Bachelorarbeit, 2016
41 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Persönlichkeit
2.1 Die Entstehung der Persönlichkeit
2.2 Der Normalitätsbegriff
2.3 Persönlichkeitsstörungen allgemein
3. Die antisoziale Persönlichkeitsstörung
3.1 Was macht einen Psychopathen aus?
3.1.1 Diagnostik
3.1.2 Untertypen
3.2 Begriffsbestimmungen- Psychopathie in Abgrenzung wortverwandter Begriffe
4. Theorie und Forschung zur Ätiologie der Psychopathie
4.1 Anlage
4.2 Umwelt
5. Psychopathie und die Abgrenzung zwischen Normalität und Straffälligkeit
5.1 Was bedeutet Straffälligkeit?
5.2 Verbrechen als logische Entscheidung?
5.3 Psychopathen im Geschäftsleben
5.4 Fallbeispiel 1: Frank Gust
5.5 Fallbeispiel 2: Sam Vaknin
6. Therapiemethoden
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein fundiertes Verständnis über das komplexe Phänomen der Psychopathie zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und die Differenzierung zwischen psychopathischen Charakterzügen und krimineller Straffälligkeit zu schärfen.
Heuchlerisch und oberflächlich:
Psychopathen gelten als geistreich und wortgewandt. Sie können amüsante und unterhaltsame Gesprächspartner sein, die unwahrscheinliche aber dennoch glaubhafte Geschichten erzählen, die sie in einem guten Licht erscheinen lassen. Weiterhin gelingt es ihnen oft, sich als liebenswert und charmant darzustellen. Gelegentlich wirken sie jedoch aalglatt und oberflächlich, so dass schnell der Eindruck entsteht, als würden sie „mechanisch ihren Text aufsagen“. Psychopathen geben sich oft als Experten verschiedener Bereiche, wie Medizin, Psychologie, Rechtswissenschaften oder Literatur, aus. Dabei schrecken sie oft nicht davor zurück, akademische Titel oder Zeugnisse zu fälschen. Es gelingt ihnen dabei oft, den Glauben in ihrem Umfeld aufrecht zu erhalten, da sie oft versiert im Gebrach des spezifischen Fachjargons sind. Dennoch beschränkt sich deren Wissen oft nur auf das Oberflächlichste.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das mediale und gesellschaftliche Fehlverständnis des Psychopathie-Begriffs und führt in die Notwendigkeit einer wissenschaftlich fundierten Betrachtung ein.
2. Persönlichkeit: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen über die Entstehung von Persönlichkeit, den Normalitätsbegriff sowie die allgemeine Klassifikation von Persönlichkeitsstörungen dar.
3. Die antisoziale Persönlichkeitsstörung: Hier werden die Merkmale des Psychopathen, deren Diagnostik (PCL-R) sowie verschiedene Untertypen und die Abgrenzung zu anderen Störungsbildern detailliert erörtert.
4. Theorie und Forschung zur Ätiologie der Psychopathie: Das Kapitel diskutiert die Ursachen der Störung unter Berücksichtigung biologischer (Anlage) und umweltbedingter Faktoren.
5. Psychopathie und die Abgrenzung zwischen Normalität und Straffälligkeit: Es wird die Frage untersucht, ob Psychopathie zwangsläufig zu kriminellem Handeln führt, und das Phänomen anhand von Fallbeispielen sowie im Geschäftskontext analysiert.
6. Therapiemethoden: Die Wirksamkeit therapeutischer Ansätze wird kritisch bewertet, wobei die geringe Erfolgsaussicht aufgrund der Persönlichkeitsstruktur von Psychopathen hervorgehoben wird.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Schwierigkeit zusammen, psychopatische Persönlichkeiten außerhalb des Justizvollzugssystems wissenschaftlich zu untersuchen, und warnt vor einer Stigmatisierung durch falsche Begriffsverwendung.
Psychopathie, Persönlichkeitsstörung, Antisoziale Persönlichkeitsstörung, PCL-R, Empathie, Manipulation, Normalitätsbegriff, Straffälligkeit, Ätiologie, Therapie, Kriminalpsychologie, Soziopathie, Narzissmus, Charme, Diagnostik
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Psychopathie im Spannungsfeld zwischen normaler Persönlichkeitsvarianz und kriminellem Verhalten.
Neben der Definition der Persönlichkeit und deren Störungen stehen die Ätiologie, die Diagnostik (PCL-R) sowie die praktische Abgrenzung zwischen psychopathischem und straffälligem Handeln im Fokus.
Die Arbeit fragt nach den Ursachen der Psychopathie und untersucht, ob ein Psychopath zwangsläufig kriminell werden muss oder ob es Formen des Zusammenlebens und Arbeitens gibt, die ohne Gesetzesbrüche auskommen.
Die Autorin nutzt eine umfangreiche Literaturanalyse existierender psychologischer Fachliteratur, Theorien und empirischer Studien, um das Thema strukturiert aufzubereiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Erläuterung der PCL-R, die Diskussion biologischer und umweltbedingter Ursachen sowie die Analyse von Fallbeispielen im sozialen und beruflichen Alltag.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Psychopathie, PCL-R, Empathie-Mangel, Manipulation, antisoziale Persönlichkeitsstörung und Straffälligkeit.
Während bei Psychopathen die Entstehung primär biologisch begründet wird und sie oft gut in die Gesellschaft integriert sind, gelten Soziopathen als stärker durch soziale Faktoren geprägt, leben häufiger am Rande der Gesellschaft und zeigen ihre Emotionen unkontrollierter.
Psychopathen fehlt in der Regel der Leidensdruck und die Einsicht in ihr eigenes Fehlverhalten. Sie lehnen Autoritäten ab und nutzen therapeutische Settings oft nur zur weiteren Manipulation anstatt zur Verhaltensänderung.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

