Bachelorarbeit, 2021
116 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Ausgangssituation und Problemstellung
1.2. Zielsetzung
2. Der Shareholder-Value-Ansatz
2.1. Begriff, Ursprung und Kerngedanke des Shareholder-Value-Ansatzes
2.1.1. Begriff des Shareholder-Value-Ansatzes
2.1.2. Ursprung des Shareholder-Value-Ansatzes
2.1.3. Kerngedanke des Shareholder-Value-Ansatzes
2.2. Konzeptionen des Shareholder-Value-Ansatzes
2.2.1. Werttreibermodell nach Rappaport
2.2.2. Komponentenmodell nach Copeland / Koller/ Murrin
2.2.3 Abschließender Überblick
3. Der Stakeholder-Value-Ansatz
3.1. Begriff, Ursprung und Kerngedanke des Stakeholder-Value-Ansatzes
3.1.1. Begriff des Stakeholder-Value-Ansatzes
3.1.2. Ursprung des Stakeholder-Value-Ansatzes
3.1.3. Kerngedanke des Stakeholder-Value-Ansatzes
3.2. Konzeption des Stakeholder-Value-Ansatzes
3.2.1. Zielsystem der Stakeholder
3.2.2 Stakeholder und ihre Interessen im Einzelnen
3.2.2.1. Shareholder
3.2.2.2. Management
3.2.2.3. Mitarbeiter
3.2.2.4. Kunden
3.2.2.5. Lieferanten
3.2.2.6. Fremdkapitalgeber
3.2.2.7. Staat
3.2.3. Abschließender Überblick
4. Bewertung von Share- und Stakeholder-Value-Orientierung
4.1. Die ökonomische Ebene
4.1.1. Shareholder-Value-Ansatz
4.1.1.1. Ökonomische Argumente für den Shareholder-Value-Ansatz
4.1.1.2. Ökonomische Argumente gegen den Shareholder-Value-Ansatz
4.1.2. Stakeholder-Value-Ansatz
4.1.2.1. Ökonomische Argumente für den Stakeholder-Value-Ansatz
4.1.2.2. Ökonomische Argumente gegen den Stakeholder-Value-Ansatz
4.2. Die gesellschaftlich-ethische Ebene
4.2.1. Shareholder-Value-Ansatz
4.2.1.1. Gesellschaftlich-ethische Argumente für den Shareholder-Value-Ansatz
4.2.1.2. Gesellschaftlich-ethische Argumente gegen den Shareholder-Value-Ansatz
4.2.2. Stakeholder-Value-Ansatz
4.2.2.1. Gesellschaftlich-ethische Argumente für den Stakeholder-Value-Ansatz
4.2.2.1. Gesellschaftlich-ethische Argumente gegen den Stakeholder-Value-Ansatz
4.3. Interdependenzen zwischen ökonomischer und gesellschaftlich-ethischer Ebene
4.4. Versuch einer ganzheitlichen Bewertung von Shareholder-Value und Stakeholder-Value-Ansatz
5. Schlussbetrachtung
5.1. Ansatzpunkte für weitergehende Untersuchungen
5.2. Handlungsempfehlungen
5.3. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist die umfassende Gegenüberstellung des Shareholder-Value- und des Stakeholder-Value-Ansatzes unter Berücksichtigung sowohl ökonomischer als auch gesellschaftlich-ethischer Kriterien. Die Forschungsfrage untersucht, ob sich diese Ansätze als konträr gegenüberstehen oder ob ein komplementäres Verhältnis besteht, das eine ganzheitliche Synthese ermöglicht.
2.1.1. Begriff des Shareholder-Value-Ansatzes
Dass zunächst ein diffuses Bild über den Begriff „Shareholder Value“ bestand, bestätigt der Fakt, dass der Begriff im Jahre 1996 einerseits zum „Modewort der Hauptversammlungen 1996“ wurde, simultan aber als „Unwort des Jahres 1996“ nominiert wurde. In Anbetracht dieser Tatsache, wurde die Verunsicherung über die Bedeutung deutlich.
Definitionsgemäß kann der Begriff „Shareholder“ in zwei Wortbestandteile, folglich „share“ und „holder“, unterteilt werden. Unter „Share“ wird der „Anteil“, während unter „holder“ der „Inhaber“ oder „Eigentümer“ verstanden wird. Der Begriff „Shareholder-Value“ wird in der vorliegenden Arbeit folgendermaßen definiert und gebraucht: „Wert für die Anteilseigner/Aktionäre“. Dies entspricht auch der wortwörtlichen Übersetzung. Übersetzungs- und Umschreibungsversuche sind in der deutschsprachigen Literatur keine Seltenheit, so werden Definitionen wie „Schaffung von Mehrwert für Aktionäre“, „Wertsteigerungsanalyse“ oder „Wertmanagement“ gebraucht.
Der Shareholder-Value-Ansatz zielt darauf ab, den Wert für einen Anteilseigner zu maximieren. Der gehaltene Wert eines Anteilseigners wird in der Regel in der Anzahl an Aktien und deren Kurshöhe gemessen. Eine Steigerung des Profits entsteht üblicherweise durch einen steigenden Kurswert und Dividendeneinnahmen. Für einen Investor ist demnach ausschlaggebend, wie sich der Wert des Unternehmens entwickeln wird und mit welchen Dividendeneinnahmen er rechnen kann.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Gegenüberstellung von Shareholder- und Stakeholder-Value-Ansatz ein und definiert das Forschungsziel sowie die Hypothesen.
2. Der Shareholder-Value-Ansatz: Das Kapitel erläutert den Ursprung, den Kerngedanken und die zentralen Konzeptionen des Shareholder-Value-Ansatzes, insbesondere das Werttreibermodell nach Rappaport sowie das Komponentenmodell nach Copeland, Koller und Murrin.
3. Der Stakeholder-Value-Ansatz: Dieser Abschnitt behandelt die Grundlagen, Ursprünge und das Zielsystem der Stakeholder sowie deren spezifische Interessen und Bedeutung für das Unternehmen.
4. Bewertung von Share- und Stakeholder-Value-Orientierung: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit beiden Ansätzen aus ökonomischer und gesellschaftlich-ethischer Perspektive, ergänzt durch eine ganzheitliche Nutzwertanalyse.
5. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert Ansatzpunkte für weitergehende Untersuchungen, leitet Handlungsempfehlungen ab und zieht ein abschließendes Fazit.
Shareholder-Value, Stakeholder-Value, Wertorientierung, Unternehmensführung, Nachhaltigkeit, Gewinnmaximierung, Corporate Social Responsibility, Unternehmenswert, Interessenskonflikt, Nutzwertanalyse, Kapitalmarkt, ökonomische Ebene, ethische Ebene, Interdependenz, Stakeholder-Management
Die Arbeit untersucht die theoretische und praktische Kontroverse zwischen dem Shareholder-Value- und dem Stakeholder-Value-Ansatz und bewertet beide Konzepte aus ökonomischer sowie gesellschaftlich-ethischer Sicht.
Zentrale Felder sind die Ursprünge und Kerngedanken beider Ansätze, die konkreten Konzeptionen zu deren Umsetzung, sowie deren Auswirkungen auf unterschiedliche Anspruchsgruppen des Unternehmens.
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob die beiden Ansätze zwangsläufig als Gegensatz existieren oder ob eine Synthese möglich ist, die den heutigen Anforderungen an eine nachhaltige Unternehmensführung gerecht wird.
Die Arbeit verwendet eine theoretische Analyse, unterstützt durch statistische Daten und Studien. Zur abschließenden Bewertung wurde zudem eine eigens konzipierte Nutzwertanalyse erstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Grundlagenbeschreibung beider Modelle sowie eine systematische Gegenüberstellung und kritische Bewertung anhand ökonomischer und ethischer Argumente.
Wichtige Begriffe sind Shareholder-Value, Stakeholder-Value, Unternehmenswert, Nachhaltigkeit, Interessenmonismus vs. Interessenpluralismus sowie die ökonomische und ethische Perspektive.
Der Autor stuft den Ansatz als komplexer und in der praktischen Implementierung als schwieriger ein als den Shareholder-Value-Ansatz, da er unter dem Problem der subjektiven Interessenbestimmung und fehlenden Konsensfähigkeit leidet.
Das Fazit lautet, dass die Ansätze nicht konträr betrachtet werden sollten. Eine Synthese, bei der das Unternehmen nach dem Shareholder-Value-Ansatz geführt wird, aber eine starke Stakeholder-Orientierung integriert, wird als ideal für globale Anforderungen angesehen.
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