Bachelorarbeit, 2017
112 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Umgang bei Trennung und Scheidung
2.1 Bedeutung und Notwendigkeit des Umgangs
2.2 Kreis der Umgangsberechtigten
2.2.1 Rechtlicher Vater
2.2.2 Sozialer Vater
2.2.3 Biologischer Vater
3. Umgangsverweigerung
3.1 Gründe für ausbleibenden Umgang aus der Sicht der betreuenden Mutter
3.1.1 Kindorientierte Motive
3.1.1.1 Beruhigung der Situation
3.1.1.2 Rechtliche Sachverhalte
3.1.1.3 Begründete Ängste
3.1.1.4 Subjektive Interpretationen
3.1.2 Kindfremde Motive
3.1.2.1 Bindungsintoleranz
3.1.2.2 Hochstrittigkeit
3.1.2.3 Verlustängste
3.2 Umsetzung der Umgangsvereitelung
3.2.1 Vertretung des Kindes
3.2.2 Induzierter Kindeswille
3.2.3 Intentionale Falschanschuldigung
3.3 Umgangsvereitelung und Kindeswohlgefährdung
3.3.1 Eingriffsschwelle
3.3.2 Interventionsmöglichkeiten
4. Folgen der Umgangsverweigerung für betroffene Kinder
4.1 Belastungen der Kinder
4.1.1 Stress
4.1.2 Schuldgefühle
4.1.3 Parentifizierung
4.1.4 Loyalitätskonflikt
4.1.5 Allianzbildung
4.1.6 Überidentifikation
4.2 Direkte Folgen
4.2.1 Psychische Auswirkungen
4.2.2 Physische Auswirkungen
4.2.3 Seelische Auswirkungen
4.2.4 Soziale Auswirkungen
4.3 Indirekte Folgen
4.3.1 Eltern-Kind-Beziehung
4.3.2 Bindungsstörung
4.3.3 Die fehlende Vaterrolle
4.3.3.1 Die fehlende Vaterrolle des Sohnes
4.3.3.2 Die fehlende Vaterrolle der Tochter
5. Zusammenfassung der Hypothesen
6. Empirische Untersuchungen
6.1 Fragebogen
6.2 Auswahl der Fragebogenadressaten
6.3 Erhebungsort
6.4 Entwicklung des Fragebogens
6.5 Durchführung der Erhebung
6.6 Ergebnisse
6.6.1 Darstellung der Ergebnisse
6.6.2 Diskussion der Ergebnisse
7. Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen mütterlicher Umgangsvereitelung auf betroffene Kinder nach Trennung oder Scheidung. Ziel ist es, die Folgen dieser Kontaktverweigerung aufzuzeigen und zu analysieren, ob und inwieweit Kinder durch ein solches Umgangsverbot langfristig in ihrer psychischen, physischen und sozialen Entwicklung beeinträchtigt werden.
3.1.1.2 Rechtliche Sachverhalte
Eine Umgangsverweigerung angesichts rechtlicher Umstände können ausbleibende Unterhaltszahlungen sein (vgl. DETTENBORN & WALTER, 2016, S. 257). Löst sich die Familie nach einer Trennung oder Scheidung auf, so bricht auch eine große finanzielle Stütze weg. Die alleinerziehende Mutter ist dann primär für die monetäre Situation zuständig. Wirtschaftliche Hilfen von den Ämtern reichen meist nicht aus. Aufgrund dessen besteht in Deutschland eine Unterhaltspflicht, die den betreuenden Elternteil und das Kind absichert. Weigert sich der Umgangssuchende gegen diverse Zahlungen des Unterhalts, so kann die Mutter den Umgang mit dem Vater als Druckmittel einsetzen. Die Mutter unterbindet so lange den Kontakt zum Kindsvater, bis dieser seinen Kindesunterhaltszahlungen nachgeht. Das Kind wird hierbei instrumentalisiert, um Alimente zu erhalten. Unterhaltszahlungen haben zwar in jedem Fall eine positive Auswirkung auf das Leben und die Entwicklung des Kindes, rechtfertigen bei einer Ausbleibe jedoch noch keinen Umgangsausschluss. Das gilt ebenso, wenn der unterhaltspflichtige Vater aufgrund seiner finanziellen Situation eigentlich in der Lage wäre, Leistungen zu erbringen. Ausschließlich durch die Justiz besteht die Möglichkeit, Unterhalt einzuklagen (vgl. DIMPKER, VON ZUR GATHEN & MAYWALD, 2011, S. 27). Die Methode der Mutter, aufgrund von ausbleibenden Unterhaltszahlungen einen Umgang auszuschließen, ist demnach rechtswidrig. Trotz Leistungsfähigkeit des Vaters ist es illegitim, den Umgang zu verweigern. In diesem Fall kann die Kindsmutter ausschließlich über das Gericht Zahlungen prozessieren und sollte von Eigeninitiativen und druckausübenden Verfahrensweisen ablassen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Umgangsverweigerung nach Trennung oder Scheidung und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Folgen für betroffene Kinder.
2. Umgang bei Trennung und Scheidung: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen und die Bedeutung des Umgangsrechts für das Kindeswohl sowie die verschiedenen Vaterschaftsformen.
3. Umgangsverweigerung: Hier werden die Motive der Mutter für eine Umgangsvereitelung in kindorientierte und kindfremde Kategorien unterteilt und die Umsetzungsformen sowie rechtliche Implikationen (Kindeswohlgefährdung) diskutiert.
4. Folgen der Umgangsverweigerung für betroffene Kinder: Dieses Kapitel analysiert tiefgreifend die direkten und indirekten psychischen, physischen, seelischen und sozialen Belastungen, denen Kinder durch den Kontaktabbruch ausgesetzt sind.
5. Zusammenfassung der Hypothesen: Die zuvor aufgestellten acht Annahmen werden hier kompakt zusammengefasst, um sie im empirischen Teil zu überprüfen.
6. Empirische Untersuchungen: Der empirische Teil beschreibt die quantitative Forschungsmethode, die Zielgruppenauswahl, Durchführung der Erhebung und liefert eine detaillierte Auswertung sowie Diskussion der Fragebogenergebnisse.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Kernerkenntnisse zusammen und resümiert, dass Umgangsvereitelung schwerwiegende, oft lebenslange Folgen für das Kind hat und ein stärkeres öffentliches sowie justizielles Handeln erfordert.
Umgangsverweigerung, Umgangsvereitelung, Trennung, Scheidung, Kindeswohlgefährdung, Vater-Kind-Beziehung, Parentifizierung, Loyalitätskonflikt, Psychosomatik, Trauma, Quantitative Sozialforschung, Bindungsstörung, Elternentfremdung, Stress, Schuldgefühle
Die Arbeit analysiert die Thematik der mütterlichen Umgangsverweigerung nach einer Trennung oder Scheidung und untersucht deren vielfältige Auswirkungen auf die betroffenen Kinder.
Die Arbeit beleuchtet die Motive der Mutter, die rechtliche Situation des Umgangsrechts, die psychologischen Folgen für das Kind sowie die daraus resultierende Gefährdung des Kindeswohls.
Ziel ist es zu überprüfen, wie stark Kinder von einem Umgangsverbot geprägt werden und welche kurz- sowie langfristigen Folgen dies auf ihre Entwicklung und Identität hat.
Die Autorin verwendete eine quantitative Methode in Form einer retrospektiven Online-Fragebogenuntersuchung unter Studierenden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Umgangsvereitelung und eine empirische Analyse, in der verschiedene psychische, physische und soziale Folgen auf Basis der befragten Stichprobe diskutiert werden.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Umgangsvereitelung, Kindeswohl, Eltern-Kind-Beziehung und psychische Folgen charakterisiert.
Das PAS wird als umstrittenes Konzept zur Beschreibung der gezielten Kindesbeeinflussung kurz eingeführt und im Kontext der induzierten Kindeswillensbildung erwähnt.
Die Autorin übt Kritik an der mangelnden Konsequenz und Effektivität justizieller Maßnahmen bei Umgangsboykotten, da diese oft langwierig sind und die Kind-Vater-Beziehung dauerhaft schädigen können.
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