Bachelorarbeit, 2020
58 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
1.1 ZUR WAHL DES THEMAS
1.2 FRAGESTELLUNG
1.3 FORSCHUNGSSTAND
2. TERRORISMUS
2.1 ZIELE
2.2 STRUKTUREN
2.2.1 PYRAMIDENMODELL
2.2.2 NETZWERK-TOPOLOGIEN
2.3 MITTEL
2.3.1 KONVENTIONELLE MITTEL
2.3.1.1 KRAFTFAHRZEUGE
2.3.2 MONETÄRE EINNAHMEQUELLEN
2.3.3 WORLD WIDE WEB
2.3.3.1 KOMMUNIKATIONSORGAN UND NACHRICHTENÜBERMITTLER
2.3.3.2 INSTRUMENT DEMAGOGISCHER STIMMUNGSMACHE
2.3.3.3 WERKZEUG DER IDEOLOGISIERUNG & NACHWUCHSGEWINNUNG
2.3.3.4 CYBERANGRIFFE
3. ORGANISIERTE KRIMINALITÄT
3.1 ZIELE
3.2 STRUKTUREN
3.2.1 GRÖßE UND NATIONALITÄTEN AM BEISPIEL DEUTSCHLAND
3.2.2 INTERNATIONALE STRUKTURMODELLE
3.2.2.1 STANDARD-HIERARCHIE
3.2.2.2 REGIONALE HIERARCHIE
3.2.2.3 CLUSTER-HIERARCHIE
3.2.2.4 KERNGRUPPEN
3.2.2.5 KRIMINELLE NETZWERKE
3.2.2.6 HYBRIDE ORGANISATIONSFORMEN
3.3 MITTEL
3.3.1 KONVENTIONELLE MITTEL ALS MONETÄRE EINNAHMEQUELLEN
3.3.1.1 RAUSCHGIFTKRIMINALITÄT
3.3.1.2 EIGENTUMSKRIMINALITÄT
3.3.1.2.1 KFZ-SACHWERTDELIKTE
3.3.1.3 KRIMINALITÄT I. Z. M. DEM WIRTSCHAFTSLEBEN
3.3.1.3.1 ENKELTRICK
4. DIE ABGRENZUNGFRAGE
4.1 ZIELE
4.2 STRUKTUREN
4.3 MITTEL
4.4 FAZIT
Die Arbeit untersucht die zunehmende phänomenologische Annäherung zwischen Terrorismus und Organisierter Kriminalität im 21. Jahrhundert und hinterfragt, ob eine saubere trennscharfe Unterscheidung beider Kriminalitätsformen in der Praxis noch möglich und zweckmäßig ist.
1.2 Fragestellung
Tatsache ist, dass beide ,,im Meer der Kriminalität‘‘ schwimmen und für jedes Phänomen, Terrorismus und Organisierte Kriminalität, ,,ein gemeinschaftliches, arbeitsteilig organisiertes Vorgehen notwendig wird.‘‘ Um bei der Metapher des Meeres zu bleiben, bedeutet dies, dass beide Erscheinungsformen auf dem offenen, weiten Meer nur dann überlebensfähig bleiben und sind, sofern jede Person, die in das Organisationsgeflecht der Phänomenbereiche auf irgendeine Art und Weise eingebunden ist, die ihm anvertraute Aufgabe auch pflichtbewusst wahrnimmt. Andernfalls droht das ,,Schiff‘‘ früher oder später unterzugehen, d. h. es besteht sonst die Gefahr, sprichwörtlich ,,Schiffbruch zu erleiden‘‘. Eine Ausnahme hiervon bildet im Hinblick auf den Terrorismus der sogenannte ,,Lone Wolf‘‘, der ,,ohne Anleitung von Anderen und ohne Einbettung in eine Gruppe eine terroristische Tat begeht.‘‘
Der ,,Fahrtzweck‘‘ ist jedoch ein anderer: Während das ,,Schiff‘‘ des Terrorismus, ausgestattet mit politisch-ideologischem Antrieb, ,,intensive[n] Schrecken‘‘ und möglichst große öffentliche Aufmerksamkeit erregen möchte, liegt der Antrieb der Organisierten Kriminalität in der finanziellen Gewinnmaximierung, und zwar ohne großes Aufsehen zu verursachen. Schließlich ruft ein solches i. d. R. ,,Wellengang‘‘, d. h. Strafverfolgungsorgane auf den Plan, die dieses Profitstreben verhindern oder zunichte machen können. Aus Sicht der Organisierten Kriminalität bewegt sich diese im Idealfall wie ein U-Boot auf Tauchstation unter dem Sonar von Justiz und Polizei. Denn, so halten Rebscher und Vahlenkamp fest, ,,erkennbare organisierte Kriminalität ist – im Sinne der Täter – schlecht organisierte Kriminalität!‘‘
1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema der Annäherung von Terrorismus und Organisierte Kriminalität unter Betrachtung aktueller politischer und wissenschaftlicher Debatten.
2. TERRORISMUS: Untersuchung der ideologischen Ziele, der pyramidalen und netzwerkbasierten Organisationsstrukturen sowie der Mittel, inklusive der strategischen Nutzung des Internets.
3. ORGANISIERTE KRIMINALITÄT: Analyse der profitorientierten Zielsetzung, internationaler Strukturmodelle wie Standard- und Cluster-Hierarchien sowie der wichtigsten Deliktsbereiche.
4. DIE ABGRENZUNGFRAGE: Zusammenfassende Betrachtung der Vermischung beider Phänomene und Fazit zur Notwendigkeit einer anlassbezogenen Einzelfallanalyse für die Ermittlungsbehörden.
Terrorismus, Organisierte Kriminalität, Netzwerkstrukturen, Pyramidenmodell, Radikalisierung, Finanzierung, Drogenhandel, Cyberangriffe, Transnationalität, Gewaltkriminalität, Internet, Kriminalitätsphänomene, Ermittlungsbehörden, Abgrenzung, Ideologie.
Die Arbeit analysiert die schwindenden Grenzen zwischen den Phänomenen Terrorismus und Organisierte Kriminalität im 21. Jahrhundert.
Die zentralen Themen sind die jeweiligen Zielsetzungen, die Organisationsstrukturen (z. B. Netzwerke vs. Hierarchien) sowie die von beiden Gruppen genutzten Tatmittel zur Finanzierung und Umsetzung ihrer Vorhaben.
Die Forschungsfrage lautet, ob der Terrorismus und die Organisierte Kriminalität künftig noch voneinander unterschieden werden können und sollen.
Die Autorin oder der Autor verwendet eine fundierte Quellenanalyse von Fachliteratur und offiziellen Berichten, um die Phänomene theoretisch einzuordnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung der Ziele, Strukturen und Mittel beider Bereiche, inklusive aktueller Fallbeispiele und der Rolle des technologischen Wandels.
Wichtige Begriffe sind Terrorismus, Organisierte Kriminalität, Netzwerk-Topologien, Profitmaximierung, Radikalisierung und die Abgrenzungsproblematik.
Das Internet fungiert als "virtuelle Moschee" und Kommunikationsplattform, die es terroristischen und kriminellen Gruppen ermöglicht, trotz geografischer Entfernungen weltweit zu agieren und Nachwuchs zu rekrutieren.
Während der Terrorismus primär politische oder religiöse Umgestaltungen durch Schrecken anstrebt, steht bei der Organisierten Kriminalität die monetäre Gewinnmaximierung im Vordergrund, wenngleich sich diese Motive heute teilweise überschneiden.
Eine pauschale Abgrenzung ist nicht mehr möglich; Ermittlungsbehörden müssen stattdessen anlassbezogen und kritisch prüfen, ob eine Gruppierung eher politisch-ideologisch oder primär profitorientiert handelt.
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