Masterarbeit, 2021
110 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITUNG
1.1. Forschungsfrage und zugrundeliegende Motivation
1.2. Methodisches Vorgehen
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN DES FLIPPED CLASSROOMS
2.1. Begriffsklärung Flipped Classroom
2.2. Entwicklung des Flipped Classrooms
2.3. Das Flipped Classroom Modell
2.3.1. Die Selbstlernphase
2.3.2. Die Präsenzphase
2.4. Vorteile und Potentiale des Flipped Classrooms
2.5. Herausforderungen und Grenzen des Flipped Classrooms
2.6. Legitimation der Verwendung von Videos im Flipped Classroom
2.7. Ausgewählte Studien zur Wirksamkeit des Flipped Classrooms
2.8. Zwischenfazit und persönlicher Standpunkt
3. MATHEMATIKDIDAKTISCHES INTERESSE AM FLIPPED CLASSROOM
3.1. KMK-Bildungsstandards und Kernlehrpläne
3.2. Problemorientiertes Lernen durch den Flipped Classroom
3.3. Kriterien für guten Mathematikunterricht und Standardsituationen nach Barzel et. al.
4. UNTERRICHTEN MIT DEM FLIPPED CLASSROOM – EIN BEISPIELHAFTER STUNDENENTWURF
4.1. Einordnung der Unterrichtsstunde
4.2. Verlaufsplan
4.3. Bedingungsanalyse und Diagnose der Lernausgangslage
4.4. Gegenstandsanalyse und Legitimation
4.5. Didaktische Begründung des Schwerpunktes
4.6. Begründung des methodischen Vorgehens
4.7. Fazit und Ausblick
5. EMPIRISCHER TEIL – EINE QUALITATIVE INTERVIEWSTUDIE
5.1. Ziele der Studie
5.2. Forschungsansatz
5.3. Datenerhebung
5.3.1. Interviewpartner
5.3.2. Interviewverfahren
5.4. Datenauswertung
5.4.1. Transkription
5.4.2. Auswertungsmethode
5.5. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
5.6. Diskussion
5.7. Methodenkritik
6. FAZIT UND AUSBLICK
10. ANHANG
10.1. Arbeitsblatt
10.2. Interviewleitfaden
10.2.1. Leitfaden I - der/ die Interviewte hat bereits mit dem FC gearbeitet
10.2.2. Leitfaden II - der/ die Interviewte hat noch nicht mit dem FC gearbeitet
10.3. Verwendete Transkriptionszeichen
10.4. Beispielhafter Ausschnitt einer Interviewtranskription
10.5. Beispielhafter Auszug einer qualitativen Inhaltsanalyse
Diese Arbeit untersucht das Potential des Flipped-Classroom-Konzepts für den Mathematikunterricht an Gymnasien und Gesamtschulen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, welche spezifischen Merkmale dieses Modell ausmachen und welche Vorteile sowie Herausforderungen sich bei der praktischen Umsetzung für Lehrkräfte und Lernende ergeben.
2.1. Begriffsklärung Flipped Classroom
Das Flipped Classroom Konzept mag zunächst auf Grund seiner unterschiedlichen Ursprungsformen (siehe Kapitel 2.2) kompliziert erscheinen, die Grundidee lässt sich allerdings mit wenigen Worten erklären. Jonathan Bergmann und Aaron Sams, Mitbegründer des modernen Flipped Classrooms, fassen die Bedeutung ihres Modells wie folgt zusammen:
„that which is traditionally done in class is now done at home, and that which is traditionally done as homework is now completed in class“ (Bergmann & Sams, 2012, S. 13).
Die Einfachheit dieses Konzeptes spiegelt sich auch in der deutschen Übersetzung des Begriffes wider. Als „umgekehrter Unterricht“ wird jenes Modell bezeichnet, das die Aktivitäten des Lernens und Lehrens vertauscht. So erfolgt die Wissensvermittlung nicht mehr in Form eines Frontalunterrichtes in der Schule, sondern geschieht in einer ausgelagerten Vorbereitungsphase. Während dieser Phase wird in den meisten Fällen eine auf Video aufgezeichnete Einführung in das Thema oder die Erklärung eines Sachverhaltes von den Schülern erarbeitet (vgl. Werner, Ebel, Spannagel, & Bayer, 2018, S. 13). Das Konzept legt sich jedoch nicht auf die Nutzung von Videos fest, sondern erlaubt viele weitere Vermittlungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Podcasts oder schriftliche Unterlagen (vgl. Ebel, 2018, S. 19).
1. EINLEITUNG: Die Arbeit beleuchtet die bildungspolitische Relevanz von Digitalisierung und Heterogenität im Mathematikunterricht und führt in das Konzept des umgekehrten Unterrichts ein.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN DES FLIPPED CLASSROOMS: Dieses Kapitel definiert das Modell, zeichnet seine Entwicklung nach und erörtert kritisch die Stärken und Schwächen der Methode anhand existierender Studien.
3. MATHEMATIKDIDAKTISCHES INTERESSE AM FLIPPED CLASSROOM: Hier wird der theoretische Bezug zu Bildungsstandards und mathematikdidaktischen Prinzipien wie dem problemorientierten Lernen hergestellt.
4. UNTERRICHTEN MIT DEM FLIPPED CLASSROOM – EIN BEISPIELHAFTER STUNDENENTWURF: Ein detaillierter Entwurf für eine Unterrichtsstunde zur Vektoraddition dient als praktische Anwendung und illustriert die methodische Planung.
5. EMPIRISCHER TEIL – EINE QUALITATIVE INTERVIEWSTUDIE: Die methodische Vorgehensweise und Auswertung von Experteninterviews mit vier Lehrkräften bieten einen Einblick in die Praxisrealität.
6. FAZIT UND AUSBLICK: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über das Potential des Konzepts unter den aktuellen schulischen Rahmenbedingungen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Flipped Classroom, Mathematikunterricht, Digitalisierung, Selbstlernphase, Präsenzphase, Medienkompetenz, Vektoraddition, Lehr-Lern-Konzept, qualitative Forschung, didaktische Transformation, Lehrkraft als Coach, digitale Hilfsmittel, Unterrichtsentwurf, Schülermotivation, Inklusion
Die Arbeit analysiert das Lehr-Lern-Konzept „Flipped Classroom“ (umgekehrtes Klassenzimmer) und untersucht dessen Einsatzmöglichkeiten sowie Potentiale im Fach Mathematik.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Definition, der didaktischen Eignung für den Mathematikunterricht, der Erstellung von Unterrichtsmaterialien und einer empirischen Einordnung durch Lehrerbefragungen.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie das Flipped-Classroom-Konzept den Mathematikunterricht bereichern kann, insbesondere im Hinblick auf Differenzierung und Kompetenzaufbau.
Der empirische Teil umfasst eine qualitative Interviewstudie, bei der Lehrkräfte zu ihren Erfahrungen und Einstellungen gegenüber dem Modell befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung, die Verknüpfung mit Bildungsstandards, die Präsentation eines konkreten Stundenentwurfs und die Analyse der geführten Interviews.
Zu den prägenden Begriffen gehören unter anderem Flipped Classroom, Digitalisierung, Selbstlernphase, Vektorgeometrie und mediale Ausstattung.
Die befragten Lehrkräfte betonen fast einstimmig, dass die Vorbereitung von Videos und begleitenden Materialien extrem zeitaufwendig ist, sehen darin aber einen Investitionsvorteil für die Zukunft.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine zuverlässige technische Infrastruktur (WLAN, Endgeräte) eine essenzielle Grundvoraussetzung darstellt, deren Fehlen an vielen Standorten eine große Barriere bildet.
Ja, sofern das Konzept durch individuelle Betreuung und differenzierte Materialien unterstützt wird, bietet es auch schwächeren Schülern die Chance, sich Inhalte in eigenem Tempo anzueignen.
Das Feedback der Lehrkräfte deutet darauf hin, dass die Schüler zunächst meist mit großem Interesse auf die mediale Vielfalt reagieren, das Modell jedoch hohe Anforderungen an deren Selbstdisziplin und Eigenverantwortung stellt.
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