Masterarbeit, 2020
76 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Außerschulisches Lernen
2.1 Begriffliche Grundlagen
2.1.1 Informelle, Formale und Non-formale Bildung
2.1.2 Außerschulisches Lernen und seine Orte
2.2 Zum Verhältnis von schulischem und außerschulischem Lernen
2.3 Begründung außerschulischen Lernens
2.3.1 Legitimation einer schulischen Implementierung
2.3.2 Chancen außerschulischen Lernens
2.3.3 Grenzen außerschulischen Lernens
3. Bildung für nachhaltige Entwicklung
3.1 Nachhaltigkeit
3.2 Bildung für nachhaltige Entwicklung
3.2.1 Ursprung
3.2.2 Das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung
3.2.3 Kompetenzmodelle
3.2.4 Die Logik des Lernens im Kontext BNE
3.3 Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule
3.3.1 Legitimation
3.3.2 Schulische Implementierung der BNE
4. Außerschulische Bildung für nachhaltige Entwicklung
4.1 Außerschulische BNE in der aktuellen Forschung
4.2 Chancen
4.3 Grenzen
4.4 Merkmale außerschulischer BNE-Lernprozesse
5. Außerschulische Lernorte zur Bildung nachhaltiger Entwicklung
5.1 Die Situation außerschulischer Lernorte zu BNE
5.2 Exemplarischer Lernort: KlimaWelten Hilchenbach
5.2.1 Beschreibung des Lernorts
5.2.2 Chancen
5.2.3 Grenzen
5.3 Exemplarischer Lernort: Wildwald Vosswinkel
5.3.1 Beschreibung des Lernorts
5.3.2 Chancen
5.3.3 Grenzen
6. Schlussbemerkungen
Die Masterarbeit untersucht, wie der didaktische Mehrwert und die Grenzen von außerschulischen Lernorten für die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) von Kindern im Primarbereich definiert werden können, um eine Grundlage für deren Qualitätssicherung zu schaffen.
2.3.2 Chancen außerschulischen Lernens
Von besonderem Interesse für diese Arbeit sind die Chancen und Grenzen außerschulischen Lernens, sowohl aus einem bildungstheoretischen als auch einem schulpädagogischen Blickwinkel.
Neben dem Versuch, sozialer Ungerechtigkeit entgegenzuwirken, birgt das außerschulische Lernen weitere ‚sozialisationsbedingte Chancen‘ (vgl. Dühlmeier 2014: 26). Im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen Bedingungen, in denen SchülerInnen aufwachsen, wird häufig das Schlagwort ‚Veränderte Kindheit‘ genannt. Diese Veränderungen spiegeln sich in den familiären Strukturen (z.B. Ein-Eltern- oder Ein-Kind Familien), der Fülle an freizeitlichen Terminen im Nachmittagsbereich oder auch dem steigenden Medienkonsum im Kindesalter wider (vgl. ebd.). Der Anspruch an das außerschulische Lernen besteht in der Kompensation dieser Symptome. „Mit der Rückgewinnung bzw. Erschließung von Erfahrungs- und Handlungsräumen in der direkten Umwelt können Erfahrungsdefizite kompensiert werden, die durch den gesellschaftlichen Wandel verursacht werden“ (Hellberg-Rode 2004: 145f), lautet die hohe Erwartung, die an das außerschulische Lernen gestellt wird. Kritisch zu sehen ist hierbei jedoch, dass die ‚Veränderte Kindheit‘ relativ ist, da Kindheit (schon) immer Wandlungsprozessen unterliegt. Es ist unklar, an welchem Kindheitsverständnis die Veränderungen gemessen werden. Zudem wird Kindheit in dem Zuge pauschalisiert, da der Begriff gleiche Veränderungsprozesse für alle Kinder suggeriert. Veränderungsprozesse sind unterschiedlich stark ausgeprägt und gehen immer von den Lebenswelten der individuellen Kinder aus, daher wird für „einen differenzierten Blick auf das einzelne Kind plädiert“ (Dühlmeier 2014: 26f).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Nachhaltigkeit und BNE ein, begründet die Notwendigkeit außerschulischer Lernorte und stellt die Forschungsfrage der Arbeit vor.
2. Außerschulisches Lernen: Das Kapitel definiert grundlegende Begriffe außerschulischen Lernens, beleuchtet das Verhältnis zur Schule und stellt Chancen sowie Grenzen dieser Lernform dar.
3. Bildung für nachhaltige Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der BNE, seine Ursprünge und Kompetenzmodelle sowie die Legitimation und Implementierung in den schulischen Kontext.
4. Außerschulische Bildung für nachhaltige Entwicklung: Hier werden die Konzepte BNE und außerschulisches Lernen verknüpft, der Forschungsstand beleuchtet und Chancen sowie Grenzen für diesen Bereich herausgearbeitet.
5. Außerschulische Lernorte zur Bildung nachhaltiger Entwicklung: Das Kapitel untersucht die Situation außerschulischer Lernorte in NRW und analysiert zwei exemplarische Lernorte im Hinblick auf deren Eignung für BNE.
6. Schlussbemerkungen: Die Arbeit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und reflektiert das methodische Vorgehen sowie offene Forschungsfragen.
Bildung für nachhaltige Entwicklung, Außerschulisches Lernen, Gestaltungskompetenz, Sachunterricht, Nachhaltigkeit, Lernorte, Bildungstheorie, Handlungsorientierung, Partizipation, Kompetenzmodelle, Grundschule, Umweltbildung, Primärerfahrungen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz außerschulischer Lernorte zur Förderung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bei Kindern im Grundschulalter.
Die zentralen Themen sind das Konzept des außerschulischen Lernens, die theoretischen Grundlagen und Zielsetzungen der BNE sowie die Analyse der Chancen und Herausforderungen bei deren Verknüpfung.
Die Forschungsfrage lautet: Wie lassen sich Mehrwert und Grenzen der außerschulischen Bildung von Kindern für eine nachhaltige Entwicklung beschreiben?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und eine qualitative Analyse exemplarischer außerschulischer Lernorte in NRW.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Verknüpfung von BNE mit außerschulischen Settings sowie die praktische Analyse der Lernorte "KlimaWelten Hilchenbach" und "Wildwald Vosswinkel".
Zu den wichtigsten Begriffen zählen BNE, außerschulisches Lernen, Gestaltungskompetenz, Sachunterricht, Partizipation und Handlungsorientierung.
Er bietet eine starke inhaltliche BNE-Orientierung und durch die räumliche Ausstattung (z.B. KlimaLabor) gute Voraussetzungen für handlungsorientiertes, multiperspektivisches Lernen.
Die BNE-Angebote sind dort weitgehend lernortunabhängig konzipiert und nutzen das enorme Potenzial des Waldes als originären Lerngegenstand für die spezifischen BNE-Themen (wie z.B. globaler Kakaoanbau) nicht ausreichend aus.
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