Bachelorarbeit, 2015
53 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Typologie des Serienmords
2.1. Definition
2.1.1. Das FBI – Zwischen Massen-, Spree- und Serienmord
2.1.1.1. Massen- und Spree-Mörder
2.1.1.2. Die Definition von Serienmord
2.1.2. Stephan Harbort – Serienmord in Verbindung mit der Judikative
2.1.3. National Institute of Justice (NIJ) – Der Serienmord
2.2. Die Person hinter dem Verbrechen–Die Charakterisierung des Serienmörders
2.2.1. Die Merkmale eines Serienmörders
2.2.1.1. Das Geschlecht – Typisch männliche Angelegenheit?
2.2.1.2. Black vs. White – Die ethnische Zugehörigkeit
2.2.1.3. Die sexuelle Orientierung
2.2.1.4. Demographie des Alters
2.2.1.5. Die Intelligenz des Serienmörders – Taten eines Genies?
2.2.2. Die Motivlage
2.2.3. Sexualität und Ritualität
2.2.4. Der Modus Operandi
2.2.5. Die Kindheit eines Serienmörders – Geboren um zu töten?
2.3. Die Opfer
2.3.1. Viktimisierungsprozesse
2.3.2. Die Kinder von Serienmördern – Opfer einer missglückten Sozialisation?
2.4. Die Schwierigkeiten der Strafverfolgung am Beispiel der USA
3. Soziologische Erklärungsversuche
3.1. Empirische Untersuchungen des Phänomens „Serienmord“ – Eine Kritik
3.2. Die Soziologie des Serienmords
3.2.1. Gängige soziologische Erklärungsmodelle
3.2.2. Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit und ihre Auswirkung auf Serienmörder
3.2.3. Eine Theorie der radikalen Individualisierung – Vorüberlegungen
4. Exkurs: Die Darstellung des Serienmordes in den Medien
5. Schlussbetrachtung und Fazit
Die Arbeit analysiert soziologische Einflussfaktoren auf das Phänomen Serienmord, um die Entstehung solcher Tötungsdelikte jenseits rein psychologischer Erklärungsmodelle zu verstehen und die gesellschaftliche Mitverantwortung zu beleuchten.
Die Merkmale eines Serienmörders
Bourgoin zufolge gehören 80% der Serienmörder der Mittel- oder Oberschicht an, wonach Armut kein auslösender Faktor für die Begehung derartig grausamer Gewaltverbrechen sein könne (vgl. Bourgoin 1995, S. 24). Fragwürdig ist jedoch, dass er in seinem Buch „Serienmörder“ im gleichen Kontext erwähnt, dass multiple Mörder eine Arbeitsstelle nicht über längere Zeit behalten können, ja sogar über 80% ständig den Arbeitsplatz wechseln und zudem meist „ungelernte Arbeitskräfte“ sind (vgl. Bourgoin 1995, S. 30). Bringt eine derartige Unsicherheit in der Einkommenserwartung nicht auch finanzielle Einbußungen mit sich und einen damit eventuell verbundenen sozialen Abstieg? Die Antwort auf diese Frage bleibt Bourgoin schuldig. Unabhängig davon sind serielle Mörder gekennzeichnet durch pure Lebensangst und Vereinsamungsgefühle. Das soziale Umfeld, eventuell die Herkunftsgesellschaft oder sogar die gesamte Menschheit werden als Feind wahrgenommen. Durch diese Wahrnehmung findet auch ein Prozess der Desozialisation statt. Dazu aber später noch mehr. Als nächstes sollen deskriptive Befunde zu Serienmördern erläutert werden. Die Demographie des Geschlechts steht zuerst im Mittelpunkt. Die empirischen Daten, auf die sich diese Arbeit stützt, stammen aus der jährlich aktualisierten Datensammlung über Serienmörder der Radford University.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, hinterfragt die mediale Darstellung des Serienmörders als "Monster" und betont die Notwendigkeit einer soziologischen Betrachtung der Täter.
2. Die Typologie des Serienmords: Dieses Kapitel definiert den Serienmord, grenzt ihn von anderen Mordtypen ab und charakterisiert die Täter sowie ihre Opfer und deren Viktimisierungsprozesse.
3. Soziologische Erklärungsversuche: Hier werden gängige soziologische Theorien auf den Serienmord angewandt, um aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Strukturen und Sozialisation zur Entstehung solcher Verbrechen beitragen.
4. Exkurs: Die Darstellung des Serienmordes in den Medien: Dieser Abschnitt thematisiert die Faszination der Öffentlichkeit für Serienmörder und kritisiert die mediale Verzerrung der empirischen Realität.
5. Schlussbetrachtung und Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Serienmörder nicht nur durch individuelle psychologische Faktoren, sondern maßgeblich durch das Versagen gesellschaftlicher Institutionen geprägt sind.
Serienmord, Soziologie, Sozialisation, Familie, Kriminalität, Modus Operandi, Viktimisierung, Straffälligkeit, FBI, Abweichendes Verhalten, Soziale Kontrolle, Radikale Individualisierung, Gesellschaftliche Konstruktion, Täterprofil, Motivlage
Die Bachelorarbeit befasst sich mit den soziologischen Determinanten von Serienmorden und hinterfragt die Ursachen für dieses Phänomen jenseits rein psychologischer Ansätze.
Die Arbeit behandelt die Definition und Typisierung von Serienmördern, deren Sozialisation, die Rollen von Opfern und Strafverfolgung sowie soziologische Erklärungsmodelle.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Serienmörder nicht losgelöst von sozialen Bezügen entstehen, sondern durch gesellschaftliche Faktoren und das Versagen von Institutionen geformt werden.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung empirischer Daten (u.a. der Radford University und des FBI) sowie der Anwendung soziologischer Theorien.
Der Hauptteil analysiert die Merkmale der Täter, ihre Motivlagen, die Auswirkungen der Kindheit und familiärer Strukturen sowie die soziologischen Hintergründe der Tatentstehung.
Wichtige Begriffe sind Sozialisation, dysfunktionale Familien, Devianz, Anomie, soziale Kontrolle und die radikale Individualisierung als soziologischer Erklärungsansatz.
Die Autorin argumentiert, dass die Primärsozialisation in dysfunktionalen Familien ein entscheidender Faktor ist, da dort oft keine stabilen Werte vermittelt werden und Missbrauch die Grundlage für spätere Verhaltensstörungen legt.
Er beschreibt die Fähigkeit vieler Serienmörder, sozial unauffällig zu agieren und eine Fassade der Normalität aufrechtzuerhalten, obwohl sie sich innerlich nicht mit sozialen Normen identifizieren.
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