Masterarbeit, 2020
79 Seiten, Note: 1,4
1. Einführung
1.1. Die vermögensverwaltende PersG im Steuerrecht
1.2. Systematisierung der Besteuerung einer vermögensverwaltenden PersG
1.3. Zielsetzung, Gang der Arbeit und Abgrenzung
2. Grundsätze der Ertragsbesteuerung einer vermögensverwaltenden PersG
2.1. Grundsystem Dualismus der Einkunftsarten
2.1.1. Allgemeines
2.1.2. Quellen- und Reinvermögenszugangstheorie
2.1.3. Kritische Betrachtung des Dualismus der Einkünfteermittlung
2.2. Einkünftequalifikation und Abgrenzung
2.3. Generelle Anwendbarkeit des § 39 Abs. 2 Nr. 2 AO
2.4. Ungleichbehandlung innerhalb der Einkunftsarten der PersG
2.5. Verwirklichung des Einkünftetatbestandes und Abgrenzung zur Liebhaberei
2.6. Begriffe und Abgrenzung zur Gewerblichkeit
2.6.1. Gewerblichkeit aufgrund der Tätigkeit der Gesellschaft
2.6.1.1. Allgemeines
2.6.1.2. Gewerblicher Wertpapierhandel
2.6.1.3. Gewerbliche Vermietung
2.6.1.4. Gewerblicher Grundstückshandel
2.6.1.5. Betriebsaufspaltung
2.6.2. Gewerbliche Prägung, § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG
2.6.3. Infektionstheorie/Abfärbetheorie, § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG
2.7. Ermittlung und Verteilung der Überschüsse der Einnahmen über die Werbungskosten gem. § 2 Abs. 2 Nr. 2 EStG
2.7.1. Grundsätze der Ergebnisermittlung
2.7.2. Einnahmen
2.7.3. Werbungskosten
2.8. Buchführung und Bilanzierung
2.9. Zurechnung der Einkünfte
2.9.1. Notwendigkeit der Zurechnung
2.9.2. Gesetzliche Vorgaben und Verfahrensrecht
3. Rechtsbeziehungen zwischen Gesellschaft und Gesellschafter
3.1. Leistungsbeziehungen
3.1.1. Gesellschafter an die Gesellschaft
3.1.1.1. Allgemeines
3.1.1.2. Schuldrechtliche Ausgestaltung der Gegenleistung
3.1.1.2.1. Steuerliche Auswirkung auf Gesellschaftsebene
3.1.1.2.2. Steuerliche Auswirkung auf Gesellschafterebene
3.1.1.3. Gesellschafsrechtliche Ausgestaltung der Gegenleistung
3.1.1.4. Abgrenzung zwischen Sondervergütungen und Ergebnisvorab
3.1.1.5. Besonderheiten ausgewählter Leistungsarten
3.1.1.5.1. Geschäftsführungsvergütung
3.1.1.5.2. Haftungsvergütung
3.1.1.5.3. Nutzungs- und Kapitalüberlassung
3.1.2. Gesellschaft an Gesellschafter
3.1.2.1. Nutzungsüberlassung
3.1.2.2. Kapitalüberlassung
3.1.3. Steuerliche Behandlung von Bruchteilsgemeinschaften
3.2. Veräußerung von Wirtschaftsgütern
3.2.1. Steuerrechtliche Einordnung der Veräußerungsgeschäfte
3.2.2. Behandlung unangemessener Entgelte
3.2.2.1. Veräußerung gegen zu hohes Entgelt
3.2.2.2. Veräußerung gegen zu niedriges Entgelt
4. Gesellschafterwechsel
4.1. Anteilsveräußerung
4.2. Anteilserwerb und Ergänzungsrechnung
4.3. Steuerliche Behandlung von Bruchteilsgemeinschaften
5. Schlussfolgerungen und Fazit
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der ertragsteuerlichen Behandlung von vermögensverwaltenden Personengesellschaften (PersG) in Deutschland. Ziel ist es, die wesentlichen Rechtsgrundlagen darzustellen, Problemfelder bei Leistungsbeziehungen zwischen der Gesellschaft und den Gesellschaftern zu diskutieren sowie die steuerlichen Konsequenzen eines Gesellschafterwechsels und die Abgrenzung zur gewerblichen Tätigkeit zu analysieren.
3.1.1.5.1. Geschäftsführungsvergütung
Da sich eine vermögensverwaltende PerSG nicht selbst verwalten kann, muss dies von einem Gesellschafter oder Dritten übernommen werden.189 Beruht die Geschäftsführungsvergütung auf einer gesonderten schuldrechtlichen Vereinbarung, handelt es sich überwiegend um einen Dienstvertrag.190 Der Gesellschafter erzielt mit seiner selbstständigen Vergütung entweder Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit (§ 18 EStG), aus nichtselbständiger Tätigkeit (§ 19 EStG) oder aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG).191 Diese Einkünfte sind vollständig zu berücksichtigen.192
Er verwirklicht somit originär einen Einkünftetatbestand des EStG. Die Gesellschaft kann diese Ausgaben i.d.R. als WK abziehen. 193 Wenn der Gesellschafter unentgeltlich tätig wird, entfällt der WK – Abzug, weshalb die Beteiligten sehr häufig von ihrer Dispositionsfreiheit194 Gebrauch machen.195
1. Einführung: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftliche und rechtliche Bedeutung der vermögensverwaltenden PersG sowie die Zielsetzung und den Gang der Untersuchung.
2. Grundsätze der Ertragsbesteuerung einer vermögensverwaltenden PersG: Hier werden die theoretischen Grundlagen wie der Dualismus der Einkunftsarten, die Abgrenzung zur Gewerblichkeit und die Ermittlung der Einkünfte detailliert behandelt.
3. Rechtsbeziehungen zwischen Gesellschaft und Gesellschafter: Das Kapitel analysiert die steuerliche Einordnung von Leistungsbeziehungen, Sondervergütungen und die Nutzungs- sowie Kapitalüberlassung.
4. Gesellschafterwechsel: Dieser Abschnitt beleuchtet die steuerlichen Folgen beim Ausscheiden von Gesellschaftern, bei Anteilsveräußerungen und dem Einsatz von Ergänzungsrechnungen.
5. Schlussfolgerungen und Fazit: Das Fazit fasst die aktuelle Rechtslage zusammen und identifiziert den Bedarf für eine klarere gesetzliche Regelung zur Vermeidung von Unsicherheiten bei der Besteuerung.
Vermögensverwaltende Personengesellschaft, Ertragsteuerrecht, Einkünftequalifikation, Dualismus der Einkunftsarten, Gewerblichkeit, Leistungsbeziehungen, Sondervergütungen, Ergebnisvorab, Betriebsaufspaltung, Bruchteilsgemeinschaft, Zurechnung von Einkünften, Werbungskosten, Anteilsveräußerung, Ergänzungsrechnung, Steuergerechtigkeit.
Die Arbeit analysiert die ertragsteuerliche Behandlung von vermögensverwaltenden Personengesellschaften in Deutschland unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung zur gewerblichen Betätigung, die Behandlung von Leistungsbeziehungen zwischen der Gesellschaft und ihren Gesellschaftern sowie die steuerlichen Folgen von Gesellschafterwechseln.
Ziel ist es, die wesentlichen Vorschriften aufzuzeigen, ausgewählte Problembereiche rechtlich zu durchdringen und kritische Aspekte bei der steuerlichen Ausgestaltung herauszuarbeiten.
Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse, die sich primär auf die Auslegung des Einkommensteuergesetzes (EStG), der Abgabenordnung (AO) und die umfangreiche BFH-Rechtsprechung stützt.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Grundsätzen der Ertragsbesteuerung, den spezifischen Problemen bei Leistungsbeziehungen (z.B. Geschäftsführung, Kapitalüberlassung) und den steuerlichen Besonderheiten bei der Übertragung von Wirtschaftsgütern und Anteilen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem die vermögensverwaltende Personengesellschaft, die Bruchteilsbetrachtung nach § 39 Abs. 2 Nr. 2 AO, der Dualismus der Einkunftsarten und die Abfärbetheorie.
Im Gegensatz zu gewerblichen Personengesellschaften führen Vergütungen bei vermögensverwaltenden PersG grundsätzlich nicht zu Sondervergütungen im Sinne des § 15 EStG, sondern werden als Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten bei der Gesellschaft und als Einkünfte beim Gesellschafter erfasst.
Sie dient als wesentliches Indiz bei der Abgrenzung zwischen privater Vermögensverwaltung und gewerblichem Grundstückshandel, um festzustellen, ob die Tätigkeit einer Personengesellschaft steuerlich als Gewerbebetrieb einzustufen ist.
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