Bachelorarbeit, 2020
134 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Sexualpräferenzen: Pädophilie, Hebephilie & Paraphilie – Begriffsdefinitionen
3. Erklärungsansätze für Pädosexualität/Pädophilie
4. Tätertypen & psychische Störungen bei Sexualstraftätern
4.1 Beurteilungsbogen für jugendliche Sexualstraftäter
5. Wer sind die Opfer von pädosexuellem Missbrauch?
5.1 Präventionsprogramme
6. Wie kann die Soziale Arbeit in diesem Handlungsfeld agieren?
6.1 Soziale Arbeit und Pädosexualität in der Praxis
7. Empirie
7.1 Das Kategoriensystem
8. Auswertung und Interpretation des erhobenen Materials
9. kritische Reflexion und Fazit/Handlungsempfehlung aus der Forschung
9.1 Kritische Reflexion der durchgeführten Forschung
9.2 Fazit & Handlungsempfehlung aus der Forschung
10. Fazit der Bachelorarbeit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit bei der Unterstützung bereits straffällig gewordener pädophiler und pädosexueller Männer zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie soziale Dienste innerhalb eines durch Justiz und Führungsaufsicht geprägten Zwangskontexts effektiv agieren und den Rehabilitationsprozess begleiten können, um Rückfälle zu verhindern.
1. Einleitung
Der emeritierte Hochschulprofessor Prof. Dr. med. habil. Volkmar Sigusch des Instituts für Sexualwissenschaft im Klinikum der Goethe-Universität Frankfurt äußert sich zu dem Thema sexueller Kindesmissbrauch und im Besonderen zu den Tätern in einem Artikel im Ärzteblatt wie folgt:
Das Verhalten pädophiler und pädosexueller Männer ist sehr different. Es reicht von der sexuellen Abstinenz über die ungenitale Liebe und Fürsorge, die einem Kind guttut, bis hin zur Fetischisierung des kindlichen Körpers ohne weitere Ansprüche an die kindliche Person und, wenngleich sehr selten, bis hin zur Vergewaltigung eines wehrlosen Kindes. Ein Mensch, der pädophile Neigungen hat, kann so wenig dafür, wie der, der erwachsene Frauen begehrt. Außerdem hat sein Begehren die seelische Funktion, einen unbewussten Konflikt einzudämmen oder abzuwehren, der den Zusammenhalt seiner Person bedroht, beispielsweise durch schwere Depressionen. In einer wirklich liberalen Gesellschaft könnte auch der Pädophile offen zu seinem Begehren stehen; es auszuleben, könnte aber selbst dann nicht toleriert werden. Erkannt würde jedoch die Tragik dieser Menschen, die ein Leben lang trotz greifbarer Nähe auf das verzichten müssen, was ihnen im Leben am liebsten ist. Pädophilie heißt ja, dieser Mensch fühlt sich nur wohl, fühlt sich nur geborgen, wenn seine mehr oder weniger unbewusste Sehnsucht nach der eigenen als verloren erlebten Kindheit durch das kindliche Leben mit Kindern erfüllt wird (Sigusch 2011, S.3).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik und Darlegung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Unterstützungsmöglichkeiten für straffällig gewordene Pädophile durch die Soziale Arbeit.
2. Sexualpräferenzen: Pädophilie, Hebephilie & Paraphilie – Begriffsdefinitionen: Klärung der fachwissenschaftlichen Begriffe und Differenzierung zwischen den verschiedenen sexuellen Neigungen und Störungen.
3. Erklärungsansätze für Pädosexualität/Pädophilie: Darstellung aktueller psychologischer und soziologischer Ansätze zur Ursachenforschung pädosexueller Verhaltensweisen.
4. Tätertypen & psychische Störungen bei Sexualstraftätern: Analyse verschiedener Profile von Sexualstraftätern und deren Verbindung zu psychischen Auffälligkeiten.
5. Wer sind die Opfer von pädosexuellem Missbrauch?: Auseinandersetzung mit der Täter-Opfer-Dynamik und Vorstellung präventiver Ansätze zum Schutz potenziell Betroffener.
6. Wie kann die Soziale Arbeit in diesem Handlungsfeld agieren?: Diskussion der professionellen Rolle der Sozialen Arbeit im Spannungsfeld zwischen Hilfe, Kontrolle und Menschenrechten.
7. Empirie: Beschreibung des Forschungsdesigns, der Experteninterviews und der methodischen Datenauswertung.
8. Auswertung und Interpretation des erhobenen Materials: Systematische Analyse und Interpretation der Interviewergebnisse in Bezug auf Unterstützungsformen und Bedarfe.
9. kritische Reflexion und Fazit/Handlungsempfehlung aus der Forschung: Kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Vorgehensweise und Ableitung konkreter Empfehlungen für die Praxis.
10. Fazit der Bachelorarbeit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf notwendige strukturelle Verbesserungen.
Pädosexualität, Pädophilie, Soziale Arbeit, Sexualstraftäter, Rückfallprävention, Führungsaufsicht, KURS NRW, Stigmatisierung, Opferarbeit, Diagnostik, Resozialisierung, Paraphilie, Tätertypologie, Fallarbeit, Jugendhilfe
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Rolle der Sozialen Arbeit bei der Betreuung und Unterstützung von straffällig gewordenen pädophilen und pädosexuellen Männern.
Die Arbeit beleuchtet die Definitionen von Sexualpräferenzen, die Ursachenforschung, die Typisierung von Tätern, Konzepte zur Rückfallprävention sowie die praktische Arbeit in der Führungsaufsicht.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche konkreten Formen der Unterstützung die Soziale Arbeit bereits straffällig gewordenen Pädophilen bietet, um Resozialisierung und Rückfallprävention zu fördern.
Die Autorin nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus leitfadengestützten Experteninterviews, die nach der qualitativen Inhaltsanalyse von Philipp A. E. Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Part zu Erklärungsansätzen und Tätertypen sowie einen empirischen Part, in dem die Erfahrungen von Experten aus Polizei, Therapie und Jugendhilfe ausgewertet werden.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Pädosexualität, Rückfallprävention, Führungsaufsicht, Sozialkontrolle und professionelle Fallarbeit geprägt.
Das Crossing beschreibt das Auftreten mehrerer unterschiedlicher paraphiler Neigungen oder Verhaltensweisen bei derselben Person, wie etwa die Überschneidung von pädophilen Neigungen mit Inzest.
KURS NRW ist ein interdisziplinäres System zur Überwachung und Unterstützung von rückfallgefährdeten Sexualstraftätern, welches eine enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Justizvollzug, Forensik und Sozialen Diensten koordiniert.
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