Bachelorarbeit, 2021
63 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Kommunikation – ein Grundbedürfnis
1.2 UN-Behindertenrechtskonvention
1.3 Wieso vereinfachte Sprache?
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Leichte Sprache
2.1.1 Übersetzung
2.1.2 Regeln
2.1.2.1 Wörter
2.1.2.2 Zahlen und Zeichen
2.1.2.3 Sätze
2.1.2.4 Text
2.1.2.5 Gestaltung und Bilder
2.2 Einfache Sprache
2.3 Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen
2.3.1 Referenzniveaus
2.3.1.1 Referenzniveaus Einfache und Leichte Sprache
2.3.2 Referenzniveau A2
2.3.3 Referenzniveau B1
3 Hintergrundinformationen
3.1 Tageszeitungen in Österreich
3.1.1 Onlinemedien
3.2 Einfache Nachrichten in den österreichischen Onlinemedien
4 Empirische Untersuchung
4.1 Datenbasis
4.2 ORF.at allgemein
4.2.1 Auffindbarkeit der Nachrichten
4.2.2 Aufrufzahlen
4.2.3 Gestaltung und Layout
4.2.3.1 Nachrichten leicht verständlich
4.2.3.2 Nachrichten leichter verständlich
4.2.4 Inhaltliche Analyse
4.2.5 Sprachliche Analyse Nachrichten leicht verständlich
4.2.5.1 Datenbasis Satzebene
4.2.5.2 Datenbasis Wortebene
4.2.5.2.1 Satzebene Interpretation
4.2.5.2.2 Wortebene Interpretation
4.2.5.3 Sonstiges
4.2.5.4 Ergebnisinterpretation
4.2.6 Sprachliche Analyse Nachrichten leichter verständlich
4.2.6.1 Datenbasis Satzebene
4.2.6.2 Datenbasis Wortebene
4.2.6.1 Satzebene Interpretation
4.2.6.2 Wortebene Interpretation
4.2.6.3 Sonstiges
4.2.6.4 Ergebnisinterpretation
4.3 kleinezeitung.at allgemein
4.3.1 Auffindbarkeit
4.3.2 Gestaltung und Layout
4.4 Vergleich kleinzeitung.at und orf.at
4.4.1 Begriffsproblematik
4.4.2 Datenbasis Satzebene
4.4.3 Datenbasis Wortebene
4.4.4 Datenbasis Grammatik
4.4.4.1 Satzebene Interpretation
4.4.4.2 Wortebene Interpretation
4.4.4.3 Grammatik Interpretation
4.4.5 Exkurs: Flesch-Reading-Ease
5 Conclusio
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der sprachlichen und inhaltlichen Anforderungen an Nachrichten in Einfacher und Leichter Sprache in österreichischen Onlinemedien, um zu bewerten, inwieweit diese tatsächlich zur barrierefreien Kommunikation beitragen.
1.1 Kommunikation – ein Grundbedürfnis
Kommunikation ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen. Bereits 1969 tätigte Paul Watzlawick die bis heute zentrale Aussage, dass man nicht nicht kommunizieren kann.
Bußmann definierte im Lexikon der Sprachwissenschaft (2008: 346f.), dass „jede Form von wechselseitiger Übermittlung von Information durch Zeichen/Symbole zwischen Lebewesen […] oder zwischen Menschen und Daten verarbeitenden Maschinen“ als Kommunikation bezeichnet werden kann. In einer engeren sprachwissenschaftlichen Betrachtung ist jede Form der „zwischenmenschlichen Verständigung mittels sprachlicher und nichtsprachlicher Mittel wie Gestik, Mimik und Stimme“ Kommunikation.
Damit ein erfolgreicher Informationsaustausch stattfinden kann, muss ein Sender eine, in einem Medium verpackte Nachricht an einen Empfänger senden. Führt man dieses Kommunikationsmodell weiter aus, so muss der Sender seine gedanklichen Vorstellungen in einen, im besten Falle allgemein verständlichen Code umsetzen. Der Empfänger muss diese kodierten Informationen im Anschluss wieder dekodieren, um die Information verarbeiten zu können.
Tritt in diesem Prozess eine Störung, zum Beispiel aufgrund sprachlicher Barrieren auf, so kann die Kommunikation einerseits behindert und andererseits auch gänzlich gestört werden (vgl. Ernst 2011: 32f.). Um die störenden Einflüsse so gering wie möglich zu halten sollte eine Kommunikationsoptimierung erfolgen, also ein „bewusstes Eingreifen in das kommunikative Handeln, das mit dem Ziel vorgenommen wird, die Kommunikation im Hinblick auf bestimmte Merkmale zu verbessern“ (Schubert 2016: 16). Die Leichte Sprache erreicht, dass Kommunikationsbarrieren verringert und im besten Falle gänzlich abgebaut werden. Nach Schubert (2016: 18ff.) gibt es sechs Barrierearten, die speziell auf sprachliche Defizite zurückzuführen sind und die es den Menschen erschweren oder sogar unmöglich machen, an der Kommunikation teilzunehmen.
1 Einführung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der barrierefreien Kommunikation ein und definiert die Problemstellung für Menschen mit eingeschränkter Lese- und Sprachkompetenz.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die Konzepte Leichte und Einfache Sprache sowie der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen theoretisch fundiert und definiert.
3 Hintergrundinformationen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die österreichische Tageszeitungslandschaft und die Entwicklung von Online-Nachrichtenangeboten.
4 Empirische Untersuchung: Der Hauptteil umfasst die detaillierte Analyse der Nachrichtenangebote bei ORF.at und kleinezeitung.at hinsichtlich sprachlicher, inhaltlicher und gestalterischer Kriterien.
5 Conclusio: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und es wird diskutiert, inwiefern die untersuchten Angebote den Anforderungen an Leichte und Einfache Sprache gerecht werden.
Leichte Sprache, Einfache Sprache, Barrierefreiheit, Kommunikation, Onlinenachrichten, ORF.at, Kleine Zeitung, Sprachbarrieren, Inklusion, Regelwerke, Textanalyse, Sprachniveau, Zielgruppenorientierung, Flesch-Reading-Ease
Die Arbeit analysiert die barrierefreien Nachrichtenangebote in Leichter und Einfacher Sprache bei österreichischen Onlinenachrichtenmedien.
Zentrale Themen sind die linguistischen Konzepte der Leichten und Einfachen Sprache, die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben (UN-Behindertenrechtskonvention) und die praktische Anwendung in Online-Medien.
Ziel ist es zu untersuchen, inwiefern die Nachrichtenangebote tatsächlich barrierefrei sind und ob sie den Kriterien der Leichten bzw. Einfachen Sprache entsprechen.
Es wurde eine empirische Untersuchung durchgeführt, die eine quantitative und qualitative Analyse von Web-Nachrichtenartikeln sowie einen Vergleich der angewandten sprachlichen Kriterien beinhaltet.
Der Hauptteil befasst sich mit der konkreten Datenbasis (ORF.at, Kleine Zeitung) und analysiert systematisch Kriterien wie Wortschatz, Satzbau, Grammatik und Layout unter Heranziehung des Regelwerks des Netzwerks Leichte Sprache.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Barrierefreiheit, Leichte Sprache, Einfache Sprache, Medienanalyse und Inklusion beschreiben.
Der ORF bietet durch die Kooperation mit der APA und dem "TopEasy-News"-Projekt strukturierte Angebote, zeigt jedoch Schwächen in der konsequenten Umsetzung der Regeln zur Leichten Sprache.
Obwohl die Kleine Zeitung das Label "Leichte Sprache" verwendet, zeigen die Analysen, dass die Texte sprachlich komplexer sind als die des ORF und die strikten Regeln der Leichten Sprache nicht durchgehend einhalten.
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