Bachelorarbeit, 2021
61 Seiten, Note: 1,7
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit den haftungsrechtlichen Problemen, die sich aus dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen ergeben. Ziel ist es, die rechtlichen Herausforderungen im Bereich der Haftung gegenüber Patienten im Zusammenhang mit KI-gestützten Behandlungsentscheidungen zu analysieren.
Die Einleitung liefert eine Einführung in die Thematik und stellt die Relevanz der Untersuchung dar. In Kapitel B wird ein Überblick über den Begriff der Künstlichen Intelligenz gegeben, wobei zwischen "schwacher" und "starker" KI unterschieden und verschiedene Anwendungsgebiete im Gesundheitswesen beleuchtet werden.
Kapitel C untersucht die haftungsrechtlichen Probleme im Detail. Zuerst werden die Herausforderungen für das Haftungsrecht im Kontext von KI diskutiert. Anschließend werden die Haftungsformen der vertraglichen Haftung und der deliktischen Haftung / Produkthaftung in Bezug auf den Einsatz von KI im Gesundheitswesen analysiert. Es werden verschiedene Aspekte, wie der Abschluss eines Behandlungsvertrages durch eine KI, die Zurechnung von Schuld, Beweislast und Haftungsbegründende Kausalität, detailliert betrachtet.
Künstliche Intelligenz, Gesundheitswesen, Haftungsrecht, Behandlungsvertrag, Deliktische Haftung, Produkthaftung, Zurechnung, Beweislast, Verantwortlichkeit, Transparenz, Rechtliche Rahmenbedingungen, Lösungsansätze
Aktuell wird das Handeln von KI-Systemen meist dem Betreiber (z. B. dem Krankenhaus oder Arzt) zugerechnet. Es wird geprüft, ob bestehende Haftungsregeln ausreichen oder neue Gesetze für die Eigenständigkeit von KI-Entscheidungen nötig sind.
Rechtlich gesehen kann eine KI keine eigene Willenserklärung abgeben. Ihr Handeln wird jedoch analog zur "Computererklärung" oder über die Boten- bzw. Vertreterschaft dem menschlichen Betreiber zugerechnet.
Schwache KI ist auf spezifische Aufgaben (z. B. Bildanalyse in der Radiologie) spezialisiert. Starke KI, die menschenähnliche kognitive Fähigkeiten besitzt und völlig autonom handelt, existiert derzeit in der medizinischen Praxis noch nicht.
Hersteller haften nach dem Produkthaftungsgesetz, wenn das KI-System einen Fehler aufweist, der zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens bereits angelegt war. Die Beweislast bei komplexen, lernenden Systemen stellt Patienten jedoch oft vor große Herausforderungen.
Ja, ein Lösungsansatz ist die Einführung einer elektronischen Person (e-person), die eine eigene Haftung übernimmt. Ein anderer Ansatz ist die Gefährdungshaftung des Betreibers, ähnlich wie bei Kraftfahrzeugen.
Die KI-gestützte Behandlung muss dem aktuellen Facharztstandard entsprechen. Weicht das System ohne medizinische Rechtfertigung davon ab und entsteht ein Schaden, liegt eine Pflichtverletzung vor.
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