Masterarbeit, 2019
80 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundzüge und Ziele der Vorstandsvergütung
2.1 Merkmale der Vorstandstätigkeit
2.2 Der Shareholder Value Ansatz
2.3 Vorstandsvergütung und die Principal-Agent-Problematik
2.3.1 Informationsasymmetrien und Agency-Kosten
2.3.2 Anreizsysteme zur Lösung des Principal-Agent-Konflikts
3 Am Unternehmenswert orientierte Vergütungsmodelle
3.1 Aufbau und Bestandteile von Vergütungssystemen
3.2 Zielvereinbarungen
3.3 Typische Wertreiber und unternehmenswertorientierte Kennzahlen
3.3.1 EBIT und EBITDA
3.3.2 EVA und EP
3.3.3 RoCE und RoIC
3.3.4 CfROI
3.3.5 CVA
3.3.6 CF und FCF
3.3.7 TSR
3.4 Variable Vergütungsmodelle
3.4.1 Kurzfristig variable Vergütung
3.4.2 Mittel- und langfristig variable Vergütung
4 Vorstandsvergütungen im Vergleich deutscher und US-amerikanischer börsennotierter Unternehmen
4.1 Deutsches System
4.1.1 Dualistisches Leitungssystem und Societas Europaea in Deutschland
4.1.2 Anforderungen des DCGK
4.1.3 Bemessungsgrundlagen ausgewählter DAX Unternehmen im Detail
4.2 US-amerikanisches System
4.2.1 Monistisches Leitungssystem
4.2.2 Anforderungen des NYSE Listed Company Manual
4.2.3 Bemessungsgrundlagen ausgewählter S&P 500 Unternehmen im Detail
4.3 Vergleich und Diskussion
4.3.1 Quantitative Auswertung
4.3.2 Qualitativer Vergleich der Kennzahlen
4.3.3 Warum werden überwiegend EPS, TSR und CFs benutzt?
4.3.4 Bewertung der verwendeten Kennzahlen
4.3.5 Wertorientierung der Kennzahlen im Vergleich
5 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung, inwieweit unternehmenswertorientierte Kennzahlen als Bemessungsgrundlage für die Vorstandsvergütung börsennotierter Unternehmen im Vergleich zwischen deutschen DAX-Unternehmen und US-amerikanischen S&P 500-Unternehmen eingesetzt werden. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die praktische Anwendung und die Unterschiede in den Vergütungsmodellen, um den "Entwicklungsstand" Deutschlands im internationalen Vergleich zu evaluieren.
2.3 Vorstandsvergütung und die Principal-Agent-Problematik
Die in der Öffentlichkeit oft kritisierte Vergütungspolitik von börsennotierten Unternehmen und die daraus resultierenden hohen Vergütungen der Vorstände weist auf ein allgegenwärtiges Problem von börsennotierten Aktiengesellschaften hin, nämlich die Trennung von Eigentum und Management. Die Principal-Agent-Theory befasst sich mit dem Konflikt zwischen dem Eigentümer als Auftraggeber (Principal), und dem Vorstand als Auftragnehmer (Agent). In börsennotierten Unternehmen sind die Aktionäre in der Situation der Eigentümer und die von der Hauptversammlung bestätigten Vorstände in der der Auftragnehmer. Ziel des Prinzipals ist es einen möglichst hohen Shareholder Value zu erwirtschaften. Da er aber nicht selbst über die Fähigkeiten und Informationen verfügt, um dieses Ziel zu erreichen, ist er bemüht einen Agent zu beauftragen dem er die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse zur Erreichung seiner, des Principals, Ziele zutraut.
Wie und mit welchem Einsatz der Agent seine Aufgaben erledigt ist vorher nicht offensichtlich. Die Principal-Agent-Theory geht allerdings davon aus, dass sich jedes Wirtschaftsindividuum grundlegend opportunistisch verhält und vorrangig seine eigenen Interessen verfolgt. Folglich muss davon ausgegangen werden, dass die Ziele des eingesetzten Agents andere sind wie die des Principals. Er wird versuchen den Einsatz seiner persönlichen Ressourcen zu optimieren, auch wenn er die Ziele des Principals nicht erreicht. Damit liegt die Problematik in der entsprechenden Motivation des Agents, den gleichen Zielen, wie denen des Principals, zu folgen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Vorstandsvergütung ein und beleuchtet die aktuelle Relevanz durch Forderungen nach einer aktienkursorientierten Vergütung im Vergleich zwischen Deutschland und den USA.
2 Grundzüge und Ziele der Vorstandsvergütung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Vorstandsvergütung, den Shareholder-Value-Ansatz sowie die Principal-Agent-Problematik als Begründung für Anreizsysteme.
3 Am Unternehmenswert orientierte Vergütungsmodelle: Das Kapitel stellt die verschiedenen Vergütungskomponenten vor und analysiert detailliert wertorientierte Kennzahlen (z.B. EBIT, EVA, RoCE, TSR) als Basis für variable Vergütungsmodelle.
4 Vorstandsvergütungen im Vergleich deutscher und US-amerikanischer börsennotierter Unternehmen: Dieser Hauptteil vergleicht die Governance-Systeme und die Vergütungspraxis anhand einer Stichprobe von DAX- und S&P 500-Unternehmen durch eine quantitative und qualitative Auswertung.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen, reflektiert die Unterschiede in der Nutzung von Kennzahlen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Vorstandsvergütung, Unternehmenswertorientierung, Shareholder Value, Principal-Agent-Theorie, Kennzahlen, EBIT, EBITDA, EVA, RoCE, RoIC, TSR, Free Cash Flow, Vergütungsmodelle, Corporate Governance, DAX, S&P 500.
Die Arbeit untersucht, wie börsennotierte Unternehmen in Deutschland und den USA unternehmenswertorientierte Kennzahlen nutzen, um die variable Vorstandsvergütung zu bemessen.
Die zentralen Themen umfassen die Vergütungsstruktur, die theoretische Begründung durch die Principal-Agent-Theorie, die Darstellung diverser Finanzkennzahlen und der Vergleich zwischen deutschen und amerikanischen Corporate-Governance-Standards.
Das Ziel ist es, den "Entwicklungsstand" deutscher Unternehmen im Hinblick auf eine wertorientierte Vergütungsgestaltung im internationalen Vergleich zu den USA zu analysieren.
Es erfolgt eine quantitative und qualitative Inhaltsanalyse von Geschäftsberichten sowie Proxy Statements einer Stichprobe von DAX- und S&P 500-Unternehmen.
Der Hauptteil analysiert die Vergütungssysteme (STIs und LTIs) der ausgewählten Unternehmen und setzt diese in Bezug zu spezifischen Finanzkennzahlen wie EBIT, EPS oder TSR.
Zu den Kernbegriffen zählen Vorstandsvergütung, Shareholder Value, Principal-Agent-Theorie, wertorientierte Kennzahlen und Corporate Governance.
Sie dient als theoretische Basis, um zu erklären, warum Unternehmen komplexe Vergütungssysteme einführen müssen, um die Interessen von Managern (Agent) und Aktionären (Principal) anreizkompatibel zu gestalten.
Die Arbeit zeigt, dass amerikanische Unternehmen tendenziell mehr Kennzahlen kombinieren und einen stärkeren Fokus auf TSR sowie Cash-Flow-basierte Kennzahlen legen als ihre deutschen Pendants.
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