Bachelorarbeit, 2019
71 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Risiko
2.1 Risikowahrnehmung und Risikoverhalten
2.2 Risikosport
2.2.1 Definition von Risikosport
2.2.2 Risikosport – Freeriding
3. Medien
3.1 Medienunterhaltung
3.1.1 Der Begriff Unterhaltung
3.1.2 Individuelles Erleben und Triadisches Fitting
3.1.3 Medienwirkung
3.2 Medienethik
3.2.1 Der Begriff (Medien-)Ethik
3.2.2 Ethik und Profit
4. Methodik
4.1 Untersuchungsverfahren
4.2 Rekrutierung der Probanden
4.3 Vorbereitung der Interviews
4.4 Durchführung
5. Auswertung und Darstellung der Ergebnisse
5.1 Auswertung
5.2 Ergebnisdarstellung
6. Interpretation und Reflexion
6.1 Interpretation der Ergebnisse
6.2 Reflexion
7. Fazit
Die Arbeit untersucht das medienethische Spannungsfeld zwischen der Vermarktung von Freeriding als populärem Risikosport durch Unternehmen und deren Verantwortung, Rezipienten über die Gefahren dieses Sports aufzuklären. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern Unternehmen ihrer ethischen Verantwortung gegenüber den Konsumenten gerecht werden, wenn sie das Risiko des Freeridings in medialen Darstellungen vernachlässigen.
2.1 Risikowahrnehmung und Risikoverhalten
Die Erläuterung von Risikowahrnehmung wird in dieser Arbeit auf die von Renner (2009) entwickelten definitorischen Ansätze gestützt. Renner illustrierte, dass der Begriff Risikowahrnehmung lediglich die subjektive Bewertung einer Gefahrenquelle durch Laien beschreibt. Streng genommen könnten Risiken gar nicht wahrgenommen werden. Es handele sich nämlich nicht um ein reales Objekt, das mit einem der Sinnesorgane wahrzunehmen ist, sondern lediglich um ein subjektives Merkmal, nach dem Objekte oder Situationen kategorisiert werden könnten (Renner, 2009).
Aufgrund dessen ist laut Renner (2009) der Begriff Risikowahrnehmung eine Inszenierung der psychologischen Forschung, um die intuitive Risikoeinordnung eines Laien von der objektiven Einschätzung durch Experten selektieren zu können. In der Forschung gibt es zwei verschiedene Ausprägungen, die qualitativ unterschieden werden können. Die erste Subkategorie ist die allgemeine Risikowahrnehmung. Bei dieser Forschung wird die Einschätzung von Individuen bezüglich Risiken einer oder mehrerer Gefahrenquellen untersucht, die entweder die Allgemeinbevölkerung oder eine spezielle Gruppe betreffen, welche den Befragten nicht inkludiert (Renner, 2009). Aufgrund des fehlenden Selbstbezugs des Risikos auf die eigene Person bekommt man eine allgemeine Einschätzung eines Untersuchungsgegenstands.
Die zweite Form der Risikowahrnehmung ist die persönliche. Bei dieser Forschung, die vor allem in gesundpsychologischen Zusammenhängen genutzt wird, ist das Individuum selbst der Gefahrensituation ausgesetzt. Die persönliche Risikowahrnehmung setzt sich aus der zu erwartenden Schwere des möglichen Schadens und der kalkulierten Eintrittswahrscheinlichkeit zusammen. Diese wahrgenommene subjektive Vulnerabilität wird häufig als Indikator der individuellen Risikoeinschätzung herangezogen. Die beobachtete Divergenz zwischen der allgemeinen und subjektiven Risikowahrnehmung, bei der das eigene Risiko vor allem im Vergleich zu anderen unterdurchschnittlich bewertet wird (Renner, 2002), lässt sich auch auf den Sport transferieren. Allmer (1998) eruierte in einer Studie zur Wahrnehmung von Risiko bei Sportlern, dass diese häufig eine Relativierung des Risikos vornehmen, indem sie eine risikosportliche Aktivität mit einer riskanten alltäglichen Situation (z.B. Autofahren, Fliegen) vergleichen oder die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risikobedingungen aufgrund ihrer persönlichen Erfahrung für sehr unwahrscheinlich halten.
1. Einleitung: Problemstellung der Arbeit, die sich mit der Diskrepanz zwischen medialer Darstellung des Risikosports Freeriding und der medienethischen Verantwortung der Unternehmen befasst.
2. Risiko: Theoretische Grundlagen der Risikowahrnehmung und Definition des Risikosports sowie dessen spezifische Einordnung als Freeriding.
3. Medien: Auseinandersetzung mit Medienunterhaltung, dem Modell des Triadischen Fittings und dem ethischen Dilemma zwischen wirtschaftlichem Profit und medienethischer Verantwortung.
4. Methodik: Detaillierte Darstellung des qualitativen Forschungsansatzes unter Verwendung von leitfadengestützten Experteninterviews.
5. Auswertung und Darstellung der Ergebnisse: Prozess der Datentranskription und Extraktion von Expertenmeinungen mittels der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Gläser & Laudel.
6. Interpretation und Reflexion: Kritische Zusammenführung der theoretischen Konzepte mit den empirischen Ergebnissen sowie methodische Selbstreflexion der Arbeit.
7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Forderung nach mehr medienethischer Verantwortung in der Industrie.
Freeriding, Risikosport, Medienethik, Medienwirkung, Risikowahrnehmung, Profitmaximierung, Experteninterview, Qualitative Inhaltsanalyse, Risikokommunikation, Corporate Social Responsibility, Risikobewusstsein, Sportmarketing, Mediale Darstellung, Rezipienten, Eigenverantwortung.
Die Arbeit analysiert die medienethische Verantwortung von Unternehmen, die in medialen Inhalten den Risikosport Freeriding zeigen, dabei jedoch oft die Gefahren ausblenden, um den Profit zu maximieren.
Die zentralen Themen sind Medienethik, die Psychologie der Risikowahrnehmung, der Risikosport Freeriding sowie die Wirkung von Medieninhalten auf das Verhalten der Konsumenten.
Das Ziel ist zu klären, inwieweit Unternehmen ihrer ethischen Verantwortung gegenüber den Rezipienten gerecht werden, wenn sie den Risikosport Freeriding in Werbe- und Mediakontexten darstellen.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, bestehend aus drei nichtstandardisierten, leitfadengestützten Experteninterviews mit Akteuren aus dem Bereich Freeriding und Medien.
Im Hauptteil werden theoretische Modelle zur Medienunterhaltung (Triadisches Fitting), Konzepte der Medienethik, das Spannungsfeld zwischen Ethik und Profit sowie die methodische Umsetzung der Experteninterviews behandelt.
Die wichtigsten Schlagworte sind Freeriding, Medienethik, Risikowahrnehmung und verantwortungsbewusste Unternehmenskommunikation.
Freeriding erlebt einen Boom als Marketinginstrument für große Marken, birgt jedoch erhebliche alpine Gefahren, die für unerfahrene Rezipienten, die durch spektakuläre Clips animiert werden, lebensbedrohlich sein können.
Die Experten kritisieren Gewinnspiele als problematisch, da diese Konsumenten dazu animieren, für spektakuläre Aufnahmen eigene Risiken einzugehen und ihre persönlichen Grenzen zu überschreiten.
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