitionsentscheidung.
Die Berichtigungspflicht kann bei einem Wechsel der Besteuerungsform zu Rückzahlungen führen, die als Kostenfaktor in die Kapitalwertkalkulation einfließen und somit die Attraktivität einer Option mindern können.
Eine Option zur Regelbesteuerung ist oft dann vorteilhaft, wenn hohe Anfangsinvestitionen getätigt werden, bei denen der Vorsteuerabzug den Nachteil der zusätzlichen Umsatzsteuerzahllast überkompensiert.
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