Masterarbeit, 2017
95 Seiten
1 Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten – Eine „Dauerbaustelle“ im IFRS-Regelwerk
2 Das „Finanzinstrument“ – Definition, Wesensmerkmale und Abgrenzung
3 Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach deutschem Handelsrecht
3.1 Bilanzierung dem Grunde nach
3.2 Bilanzierung der Höhe nach
4 Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IAS 39
4.1 Kategorisierung von Finanzinstrumenten
4.1.1 Loans and Receivables
4.1.2 Held to Maturity
4.1.3 Fair Value through Profit or Loss
4.1.4 Available for Sale
4.1.5 Other Liabilities
4.2 Bewertungskategorien und ihre Wertmaßstäbe
4.3 Exkurs: Der „beizulegende Zeitwert“ gemäß IFRS 13
4.4 Wertminderungen und Wertaufholungen
4.5 Sicherungsbeziehungen
4.5.1 Fair Value Hedge
4.5.2 Cash Flow Hedge
4.6 Kritische Würdigung
5 IFRS 9 – Beweggründe, Inkrafttreten und bereits absehbare Auswirkungen
5.1 Beweggründe
5.2 Inkrafttreten und Einführungsphasen
5.3 Vor Inkrafttreten bereits absehbare Auswirkungen und Herausforderungen
6 Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9
6.1 Kategorisierung von Finanzinstrumenten
6.1.1 Amortized Costs
6.1.2 Fair Value OCI
6.1.3 Fair Value through Profit and Loss
6.2 Bewertungskategorien und ihre Wertmaßstäbe
6.3 Wertminderungen und Wertaufholungen
6.4 Sicherungsbeziehungen
6.5 Kritische Würdigung
7 Die Anhangangabepflichten des IFRS 7
8 Die wesentlichen Unterschiede zwischen IAS 39 und IFRS 9 – Eine beispielhafte Illustration
8.1 Ansatz und Folgebewertung einer festverzinslichen Anleihe
8.2 Ansatz und Folgebewertung von Aktienoptionen
8.3 Kritische Würdigung
9 Zusammenfassung der Ergebnisse und ein kurzer Ausblick
Das Ziel der vorliegenden Masterthesis besteht darin, die internationalen Rechnungslegungsstandards IAS 39 und IFRS 9 im Kontext der Bilanzierung von Finanzinstrumenten umfassend zu beleuchten, kritisch zu würdigen und die wesentlichen Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich die Neuregelungen durch den IFRS 9 auf die Praxis auswirken und welche Herausforderungen bei der Implementierung des neuen Standards entstehen.
Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IAS 39
Der IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ enthält Vorschriften der internationalen Rechnungslegung zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Nach IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte in vier, finanzielle Verbindlichkeiten hingegen in zwei Kategorien eingeteilt. Ziel dieser Kategorien ist die Ableitung von unterschiedlichen Bewertungsmethoden und -verfahren zur Bilanzierung der Finanzinstrumente.
Auf der anderen Seite werden finanzielle Verbindlichkeiten gemäß IAS 39.9 in zwei Kategorien eingeteilt. Die erste Kategorie umfasst finanzielle Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten oder designiert wurden. Diese Kategorie wird sowohl bei den finanziellen Vermögenswerten als auch bei den finanziellen Verbindlichkeiten verwendet.
In der zweiten Kategorie, die zur Kategorisierung von finanziellen Verbindlichkeiten nach IAS 39 zur Verfügung steht, werden alle weiteren und sonstige finanziellen Verbindlichkeiten berücksichtigt.
Die Kategorisierung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in verschiedene Kategorien ist auf internationaler Ebene nach IAS 39 der erste Schritt zur Bilanzierung nach folgendem Schema:
1. Klassifizierung: Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in verschiedene Kategorien eingeteilt
2. Bewertung: Je nach Kategorie ergibt sich ein abweichender Bewertungsmaßstab: Entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten (at amortised costs) oder zum beizulegenden Zeitwert (fair value).
3. Sofern Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ist zu entscheiden, ob Wertveränderungen erfolgswirksam oder erfolgsneutral zu erfassen sind.
1 Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten – Eine „Dauerbaustelle“ im IFRS-Regelwerk: Einleitung in die Thematik der Rechnungslegung von Finanzinstrumenten und Definition der Zielsetzung und Struktur der Arbeit.
2 Das „Finanzinstrument“ – Definition, Wesensmerkmale und Abgrenzung: Theoretische Grundlagen und Definition des Begriffs „Finanzinstrument“ sowie dessen Abgrenzung im internationalen und nationalen Kontext.
3 Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach deutschem Handelsrecht: Darstellung der handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätze als Basis für den Vergleich mit den internationalen Standards.
4 Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IAS 39: Ausführliche Analyse der Kategorisierung, Bewertung, Wertminderung und Sicherungsbeziehungen unter dem Vorgängerstandard IAS 39.
5 IFRS 9 – Beweggründe, Inkrafttreten und bereits absehbare Auswirkungen: Erläuterung der Hintergründe des IFRS 9-Projekts sowie der Herausforderungen bei der Implementierung des neuen Standards.
6 Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9: Detaillierte Betrachtung der neuen Anforderungen des IFRS 9 hinsichtlich Kategorisierung, Bewertung und des neuen Wertminderungsmodells.
7 Die Anhangangabepflichten des IFRS 7: Übersicht über die erweiterten Anhangangabepflichten, die durch die Einführung des IFRS 9 erforderlich werden.
8 Die wesentlichen Unterschiede zwischen IAS 39 und IFRS 9 – Eine beispielhafte Illustration: Exemplarische Gegenüberstellung beider Standards anhand von zwei praxisorientierten Illustrationen.
9 Zusammenfassung der Ergebnisse und ein kurzer Ausblick: Fazit der Arbeit mit Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Synergieeffekte durch die IFRS 9-Einführung.
IFRS 9, IAS 39, Finanzinstrumente, Bilanzierung, Finanzielle Vermögenswerte, Finanzielle Verbindlichkeiten, Hedge Accounting, Wertminderung, Expected Credit Losses, Fair Value, Erstbewertung, Folgebewertung, Risikovorsorge, Amortized Costs, IFRS 13
Die Arbeit analysiert die internationale Rechnungslegung von Finanzinstrumenten, wobei der Schwerpunkt auf dem Übergang vom bisherigen Standard IAS 39 zum neuen Standard IFRS 9 liegt.
Zentrale Themen sind die Kategorisierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, die Handhabung von Wertminderungen sowie die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.
Das Ziel ist die detaillierte Darstellung und der Vergleich der Regelungsinhalte beider Standards, um Gemeinsamkeiten, Unterschiede und die Herausforderungen bei der Implementierung des IFRS 9 aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Literaturanalyse der Standards als Primärquellen sowie die Auswertung von Fachliteratur und eigenen Praxiserfahrungen in Software-Implementierungsprojekten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die Darstellung des HGB-Kontexts, eine detaillierte Analyse von IAS 39 und IFRS 9, die Betrachtung der Anhangangabepflichten sowie eine beispielhafte Illustration der Unterschiede.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie IFRS 9, IAS 39, Finanzinstrumente, Fair Value, Wertminderung (Impairment) und Hedge Accounting geprägt.
Während IAS 39 auf dem „Incurred-Loss-Modell“ basiert, das Verluste erst bei Vorliegen objektiver Hinweise berücksichtigt, führt IFRS 9 das „Expected-Loss-Modell“ ein, welches eine frühzeitigere Erfassung erwarteter Verluste ermöglicht.
Die Arbeit erläutert, unter welchen Bedingungen Unternehmen diese Option nutzen können, um Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten und wie sich dies auf die Bilanzierung auswirkt.
Diese Abschnitte dienen dazu, die theoretischen Anforderungen der Standards mit der praktischen Anwendbarkeit und den resultierenden Komplexitäten im betrieblichen Alltag abzugleichen.
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