Bachelorarbeit, 2018
66 Seiten, Note: 2,1
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1 Einleitung
1.1 Stand der Forschung
1.2 Forschungsanliegen
2 Theorie
2.1 Definition „Psychische Erkrankung“
2.2 Schizophrenie
2.2.1 Symptomatik
2.2.2 Ätiologie, Epidemiologie und Verlauf
2.2.3 Behandlung
2.3 Stigma und Stigmatisierung
2.3.1 Formen und Funktionen
2.3.2 Folgen
3 Methodik
3.1 Zielsetzung
5.2 Fragestellungen und Hypothesen
3.3 Stichprobe
3.4 Statistische Auswertung
3.5 Reliabilität und Validität der Testitems
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik
4.2 Hypothesenprüfung
5 Diskussion
5.1 Limitationen
5.2 Aussicht
5.3 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht Unterschiede in der Stigmatisierungstendenz gegenüber Menschen mit Schizophrenie zwischen Psychologiestudenten und Nicht-Psychologiestudenten, um Einblicke in die Auswirkungen von Wissensstand und Praxiserfahrung auf diese Einstellungen zu gewinnen.
1 Einleitung
"Schizophrenie ist ein Kampf um Integration, der scheitert, weil die Kraft fehlt, die innere Wahrheit in einer feindseligen Umwelt zu leben“ (Gruen, 1987, S.116). Unter einer psychischen Krankheit zu leiden ist in unserer Gesellschaft noch immer mit Vorurteilen behaftet. Viele Menschen, die psychisch erkrankt sind, haben somit zwei Bürden zu tragen. Zum einen müssen sie die alltäglichen Erscheinungen des Krankheitsbildes bewältigen und zum anderen werden sie durch Vorurteile anderer missverstanden oder auch ausgegrenzt. Hinzu kommt, dass sie für ihren aktuellen Zustand erst einmal selbst eine Akzeptanz schaffen müssen. Überdies sind einige Erkrankte möglicherweise selbst mit Vorurteilen gegenüber psychischen Störungen aufgewachsen.
Einer der primären Gründe, Stigmatisierungsprozesse zu untersuchen und Antistigmakampagnen zu fördern, ist die große Belastung der Betroffenen. Meise, Sulzenbacher und Hinterhuber (2001) fanden heraus, dass Erkrankte die Stigmatisierung belastender empfinden als die Schizophrenie selbst.
Aufgrund der Abwertung durch das äußere Umfeld besteht die Wahrscheinlichkeit einer Selbststigmatisierung bei psychisch kranken Menschen. Hierdurch kann es zu einer geringeren Inanspruchnahme professioneller Hilfen kommen und somit der Genesung schaden. Die psychiatrische Fachliteratur machte in den letzten Jahren darauf aufmerksam, dass Stigmatisierung einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben kann (Rutz, 2001; Gäbel & Priebel, 2017).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Stigmatisierung von Menschen mit Schizophrenie ein, beleuchtet deren gravierende Folgen für Betroffene und begründet das wissenschaftliche Interesse an der Untersuchung von Stigmatisierungstendenzen.
2 Theorie: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie psychische Erkrankung, Schizophrenie und Stigmatisierung und erläutert die klinischen Symptome, Ätiologie sowie Behandlungsmöglichkeiten der Schizophrenie.
3 Methodik: Hier wird das Untersuchungsdesign vorgestellt, das den Einsatz des Attribution Questionnaire (AQ-27) zur Erhebung der Stigmatisierungstendenzen bei zwei Studentengruppen sowie die statistischen Auswertungsverfahren beschreibt.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptive Statistik der Stichprobe sowie die Ergebnisse der Hypothesenprüfung, in denen die Einstellungsunterschiede zwischen den Studierendengruppen mittels t-Tests analysiert werden.
5 Diskussion: In diesem Teil werden die Ergebnisse mit dem Forschungsstand in Beziehung gesetzt, die Limitationen der Studie kritisch hinterfragt und zukünftige Forschungsansätze aufgezeigt.
Stigmatisierung, Schizophrenie, Psychologiestudenten, Vorurteile, soziale Distanz, Attribution Questionnaire, psychische Erkrankung, Diskriminierung, Antistigmakampagnen, Einstellung, Krankheitsverlauf, Wissensstand, Hilfe, Angst, Gefährlichkeit
Die Bachelor-Thesis untersucht die Stigmatisierungstendenzen gegenüber Menschen mit Schizophrenie, wobei der Fokus auf dem Vergleich zwischen Psychologiestudenten und Nicht-Psychologiestudenten liegt.
Die Arbeit behandelt die Schizophrenie als psychische Erkrankung, die psychologischen und sozialen Folgen von Stigmatisierung sowie die Einstellung der Allgemeinbevölkerung und von Fachstudierenden dazu.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob sich Studierende der Psychologie in ihren Einstellungen gegenüber schizophren Erkrankten von Studierenden anderer Fachrichtungen unterscheiden und ob Wissen hier einen Effekt hat.
Die Arbeit basiert auf einer quantitativen Untersuchung mittels des Fragebogens „Attribution Questionnaire (AQ-27)“, wobei Mittelwertvergleiche (t-Tests) zur Überprüfung der Hypothesen herangezogen wurden.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung zu Schizophrenie und Stigmatisierung, die detaillierte Beschreibung der Methodik sowie die statistische Auswertung und Diskussion der gewonnenen Daten.
Zentrale Begriffe sind Stigmatisierung, Schizophrenie, Vorurteile, soziale Distanz, psychische Erkrankung und der Vergleich von Studentengruppen.
Schizophrenie wurde gewählt, da sie als eine der schwerwiegendsten psychischen Erkrankungen gilt und im Vergleich zu anderen Störungsbildern am stärksten stigmatisiert wird.
Interessanterweise zeigen die Ergebnisse keine signifikanten Unterschiede in der Dimension der sozialen Distanz („Avoidance“) zwischen den beiden untersuchten Studentengruppen.
Psychologiestudenten zeigen eine signifikant niedrigere Stigmatisierungstendenz, eine höhere Hilfsbereitschaft und schreiben den Betroffenen weniger persönliche Schuld für ihre Erkrankung zu als Nicht-Psychologiestudenten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

