Bachelorarbeit, 2019
56 Seiten, Note: 1,7
Diese Arbeit befasst sich mit der Dekonstruktion normativer Männlichkeit im Film Moonlight (USA, 2016). Der Film erzählt die Geschichte eines jungen homosexuellen Afroamerikaners und stellt die Frage des Mannseins in den Mittelpunkt. Durch die Analyse von Inszenierungsstrategien und die Untersuchung verschiedener Männlichkeitskonzepte im Film sollen tradierte Vorstellungen von Männlichkeit in Frage gestellt und alternative Formen von Männlichkeit aufgezeigt werden.
Im ersten Kapitel wird die Thematik der Männlichkeit in Moonlight eingeleitet und der Untersuchungsgegenstand vorgestellt. Der Film Moonlight wird als Beispiel für eine progressive Verarbeitung des Themas Männlichkeit in der filmischen Darstellung afroamerikanischer Identität vorgestellt. Das zweite Kapitel befasst sich mit der Konstruiertheit und Performativität von Männlichkeit und führt das Konzept der hegemonialen Männlichkeit ein, welches die Verhältnisse von dominanten und marginalisierten Männlichkeiten erfasst. Anschließend wird afroamerikanische männliche Identität in ihrer individuellen, kulturellen und sozialen Dimension erläutert, wobei insbesondere auf normative Vorstellungen und Stereotype eingegangen wird. Das dritte Kapitel analysiert die Dekonstruktion normativer Männlichkeit in Moonlight. Hierbei werden die verschiedenen Arten von Männlichkeit im Film untersucht und die Strategien der Inszenierung und Dekonstruktion von Stereotypen analysiert. Die Analyse konzentriert sich auf die Hauptfiguren des Films, Chiron, Juan und Kevin, und untersucht ihre Beziehungen zueinander sowie die Interaktion mit dem Umfeld.
Diese Arbeit konzentriert sich auf die Konzepte von Männlichkeit, Geschlecht, Performativität, Hegemoniale Männlichkeit, Afroamerikanische Männlichkeit, Dekonstruktion, Stereotype und alternative Männlichkeiten im Kontext des Films Moonlight.
Durch das Spiel mit Stereotypen, die Gegenüberstellung verschiedener Männlichkeitskonzepte und die Darstellung der Abweichung von der Norm hinterfragt der Film tradierte Vorstellungen männlicher Identität.
Dies ist ein soziologisches Konzept, das ein dominantes Muster von Männlichkeit beschreibt, dem andere (marginalisierte) Männlichkeitsentwürfe untergeordnet sind.
Oft erfahren afroamerikanische Männer in Medien eine Stereotypisierung oder Marginalisierung, die „Moonlight“ durch ein komplexeres Bild aufzubrechen versucht.
Juan fungiert als Mentor, der trotz seiner eigenen Verankerung in einem harten Umfeld alternative Männlichkeitsaspekte wie Fürsorge und Empathie zeigt.
Nein, die Arbeit stützt sich auf die Erkenntnis, dass Geschlecht eine kulturelle Handlung (Performativität) ist und Identitäten immer wieder neu konstruiert werden.
Jenkins möchte Raum für alternative Männlichkeiten schaffen und ein vielschichtiges Bild Schwarzer Identität vermitteln, das über eindimensionale Erwartungen hinausgeht.
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