Magisterarbeit, 1998
177 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
I Einleitung
1 Überblick
2 Problemstellung
3 Forschungsfrage
4 Methode der Arbeit
5 Aufbau der Arbeit
II Theoretische Grundlagen
1 Werbung
1.1 Werbung im Marketing-Mix
1.2 Internationale Werbung
2 Kulturvariable in der internationalen Werbung
2.1 Kulturbegriff
2.2 Kulturkonzepte
2.3 Kultur und Nation
2.4 Kultur und Sprache
3 Das Kulturkonzept von Hofstede
3.1 Dimensionen nationaler Kulturen
3.2 Beschreibung der Untersuchung
3.3 Kritik und Bewertung
4 Cross-Cultural-Studien zur internationalen Werbung
4.1 Fred Zandpour et al. (1994)
4.2 Miracle/Chang/Taylor (1992)
4.3 Cutler und Javalgi (1992)
4.4 Sudhir Kale (1991)
4.5 Gemeinsame Ergebnisse der Studien
5 Forschungsbedarf
III Untersuchung
1. Untersuchungsvorbereitung
1.1 Fragestellung und Hypothesen
1.2 Methode der Untersuchung
1.3 Entwicklung des Untersuchungsdesigns
1.4 Operationalisierung der Variablen
1.5 Reliabilität und Validität
1.6 Pretest
1.7 Auswahl und Beschreibung des Stimulusmaterials
1.8 Beschreibung der verwendeten Spots
2 Durchführung der Untersuchung
2.1 Stichprobe und Versuchspersonen
2.2 Ablauf der Befragung
2.3 Probleme
2.4 Analyseverfahren
2.5 Umkodierungen
IV Ergebnisse
1 Soziodemographische Daten
2 Abweichungen Länder
2.1 Bewertung der Werbespots
2.2 Bewertung der Produkte
2.3 Verständlichkeit der Werbespots
2.4 Zusammenfassung
3 Abweichungen Expertenrating
3.1. Bewertung der Werbespots
3.2 Bewertung der Produkte
3.3 Verständlichkeit der Werbespots
3.4 Zusammenfassung
4 Gestaltungsmerkmale
4.1 Bewertung der Werbespots
4.2 Bewertung der Produkte
4.3 Verständlichkeit der Werbespots
4.4 Zusammenfassung
5 Prüfung des Gesamtmodells: Hierarchische Regressionen
5.1 Bewertung der Werbespots
5.2 Bewertung der Produkte
5.3 Verständlichkeit der Werbespots
5.4 Zusammenfassung
6. Kontrollvariablen und sonstige Erhebungen
6.1 Einstellung zur Fernsehwerbung
6.2 Fernsehnutzung
6.3 Alter, Geschlecht, Studienfach
7. Qualitative Betrachtung der Werbespots
8. Evaluierung der Ergebnisse
8.1 Ergebnisse
8.2 Kritik an der Studie
8.3 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob kulturelle Faktoren einen messbaren Einfluss auf die Wahrnehmung, Verarbeitung und Interpretation von internationaler Fernsehwerbung ausüben. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob die Kulturvariable die Werberezeption deutscher Rezipienten beeinflusst und inwiefern sich nationale kulturelle Wertorientierungen in der Bewertung ausländischer TV-Werbespots widerspiegeln.
1.2.2 Standardisierung der internationalen Werbung: Konvergenzthese
Die ersten Autoren, die sich als Befürworter der Standardisierung von Werbung hervortaten, waren Erik Elinder (1965) und Arthur Fatt (1967). Sie begründen die Forderung nach Werbestandardisierung damit, daß kulturelle Unterschiede nicht existierten bzw. für die internationale Werbung nicht relevant seien, da weltweit gleiche Grundbedürfnisse und eine rasante Angleichung der Lebensstile die gleiche werbliche Ansprache rechtfertigten. Theodore Levitt (1983) hat diese Gedanken in konsequenter Form und aller Deutlichkeit in seinem Artikel „The globalization of markets“ weiterentwickelt und zur Konvergenzthese ausformuliert.
Die Konvergenzthese geht von einer Globalisierung der Märkte und einer damit zusammenhängenden zunehmenden Homogenität der Kulturen, Gesellschaften und Verbraucher aus. Die zunehmende Angleichung der Verbraucher wird vor allem mit dem Aufkommen neuer Kommunikationstechnologien (z.B. Satellitenfernsehen) begründet. Die bessere und schnellere Kommunikation habe dazu geführt, daß sich Unterschiede in der Sprache, der religiösen und kulturellen Gedankenwelt, den Konsumgewohnheiten, im Geschmack, sowie den Lebensstilen stark reduziert haben. Wenn die Konvergenzthese zutrifft, ist die Notwendigkeit einer national differenzierten Werbung nicht zu sehen und den international tätigen Unternehmen wird ermöglicht, ihre Werbung zu standardisieren, d.h. Werbeinhalt, Text und Bilder in ausländischen Märkten ohne Änderungen beizubehalten (vgl. auch Meffert u.a. 1986, S. 7 ff.; Onkvisit/Shaw 1983, S. 44; Tostmann 1984, S. 228).
I Einleitung: Definiert die Problemstellung der internationalen Werbung und führt in die zentrale Forschungsfrage ein, ob die Kulturvariable die Wahrnehmung von Fernsehwerbespots beeinflusst.
II Theoretische Grundlagen: Erläutert die theoretischen Ansätze der Werbestandardisierung, definiert den Kulturbegriff und stellt die Kulturdimensionen nach Hofstede sowie relevante Cross-Cultural-Studien vor.
III Untersuchung: Beschreibt das methodische Vorgehen, die Entwicklung des Untersuchungsdesigns, die Operationalisierung der Variablen und die Durchführung der Befragung mit deutschen Studenten.
IV Ergebnisse: Präsentiert die statistischen Auswertungen, einschließlich Korrelationen, Regressionsanalysen und T-Tests, um den Einfluss von Kultur und Gestaltungsmerkmalen auf die Werbewirkung zu prüfen.
Internationale Werbung, Standardisierung, Differenzierung, Kulturvariable, Geert Hofstede, Werberezeption, TV-Werbung, Konsumentenverhalten, Werbestrategie, Werbeexekution, kulturelle Dimensionen, Markenwahrnehmung, Kommunikationspolitik.
Die Arbeit untersucht, ob und wie kulturelle Unterschiede zwischen Ländern die Wahrnehmung und Bewertung internationaler Fernsehwerbung durch Konsumenten beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Kontroverse zwischen Werbestandardisierung und lokaler Adaption, der kulturellen Programmierung nach Hofstede und der empirischen Analyse von TV-Spots.
Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob die Kulturzugehörigkeit einen Einfluss auf die Beurteilung (Gefallen, Verständlichkeit) von Werbespots hat und ob kulturell adäquate Werbung positiver bewertet wird.
Es wird eine stimulusorientierte Befragung von deutschen Studenten durchgeführt, deren Bewertungen mit kulturellen Indexwerten und Experten-Ratings der Werbespots korreliert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Konvergenz vs. Differenzierung), die Darstellung des Kulturmodells von Hofstede und eine umfassende empirische Untersuchung inklusive Regressionsanalysen.
Internationale Werbung, Standardisierung, Geert Hofstede, Werberezeption, kulturelle Dimensionen und Konsumentenverhalten.
Die Cannes-Rolle enthält international prämierte Spots, die eine hohe kreative Qualität aufweisen, was eine differenzierte Analyse von Gestaltungsmerkmalen ermöglicht.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass kulturelle Besonderheiten bei der Gestaltung internationaler Werbekampagnen berücksichtigt werden sollten, um Fehlinterpretationen zu vermeiden und die Effektivität zu steigern.
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