Bachelorarbeit, 2020
108 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Methodisches Vorgehen
2 Begriffsbestimmung
2.1 Definition Down-Syndrom
2.2 Ursachen des Down-Syndroms
3 Medizinische Grundlagen der Pränataldiagnostik
3.1 Pränataldiagnostik
3.2 Invasive Verfahren
3.2.1 Amniozentese
3.2.2 Chorionzottenbiopsie
3.3 Nicht-invasive Verfahren
3.3.1 Ultraschall
3.3.2 Bluttest
3.3.2.1 Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse
3.3.2.2 Voraussetzung der Kostenübernahme
4 Methodik
4.1 Qualitative Sozialforschung und Induktion
4.2 Methoden der Datenerhebung
4.2.1 Teil-narratives Interview
4.2.2 Experteninterview
4.2.3 Aufbau des Leitfadens nach Cornelia Helfferich
4.2.4 Transkription
4.3 Methoden der Datenauswertung: qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
5 Ergebnisse
5.1 Betroffene Mütter
5.1.1 Kategorie 1: Pränataldiagnostik
5.1.2 Kategorie 2: Nicht-invasive Verfahren
5.1.3 Kategorie 3: Invasive Verfahren
5.1.4 Kategorie 4: Anstieg der Schwangerschaftsabbrüche
5.1.5 Kategorie 5: Mangelnde Aufklärung
5.1.6 Kategorie 6: Empfehlungen
5.2 Gesetzliche Krankenkasse
5.2.1 Kategorie 1: Status Quo Pränataldiagnostik
5.2.2 Kategorie 2: Kostenübernahme des Bluttests
6 Auswertung der Kategorien in Richtung der Forschungsfrage
6.1 Chancen der Kostenübernahme
6.1.1 Aus Sicht der betroffenen Mütter
6.1.2 Aus Sicht der gesetzlichen Krankenkassen
6.2 Risiken der Kostenübernahme
6.2.1 Aus Sicht der betroffenen Mütter
6.2.2 Aus Sicht der gesetzlichen Krankenkassen
6.3 Auswertung der inhaltsanalytischen Gütekriterien
7 Limitation
8 Fazit
Die Arbeit untersucht die Chancen und Risiken, die mit der Kostenübernahme von nicht-invasiven Bluttests auf Down-Syndrom durch die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland einhergehen, insbesondere aus der Perspektive betroffener Mütter sowie der Krankenkassen selbst.
1.1 Problemstellung
Wird es ein Junge oder ein Mädchen, wie dick ist die Nackenfalte, wie viel Blut fließt durch das Herz? Werdende Eltern wollen schon vor der Geburt viel über ihr Kind wissen. Allerdings stellen die vorgeburtlichen Untersuchungen werdende Eltern vor schwierige Entscheidungen. Sie müssen sich vorab die Frage stellen, ob sie erfahren wollen, ob ihr Kind mit einer Behinderung zur Welt kommt und wenn ja, können sie sich vorstellen, es zu bekommen. Im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge werden werdende Eltern vermehrt mit Pränataldiagnostik konfrontiert. Das Ziel ist es, eventuelle Gesundheitsstörungen des ungeborenen Kindes frühzeitig zu erkennen und entsprechende therapeutische Maßnahmen einzuleiten. Die Möglichkeiten frühzeitiger und nicht-invasiver Verfahren hat sich in den letzten Jahren erheblich verfeinert und erweitert. Seit 2012 befindet sich der Bluttest auf Trisomien, wie das Down-Syndrom, auf dem Markt. Bei dem Bluttest kann ab der 12. Schwangerschaftswoche aus den in einer einfachen Blutprobe der Schwangeren enthaltenen Erbinformationen des Ungeborenen innerhalb weniger Tage das Down-Syndrom festgestellt oder ausgeschlossen werden. Dieser Test wurde bereits bei Tausenden schwangeren Frauen angewandt, jedoch wurde dieser bislang nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Bis dato wurde die nicht ungefährliche Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Bei dieser Methode müssen Ärzte das Fruchtwasser mit einer Kanüle punktieren, um bestimmen zu können, ob das ungeborene Kind das Down-Syndrom hat. Seit 1975 ist diese Untersuchung der Standard und mit erheblichen Risiken für Mutter und Fötus verbunden. Fünf bis zehn von tausend untersuchten schwangeren Frauen verlieren ihr Kind daraufhin.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Pränataldiagnostik ein, beleuchtet die Problemstellung der Kostenübernahme des Bluttests und formuliert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Begriffsbestimmung: Hier werden das Down-Syndrom definiert und dessen genetische Ursachen sowie Häufigkeit erläutert.
3 Medizinische Grundlagen der Pränataldiagnostik: Dieser Teil differenziert zwischen invasiven und nicht-invasiven diagnostischen Verfahren und thematisiert kritisch die Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen.
4 Methodik: Hier werden der qualitative Forschungsansatz, die Methoden der Datenerhebung (teil-narrative Interviews und Experteninterviews) sowie die Datenauswertung nach Mayring dargelegt.
5 Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die aus den Interviews gewonnenen Erkenntnisse, gegliedert in Kategorien für betroffene Mütter und die gesetzlichen Krankenkassen.
6 Auswertung der Kategorien in Richtung der Forschungsfrage: Die Ergebnisse werden hier systematisch in Bezug auf die Chancen und Risiken der Kostenübernahme interpretiert und methodisch durch Gütekriterien abgesichert.
7 Limitation: Die Grenzen der durchgeführten Untersuchung, insbesondere hinsichtlich der Repräsentativität und der Komplikationen bei der Datenerhebung, werden kritisch reflektiert.
8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer resümierenden Würdigung der gewonnen Erkenntnisse zur Kostenübernahme des Bluttests und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Pränataldiagnostik, Down-Syndrom, Bluttest, Fruchtwasseruntersuchung, Kostenübernahme, gesetzliche Krankenkasse, Schwangerschaft, Trisomie 21, qualitative Sozialforschung, Experteninterview, Ethik, Fehlgeburtsrisiko, Schwangerschaftsabbruch, Gesundheitswesen, Gemeinsamer Bundesausschuss.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen und Implikationen der Kostenübernahme von Bluttests auf Down-Syndrom durch die gesetzlichen Krankenkassen aus der Perspektive betroffener Mütter und der Krankenkassen.
Die Arbeit behandelt medizinische Grundlagen der Pränataldiagnostik, Risiken verschiedener Testmethoden, sozialwissenschaftliche Erhebungsmethoden und die ethische Debatte um die Selektion von Behinderungen.
Das Ziel ist es, die Chancen und Risiken der Kostenübernahme aufzuzeigen und die zukünftigen Auswirkungen für die betroffenen Mütter sowie die gesetzlichen Krankenversicherungen darzulegen.
Es wurde eine qualitative Sozialforschung durchgeführt, die auf teil-narrativen Interviews mit Müttern und Experteninterviews mit Vertretern der gesetzlichen Krankenkassen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Diagnosemethoden sowie eine empirische Analyse, in der die Aussagen der befragten Gruppen systematisch ausgewertet werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Pränataldiagnostik, Down-Syndrom, Kostenübernahme, ethische Debatte und qualitative Inhaltsanalyse definieren.
Der G-BA wird als das entscheidende Gremium identifiziert, welches auf Basis medizinisch-wissenschaftlicher Evidenz festlegt, welche Leistungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen werden.
Betroffene Mütter bewerten die Kostenübernahme mehrheitlich positiv, da sie den Bluttest als risikoarmes und schnelleres Verfahren gegenüber der invasiven Fruchtwasseruntersuchung bevorzugen.
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