Bachelorarbeit, 2011
64 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Abgrenzung
1.3 Gang der Untersuchung
2. Lebensmittelhandel im Internet
2.1 Entwicklung des Lebensmittelhandels via Internet
2.2 Geschäftsmodelle der Online-Shops
2.3 Ablauf eines Einkaufsvorgangs
2.4 Besonderheiten
3. Empirische Untersuchung
3.1 Gestaltung des Untersuchungsdesigns und Durchführung der Befragung
3.2 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potential des Internet-Lebensmittelhandels in Deutschland vor dem Hintergrund des sich wandelnden Konsumentenverhaltens. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, welche Anforderungen Kunden an einen Online-Supermarkt stellen und welche Faktoren für einen wirtschaftlichen Erfolg in diesem hart umkämpften Marktsegment entscheidend sind.
2.4 Besonderheiten
Der Vertrieb von Lebensmitteln im Internet unterscheidet sich deutlich vom stationären Verkauf. Besonders der Transport der Lebensmittel stellt eine große Herausforderung für den LEH dar. So ist bei der Auslieferung von frischen Produkten besonders auf die Einhaltung der Kühlkette zu achten. Dieses Problem ist weniger relevant, wenn der Handel auf Drive-In-Konzepte setzt und die online bestellten Waren vom Kunden abgeholt werden. Wird aber aufgrund der Kundenbedürfnisse die Zustellung der Ware bis an die Haustür angeboten, so ist der Aufbau geeigneter logistischer Strukturen notwendig. Anbieter, die ihre Produkte persönlich ausliefern, müssen sich Fahrzeuge anschaffen, die mit Kühl- und Gefrierkammern ausgestattet sind. Beim Versand der Lebensmittel durch KEP-Dienstleister werden spezielle Verpackungen und der Einsatz von Trockeneis oder Kühlpads nötig. Lagerung, Kommissionierung und Transport sind mit einem hohen logistischen Aufwand verbunden, der entsprechende Kosten für die Anbieter nach sich zieht. Für den Handel ist es deshalb essenziell zu wissen, ob die Kunden das Online-Angebot annehmen und bereit sind, den zusätzlichen Service entsprechend zu vergüten. Dies soll im empirischen Teil untersucht werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit, grenzt den Untersuchungsgegenstand auf den deutschen B2C-Markt ein und skizziert den methodischen Gang der Untersuchung.
2. Lebensmittelhandel im Internet: Hier wird die historische Entwicklung des Online-Lebensmittelhandels betrachtet, gängige Geschäftsmodelle sowie der typische Ablauf eines Einkaufsvorgangs beschrieben und auf die logistischen Besonderheiten der Branche eingegangen.
3. Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das Design sowie die Durchführung der Online-Konsumentenbefragung und präsentiert die Analyse und Interpretation der gewonnenen Daten.
4. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und gibt eine Einschätzung über das Zukunftspotential des Internet-Lebensmittelhandels in Deutschland.
Lebensmittelhandel, E-Commerce, Online-Supermarkt, Konsumentenverhalten, Convenience, Logistik, Kühlkette, Drive-In, B2C, Marktanalyse, Digitaler Vertrieb, Kundenbedürfnisse, Usability, Lebensmitteleinzelhandel, E-Food
Die Arbeit analysiert die Erfolgsaussichten und Zukunftschancen des Lebensmittelhandels über das Internet in Deutschland.
Im Zentrum stehen die Geschäftsmodelle der Anbieter, die logistischen Herausforderungen beim Transport von Lebensmitteln sowie die Einstellungen und Anforderungen der Konsumenten.
Ziel ist es, das Potential des Internets als Absatzkanal im LEH zu bewerten und herauszufinden, welche Anforderungen ein Online-Supermarkt erfüllen muss, um von Kunden akzeptiert zu werden.
Es wurde eine empirische Konsumentenbefragung mittels Online-Fragebogen durchgeführt, an der insgesamt 516 Personen teilnahmen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Betrachtung der Marktgegebenheiten und Geschäftsmodelle sowie in eine detaillierte Auswertung der eigenen empirischen Untersuchung.
Die zentralen Schlagworte sind Lebensmittelhandel, E-Food, E-Commerce, Konsumentenakzeptanz, Logistik und digitale Geschäftsmodelle.
Frischeprodukte erfordern besondere logistische Maßnahmen während des Transports, um Qualität und Lebensmittelsicherheit zu garantieren, was den Aufwand und die Kosten für Anbieter massiv erhöht.
Die Studie zeigt, dass vor allem jüngere Menschen und Berufstätige Convenience-Vorteile schätzen, während ältere Generationen dem Online-Einkauf von Lebensmitteln eher skeptisch gegenüberstehen.
Die Zahlungsbereitschaft ist eher gering; der Großteil der Befragten akzeptiert nur niedrige Gebühren oder wünscht sich kostenfreie Lieferungen ab einem bestimmten Bestellwert.
Das Drive-In-Modell verbindet die Bequemlichkeit der Online-Bestellung mit der flexiblen Selbstabholung durch den Kunden, wodurch teure Logistikkosten für die „letzte Meile“ entfallen.
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