Masterarbeit, 2021
80 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Hedging im finanzwirtschaftlichen Risikomanagement
3. Die Wertpapierleihe und Hedging
3.1 Begriffliche Abgrenzung
3.2 Grundgeschäft
3.3 Sicherheitenstellung
3.4. Handel
3.4.1 Direktgeschäft
3.4.2 Intermediäre
3.4.2.1 Agency Lending
3.4.2.2 Principal Lending
3.4.3 Elektronische Handelssysteme
3.5 Hedging
4. Forwards und Hedging
4.1 Grundgeschäft
4.2 Preisbildung
4.3 Handel
4.4 Die European Market Infrastructure Regulation (EMIR)
4.5 Sicherheitenstellung
4.6 Hedging
5. Quantitativer und qualitativer Vergleich von Wertpapierleihe und Forwards hinsichtlich des Hedgings
5.1 Quantitative Entscheidungskriterien
5.1.1 Gewinn- und Verlust-Profil
5.1.2 Sicherheitenstellung
5.2 Qualitative Entscheidungskriterien
5.2.1 Bonitätsrisiko
5.2.2 Vorzeitige Kündigungsmöglichkeit
6. Fazit und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht, inwieweit die Wertpapierleihe im Vergleich zu Forwards ein geeignetes Instrument für das Hedging von Aktienkursrisiken in Unternehmen darstellt. Dabei werden sowohl quantitative Aspekte (Gewinn- und Verlustprofil, Sicherheitenstellung) als auch qualitative Faktoren (Bonitätsrisiko, Kündigungsmöglichkeiten) gegenübergestellt, um die Eignung der jeweiligen Finanzgeschäfte für eine Risikoabsicherung zu bewerten.
3.4.1 Direktgeschäft
Bei einem Direktgeschäft verhandeln Verleiher und Entleiher ohne Zwischenschaltung oder Einflussnahme eines Dritten unmittelbar bilateral miteinander über das Zustandekommen eines Wertpapierleihgeschäfts. Zumeist kennen sich die Vertragsparteien vor Eingang des Geschäfts bereits oder die Geschäftsbeziehung wird über Kontakte hergestellt. Direktgeschäfte sind in der Praxis teilweise schwierig zu realisieren, da die gerade eher auf dem Wertpapierleihmarkt unerfahrenen Marktteilnehmer jene notwendigen Kontakte zu potenziellen Ver- bzw. Entleihern nicht besitzen. Selbst wenn diese bestehen, dann liegt die weitere Herausforderung regelmäßig darin, einen Vertragspartner zu finden, der ähnliche Vorstellung hinsichtlich der Vertragsmodalitäten hat. Hier können Intermediäre aushelfen, die Geschäfte zwischen Darlehensgeber und -nehmer vermitteln, wobei hinsichtlich der rechtlichen bzw. vertraglichen Gegebenheiten zwischen dem Agency und dem Principal Lending zu unterscheiden ist.
1. Einleitung: Die Einleitung begründet das Thema und führt in die Bedeutung der Wertpapierleihe sowie die Fragestellung des Vergleichs zu Forwards ein.
2. Hedging im finanzwirtschaftlichen Risikomanagement: Dieses Kapitel verortet das Hedging innerhalb des Risikomanagements und klassifiziert verschiedene Arten der Risikoabsicherung.
3. Die Wertpapierleihe und Hedging: Es erfolgt eine detaillierte Erläuterung der Wertpapierleihe, ihrer rechtlichen Einordnung, Handelswege und ihrer Anwendung als Sicherungsinstrument.
4. Forwards und Hedging: Dieses Kapitel beschreibt Forwards als Derivat, ihre Preisbildung und Handelsmechanismen sowie deren Nutzung als Hedging-Instrument unter Berücksichtigung der EMIR-Regulierung.
5. Quantitativer und qualitativer Vergleich von Wertpapierleihe und Forwards hinsichtlich des Hedgings: Dies ist das Kernkapitel, welches beide Instrumente anhand quantitativer Kriterien (Gewinn/Verlust, Sicherheit) und qualitativer Kriterien (Bonität, Kündigung) gegenüberstellt.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der Instrumente unter verschiedenen Rahmenbedingungen.
Wertpapierleihe, Forward, Hedging, Finanzwirtschaftliches Risikomanagement, Aktienkursrisiko, Sicherheitenstellung, Margin, EMIR, Derivate, Finanzgeschäft, Bestandshedge, Kontrahentenrisiko, Preisbildung, Liquidität, Arbitrage.
Die Arbeit analysiert die Eignung der Wertpapierleihe als Instrument zur Absicherung von Aktienkursrisiken im Vergleich zum außerbörslichen Forward-Geschäft.
Die Schwerpunkte liegen auf dem finanzwirtschaftlichen Risikomanagement, der Funktionsweise der Wertpapierleihe und Forwards, regulatorischen Anforderungen (EMIR) sowie einem direkten Vergleich dieser Instrumente hinsichtlich ihrer Effizienz beim Hedging.
Die Leitfrage lautet: „Inwieweit ergeben sich Vor- bzw. Nachteile beim Hedging mit der Wertpapierleihe gegenüber dem Forward?“
Es handelt sich um einen theoretisch fundierten Vergleich auf Basis mathematischer Formeln für Gewinn- und Verlustprofile sowie einer qualitativen Analyse von Vertragsparametern und Risikostrukturen.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Darstellung der Instrumente, die Herleitung der mathematischen Bewertungsmodelle und die systematische Gegenüberstellung anhand quantitativer und qualitativer Kriterien.
Hedging, Wertpapierleihe, Forward, Aktienkursrisiko, Sicherheitenstellung und Finanzderivate.
Da der Entleiher bei einer Leihe nach BGB das identische Objekt zurückgeben müsste, wird das Geschäft als Sachdarlehen (§ 607 ff. BGB) konstruiert, damit der Entleiher über die Wertpapiere frei verfügen kann.
Die EMIR definiert die Anforderungen an das Clearing und die Besicherung von OTC-Derivaten, was maßgeblichen Einfluss auf die Kosten und Komplexität des Hedgings mit Forwards hat.
Der Forward bietet aufgrund des fix vereinbarten Terminpreises eine höhere Planungssicherheit hinsichtlich des Ergebnisses aus der Absicherung, während die Wertpapierleihe stärker von Zins- und Dividendenrisiken beeinflusst wird.
Ein vollkommener Hedge erfordert das exakte Ausgleichen von Kosten (Leihgebühren, Finanzierungskosten) und Erträgen, was in der Praxis aufgrund volatiler Märkte, Transaktionskosten und individueller Bonitätsfaktoren kaum zu erreichen ist.
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