Masterarbeit, 2020
67 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Berufliche Weiterbildung
2.1 Definition der beruflichen Weiterbildung
2.2 Zielsetzung
3. Kompetenz
3.1 Definition Kompetenz
3.2 Begriffsklärung der beruflichen Handlungskompetenz
3.3 Ziele der beruflichen Handlungskompetenz
4. Kompetenzen entwickeln
4.1 Prozess der Kompetenzentwicklung
4.1.1 Wissensaufbau
4.1.2 Qualifikation
4.1.3 Wissenstransfer in die Praxis
4.1.4 Kompetenzentwicklung
4.2 Kompetenzlernen, Konstruktivismus und Ermöglichungsdidaktik
5. Lerntransfer
5.1 Definition des Lerntransfers
5.2 Arten des Lerntransfers
5.3 Das Problem des Lerntransfers
5.3.1 Lerntransfer-System-Inventar
5.3.2 Transferstärke-Methode
5.4 Schlüsselfaktoren und Bedingungen für gelingenden Lerntransfer
6. Bedeutung des Lerntransfers für die Kompetenzentwicklung
7. Entwicklung einer Checkliste zur Vorbereitung einer beruflichen Weiterbildung
7.1 Art der Anwendung
7.2 Aufbau und Inhalt
7.3 Möglichkeiten zur Umsetzung für die Vorbereitung
8. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie Lehrende durch eine gezielte Vorbereitung von Weiterbildungsmaßnahmen den Lerntransfer der Teilnehmenden sicherstellen und inwiefern dieser Transfer als Katalysator für die Kompetenzentwicklung im Berufsalltag fungiert. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, welche didaktischen Rahmenbedingungen notwendig sind, um erworbenes Wissen erfolgreich in die berufliche Praxis zu überführen.
4.1.2 Qualifikation
Diese Phase wird auch Wissensverarbeitung genannt, in der das vorher angeeignete Wissen, mit Hilfe der Bearbeitung von Übungen, Fallstudien oder Planspielen, gesichert werden soll. Solche Fallstudien können jedoch nicht die Komplexität eines realen Problems abbilden, weshalb die Problemstellung sowie die signifikanten Fakten sehr eingeschränkt dargestellt sind.
Da die Erarbeitung einer Lösung in einem geschützten Rahmen stattfindet, ist dies nicht mit tiefgreifenden Emotionen verbunden, da keine realen Interessenskonflikte entstehen und die Auswirkungen der Entscheidung für die Lernenden oft irrelevant sind. Die Entwicklung von Kompetenzen findet hier noch nicht statt, da die Lernenden höchstens zur Problemlösung angeregt werden sowie Methoden und Vorgehensweisen erfahren. Auch Sattelberger (2012), ehemaliger Vorstand der Deutschen Telekom und heute FDP-Politiker, erklärt dies am Beispiel einer Führungskräfteentwicklung:
„Ich halte es für ein Phantasiegebilde, dass Leadership im Vorlesungssaal vermittelt oder gelernt werden kann. (...) Da kommt es darauf an, Zukunftsbilder zu schaffen, schwierigste Geschäftsprobleme zu meistern und Menschen emotional und nachhaltig für neue Strategien und Veränderungsprozesse zu gewinnen. Man lernt es nur, wenn man im rauen Wasser der Realität Verantwortung trägt. Nicht in Fallstudienarbeit.“
Fallstudien sind demnach für die praxisorientierte Gestaltung von Seminaren zur Wissensverarbeitung oder Qualifizierung geeignet. Ebenso wurde bereits mehrfach nachgewiesen, dass durch solche Lernformate Kompetenzen nicht entwickelt werden, da sie die Komplexität der Praxis nicht widerspiegeln können. Denn im Gegensatz zu Kompetenzen, welche individuell sind, handelt es sich bei Qualifikationen um arbeits- und anforderungsbezogene Fähigkeiten. Sie sind „immer auf die Erfüllung vorgegebener Zwecke gerichtet – also fremdorganisiert“ und können durch ein Zertifikat bescheinigt werden.
1. Einleitung: Problematisierung traditioneller Weiterbildungsformate und Herleitung der Relevanz eines effektiven Lerntransfers.
2. Berufliche Weiterbildung: Definition und Abgrenzung der beruflichen Weiterbildung sowie Erläuterung ihrer zentralen Zielsetzungen.
3. Kompetenz: Theoretische Fundierung des Kompetenzbegriffs und detaillierte Erläuterung der beruflichen Handlungskompetenz.
4. Kompetenzen entwickeln: Darstellung des Prozesses der Kompetenzentwicklung sowie Erläuterung konstruktivistischer Lernansätze.
5. Lerntransfer: Untersuchung der Mechanismen des Lerntransfers, inklusive Einflussfaktoren und relevanter Transfermodelle.
6. Bedeutung des Lerntransfers für die Kompetenzentwicklung: Verknüpfung der theoretischen Grundlagen mit dem Nachweis, warum Kompetenzentwicklung ohne Transfer nicht stattfinden kann.
7. Entwicklung einer Checkliste zur Vorbereitung einer beruflichen Weiterbildung: Konkreter Anwendungsteil mit der Vorstellung eines Leitfadens für Lehrende zur Vorbereitung und Reflexion.
8. Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfragen.
Berufliche Weiterbildung, Kompetenzentwicklung, Lerntransfer, Wissensverarbeitung, Transfermanagement, Konstruktivismus, Ermöglichungsdidaktik, Handlungskompetenz, Fachkompetenz, Personalentwicklung, Lernbegleitung, Weiterbildungsvorbereitung, Praxistransfer, Selbstorganisation, Lebenslanges Lernen.
Die Arbeit untersucht, wie berufliche Weiterbildung erfolgreich gestaltet werden kann, damit die Teilnehmenden das Gelernte nachhaltig in ihren Arbeitsalltag integrieren.
Die zentralen Felder sind die Kompetenzentwicklung, der Lerntransfer als entscheidendes Bindeglied zur Anwendung sowie die konstruktivistische Didaktik in der Erwachsenenbildung.
Es wird der Frage nachgegangen, was Lehrende bei der Vorbereitung beachten müssen, um Lerntransfer zu gewährleisten, und ob Lerntransfer zwangsläufig zu einer Kompetenzentwicklung führt.
Die Arbeit basiert auf einem fundierten Literaturstudium, das bestehende Konzepte wie das Lerntransfer-System-Inventar und die Transferstärke-Methode analysiert, um daraus eine praktische Checkliste für Lehrende abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Kompetenzen, den Prozess der Kompetenzentwicklung, Modelle des Lerntransfers sowie einen Anwendungsteil, der eine Checkliste für die Planung von Weiterbildungen bietet.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lerntransfer, Kompetenzentwicklung, Ermöglichungsdidaktik und Transfermanagement definiert.
Fehler werden im Kontext des informellen Lernens als wichtige Chancen betrachtet, um durch Reflexion neue, bessere Lösungen zu finden, statt in alte Verhaltensmuster zurückzufallen.
Da Wissen laut konstruktivistischer Auffassung nicht starr vermittelt werden kann, agiert die Lernbegleitung als Impulsgeber und Ermöglicher, statt als reine Lehrperson.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

