Masterarbeit, 2021
150 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Motivation
1.2 Zielsetzung und Forschungsfragen
1.3 Umfang und Abgrenzung
1.4 Methodisches Vorgehen und Literaturrecherche
2 Theoretischer Teil
2.1 Digitalisierung
2.1.1 Definition
2.1.2 Treiber und Auswirkungen
2.2 Öffentlicher Sektor und Ziele der Organisation
2.3 Onlinezugangsgesetz als Transformationstreiber
2.4 Qualifica Digitalis
2.4.1 Projektvorstellung
2.4.2 Projektbewertung
2.5 Europäischer digitaler Behördenvergleich
2.6 Forschungsstand und Forschungslücke
3 Empirischer Teil
3.1 Forschungsfrage der Studie
3.2 Datenlage
3.3 Forschungsmethode
3.3.1 Datenerhebung Online-Fragebogen
3.3.2 Auswertungsmethode
3.4 Forschungsergebnisse
3.4.1 Persönliche Fragen
3.4.2 Einschätzung Megatrend Digitalisierung
3.4.3 Bezug auf den Arbeitgeber
3.4.4 Digitalisierung und Arbeitsalltag
3.5 Lessons Learned
4 Modell der Behördentransformation
4.1 Vorstellung
4.2 Anwendung
4.3 Change Management
5 Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung
5.2 Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, den aktuellen Stand der Digitalisierung im öffentlichen Sektor zu analysieren, Transformationspotenziale sowie Risiken zu identifizieren und ein Erfolgsmodell für eine personelle Behördentransformation zu entwickeln, das durch Qualifizierung und Gewinnung geeigneten Personals den strukturellen Wandel unterstützt.
1.1 Ausgangssituation und Motivation
Wir leben in einer Zeit, die von Veränderungen und digitalen Disruptionen geprägt ist. Die aktuelle Covid-19-Pandemie unterstreicht dies in dramatischer und erschreckender Weise: quasi über Nacht werden evolutionäre Veränderungen durch revolutionäre Transformationen ersetzt. So sind die Innenstädte beispielsweise seit Anfang des Jahres mit Geisterstädten vergleichbar (vgl. Sternberg, 2020).
Doch die Kaufbereitschaft der Menschen ist nicht gänzlich zusammengebrochen, sondern sie hat sich lediglich verlagert (vgl. Balk, 2020). Zahlreiche Konsumenten kaufen nun kinderleicht mit z.B. „One-Click-Bestelltechniken“ über virtuelle Dashboards oder per Sprachbefehl Waschmittel, Lebensmittel und sogar Klopapier digital. Geliefert wird das Ganze dann – zeitgemäß für das Jahr 2020 – innerhalb weniger Stunden bargeld- und kontaktlos an die Wohnungstür. Exemplarisch hat sich im Jahr 2020, zwischen Kalenderwoche 4 und 12, der Online-Absatz von Fieberthermometern um 2.968%, der von Hanteln um 2.740% und der von Telefon-Headsets um 911% gesteigert. Die Verkaufszahlen des stationären Handels hingegen sind eingebrochen (vgl. Statista 1, 2020).
Wer hingegen in Zeiten Corona einen Behördengang plant, hat es deutlich schwerer. Denn hier hat sich für den Bürger in den letzten Jahrzehnten – gefühlt – wenig verändert. Das Fortschrittlichste der deutschen Behörden scheinen Online-Informationen, eine Online-Terminvereinbarung oder das Downloaden von Antragsformularen zu sein.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen der Digitalisierung für den öffentlichen Sektor im Kontext der Covid-19-Pandemie und definiert die Forschungsziele sowie den methodischen Rahmen.
2 Theoretischer Teil: Es werden grundlegende Definitionen zur Digitalisierung, die Rolle des öffentlichen Sektors und zentrale Treiber wie das Onlinezugangsgesetz sowie das Projekt Qualifica Digitalis erörtert.
3 Empirischer Teil: Durch eine qualitative Online-Befragung von 47 Probanden wird der Digitalisierungsstand, das Mindset und die Wahrnehmung der Veränderungen in Behörden und Privatwirtschaft analysiert.
4 Modell der Behördentransformation: Es wird ein Transformationsmodell entwickelt, das auf den Säulen Personal 4.0, Arbeit 4.0, Kultur 4.0 und Organisation 4.0 basiert, um Behörden durch agile Methoden und Change Management zukunftsfähig zu machen.
5 Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und ein Ausblick auf die zukünftige Notwendigkeit kontinuierlicher Anpassungen der öffentlichen Verwaltung gegeben.
Digitalisierung, eGovernment, Behörde 4.0, Industrie 4.0, Onlinezugangsgesetz, digitale Behörde, Personalentwicklung, Change Management, agile Methoden, Behördentransformation, digitale Kompetenzen, Verwaltung, öffentliche Verwaltung, Transformation, Arbeitswelt 4.0
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen der Digitalisierung für den öffentlichen Bereich, insbesondere mit Fokus auf die notwendigen Anpassungen der Personalstruktur und der Behördenkultur.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Digitalisierung auf Arbeitsprozesse, das Onlinezugangsgesetz (OZG), die Qualifizierung von Personal und die Bedeutung von Change Management in öffentlichen Institutionen.
Das Ziel ist die Erstellung eines Erfolgsmodells für eine personelle Behördentransformation, um Mitarbeitern und Führungskräften bei der digitalen Ausrichtung zu helfen.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer primären empirischen Untersuchung in Form einer qualitativen Online-Befragung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse der Empirie (Befragungsergebnisse) und die Herleitung eines konkreten Behördentransformationsmodells.
Die wichtigsten Schlagworte sind Digitalisierung, eGovernment, Behörde 4.0, Onlinezugangsgesetz, Personalentwicklung und agile Arbeitsmethoden.
Während Privatunternehmen oft als agiler und digital affiner wahrgenommen werden, kämpfen Behörden häufig mit starren Strukturen, hierarchischen Hürden und einem langsameren Umsetzungstempo bei der Digitalisierung.
Die Arbeit betont, dass eine erfolgreiche Transformation nicht nur technologisch ist, sondern eine agile Behördenkultur, eine offene Fehlerkultur und eine ständige Einbindung der Mitarbeiter durch Change Management erfordert.
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