Bachelorarbeit, 2020
40 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Heimat: Eine Begriffserklärung
3. Die Idee Heimat bei Ernst Bloch
3.1. Ernst Bloch: Die konkrete Utopie
3.2. „Subjekt ist noch nicht Prädikat.“
4. Eine Begriffsbestimmung von Demokratie
4.1. Der Grundstein der Demokratie: Aristoteles
4.2. Die heutige Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland
4.3. Martha Nussbaum: Die vollendete Demokratie der Zukunft
5. Nussbaum: Die Vorstellung einer besseren Welt
5.1. Der Fähigkeitenansatz als utopischer Ansatz
5.2. Der Kosmopolitismus und die zu überwindenden Probleme
6. Hoffnung und Angst auf dem Weg hin zu der vollendenten Demokratie
6.1. Die Angst als Gegner der Demokratie
6.2. Hoffnung als Schlüssel zu einer vollendeten Demokratie
7. Heimat finden in einer vollendeten Demokratie
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die utopische Idee der "Heimat" bei Ernst Bloch durch den Fähigkeitenansatz der Philosophin Martha C. Nussbaum in einer weltweiten, vollendeten Demokratie realisiert werden kann.
Die Angst als Gegner der Demokratie
Die Angst ist eine sehr einflussreiche Emotion, welche als Informationsverarbeitung in Bezug auf das Wohlbefinden fungiert. Ängste konzentrieren sich auf die Außenwelt, sie bewerten die Objekte und Ereignisse in dieser Welt um das Individuum herum. Aristoteles definierte seinerzeit die Angst als einen Schmerz, welcher aufgrund der scheinbaren Anwesenheit eines bevorstehenden schlechten Ereignisses kombiniert mit dem Gefühl der Machtlosigkeit existiert. Der Philosoph Kierkegaard setzt sich in seinem Werk Der Begriff Angst mit dieser Emotion auseinander und spricht ihr zu, dem Menschen sowohl die Freiheit als auch die Unfreiheit aufzuzeigen.
Nussbaum beschreibt die Angst als eine primitive, asoziale und narzisstische Emotion, welche dem Menschen von Natur aus innewohnt, weshalb demokratische Gesellschaften bereits seit ihrer Geburt anfällig für Manipulationen sind. Inmitten dieser Manipulation findet die Angst die Möglichkeit, sich in den Gedanken der Menschen auszubreiten, wenn diese eine vermeintlich bevorstehende Katastrophe vermeiden wollen. Die Angst ist unmittelbar an eine Bedrohung des eigenen oder des allgemeinen Wohlergehens geknüpft und kann durch Außenstehende, z.B. Politiker, ausgenutzt werden, wenn ein Ereignis als einschneidend für das Wohlergehen dargestellt wird und die Menschen glauben lässt, es stehe unmittelbar bevor und sei nicht abkehrbar, oder wenn diese den Menschen das Gefühl geben, dass etwas außer Kontrolle geraten ist und allein nicht überstanden werden kann.
1. Einleitung: Hinführung zum komplexen Begriff der Heimat und Darstellung der zentralen Fragestellung bezüglich der Verknüpfung von Ernst Blochs Utopie mit Nussbaums Fähigkeitenansatz.
2. Heimat: Eine Begriffserklärung: Analyse der etymologischen Herkunft und der verschiedenen subjektiven Interpretationsmöglichkeiten des Heimatbegriffs im Wandel der Zeit.
3. Die Idee Heimat bei Ernst Bloch: Untersuchung von Blochs Werk "Das Prinzip Hoffnung", insbesondere der "konkreten Utopie" und des Begriffs des "Noch-Nicht-Bewussten".
4. Eine Begriffsbestimmung von Demokratie: Herleitung des Demokratieverständnisses von Aristoteles über das Grundgesetz bis hin zu Martha Nussbaums Vision einer vollendeten Zukunft.
5. Nussbaum: Die Vorstellung einer besseren Welt: Erläuterung des Fähigkeitenansatzes und des Kosmopolitismus als Instrumente zur Überwindung globaler Ungerechtigkeiten.
6. Hoffnung und Angst auf dem Weg hin zu der vollendenten Demokratie: Untersuchung der emotionalen Grundlagen, wobei Angst als Hindernis und Hoffnung als notwendiger Katalysator für demokratisches Handeln analysiert werden.
7. Heimat finden in einer vollendeten Demokratie: Synthese der vorangegangenen Argumente und Schlussfolgerung zur realen Möglichkeit der Heimatfindung in einer gerechten, weltweiten Gesellschaft.
Heimat, Ernst Bloch, Martha Nussbaum, Demokratie, Fähigkeitenansatz, Utopie, Kosmopolitismus, Hoffnung, Angst, Gerechtigkeit, Menschenwürde, Politische Philosophie, Noch-Nicht-Bewusstes, Weltbürgertum, Transformation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Verknüpfung der "Heimat"-Utopie von Ernst Bloch mit dem politischen Konzept einer "vollendeten Demokratie" nach Martha Nussbaum.
Die zentralen Themen sind Utopieforschung, politische Philosophie, demokratische Institutionen, globale Gerechtigkeit sowie die Rolle von Emotionen in der Politik.
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Utopie Heimat bei Ernst Bloch mithilfe von Martha Nussbaums Fähigkeitenansatz in einer weltweiten Zukunft realisiert werden kann.
Die Arbeit nutzt eine philosophische Textanalyse und komparative Forschung, um die Theorien von Bloch und Nussbaum in den Kontext moderner Demokratie und gesellschaftlicher Herausforderungen zu setzen.
Im Hauptteil werden zunächst Begriffe wie Heimat und Demokratie geklärt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Theorien von Bloch und Nussbaum, ergänzt um die Rolle emotionaler Faktoren wie Angst und Hoffnung.
Heimat, Utopie, Fähigkeitenansatz, Demokratie, Hoffnung, Angst und Kosmopolitismus sind die maßgeblichen Begriffe.
Er dient als ethisches Fundament und Messinstrument für menschliche Entwicklung, um ein menschengerechtes Leben unabhängig von Herkunft oder wirtschaftlichem Wohlstand zu ermöglichen.
Die Angst wirkt für Nussbaum destabilisierend und blockiert rationales Handeln, während die Hoffnung (als "praktische Hoffnung") das notwendige Gegenstück darstellt, um konstruktive Veränderung und gesellschaftliche Entwicklung zu befördern.
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