Bachelorarbeit, 2016
116 Seiten, Note: 1,0
1 KONZEPTION
1.1 Problemstellung und Forschungsfragen
1.2 Relevanz der Problematik
1.3 Respektive Vorgehensweise
2 EINBLICK IN DIE FORSCHUNGSGESCHICHTE UND DEN AKTUELLEN FORSCHUNGSSTAND
3 DEFINITION DER ZUGRUNDE LIEGENDEN BEGRIFFLICHKEITEN
3.1 Einführung in die Thematik des Lernens
3.2 Zum Verständnis des Begriffes der Lerntheorie
3.3 Zur Entstehung von Lerntypen
3.4 Lernstile als Erweiterung der Lerntypen
3.5 Die Entwicklung von Lernstrategien
3.6 Über den Nutzen von Lernhilfe
3.7 Zur Bedeutung von Lernumgebungen
3.8 Von der produkt- zur prozessorientierten Leistung
3.9 Von Leistung im Kontext der Schule zum pädagogischen Leistungsbegriff
3.10 Zur Abgrenzung der Leistungsbewertung
3.11 Zur Legitimität der Leistungsfeststellung
4 LERNTYPEN
4.1 Lerntypentheorie nach Frederic Vester
4.2 Lerntypentests nach Frederic Vester
5 LERNSTILE
5.1 Lernstiltheorie nach Kolb
5.2 Lernstiltheorie nach Honey und Mumford
5.3 Lernstiltheorie nach Felder
6 LERNSTRATEGIEN
6.1 Lernstrategien nach Lompscher
6.2 Lernstrategien nach Lerntypen
6.3 Lernstrategien nach Lernstilen
7 LEISTUNGSBEURTEILUNG DES ÖSTERREICHISCHEN SCHULSYSTEMS
7.1 Formen der Leistungsfeststellung
7.1.1 Von der Mitarbeitsfeststellung
7.1.2 Von besonderen, schriftlichen Leistungsfeststellungen
7.1.3 Von besonderen, praktischen Leistungsfeststellungen
7.1.4 Von mündlichen Übungen
7.2 Formen der Leistungsbeurteilung
7.2.1 Über das Pensenbuch
7.2.3 Über die Lernfortschrittsdokumentation
7.2.4 Über die kommentierte direkte Leistungsvorlage
7.2.5 Über die verbale Bewertung
7.2.6 Über das Selbsteinschätzungs-Mandala
7.2.7 Über das Ziffernzeugnis
8 FORSCHUNGSTEIL
8.1 Entwicklung und Begründung der Forschungsinstrumente und Forschungsdurchführung
8.1.1 Ansätze der quantitativen Sozialforschung
8.1.1.1 Zur Entstehung einer schriftlichen Befragung
8.1.1.2 Zur Methode des Testens
8.1.2 Zur Konstruktion der Datenerhebungsinstrumente
8.1.2.1 Fragebogen Lehrpersonenbefragung
8.1.2.2 Lerntypentest orientiert an Vester nach Stangl
8.1.3 Beschreibung der Rahmenbedingungen
8.1.3.1 Rahmenbedingungen der Lehrkörperbefragung
8.1.3.2 Rahmenbedingungen der Lerntypenaustestung
8.2 Praktische Forschungsdurchführung
8.2.1 Phase 1: Lerntypenaustestung
8.2.2 Phase 2: Ermittlung des Status quo
8.2.3 Phase 3: Durchführung des lerntypengerechten Unterrichts am Beispiel von einzelner Unterrichtseinheiten
8.2.3.1 Deutsch
8.2.3.2 Mathematik
8.2.3.3 Sachunterricht
8.2.4 Phase 4: Ermittlung von Leistungsveränderungen
8.3 Auswertung und Relevanz für die Primarstufe
8.3.1 Lehrpersonenbefragung nach Blöcken
8.3.1.1 Block 1: Soziodemografische Auswertung
8.3.1.2 Block 2: Lerntypentests Auswertung
8.3.1.3 Block 3: Lerntypengerechter Unterricht Auswertung
8.3.2 Lerntypengerechter Unterricht
9. RESÜMEE
Die Arbeit untersucht, ob das Wissen um den Lerntypus von Schüler/innen zu einer Verbesserung ihrer Leistungsbeurteilung führt und wie ein lerntypengerechter Unterricht zur Schaffung einer leistungsfördernden Lernumgebung beitragen kann.
3.1 Einführung in die Thematik des Lernens
Versuche einer Definition von "Lernen" reichen bis in die Antike zu Platon und Aristoteles zurück. Böhm (2000) beschreibt Platons Definition des Lernens als einen Vorgang der Wiedererinnerung von Ideen, welche die Seele mitgebracht hat. Dieser Grundplan der Seele kann wiederum durch Sinneseindrücke reaktiviert werden. Dieser Zugang zur Thematik wurde später von Augustinus und Leibnitz weiterentwickelt und mündete in die Theorie vom Lernen als Einsicht. Demgegenüber erläutert Böhm (2000), dass das Lernen bei Aristoteles als eine Aufnahme und Speicherung von Sinnesdaten zu verstehen sei, womit der Grundstock für die Entwicklung des englischen Empirismus sowie des daraus resultierenden Behaviorismus und der Konditionierungstheorien gelegt wurde (vgl. Böhm 2000, S. 342). Lernen ist demnach nicht nur mit geistiger Entfaltung und der Erweiterung des individuellen Wissensschatzes verbunden, sondern ebenso mit möglichen Veränderungen des motorischen und sozialen Verhaltens von Menschen (vgl. ebd., S. 343).
Nach Bower und Hilgard (1983) ist Lernen ein wertneutraler Begriff, der für eine Änderung menschlicher Verhaltensweisen bezeichnend ist (vgl. Bower und Hilgard 1983, S. 31). Lernen bezieht sich demnach auf „die Veränderung im Verhalten oder im Verhaltenspotential eines Organismus in einer bestimmten Situation, die auf wiederholte Erfahrungen des Organismus in dieser Situation zurückgeht“ (ebd., S. 31).
Im Kontext schulischer Ausbildung kennzeichnet das Lernen jedoch vor allem das Einprägen und Reproduzieren von Wissensstoff. In diesem Sinne kann Lernen als ein bewusster Akt des Handelns verstanden werden, der darauf abzielt, den individuellen Wissenszuwachs zu steigern. Dabei wird nicht nur auf das Einprägen der Wissensinhalte Wert gelegt, sondern auch auf die Aneignung von Fertigkeiten, die das Suchen und Erkennen von Zusammenhängen, das selbstständige Erarbeiten von Strategien und die Analyse von Problemen fördern (vgl. Schräder-Naef 1996, S. 11).
KONZEPTION: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den Auswirkungen von diagnosegeleiteten Lernstrategien auf die Schülerleistung in der Primarstufe vor.
EINBLICK IN DIE FORSCHUNGSGESCHICHTE UND DEN AKTUELLEN FORSCHUNGSSTAND: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss der Lernforschung, beginnend bei klassischen Konditionierungstheorien bis hin zu aktuellen Modellen der Gehirnforschung.
DEFINITION DER ZUGRUNDE LIEGENDEN BEGRIFFLICHKEITEN: Hier werden theoretische Fachbegriffe wie Lernen, Lerntheorien, Lerntypen, Lernstile, Lernstrategien und der pädagogische Leistungsbegriff definiert und voneinander abgegrenzt.
LERNTYPEN: Das Kapitel vertieft die Lerntypentheorie nach Frederic Vester und erläutert dessen Testverfahren zur Identifikation von individuellen Lernkanälen.
LERNSTILE: Es erfolgt eine Vorstellung verschiedener Lernstilmodelle, insbesondere nach Kolb, Honey und Mumford sowie Felder, um die individuelle Lernweise von Schülern besser zu verstehen.
LERNSTRATEGIEN: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Grundlagen zu Lerntypen und Lernstilen mit konkreten Strategien zur Unterrichtsgestaltung.
LEISTUNGSBEURTEILUNG DES ÖSTERREICHISCHEN SCHULSYSTEMS: Eine Analyse der Formen der Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung in der österreichischen Volksschule wird durchgeführt, um den Übergang vom gesellschaftlichen zum pädagogischen Leistungsbegriff zu verdeutlichen.
FORSCHUNGSTEIL: Dieser Teil beschreibt die empirische Methodik der Arbeit, einschließlich der Lehrpersonenbefragung und der praktischen Lerntypenaustestung mit anschließender lerntypengerechter Unterrichtsgestaltung in einer Grundschulklasse.
RESÜMEE: Die Arbeit reflektiert die Ergebnisse und weist auf die Bedeutung von diagnosegeleiteten Lernstrategien für eine effiziente Unterrichtsgestaltung hin.
Lernstrategien, Lerntypen, Lernstile, Primarstufe, Leistungsbeurteilung, Leistungsfeststellung, Grundschule, Lerntypengerechter Unterricht, Pädagogischer Leistungsbegriff, Vester, Unterrichtsgestaltung, Diagnose, Lernumgebung, Lernfortschritt, Schulerfolg.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung von diagnosegeleiteten Lernstrategien in der Primarstufe, um die individuelle Leistung und die Lernumgebung von Grundschülern zu optimieren.
Die zentralen Themen sind Lerntheorien, Lerntypen (insbesondere nach Frederic Vester), verschiedene Lernstilmodelle, die Methodik der Leistungsbeurteilung im österreichischen Schulsystem sowie die praktische Umsetzung von lerntypengerechtem Unterricht.
Das Hauptziel ist es, zu untersuchen, ob das Wissen über den spezifischen Lerntyp eines Schülers dazu führen kann, die pädagogische Leistungsbeurteilung zu verbessern und den Unterricht effizienter und motivierender zu gestalten.
Die Arbeit nutzt einen quantitativen Forschungsansatz, der eine Lehrpersonenbefragung sowie eine praktische Lerntypenaustestung und Unterrichtsintervention in einer Schulklasse umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Teil, der Begrifflichkeiten und Lerntheorien klärt, und einen empirischen Forschungsteil, in dem die Durchführung lerntypengerechter Unterrichtseinheiten und deren Auswertung dokumentiert werden.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen diagnosegeleitete Lernstrategien, Primarstufe, Lerntypendifferenzierung, pädagogische Leistungsbeurteilung und Lernprozessoptimierung.
Die Theorie nach Vester bildete die Basis für die Lerntypenaustestung der Schüler. Die Ergebnisse dienten dazu, den Unterricht gezielt auf die vier Lernkanäle (motorisch, auditiv, kognitiv, visuell) auszurichten.
Das Fazit zeigt, dass trotz des theoretischen Potenzials ein Mangel an Wissen über den effektiven Einsatz von Lerntypen im Alltag besteht und die Umsetzung eines lerntypengerechten Unterrichts oft an Vorbereitung und Materialmangel scheitert.
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