Bachelorarbeit, 2014
63 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitende Worte zu Thema und Aufbau der Arbeit
1.1 "Angewandte Sportpsychologie" – Was ist das?
1.2 Argumente für den Einsatz sportpsychologischer Methoden
2 Wissenschaftliche Grundlagen
2.1 Definition "Motiv" und "Motivation"
2.2 Diagnostik zur Ermittlung von sportpsychologischem Bedarf
2.3 Methodisches Vorgehen innerhalb dieser Arbeit
3 Modelle der Motivationspsychologie
3.1 Bedürfnispyramide von Maslow
3.2 Risiko-Wahl-Modell von Atkinson
3.3 Supermotivation-Ansatz von Spitzer
4 Die "Sportlerpersönlichkeit"
4.1 Selektions- vs. Sozialisationshypothese
4.2 Zusammenhang zwischen Sporttreiben und Persönlichkeit
5 Sportpsychologisches Grundlagentraining
5.1 Atementspannung
5.2 Progressive Muskelrelaxation
5.3 Autogenes Training
6 Sportpychologisches Fertigkeitstraining
6.1 Aktivierung
6.2 Zielsetzung
6.3 Attribution und Selbstwirksamkeitsüberzeugung
6.4 Selbstgespräch
6.5 Konzentrationstraining
6.6 Imagination
6.7 Routinen und Habituation
7 Belastung erfordert Erholung
7.1 Erholungsstrategien und Monitoring
7.2 Psychologisches Aufbautraining nach Verletzungen
8 Motivation im Ausdauersport
8.1 Trainingsgestaltung
8.2 Sinnvolle psychologische Maßnahmen
8.3 Motivationsförderung und -erhaltung
8.4 Einfluss psychischer Belastungen
9 Signifikante Persönlichkeitsfaktoren
10 Zusammenfassung
11 Persönliche Stellungnahme
12 Literaturverzeichnis
13 Anhang
13.1 Einzelfallanalyse
13.2 Interview-Ergebnisse der Einzelfallanalyse
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit sportpsychologischer Maßnahmen zur Motivationsförderung, insbesondere im Kontext des Ausdauersports, unter Anwendung einer Einzelfallanalyse eines ehemaligen Leistungssportlers.
1.1 "Angewandte Sportpsychologie" – Was ist das?
1996 definierte die Europäische Föderation für Sportpsychologie (FEPSAC) die Sportpsychologie als die "Erforschung der psychologischen Grundlagen, Abläufe im Sport und Effekte des Sports". Doch in dieser Definition ist die Umsetzung dieser so erlangten wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis gar nicht enthalten, welche jedoch einen wesentlichen Bestandteil der angewandten Sportpsychologie ausmacht und im Sinne der Trainingsgestaltung auch mehr von Interesse ist als die praxisferne Theorie.
Laut Beckmann und Elbe ist Sportpsychologie "ein wissenschaftliches Fach an der Schnittstelle von Psychologie, Sportwissenschaft und Medizin" (zit. Beckmann et al. 2008, S. 15) – der Zusatz "Medizin" verdeutlicht, dass es hier auch um die Anwendung des erworbenen Wissens geht. Mithilfe der Erforschung der oben genannten psychologischen Grundlagen sollen Rückschlüsse für eine Trainingsoptimierung gezogen werden können: Empirisch wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse sollen in Form psychologischer Fertigkeiten Anwendung in der Sportpraxis finden, um das Training an sich als auch die Leistung der Athleten zu verbessern (vgl. Beckmann et al. 2008).
Doch worin besteht die Leistung eines Athleten? Sind es ausschließlich die motorischen Fertigkeiten oder gibt es auch andere leistungsbestimmende Faktoren? Im Zusammenhang mit der Leistungsoptimierung hört man des Öfteren, dass von zwei körperlich gleichermaßen gut trainierten Athleten derjenige gewinnt, der mental stärker ist. Es gibt also außerhalb des physischen Vermögens noch einen psychischen Aspekt. Doch was ist diese sogenannte "mentale Stärke"? Nach Loehr (1996) setzt sich mentale Stärke aus den folgenden vier Komponenten zusammen:
1 Einleitende Worte zu Thema und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Fragestellung nach der Wirksamkeit sportpsychologischer Maßnahmen und Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.
2 Wissenschaftliche Grundlagen: Theoretische Definition von Motiven und Motivation sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.
3 Modelle der Motivationspsychologie: Vorstellung relevanter Theorien wie der Bedürfnispyramide nach Maslow sowie Ansätze von Atkinson und Spitzer.
4 Die "Sportlerpersönlichkeit": Diskussion der konträren Selektions- und Sozialisierungshypothesen hinsichtlich der Entwicklung sportlicher Persönlichkeitsmerkmale.
5 Sportpsychologisches Grundlagentraining: Beschreibung von Entspannungstechniken wie Atementspannung, Progressiver Muskelrelaxation und Autogenem Training.
6 Sportpychologisches Fertigkeitstraining: Übersicht der Methoden zur Psychoregulation, darunter Aktivierung, Zielsetzung, Selbstgespräch und Imagination.
7 Belastung erfordert Erholung: Analyse der Bedeutung von Erholung, Monitoring und psychologischem Aufbautraining nach Verletzungen.
8 Motivation im Ausdauersport: Empirische Überprüfung theoretischer Modelle anhand einer Einzelfallanalyse eines ehemaligen Spitzensportlers.
9 Signifikante Persönlichkeitsfaktoren: Zusammenfassende Betrachtung der für den Leistungssport wesentlichen Charaktereigenschaften und psychologischen Strukturen.
10 Zusammenfassung: Synthese der theoretischen Erkenntnisse und der empirischen Ergebnisse.
11 Persönliche Stellungnahme: Reflexion der eigenen Forschungsmethode und Übertragbarkeit der Ergebnisse.
Angewandte Sportpsychologie, Motivation, Leistungssport, Sportlerpersönlichkeit, Selbstregulation, Mentale Stärke, Zielsetzung, Einzelfallanalyse, Attribution, Erholung, Stressbewältigung, Mentales Training, Imagination, Selbstwirksamkeit, Sportpsychologie.
Die Arbeit untersucht, wie sportpsychologische Maßnahmen zur Motivationsförderung beitragen und ob diese Techniken die Leistung von Athleten, insbesondere im Ausdauersport, verbessern können.
Die zentralen Themen umfassen die psychologischen Grundlagen der Motivation, Entspannungs- und Fertigkeitstraining im Sport sowie die Bedeutung von Erholung und mentaler Stärke.
Das primäre Ziel ist die Überprüfung der "Wirksamkeit sportpsychologischer Maßnahmen zur Motivationsförderung" mittels einer Einzelfallanalyse, um einen praxisnahen Bezug herzustellen.
Die Arbeit nutzt die Methode der Einzelfallanalyse, wobei der ehemalige Spitzenathlet Dieter Baumann als Untersuchungseinheit durch Interviews befragt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen Theorieteil zu Motivationsmodellen und Persönlichkeitsforschung sowie einen empirischen Teil, der das Training und die psychologischen Strategien des Befragten analysiert.
Zu den Kernbegriffen zählen Angewandte Sportpsychologie, Motivation, Mentale Stärke, Selbstregulation, Zielsetzung und Leistungssport.
Dieter Baumann äußert sich im Interview skeptisch gegenüber formalen Techniken wie dem Autogenen Training und betont stattdessen die Bedeutung der Freude am Sport und eines natürlichen Körpergefühls.
Die Lauf-Therapie dient Baumann als wesentliche Selbstregulationsstrategie zur Stressbewältigung, Problemlösung und Regeneration, besonders in krisenhaften Zeiten wie während seiner Dopingsperre.
Die Arbeit vergleicht die Aussagen aus der Einzelfallanalyse mit etablierten Modellen wie Maslows Bedürfnispyramide oder Atkinsons Risiko-Wahl-Modell, um Gemeinsamkeiten und Diskrepanzen aufzuzeigen.
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