Examensarbeit, 2020
51 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Lesekompetenz
3 Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
3.1 Definition
3.2 Fazit
4 Identitätsorientierter literaturunterricht
4.1 Definition
4.2 Meads Identitätslehre
4.3 Identität im Literaturunterricht
5 medien und mediendidaktik
5.1 Symmedialer Literaturunterricht
5.1.1 Symmedial und (medien-) integrativ
5.1.2 Symmedial und multimedial
5.1.3 Symmedial und intermedial
5.2 Fazit
6 „Harry Potter und der Stein der Weisen“ - Didaktische Analyse
6.1 Die Autorin
6.2 Inhalt
6.3 Einordnung der „Harry Potter“- Bücher in die Kinder- und Jugendliteratur
6.4 Eignung
6.5 Konzepte und Motive
7 Planung der Unterrichtssequenz
7.1 Sequenzübersicht
7.2 Darstellung eines Literaturtages
7.2.1 Lernziele der ausgewählten Unterrichtsstunden
7.2.2 Lehrplanbezug des Projekttags
7.2.3 Verlaufspläne
8 Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, das erste Buch der Harry Potter-Heptalogie kindgerecht für den Literaturunterricht einer vierten Klasse in der Grundschule aufzubereiten und dabei theoretisch fundierte Ansätze für eine moderne Unterrichtsgestaltung aufzuzeigen.
6.5 Konzepte und Motive
Im Roman „Harry Potter und der Stein der Weisen“ stechen drei zentrale Motive besonders hervor, auf die ich hier genauer eingehen möchte.
An erster Stelle ist hier das Aschenputtel-Motiv zu nennen. In Grimms Märchen „Aschenputtel“ geht es um ein Mädchen, die seit dem Tod ihrer Eltern von der angeheirateten Stiefmutter und Stiefschwester für niedere Tätigkeiten zuständig ist. Die Stiefmutter straft sie dabei stets mit Missachtung, Respektlosigkeit und Vernachlässigung, die dazugehörige Stiefschwester hingegen überschüttet sie mit Liebe und Zuneigung.
Ein ähnliches Bild zeichnet das Leben Harrys bei den Dursleys: während Harry vor allem Ablehnung durch seine Verwandten erfährt, wird ihr Sohn Dudley nach allen Regeln der Kunst verhätschelt. Neu ist das spezifisch einer Person zugeordnete Verhalten, mit dem das jeweilige Familienmitglied ausdrückt, dass es Harry nicht mag. Tante Petunias Verhalten ist von sehr viel Kälte gekennzeichnet, sie ist schnell von ihm genervt und reagiert meist sehr bissig, wenn er beispielweise nach der Herkunft seiner außergewöhnlichen Narbe fragt (sie antwortet ihm: „Durch den Autounfall, bei dem deine Eltern starben. […] Und jetzt hör auf zu fragen.“ (Rowling 2018, S. 26) oder als er ihrer Meinung nach nicht schnell genug aufsteht (sie ruft: „Aufstehen, aber dallI!“ (ebd. S.24). Vernon Dursley, der zwar nicht wirklich Harrys Onkel ist, von ihm aber als solcher bezeichnet wird, reagiert auf Harry in einer sehr aggressiven Art und Weise.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Kultstatus der Harry-Potter-Reihe und das Ziel der Arbeit, den ersten Band kindgerecht für eine vierte Grundschulklasse aufzubereiten.
2 Lesekompetenz: Dieses Kapitel definiert Lesekompetenz im Kontext der PISA-Studien und betont deren Bedeutung für die gesellschaftliche Teilhabe.
3 Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht: Es wird dargelegt, wie dieser Ansatz durch kreative Verfahren wie Malen, Schreiben und szenisches Spiel Schüler aktiviert und zur Sinnbildung anregt.
4 Identitätsorientierter literaturunterricht: Dieses Kapitel thematisiert die Rolle der Schule bei der Persönlichkeitsentwicklung und wie Literatur zur Identitätsbildung von Kindern beitragen kann.
5 medien und mediendidaktik: Hier wird das Konzept des symmedialen Literaturunterrichts eingeführt, das alte und neue Medien sinnvoll miteinander verknüpft.
6 „Harry Potter und der Stein der Weisen“ - Didaktische Analyse: Dieses Kapitel bietet eine Analyse von Autorin, Inhalt und Motiven des Buches sowie eine Begründung für dessen Eignung im Grundschulunterricht.
7 Planung der Unterrichtssequenz: Hier erfolgt die konkrete Planung einer achtwöchigen Unterrichtsreihe, inklusive Sequenzübersicht und detaillierten Verlaufsplänen für einen Projekttag.
8 Fazit: Das Fazit resümiert, dass Harry Potter trotz seines Umfangs hervorragend für den Grundschulunterricht geeignet ist, wenn er methodisch vielfältig und zeitgemäß aufbereitet wird.
Harry Potter, Literaturunterricht, Grundschule, Lesekompetenz, Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht, Identitätsorientierung, Symmedialität, Mediendidaktik, Didaktische Analyse, Unterrichtssequenz, Lesetagebuch, J.K. Rowling, Kinder- und Jugendliteratur, Literaturvermittlung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Aufbereitung des ersten Bandes der Harry-Potter-Reihe („Harry Potter und der Stein der Weisen“) für den Deutschunterricht in einer vierten Klasse der Grundschule.
Zentrale Themen sind die Förderung von Lesekompetenz, Identitätsbildung durch Literatur sowie der sinnvolle Einsatz von Medien (Symmedialität) im handlungs- und produktionsorientierten Unterricht.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Werk „Harry Potter und der Stein der Weisen“ durch eine moderne, handlungs- und produktionsorientierte Didaktik für Grundschulkinder zugänglich und motivierend gestaltet werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse didaktischer Konzepte und einer daran anschließenden didaktischen Analyse des Primärtextes zur Erstellung konkreter Unterrichtsentwürfe.
Der Hauptteil gliedert sich in einen Theorieteil zu Lesekompetenz, Identitätsbildung und Mediendidaktik sowie einen Praxisteil, der die didaktische Eignung des Buches und die konkrete Planung der Unterrichtssequenz darlegt.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Literaturunterricht, Grundschule, Handlungs- und produktionsorientierung, Identitätsbildung, Symmedialität und didaktische Analyse.
Das Lesetagebuch dient als roter Faden und Anhaltspunkt für die Dokumentation des Gelesenen sowie als Raum für die Schüler, ihre eigenen Erfahrungen und Gedanken zum Stoff festzuhalten.
Die Arbeit nutzt das Aschenputtel-Motiv, um die Lebensumstände von Harry bei den Dursleys und seine Behandlung als Außenseiter im Vergleich zu seinem Cousin Dudley zu veranschaulichen.
Die Unterrichtsziele beziehen sich auf die Lernbereiche Sprechen und Zuhören, Lesen (mit Texten und Medien umgehen) sowie Schreiben, wie sie im bayerischen LehrplanPlus für die Grundschule definiert sind.
Die Mediendidaktik ist zentral, da die Arbeit den symmedialen Ansatz verfolgt, der klassische Primärmedien wie das Buch mit auditiven und audiovisuellen Medien (Film, Hörbuch) im Unterrichtsgespräch verbindet.
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