Bachelorarbeit, 2020
34 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Erbschaft- und schenkungsteuerliche Behandlung von Betriebsvermögen und Anteilen an Kapitalgesellschaften
2.1. Ermittlung des begünstigungsfähigen Vermögens
2.2. Der 90 %-Test als Fallbeil des begünstigten Vermögens
2.3. Identifikation von Verwaltungsvermögen
2.4. Verschonungsmodelle
3. Gestaltungsansätze zur Senkung der Verwaltungsvermögensquote
3.1. Entwicklung der Gestaltungsmöglichkeiten
3.2. Vorausschauende Planung als Gestaltungsgrundlage
3.3. Umschichtung von Verwaltungsvermögen in Finanzmittel
3.4. Investitionsklausel im Erbfall § 13b Absatz 5 ErbStG
3.5. Poolvereinbarung
3.6. Die „Oldtimer-GmbH“
3.7. Die Unternehmensbewertung als Stellschraube der Verwaltungsvermögensquote
4. Resümee
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Identifikation und anschauliche Darstellung aktueller Gestaltungsmaßnahmen zur Absenkung der Verwaltungsvermögensquote bei der Vererbung oder Schenkung von Betriebsvermögen, um hierdurch Steuerersparnisse zu ermöglichen.
3.6. Die „Oldtimer-GmbH“
Die Erbschaftsteuerreform in 2016 führte zwar einerseits zu einer Verschärfung des Verwaltungsvermögenskatalogs durch die Neuaufnahme von Briefmarkensammlungen, Oldtimern, Yachten und Segelflugzeugen sowie der Klausel, die alle Güter einschließt, die üblicherweise der privaten Lebensführung zugeordnet werden, andererseits haben sich durch die Erweiterung der Rückausnahmeklausel auch neue Gestaltungsmöglichkeiten ergeben. Die Rückausnahmeklausel in § 13b Abs. 4 Nr. 3 ErbStG nimmt seit der Reform auch dann die genannten Güter vom Verwaltungsvermögen aus, wenn der Hauptbetriebszweck des Unternehmens in deren entgeltlichen Nutzungsüberlassung an Dritte besteht. Durch diese Gesetzeserweiterung sind jedoch nicht nur, wie vom Gesetzgeber beabsichtigt, professionelle Yacht-Vermieter entlastet worden, vielmehr könnte auch eine Privatperson davon profitieren, die ihre private Luxusyacht in eine GmbH oder eine gewerblich geprägte GmbH & Co. KG einlegt, deren alleiniger Geschäftszweck die Vermietung dieser Yacht darstellt.
Solch ein Konstrukt wäre auch mit Segelflugzeugen, Oldtimern oder ähnlichen privaten Luxusgütern denkbar. Um von dem Gestaltungskonstrukt Gebrauch zu machen, könnte nun der Schenker oder Erblasser aus seinem Privatvermögen eines dieser Güter in eine diesen Hauptzweck erfüllende GmbH beziehungsweise GmbH & Co. KG einlegen.
Besteht kein sich hierfür eignender Betrieb, kann auch eine Neugründung durchgeführt werden.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Problematik der Steuervermeidung im Kontext des Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes und betont die Relevanz der Verwaltungsvermögensquote für die Steuerberatung.
2. Erbschaft- und schenkungsteuerliche Behandlung von Betriebsvermögen und Anteilen an Kapitalgesellschaften: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Begünstigungsfähigkeit von Betriebsvermögen, den 90 %-Test sowie die Identifikation von Verwaltungsvermögen und die bestehenden Verschonungsmodelle.
3. Gestaltungsansätze zur Senkung der Verwaltungsvermögensquote: Der Hauptteil präsentiert detaillierte steuerliche Gestaltungsoptionen wie Planung, Umschichtungen, Investitionsklauseln, Poolvereinbarungen, spezifische Konstrukte wie die „Oldtimer-GmbH“ und die Nutzung der Unternehmensbewertung zur Senkung der Quote.
4. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass trotz gesetzlicher Einschränkungen weiterhin Gestaltungsmöglichkeiten bestehen, wobei eine frühzeitige Planung und die Berücksichtigung der individuellen Unternehmensstruktur essenziell für eine optimale Steuergestaltung sind.
Verwaltungsvermögensquote, Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer, Betriebsvermögen, 90 %-Test, Steuergestaltung, Verschonungsmodell, Investitionsklausel, Poolvereinbarung, Unternehmensbewertung, Kapitalgesellschaft, Finanzmittel, Junges Verwaltungsvermögen, Steuerersparnis, Steuerreform
Die Arbeit befasst sich mit der steueroptimierten Gestaltung der Betriebsübergabe unter besonderer Berücksichtigung der Verwaltungsvermögensquote im deutschen Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht.
Zentrale Themen sind die gesetzlichen Regelungen zum begünstigten Betriebsvermögen, die Definition von Verwaltungsvermögen sowie die Anwendung von Steuerverschonungsmodellen.
Ziel ist die Identifikation und Darstellung konkreter Gestaltungsmaßnahmen nach aktueller Rechtslage, um die Verwaltungsvermögensquote zu senken und damit steuerliche Vorteile bei Schenkungen oder Erbfällen zu nutzen.
Die Arbeit stützt sich auf eine systematische Analyse der aktuellen Gesetzgebung (§ 13b ErbStG), der Erbschaftsteuerrichtlinien und der einschlägigen fachliterarischen sowie rechtlichen Quellen.
Im Hauptteil werden verschiedene Gestaltungsansätze analysiert, darunter vorausschauende Planung, Umschichtung von Vermögen, spezielle Klauseln für den Erbfall sowie die strategische Wahl der Unternehmensbewertungsmethode.
Wichtige Begriffe sind Verwaltungsvermögensquote, ErbStG, Steuerverschonung, Investitionsklausel, Poolvereinbarung und Unternehmensbewertung.
Es handelt sich um eine Strategie, bei der private Luxusgüter wie Oldtimer in eine GmbH eingelegt werden, deren Geschäftszweck die entgeltliche Vermietung dieser Güter ist, um sie als produktives Betriebsvermögen zu qualifizieren.
Da die Verwaltungsvermögensquote das Verhältnis von Verwaltungsvermögen zum Gesamtwert des Betriebsvermögens darstellt, beeinflusst ein höherer (oder niedrigerer) Unternehmenswert mathematisch die Höhe dieser Quote.
Die Investitionsklausel ermöglicht es Erben, innerhalb von zwei Jahren Verwaltungsvermögen in begünstigtes Vermögen umzuwandeln, um die steuerliche Belastung nachträglich zu optimieren.
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