Examensarbeit, 2002
102 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Thematik von Kommunikation und Konfliktbewältigung in der Schule für Erziehungsschwierige. Ihr zentrales Anliegen ist die Darstellung und Bewertung von Kommunikationstrainings im Hinblick auf ihre gewaltpräventiven Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche mit Verhaltensstörungen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Kontext von Gewalt an Schulen und die Bedeutung von Konfliktbewältigung beleuchtet. Kapitel 2 widmet sich den Grundlagen der Erziehungsschwierigenpädagogik, insbesondere den Erklärungsansätzen für Verhaltensstörungen und den Zielen der Erziehungshilfe.
Kapitel 3 konzentriert sich auf den Kommunikationsprozess und analysiert das Kommunikationsmodell von Watzlawick et al. Es beleuchtet die Axiome der Kommunikationstheorie, den Begriff der Metakommunikation und die Kritik an Watzlawicks Theorie.
Kapitel 4 beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Konfliktforschung, insbesondere den Begriffen, der Entstehung und Entwicklung von Konflikten. Es widmet sich auch den Kommunikationsstörungen als Sonderform von Konflikten.
Kapitel 5 untersucht die besonderen Formen von Konflikten, die in der Schule für Erziehungshilfe auftreten, wie Schüler-Schüler-Konflikte und Lehrerin-Schüler-Konflikte.
In Kapitel 6 werden Kriterien für die Bewertung von Kommunikationstrainings vorgestellt. Kapitel 7 präsentiert und analysiert verschiedene Kommunikationstrainings für Lehrerinnen und Schüler, wie das Kommunikationstraining nach Brunner, die Lehrer-Schüler-Konferenz nach Gordon und die Methoden der Mediation und Peer-Mediation.
Die Arbeit fokussiert auf die Schlüsselwörter Kommunikation, Konfliktbewältigung, Erziehungsschwierigenpädagogik, Verhaltensstörungen, Gewaltprävention, Kommunikationstrainings, Mediation, Peer-Mediation, Lehrer-Schüler-Konflikte, und Schüler-Schüler-Konflikte.
Das Modell verdeutlicht, dass man "nicht nicht kommunizieren kann". In der Schule hilft es zu verstehen, dass auch Verhaltensstörungen eine Form der Kommunikation sind und Konflikte oft auf Störungen auf der Beziehungsebene basieren.
Konflikte entstehen oft durch Kommunikationsstörungen, unterschiedliche Wahrnehmungen oder Eskalationen. In der Erziehungshilfe sind Schüler oft durch Gewaltanwendung oder unbewältigte Probleme vorbelastet, was die Interaktion erschwert.
Nach Watzlawick enthält jede Kommunikation eine Sachinformation (Inhalt) und einen Hinweis darauf, wie der Sender die Beziehung zum Empfänger sieht. Konflikte entstehen oft, wenn auf der Beziehungsebene Unklarheiten herrschen.
Mediation und Peer-Mediation sind strukturierte Verfahren, bei denen neutrale Dritte helfen, einen Konflikt gewaltfrei zu lösen. Sie fördern die Eigenverantwortung und soziale Kompetenz der Schüler.
Metakommunikation ist das „Reden über das Reden“. Es ist ein wichtiges Instrument, um Kommunikationsstörungen aufzudecken und die Art und Weise, wie man miteinander umgeht, zu reflektieren.
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