Bachelorarbeit, 2020
90 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Vermarktungsperspektive
2.1 Sport Public Relations
2.2 Social-Media-PR
2.2.1 Vorteile der Social-Media-PR
2.2.2 Nachteile der Social-Media-PR
2.2.3 Social-Media-PR auf Facebook
2.2.4 Der Newsfeed-Algorithmus
2.2.5 Praktische Erfahrungsberichte zur Social-Media-PR
3. Facebook
3.1 Funktionen und Kommunikationsangebot
3.2 Nutzung von Facebook in Deutschland
4. Geschlechterperspektiven
4.1 Mediale Präsentation von Sportler_innen in den Medien
4.1.1 Darstellung der Geschlechter auf sprachlicher Ebene
4.1.2 Darstellung der Geschlechter auf visueller Ebene
4.1.3 Öffentlichkeitsarbeit und Vermarktung
5. Theoretische Perspektiven
5.1 Performativitätshypothese nach Butler
5.2 Heterosexuelle Matrix
5.3 Die Konstruktion von Weiblichkeit im Frauenfußball
5.4 Der Fußball als Möglichkeit der Subversion
6. Forschungsstand
6.1 Social-Media-Nutzung von Sportorganisationen
6.2 Externe Kommunikation von Vereinen der Frauen-Fußball-Bundesliga
6.3 Genderaspekte im Kommunikationsbereich des Frauenfußballs
7. Empirischer Teil
7.1 Forschungsfragestellung
7.2 Hypothesen
7.3 Die Inhaltsanalyse als passende Methode
7.4 Das Leitfadeninterview als passende Methode
8. Operationalisierung der Arbeit
8.1 Auswahl des Untersuchungsmaterials
8.2 Auswahl des Untersuchungszeitraums
8.3 Vorbereitung/Planung der Erhebungsphase
8.4 Erhebung des Untersuchungsmaterials
8.5 Umsetzung der Erhebung
9. Analyse der Ergebnisse
9.1 Auswertung der Hypothesen
9.1.1 Allgemeine Kennzahlen der Auswertung
9.1.2 Auswertung zum Format des Posts
9.1.3 Auswertung Animation zur Reaktion auf
9.1.4 Auswertung Bezug der Posts zu Pflichtspielen
9.1.5 Auswertung Zeichen pro Post
9.1.6 Auswertung zur Werbung auf Facebook
9.1.7 Auswertung Einblicke auf erotisch konnotierte Körperpartien
9.1.8 Auswertung Trivialisierungen, Verniedlichungen und Infantilisierungen
9.1.9 Auswertung Weibliche Attraktivität
9.1.10 Auswertung Performativität
9.2 Auswertung der Leitfadeninterviews
10. Diskussion / Vergleich mit Studien aus dem Herrenfußball
11. Fazit
12. Limitationen
13. Desiderata
Die Arbeit untersucht die Social-Media-Vermarktungspraxis der zwölf Vereine der ersten deutschen Frauen-Fußball-Bundesliga. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie Medien- und Kommunikationsabteilungen ihre Mannschaften auf Facebook vermarkten und welche Rolle dabei Genderaspekte bei der Darstellung der Spielerinnen spielen.
2.2.1 Vorteile der Social-Media-PR
Social Media ermöglicht mediale Autonomie, einen direkten Dialog zwischen Unternehmen und Bezugsgruppe. Damit einhergehend entfällt auch die Abhängigkeit von medialen Selektionskriterien, Botschaften können direkt in gewünschter Art und Weise an die Zielgruppen distribuiert werden (Zerfaß & Pleil, 2014). Für die Sport-PR, die dauerhaft unter Beobachtung steht, ist dies eine enorme Chance. Da die Art der Berichterstattung eng an das sportliche Abschneiden der Mannschaft gekoppelt ist, kann die Sport-PR gezielt – besonders in Krisenzeiten – dagegen steuern, indem sie Einordnungen, Erklärungsansätze sowie positive Meldungen publizieren kann (Kautz, 2018, S. 170-171). Trotz dieser Möglichkeiten und der großen Reichweiten, die durch Social Media erlangt werden können, bedeutet das Social Web keinen Freifahrtschein für die PR. Theis-Berglmair (2014) erklärt, dass die alteingesessenen Massenmedien immer noch „gebraucht“ werden, um eine Transmitter-Rolle einzunehmen. Denn diese Medien stehen in weiten Teilen der Bevölkerung noch für eine höhere Glaubwürdigkeit, als wenn eine Nachricht von der jeweiligen Organisation selbst publiziert wird.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die steigende Bedeutung von Gleichberechtigung im Frauenfußball und hinterfragt die Social-Media-Vermarktung durch Vereinsabteilungen.
2. Vermarktungsperspektive: Es werden grundlegende Prinzipien der Sport-PR und Social-Media-PR sowie deren Besonderheiten auf Facebook dargelegt.
3. Facebook: Dieses Kapitel stellt die Plattform, ihre Funktionen und das Nutzungsverhalten in Deutschland im Kontext von Fanseiten vor.
4. Geschlechterperspektiven: Hier werden Erkenntnisse der Gender-Media-Studies zur Darstellung von Sportlerinnen in Medien und Öffentlichkeitsarbeit analysiert.
5. Theoretische Perspektiven: Die Arbeit stützt sich auf Judith Butlers Performativitätshypothese und das Konzept der heterosexuellen Matrix.
6. Forschungsstand: Ein Überblick über bisherige Studien zu Social Media im Sport und spezifisch im Frauenfußball.
7. Empirischer Teil: Vorstellung der Forschungsfragen, Hypothesen und der Methoden (Inhaltsanalyse und Experteninterviews).
8. Operationalisierung der Arbeit: Detaillierte Beschreibung der Materialauswahl, Zeiträume und Erhebungsschritte.
9. Analyse der Ergebnisse: Die quantitative Auswertung der Facebook-Posts sowie die Ergebnisse der Leitfadeninterviews werden dargestellt.
10. Diskussion / Vergleich mit Studien aus dem Herrenfußball: Ein kritischer Abgleich der gewonnenen Ergebnisse mit vorliegenden Studien aus dem Männerfußball.
11. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Einordnung der Ergebnisse.
12. Limitationen: Reflexion über die methodischen Einschränkungen der vorliegenden Studie.
13. Desiderata: Ausblick auf notwendige weiterführende Forschungsschwerpunkte.
Frauenfußball, PR, Soziale Netzwerke, Gender Studies, Performativitätshypothese, Facebook, Sportjournalismus, Social-Media-Marketing, Gender-Analyse, Sport-PR, Online-Kommunikation, Medienpräsentation
Die Arbeit untersucht die Social-Media-Vermarktung der zwölf Vereine der FLYERALARM Frauen-Fußball-Bundesliga auf Facebook unter Berücksichtigung von Genderaspekten.
Die zentralen Themen umfassen Sport-PR, die Nutzung von Social-Media-Plattformen durch Sportvereine, die mediale Inszenierung von Geschlechtern sowie theoretische Ansätze der Genderforschung.
Die zentrale Frage lautet, inwieweit die Medien- und Kommunikationsabteilungen der Frauen-Bundesliga ihre Mannschaften über Social Media vermarkten und welche Rolle dabei Genderaspekte spielen.
Der Autor nutzt eine Kombination aus einer quantitativen Inhaltsanalyse von 300 Facebook-Posts sowie leitfadengestützten Experteninterviews mit Medienverantwortlichen der Vereine.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, eine Aufarbeitung des Forschungsstands, die Operationalisierung der Empirie sowie eine detaillierte Ergebnisauswertung im Vergleich zum Herrenfußball.
Wichtige Begriffe sind Frauenfußball, PR, Soziale Netzwerke, Gender Studies, Performativitätshypothese und Sport-PR.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Vermarktung auf Facebook in vielen Aspekten ähnelt, wobei Audiovisuelle Formate aufgrund höherer Kosten bei Frauen-Vereinen seltener genutzt werden.
Die Analyse ergab, dass die Spielerinnen weitgehend "Gender neutral" inszeniert werden und eine bewusste sexualisierte Darstellung kaum eine Rolle spielt.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Vermarktung oft improvisiert ist und vielen Vereinen finanzielle Mittel sowie personelle Kapazitäten für eine professionelle Strategie fehlen.
Das Hashtag, das zur Nachwuchsrekrutierung eingeführt wurde, wird nur sporadisch genutzt und wird kritisch hinterfragt, da es Assoziationen zu einem frauenfeindlichen Rap-Song zulässt.
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