Masterarbeit, 2020
105 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung: Lehrer werden?
1.1 Geschichte der Lehrerbildung in Deutschland
1.2 Struktur und Organisation der Lehrerbildung in Deutschland
2. Die Schule in Deutschland
2.1 Das Schulsystem in Deutschland
2.2 Die Didaktik in der Schule
2.3 Methodisches Handeln
2.4 Lernziele und Bildungsstandards
3. Unterrichtsstörung – Definition und Problemhorizont
3.1 Die Unterrichtsstörung im Verlauf der Schulgeschichte
3.2 Arten und Klassifizierung von Unterrichtsstörungen
3.2.1 Lohmann und Winkel (Klassifizierung: Lehr-Lern-Prozesse)
3.2.2 Nolting und Bach (Arten von Störungen)
3.3 Gründe und Ursachen für Unterrichtsstörungen
3.3.1 Unterrichtsstörungen – Lehrerbezogene Ursachen
3.3.2 Unterrichtsstörungen – Schülerbezogene Ursachen
3.3.3 Unterrichtsbezogene Ursachen/ äußerliche Umstände für Unterrichtsstörungen
4. Klassenführung
4.1 Theoretische Einführung
4.1.1 Begriffsklärung
4.1.2 Ansätze der Klassenführung
4.2 Klassenführung – Relevanz für Lernen und Leistung
4.2.1 Merkmale guten Unterrichts
4.2.2 Merkmale guter Klassenführung
4.2.4 Handlungsmodelle
4.3 Die Lehrer-Schüler Beziehung
5. Methodenmodul - Wie kann effizient mit Problemen und Störungen umgegangen werden
5.1 Präventionsmaßnahmen
5.1.1 Prävention durch Präsenz- und Stoppsignale
5.1.2 Prävention durch Regeln, Routine, Rituale
5.1.3 Prävention durch Unterrichtsfluss und effektiver Zeitnutzung
5.1.4 Prävention durch breite Aktivierung / Motivierung
5.1.5 Prävention durch das Einrichten einer Lernumgebung
5.1.6 Prävention durch Umgang mit Heterogenität
5.2 Präventionsplan
5.3 Interventionsmaßnahmen
5.3.1 Lehrerzentrierte Intervention
5.3.2 Kooperative Intervention
5.4 Interventionsplan
5.5 Beheben von Störungen - Fazit
6. Fallbeispiele
6.1 Beispiel 1: Einfache Störung
6.2 Beispiel 2: Aufbrausendes Verhalten
6.3 Beispiel 3: Absichtliche Provokation
6.4 Beispiel 4: Herausfordern des Lehrers
6.5 Beispiel 5: Unsicherheiten
6.6 Beispiel 6: Streit
7. Fazit
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld „Guter Unterricht“ und den Umgang mit Unterrichtsstörungen im Kontext einer erfolgreichen Klassenführung. Ziel ist es, Lehrkräften Strategien und Handlungsmodelle an die Hand zu geben, um Störungen präventiv entgegenzuwirken und im Bedarfsfall effizient zu intervenieren.
3.1 Die Unterrichtsstörung im Verlauf der Schulgeschichte
Die Unterrichtsstörung trat nicht erst im heutigen Schulalltag auf. Das Phänomen gibt es schon seit Schüler unterrichtet werden. Die Art und Weise variierte in den vergangen Jahrzehnten, dennoch ist definitiv von einem „Wandel der heutigen Zeit“ zu sprechen (Conrad & Ludwig, 1987, S.16). Bereits im 16. und 17. Jahrhundert traten verschiedene Streiks und Vandalismus auf. Die Schüler verweigerten den Besuch der Schule. Aufgrund von Störungen wurde die Schule tagelang geschlossen. Einerseits lag dies auch an der Ausbildung der Lehrkräfte, die nicht mit derlei Verhalten umzugehen wussten, anderseits am Schulsystem selbst. Ein Vergleich mit der Schule von heute ist definitiv nicht gegeben (Conrad et al., 1987, S.16ff).
Seit etwa 200 Jahren findet der Unterricht mit mehreren hunderten Schülern statt. Der Einzelunterricht entwickelten sich zu einem Gesamtunterricht für alle. Es wurden verschiedene Methoden entwickelt, die es ermöglichten, den Unterricht mit mehreren Schülern gleichzeitig durchzuführen. Disziplin war zu dieser Zeit etwas, was von Respekt zeigte und eine möglichst gute und erfolgreiche Lehr-Lernsituation schuf. Disziplin allerdings veränderte sich mit den Jahren und passt sich an die Schule an. Somit ist diese nicht nur abhängig von den Lerninhalten und den Umständen, sondern wird ebenfalls historisch-gesellschaftlich bestimmt. Die Umsetzung von Disziplin sowie die Vorstellung davon lassen einige Erkenntnisse der jeweiligen Zeit zu. Ist es somit bedeutend, welche Struktur zu dieser Zeit besteht? Welche Ziele werden verfolgt? Welche Absichten haben die Schulen und welche fachlichen und pädagogischen Fähigkeiten sind vorhanden? Auch der Stellenwert der Lehrkräfte in der Gesellschaft ist nicht zu untergraben (Sandfuchs, 2002, S.44).
1. Einleitung: Lehrer werden?: Diese Einleitung thematisiert den aktuellen Lehrermangel in Deutschland und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich des Umgangs mit Unterrichtsstörungen vor.
2. Die Schule in Deutschland: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historischen und strukturellen Grundlagen des deutschen Schulsystems sowie die verschiedenen didaktischen Ansätze und methodischen Anforderungen.
3. Unterrichtsstörung – Definition und Problemhorizont: Hier wird der Begriff der Unterrichtsstörung definiert, historisch eingeordnet und in verschiedene Arten sowie Ursachenbereiche kategorisiert.
4. Klassenführung: Das Kapitel führt in das Konzept der Klassenführung als notwendige Voraussetzung für störungsfreien Unterricht ein und erläutert relevante Strategien, Merkmale und Handlungsmodelle.
5. Methodenmodul - Wie kann effizient mit Problemen und Störungen umgegangen werden: Dieser methodische Teil bietet konkrete Präventionsmaßnahmen und Interventionsstrategien, um den Lehr-Lern-Prozess aktiv zu steuern und Störungen zu bewältigen.
6. Fallbeispiele: In diesem Kapitel werden sechs verschiedene Praxissituationen von Unterrichtsstörungen dargestellt und methodisch analysiert.
7. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Ursachen und den Umgang mit Störungen zusammen und betont die Bedeutung einer kompetenten, reflektierten Lehrerpersönlichkeit.
Unterrichtsstörung, Klassenführung, Classroom-Management, Lehrerbildung, Prävention, Intervention, Disziplin, Lehrer-Schüler-Beziehung, Schulsystem, Didaktik, Lernumgebung, Heterogenität, Schulpädagogik, Lehrermangel, Verhaltensstörungen
Die Masterarbeit befasst sich mit der Herausforderung von Unterrichtsstörungen im modernen Schulalltag und wie Lehrkräfte durch professionelle Klassenführung diese Störungen minimieren oder konstruktiv beheben können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Ursachenanalyse von Störungen (Schüler-, Lehrer- und Umfeldfaktoren), präventiven Strategien zur Unterrichtsgestaltung sowie konkreten Interventionsmöglichkeiten in akuten Konfliktsituationen.
Das primäre Ziel ist es, den „Schein“ von gutem Unterricht zu entlarven und Methoden aufzuzeigen, die zu einer „Wirklichkeit“ erfolgreichen Unterrichts führen, indem die Lehrkraft lernt, sowohl präventiv zu planen als auch reaktiv kompetent zu handeln.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und -synthese schulpädagogischer Theorien und empirischer Studien, ergänzt durch die Analyse praxisorientierter Fallbeispiele zur Veranschaulichung der theoretischen Konzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Klassenführung, eine detaillierte Systematisierung von Störungsursachen sowie ein umfangreiches Methodenmodul, das Präventions- und Interventionspläne für verschiedene Szenarien bereitstellt.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Klassenführung, Prävention, Interventionsmaßnahmen, Unterrichtsstörungen, Lehrer-Schüler-Beziehung und pädagogische Professionalität charakterisiert.
Die Arbeit differenziert unter anderem zwischen aktiven und passiven Störungen, lehrer- und schülerzentrierten Ursachen sowie situativen Faktoren, wobei insbesondere die Klassifizierung nach Lohmann, Winkel und Nolting herangezogen wird.
Während lehrerzentrierte Interventionen die Steuerung durch die Lehrkraft zur Problemlösung betonen, setzen kooperative Ansätze auf die Partizipation der Schüler an der Klärung und Lösung des Konflikts, um ein gemeinsames Verständnis und Verantwortungsbewusstsein zu fördern.
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